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Die ultraschallgestützte Biopsie der Prostata

35201.01.200112 MinutenDeutsch

Abstract

Rauchenwald M., Hütter M.

Abeitskreis für Urologische Onkologie der Österreichischen Gesellschaft für Urologie, Urologische Abteilung, A.ö. Krankenhaus St.Pölten, Austria

Der Arbeitskreis für urologische Onkologie hat festgestellt, daß die Technik und Verarbeitung der Prostatabiopsien in Österreich z.T. sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Deshalb sollte ein Video produziert werden, welches eine einfache, auch in der niedergelassenen Praxis leicht durchführbare Biopsietechnik demonstriert, die die letzten Entwicklungen bzw. Erkenntnisse auf diesem Gebiet berücksichtigt und einen Mindeststandard darstellen soll. Die klassische Sextantenbiopsie nach Hodge 1989 zeigte, dass eine systematische ultraschallgezielte Sektorenbiopsie der Prostata eine höhere Entdeckungrate des Prostatakarzinoms ergibt als lediglich eine gezielte Biopsie palpatorisch oder sonographisch suspekter Herde. Durch die Einführung des PSA und dessen breite Awendung haben aber die meisten Männer, bei denen heute ein Prostatakarzinom diagnostiziert wird, keinen tastbaren Tumor. Untersuchungen von Präparaten nach radikaler Prostatektomie zeigten, dass die Mehrheit der Tumore in den lateralen bzw. äußerst lateralen Anteilen der peripheren Zone zu finden sind. Die klassische Sextantenbiopsie verfehlt dabei in etwa 25% ein vorhandenes Karzinom. Aus den vorliegenden Arbeiten kann für die Praxis folgender Schluss gezogen werden: Für die Erstbiopsie scheint eine wie im vorliegenden Video durch Schemata und Realtime-Ultraschallbilder demonstrierte Sechsfachbiopsie mit deutlich lateral geführten Stanzen ausreichend zu sein. im Rahmen von Re-Biopsien sollte auch die Transitionalzone beiderseits biopsiert werden. Dabei ist es neben einem entsprechenden Punktionswinkel wichtig, die Nadel 1- 3 cm in die Prostata einzuführen bevor der Schussmechanismus ausgelöst wird, um tatsächlich die ventralsten Anteile der Prostata zu erfassen. Auch bei den apikalen Biopsien gibt es Hinweise, dass eine steilere Nadelführung zur besseren Erfassung des Vorderhorns der Prostata und somit zu einer höheren Detektionsrate führen kann. Verständlicherweise hat auch die Größe der Prostata eine inverse Relation zur Entdeckungsrate. Bei einem Drüsenvolumen über 50ccm scheint die Sechsfachbiopsie eine nicht mehr ausreichende Entdeckungsrate zu gewährleisten. Hierbei kann die klassische Sextantenbiopsie in Kombination mit zusätzlichen, weiter lateral und eventuell auch in der Medianlinie geführten Biopsien deutlich bessere Ergebnisse zu bringen, wobei mindestens 10 Biopsien entnommen werden sollten. Bei Durchführung der Stanzen sollte je nach Ultraschallgerät abwechselnd oder simultan der Quer- und Längsschnitt der Prostata mit eingeblendeter Punktionslinie dargestellt werden.

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