Zervita

Autor: |Veröffentlicht am 13. November 2018|Aktualisiert am 08. Januar 2019

Unser Statement für die HPV-Themenwoche

Humane Papillomviren verursachen nicht nur Gebärmutterhalskrebs bei Frauen, sondern auch Tumore im Mund- und Rachenraum oder Analkrebs, die genauso Männer betreffen. Warum sollte man die Impfung also einem Geschlecht vorenthalten. Darüber hinaus schützt die HPV-Impfung auch vor dem seltenen Peniskrebs. Außerdem sind Jungs und Männer auch die Überträger der Viren. Wenn sie sich nicht mehr infizieren, können sie keine weiteren Personen damit anstecken.

Die Impfung, die es seit nun bereits 12 Jahren gibt, wurde in Deutschland leider weniger gut angenommen als erhofft. Nur etwa die Hälfte aller Mädchen ist gegen HPV geimpft. Diese Impfmüdigkeit in Deutschland herrscht, obwohl die Impfung als sicher eingestuft wird: 300 Millionen Dosen wurden weltweit verabreicht, ohne dass eine Nebenwirkung auftrat, die nicht auch in der Placebogruppe vorkam. 

Mit der Impfempfehlung der STIKO für die Impfung der Jungen gegen HPV ist ein weiterer Schritt im Kampf gegen die Viren und assoziierten Krankheiten getan. Mit der Impfung für die Jungen kann die Impfquote erhöht werden, jedoch ist auch dies eine Herausforderung. Aufklärung ist hier der richtige Weg, daher haben wir von ZERVITA einen neuen Bereich auf unserer Website eingerichtet, der demnächst online gehen wird, um speziell auch die Junge zu informieren.

Übrigens, Wissenschaftler aus Australien berichteten kürzlich, dass die Gebärmutterhalskrebs-freie Zukunft auf dem Kontinent zum Greifen nahe ist. Dies liegt vor allem an den Impfkampagnen an den dortigen Schulen für Mädchen und Jungen, die es bei uns in Deutschland nicht gibt.

Kontakt: Marie-Christin Baur (Management und Öffentlichkeitsarbeit)
Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Thomas Iftner (1. Vorsitzender)

Tel.: 07071-2980196; info(at)zervita.de

Weitere Informationen: www.zervita.de


ZERVITA ist eine nationale Aufklärungsstelle mit Sitz am Tübinger Universitätsklinikum. Sie klärt über humane Papillomviren, Gebärmutterhalskrebs und weitere mit HPV assoziierten Krebsarten auf. Ziel ist, in der Bevölkerung und in medizinischen Fachkreisen das Bewusstsein für die Thematik zu erhöhen und über Ursachen der Erkrankungen sowie Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung zu informieren.