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MRT-navigierte stereotaktische Stanzbiopsie

62101.01.201110:52Deutsch

Abstract

B. Hadaschik1, T. Kuru*1, C. Tulea*1, D. Teber1, J. Huber1, V. Popeneciu1, S. Pahernik1, H.-P. Schlemmer*2, M. Hohenfellner1

1Urologische Universitätsklinik Heidelberg, Heidelberg, Germany, 2Deutsches Krebsforschungsinstitut, Abteilung Radiologie, Heidelberg, Germany

Einleitung: Um die Prostatakarzinomdiagnostik zu verbessern, wurde ein perineales Prostatastanzsystem entwickelt, welches präinterventionelle MRT-Daten mit periinterventionellem Ultraschall kombiniert.

Material und Methoden: 50 Pat. wurden biopsiert (med. Alter 67J, PSA 7,9ng/ml, Prostatavol. 51ml). 25 Männer waren zuvor negativ transrektal gestanzt worden. Präinterventionell wurde ein multiparametrisches 3T MRT durchgeführt. Läsionen wurden markiert und der Datensatz an das Biopsiesystem transferiert. Mit Hilfe eines eigens entworfenen TRUS-Schallkopfes auf einem Stepper wurde ein 3D-Datensatz der Prostata generiert und anschließend mit dem MRT fusioniert. Danach wurden perineale Biopsien supekter Läsionen sowie systematische Biopsien unter live US-Kontrolle durchgeführt und die Entnahmeorte in 3D dokumentiert.

Ergebnisse: Bei 27/50 Pat. wurde ein PCa diagnostiziert. Bei zuvor negativ gestanzten Männern erfolgte ein Tumornachweis in 36%. Eine positive Korrelation zwischen MRT und Histopathologie fand sich in 36/50 Patienten. Bei hochsuspekten MRT-Läsionen lag die Detektionsrate bei 100% (13/13). Die histol. Auswertung von fraglichen und hochsuspekten MRT-Befunden zusammen erbrachte den PCa-Nachweis in 22% der einzelnen Stanzen (51/232). Zum Vergleich waren nur 7% der systematischen Biopsien positiv (66/927). Der target registration error aller 1159 Stanzen betrug 1,7mm. Es wurden ein Harnverhalt und ein Hämatom beobachtet. Infekte traten nicht auf.

Schlussfolgerungen: Perineale stereotaktische Prostatabiopsien ermöglichen eine effektive Untersuchung MRT-suspekter Läsionen. Zusätzlich ist es möglich, jede einzelne Biopsie exakt zu lokalisieren. Dadurch können MRT Daten validiert und Therapien differenziert geplant werden. Die Morbidität des Eingriffs ist minimal.

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