78. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. eröffnet heute in Düsseldorf
Neue Therapien und Technologien verändern die Urologie
Düsseldorf, 16. September 2026. Neue Behandlungsansätze bei urologischen Tumoren, neue Robotiksysteme und der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz zeigen, wie schnell sich die Urologie derzeit entwickelt. Welche Fortschritte die Versorgung tatsächlich verbessern und wie sich medizinische Innovation verantwortungsvoll gestalten lässt, diskutieren Urologinnen und Urologen vom 16. bis 19. September beim 78. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. im Congress Center Düsseldorf.
Das wissenschaftliche Programm bildet die gesamte Breite der Urologie ab. Zu den Forschungshighlights gehören aktuelle Entwicklungen bei der Behandlung von Prostata-, Nieren- und Blasenkrebs, neue medikamentöse Therapien und molekulare Testverfahren sowie Fortschritte in der Tumorbildgebung. Auch in der operativen Urologie gibt es Bewegung. Mehrere neue Robotiksysteme werden auf dem Kongress vorgestellt. Eine prospektiv randomisierte Studie untersucht zudem den Einsatz virtueller dreidimensionaler Modelle bei roboterassistierten Nierenteilresektionen.
„Wir sehen derzeit Fortschritte auf vielen Ebenen gleichzeitig, von neuen medikamentösen Therapien über präzisere Diagnostik bis zur Weiterentwicklung der operativen Verfahren“, sagt DGU Generalsekretär Prof. Dr. Maximilian Burger. „Für uns ist entscheidend, neue Erkenntnisse wissenschaftlich einzuordnen und zu prüfen, was davon die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten wirklich verbessert.“
KI in der Medizin verstehen
Einen besonderen Schwerpunkt setzt DGU-Präsidentin Prof. Dr. Susanne Krege auf Künstliche Intelligenz. In Bildgebung und Pathologie wird KI bereits eingesetzt. Auf dem Kongress geht es deshalb vor allem darum, was die Systeme leisten, wie ihre Ergebnisse zustande kommen und wo ihre Grenzen liegen. Ein KI-Tumorboard macht Anwendungen anhand konkreter diagnostischer Situationen nachvollziehbar. Auch ethische Fragen und weitere Einsatzmöglichkeiten in Therapieplanung und Dokumentation stehen zur Diskussion.
„Künstliche Intelligenz kann uns in Diagnostik, Therapieplanung und Dokumentation unterstützen“, sagt Krege. „Wenn sie uns sinnvoll entlastet, kann sie auch Zeit schaffen für das persönliche Gespräch mit unseren Patientinnen und Patienten. Dafür müssen wir aber verstehen, wie diese Systeme arbeiten und wo ihre Grenzen liegen.“
Nachhaltigkeit braucht belastbare Daten
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Nachhaltigkeit in der Medizin. Dabei wird es konkret. Wie lässt sich der CO₂ Fußabdruck eines Medizinproduktes verlässlich bestimmen? Bislang fehlen einheitliche Verfahren, mit denen sich unterschiedliche Produkte vergleichen lassen. Auch die einfache Rechnung Einweg gegen Mehrweg greift zu kurz. Entscheidend ist die Umweltbilanz über den gesamten Lebenszyklus.
„Wir brauchen Daten, mit denen Kliniken und Praxen tatsächlich vergleichen können“, sagt Krege. „Einweg ist nicht automatisch schlechter und Mehrweg nicht automatisch nachhaltiger. Für gute Entscheidungen brauchen wir nachvollziehbare Kriterien.“
Unter dem Kongressmotto „Dem Leben eine Zukunft geben“ richtet Krege den Blick zudem auf die große Spannweite des Faches. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Einordnung der Kinderurologie im Rahmen der Gesundheitsreform. Kinder mit angeborenen urologischen Erkrankungen benötigen häufig auch im Erwachsenenalter eine spezialisierte Versorgung. Diese kann die Kinderchirurgie nach dem Übergang in die Erwachsenenmedizin nicht mehr leisten.
Der 78. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie findet vom 16. bis 19. September 2026 im Congress Center Düsseldorf statt. Neben dem wissenschaftlichen Programm gibt es eigene Angebote für den urologischen Nachwuchs und die Pflege.
Pressekonferenz zum 78. DGU-Kongress
Mittwoch, 16. September 2026, 10.30 bis 11.30 Uhr
Congress Center Düsseldorf, Raum 8
Auf der Pressekonferenz stellen DGU-Präsidentin Prof. Dr. Susanne Krege und weitere Vertreter der DGU zentrale Themen des Kongresses vor wie z.B. aktuelle Forschungshighlights. Zudem wird der DGU-Medienpreis 2026 verliehen.
Moderation
Prof. Dr. Axel Merseburger, Pressesprecher der DGU
Pressekontakt
Franziska Gätcke
Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V.
Geschäftsstelle Berlin
Martin-Buber-Str. 10
14163 Berlin
pressestelle@dgu.de
Tel: 030-8870 833 11
Zur Akkreditierung:
https://interplan.eventsair.com/dgu26/presse/Site/Register

