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Telechirurgische laparoskopische radikale Prostatektomie (1. Filmpreis 2001)

35401.01.200110 MinutenDeutsch

Abstract

Rassweiler J. , Frede T. (1), Seemann O., Stock C., Sentker L.

Urologische Klinik Klinikum Heilbronn und Mannheim (1), Universität Heidelberg

Ziele: Seit 1998 wird das da Vinci System in der Herzchirurgie für telechirurgische Operationen eingesetzt. In der Urologie liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Das Video soll das System vorstellen und unsere ersten Erfahrungen mit der roboter-assistierten laparoskopischen radikalen Prostatektomie aufzeigen. 

Methodik: Das da Vinci system besteht aus zwei Hauptkomponenten: Der Konsole des Chirurgen mit 3-D-Bildschirm und dem Operationsroboter mit dem Kameraarm für das Stereoendoskop und zwei chirurgischen Manipulatorarmen.Das Prinzip des Robotors liegt in der Konstuktion von Master-Slave-Manipulatoren mit einer seriellen Anlage elektronisch gesteuerter Gelenke und Endeffektoren mit Simulation der Funktion von Arm und Hand.Der Chirurg führt den Eingriff sitzend an der Konsole durch, wobei er speziell entwickelte Instrumente mit Fingerschlaufen bedient. Jede Bewegung der Master-Handgriffe wird von Bewegungssensoren registriert und an die beiden Slave-Manipulatoren übertragen An der Spitze der Instrumente befinden sich von vier Metallkabeln angetriebene Gelenke, die alle sechs Freiheitsgrade ermöglichen. Das Videobild wird von zwei parallelen 3-chip-Kameras aufgezeichnet und an der Konsole auf zwei separate Bildschirme für jedes Auge projeziert. Die optische Überlappung gibt dem Operateur die Illusion, als ob er die Instrumente direkt im Körper des Patienten bediene. Für die radikale Prostatektomie benützten wir - wie beim konventionellen laparoskopischen Vorgehen- eine W-förmige Trokaranordnung, wobei allerdings die Roboterarme seitlich über 8 mm Zugänge eingeführt und die mittleren Trokar für die Assistenz eigesetzt werden. 

Ergebnisse: Wir haben sechs Patienten (2 pT2, 4 pT3) mit dem da Vinci-System operiert. The Operationszeit lage bei 315 (242 - 480) Minuten inklusive der pelvinen Lymphadenektomie. Wir haben keine Komplikationen beobachtet. Ein Patient benötigte eine Transfusion. Es zeigten sich keine positiven Ränder, die mediane Katheterliegedauer lag bei 6 Tagen. Alle Patienten waren zwischen 1 und 3 Monaten nach dem Eingriff kontinent. 

Schlussfolgerungen: Die telechirurgische laparoskopische radikale Prostatektomie ist machbar. Der fehlende Tastsinn erfordert ein neuartiges chirurgisches Geschick, welches nur auf dem visuellen Eindruck basiert.

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