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Ureterozystoplastik- Eine seltene Indikation (3. Filmpreis 2006)

27301.01.20066 MinutenDeutsch

Abstract

Wöllner J.1, Schröder A.1, Stein R.1, Thüroff J.W.1

1Klinikum der Johannes-Gutenberg-Univ., Urologische Klinik und Poliklinik, Mainz, Germany

Einleitung: Bei therapierefraktärer neurogener low compliance Blase stellt die Ureterozystoplastik ein elegantes Verfahren zur Blasenaugmentation dar. Durch die Inkooperation von Urothel vermeidet man, die bei der Augmentation mit Darmsegmenten häufig assozierte Schleimbildung und Elektrolytstörung. Für die Ureterozystoplastik ist ein stark dilatierter Ureter mit hochgradig funktionsgeminderter bzw. funktionsloser Niere Vorraussetzung; eine Befundkonstellation die nur auf wenige Patienten zutrifft.

Material und Methoden: Bei dem vorgestellten Fall handelt es sich um einen 11 jährigen MMC Patienten mit neurogner low compliance Blase und funktionsloser linker Niere bei hochgradigem Reflux. Präoperativ erfolgte eine Urodynamik und eine MAG III Szintigraphie. Insgesamt wurde bei 3 Patienten von den Autoren eine Ureterozystoplastik durchgeführt.

Ergebnisse: Bei dem dargestellten Patienten zeigte sich in der präoperativen Diagnostik sich eine low compliance Blase mit einer maximalen Kapazität von 70 ml, sowie eine funktionslose linke Niere. Vier Monate nach Nephrektomie und Ureterozystoplastik ist der Patient kontinent und beschwerdefrei. Die funktionelle Blasenkapazität vier Monate postoperativ betrug 440 ml bei normaler Compliance. Die Blase wird vier bis sechsmal täglich per CIC entleert. Bei einem Patienten entwickelte sich im Verlauf erneut eine low compliance Blase, die eine Konversion der Harnableitung notwendig machte. Bei dem anderen zeigte sich im Verlauf ein gutes postoperatives Ergebnis. In der Literatur finden sich nur wenige Arbeiten über die Ergebnisse der Ureterocystoplastik. Meist handelt es sich nur um kleine Patientenzahlen, oder einzelne Fallberichte mit gutem postoperativen Ergebnissen. In einer retrospektiven Multicenterstudie von Husmann et al (Journal of Urology, 2004), zeigte sich eine Reaugmentationsrate von 73,4%.

Zusammenfassung: Für das stark selektionierte Patientenklientel stellt die Ureterozystoplastik eine effektive Operationsmethode dar, die bei guter Indikationsstellung erfolgreich ist. 

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