Autor: Pressestelle|Veröffentlicht am 05. Mai 2026|Aktualisiert am 06. Mai 2026

Neuer Sonderforschungsbereich zur männlichen Infertilität in Münster

DGU begrüßt Forschungsvorhaben zur Reproduktionsmedizin mit andrologischem Schwerpunkt

Mit dem neuen Sonderforschungsbereich (SFB 1748) „Principles of Reproduction – Unravelling the Molecular Mechanisms of Male Infertility“ startet an der Universität Münster ein interdisziplinärer Forschungsverbund zur Untersuchung zentraler Mechanismen männlicher Unfruchtbarkeit. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt wird in der ersten Förderperiode mit rund zwölf Millionen Euro unterstützt.

Ziel des Verbunds ist es, die genetischen, molekularen und zellulären Grundlagen der männlichen Infertilität besser zu verstehen. Weltweit sind mehr als 50 Millionen Paare von Unfruchtbarkeit betroffen, in etwa der Hälfte der Fälle liegt die Ursache beim Mann. Gleichzeitig sind die zugrunde liegenden Mechanismen bislang nur unzureichend geklärt.

Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Frank Tüttelmann und seinen beiden Ko-Koordinatoren Prof. rer.nat. Dr. Timo Strünker und Prof. Dr.rer.nat. Nina Neuhaus, arbeiten 29 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen zusammen, darunter Molekularbiologie, Genetik, und klinische Medizin, in 19 Projekten zusammen. Die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung soll dazu beitragen, neue Ansätze für Diagnostik und Therapie zu entwickeln.

Auch Prof. Dr. Sabine Kliesch, Vorsitzende des Arbeitskreises Andrologie (AKA) der Deutschen Gesellschaft für Urologie, ist an dem Sonderforschungsbereich als Projektverantwortliche zentral mit der Klinik für Andrologie beteiligt. Neben PD Dr. Maria Schubert, ebenfalls Mitglied des AKA der DGU und projektverantwortliche Andrologin im SFB, sind weitere klinisch-wissenschaftliche Projekte aus dem Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie, der Medizinischen Genetik, der Kinderklinik  und der Onkologie wesentlicher Bestandteil dieses interdisziplinären SFB. Aus Sicht der DGU unterstreicht das Vorhaben die Bedeutung der Andrologie für die urologische Versorgung und Forschung.

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie wird die Entwicklungen des Sonderforschungsbereichs fachlich begleiten und für ihre Mitglieder einordnen.

Weiterführende Informationen

Die ausführliche Mitteilung des Sonderforschungsbereichs finden Sie unter:

https://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=15110

Weitere Informationen:

DGU-Pressestelle
Franziska Gätcke
pressestelle(at)dgu.de

Tel: 030-8870 833 11