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Die Homburger Technik der vesikourethralen Anastomose bei der laparoskopischen, roboter-assistierten Prostatektomie

38827.10.201014 MinutenDeutsch

Abstract

J. Kamradt1, B. Kopper1, M. Saar1, M. Janssen1, A. Tzavaras1, S. Siemer1, M. Stöckle1

1Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS), Klinik für Urologie und Kinderurologie, Homburg, Germany

Seit Einführung der roboter-assistierten laparoskopischen Prostatektomie (RALP) sind zahlreiche Techniken der vesikourethralen Anastomose beschrieben worden. Ziel ist vor allem eine wasserdichte, spannungsfreie und anatomisch rekonstruktive Anastomose, die als wichtiger Faktor für die postoperative Kontinenz gesehen wird. In dem dargestellten Videobeitrag möchten wir mit der Erfahrung von über 800 RALPs eine Anastomosentechnik vorstellen, in der wir neben der Verstärkung des posterioren Blasenhalses auch die Blutstillung des durchtrennten Plexus Santorini (PS) in die Naht integrieren.

Wir versuchen bei der RALP blasenhalserhaltend zu operieren. Der PS wird bei der Apexpräparation nicht mehr gesondert umstochen, sondern einfach durchtrennt. Die Anastomose erfolgt als fortlaufende Naht mit 3-0 Monocryl (UR6 Nadel) nach van Velthoven. Der Knoten wird unter den blasenhalsnahen Rand der Denonviller'schen Faszie (DF) gestochen und die dorsalen Nähte fassen neben Urethra und Blasenhals auch die DF dorsalseitig der beiden Strukturen im Sinne einer Rocco-Naht. Ventralseitig wird neben der Urethra auch das Gewebe des PS und am Blasenhals die viscerale endopelvine Faszie (VEF) mit gestochen und der Knoten der Anastomosennaht erfolgt auf diesem Gewebe.

Durch die dorsale Adaptation der DF und ventral der VEF und PS ist die Anastomose der Mucosa weitgehend spannungsfrei. Die Anastomosenknoten liegen dorsal wie ventral auf einer weiteren Gewebsschicht und haben damit ausreichendes Widerlager. Durch die Inkorporation des PS in die Anastomose kann eine suffiziente Hämostase erreicht werden. Die dargestellte Anastomosentechnik ist einfach und zeitsparend. Seit Verwendung dieser Technik sehen wir kaum noch Anastomoseninsuffizienzen. Die Frühkontinenzrate ist hoch.

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