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Resiudale Raumforderungen nach Chemotherapie beim Hodentumor: Roboter-assistierte laparoskopische Lymphadenektomie (RLA) großer Retroperitonealer Tumore

46827.10.20108 MinutenDeutsch

Abstract

G. Schoen1, T. Egner1, M. Noe1, F. Schiefelbein1

1Missionsaerztliche Klinik, Urologie, Wuerzburg, Germany

Einleitung: Definitive Indikationen für RLA nach Chemotherapie in nicht-seminomatösen Tumoren sind Residuen größer als 1 cm und Teratomkomponenten im primären Tumor. Die roboter-assistierte Technik zeigt in diesem Video entscheidende Vorteile gegenüber der herkömmlichen laparoskopischen Technik.

Material und Methoden: Bei einem 40-jähriger Mann mit Hodentumor und Tumormarkererhöhung (ß-HCG 34.200, AFP 4470) ergab das pathologische Ergebnis nach Orchiektomie: Teratom- und Embryonalzell-Carcinom. 4 Zyklen Chemotherapie (PEB) folgten. Die Tumormarker waren negativ, im anschließenden CT wurden große Residualtumore gefunden. OP-video Schritt für Schritt: In Seitenlagerung mit angelegtem Arm erfolgte die Applikation von 4 Trokaren nahe der Mittellinie, anschließend Andocken des Roboters. Abpräparieren des Colons und der linken Flexur, um den Nierenhilus und das Pankreas darzustellen. In Split- und Rolltechnik erfolgte die Isolation der Hauptstrukturen des Retroperitoneums, nach RLA Entfernung des Präparates im Bergesack. Der geschätzte Blutverlust betrug 210 ml.

Ergebnisse: Der Patient konnte am 3.postoperativen Tag entlassen werden. Das pathologische Ergebnis zeigte 6 große Lymphknotenmetastasen, insgesamt: 75% Nekrose, 25% reifes und unreifes Teratom. Re-Staging 3 und 6 Monate postoperativ zeigte keinen Hinweis für einen Relapse postoperativ.

Schlussfolgerung: Roboter-assistierte RLA zeigt Vorteile gegenüber der lap. RLA: 3-D Sicht, 360° abwinkelbare Instrumente, die Erreichbarkeit des gesamten Retroperitonealraumes von den Nierengefäßen bis zum äußeren Leistenring ohne Umdocken des Roboters, Nachahmung der offenen OP. Kontraindikationen bestehen bei invasivem Tumor mit Einwachsen ins Mesenterium mit erforderlicher Darmresektion sowie Invasion in Organe oder größere Gefäße.

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