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Anatomische Studie zur ektopischen/submuskulären sowie herkömmlichen Platzierung des Reservoirs beim Einsetzen eines Penisimplantates (2. Filmpreis 2014)

47201.01.20144:51Deutsch

Abstract

D. Osmonov*1, C.M. Naumann1, T. Köhler*2, S.K. Wilson*3, T. Wedel*4, K.P. Jünemann1

1Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus Kiel, Urologie und Kinderurologie, Kiel, Germany, 2Department of Urology,Springfield, United States, 3Institute for Urological Excellence, Indio, United States, 4Institut für Anatomie, Kiel, Germany

Einleitung: Die Platzierung eines Reservoirs während einer penoskrotalen Penisprothesenimplantation ist zwar technisch leichtdurchführbar, verläuft aber relativ blind. Häufig ist nicht klar, wie die organotopische Lage im Becken ist und mit welchenRisiken die klassische Platzierung verbunden sein könnte. Bei Patienten nach Becken-, Leisten-, abdominellen OP's ist dieklassische Platzierung des Reservoirs deutlich erschwert und zum Teil nur durch einen zusätzlichen Zugang möglich. In diesen Fällen könnte alternativ eine ektopische bzw. submuskuläre Platzierung des Reservoirs erfolgen.

Material und Methoden: Das Video wurde im Anatomischen Institut in Kiel während des 2. Internationalen Wilson-Seminars zuPenisimplantaten aufgenommen. Dabei wurden die technischen Besonderheiten und Zugangswege „Schritt für Schritt“ bei einerherkömmlichen sowie bei einer submuskulären (ektopischen) Implantation demonstriert. Die Implantation wurde aus dreiverschiedenen laparoskopischen Perspektiven dargestellt (zwischen Peritoneum und Fascia transversalis, intraabdominnell,retroperitoneal).

Ergebnisse:
1. Die herkömmliche Implantation des Reservoirs ist trotz der eingeschränkten visuellen Kontrolle während der Implantationsicher durchführbar.2. Die Implantation mit einer ektopischen/submuskulären Platzierung des Reservoirs ist relativ einfach und stellt eine Alternativezur herkömmlichen Technik dar.

Zusammenfassung: Beide Implantationstechniken wurden aus der laparoskopischen Sicht demonstriert. Es ist klinisch zuprüfen, welche Patienten am besten für die ektopische/submuskuläre bzw. die herkömmliche Platzierung des Reservoirsgeeignet sind.

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