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Nummer Titel Autor Info
481 Korrektur der Penisdeviation mit einem Tachosil Graft mit und ohne Penisimpantat D. Osmonov et al. 2018 Abstract

Korrektur der Penisdeviation mit einem Tachosil Graft mit und ohne Penisimplantat

D. Osmonov1, F. Prell1, A. Kalz1, K.P. Jünemann1, G. Hatzichristodoulou2
1Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus Kiel, Urologie und Kinderurologie, KIel, Deutschland,
2Universitätsklinikum Würzburg, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Urologie und Kinderurologie, Würzburg,
Deutschland


Dieses Video demonstriert eine Methode der chirurgischen Behandlung bei Induratio penis plastica. Wir zeigen die Anwendung eines TachoSil®-Kollagenvlieses mit und ohne Penisprothesenimplantation. Versiegelung ohne Implantation einer Penisprothese:
Das Video zeigt das Versiegelungsverfahren mit TachoSil® Schritt für Schritt: Nach Mobilisierung des neurovaskulären Bündels wird eine künstliche Erektion induziert und der Bereich der stärksten Krümmung identifiziert. Es folgt eine tiefe Inzision in die Tunica albuginea. Nach partieller Exzision des IPP-Plaques wird der Penis gestreckt, um das Ergebnis zu beurteilen. Ein feuchtes Kollagenvlies wird auf den Bereich der fehlenden Tunica aufgelegt. Versiegelung in Kombination mit einer Penisprothesenimplantation:
Nach Durchführung des gesamten Implantationsverfahrens wird der Penis über den penoskrotalen Zugang enthäutet. Die Buck'sche Faszie wird eingeschnitten, um das dorsale neurovaskuläre Bündle wie oben zu mobilisieren. Die Penisprothese wird auf das Maximum gefüllt und der Bereich der maximalen Striktur identifiziert. Mit niedriger Energie (20 in der ValleylabTM-Skala) wird eine Inzision in die Tunica albuginea in Richtung des hydraulischen Zylinders durchgeführt. Ein feuchtes TachoSil-Vlies wird in derselben Weise auf den Defekt gelegt und befestigt wie zuvor beschrieben. Die Buck'sche Faszie wird mit einer fortlaufenden Naht geschlossen.
Schlussfolgerung:
Die Verwendung einer Versiegelung mit deinem TachoSil® ist eine zeitsparende und leicht durchzuführende alternative Option mit vielversprechenden Ergebnissen. Das Kollagenvlies kann für die Behandlung von Morbus Peyronie sowohl bei Patienten mit intakter Erektion als auch bei Patienten mit ED verwendet werden.
 

482 Traditionelle vs.Ektopische Reservoirplatzierung bei Penis-und Spinkterprothesen D. Osmonov et al. 2018 Abstract

Traditionelle vs. ektopische Reservoirplatzierung bei Penis- und Sphinkterprothesen

D. Osmonov1, F. Prell1, A. Kalz1, C.M. Naumann1, K.P. Jünemann1
1Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus Kiel, Urologie und Kinderurologie, KIel, Deutschland

Das Video zeigt verschiedene Modi der Reservoirplatzierung im Rahmen der Implantation einer hydraulischen Penisprothese und eines artifiziellen Sphinkters. Reservoirplatzierung im Rahmen der Implantation einer hydraulischen Penisprothese: wir haben die anatomischen Landmarks für die extraperitoneale Reservoirplatzierung in einer Kadaverstudie demonstriert. Zu diesem Zweck haben wir eine lap. Kamera sowohl extra- als auch intraperitoneal platziert. Dabei zeigen wir die Implantation eines Clover-leaf-Reservoirs. Der zweite Clip zeigt eine hohe submuskläre Reservoirplatzierung nach Morrey. Die Illustration zeigt die Höhe der Reservoirposition. Wir haben die anatomischen Landmarks in einem weiteren Körperspender demonstriert. Die Position des Reservoirs ist vor dem Peritoneum und der transversalen Faszie, aber hinter dem Muskel. Reservoirplatzierung bei artifiziellem Harnröhrensphinkter: in Deutschland
wird das Reservoir traditionellerweise intraperitoneal platziert. Im Falle von vorangegangenen pelvinen oder abdominalen Eingriffen wird aber alternativ auch eine ektopische, hohe submuskuläre Positionierung des SphinkterReservoirs gewählt.
Schlussfolgerung: die Reservoirplatzierung bei Penisprothesen- sowie artifiziellen Harnröhrenshinkterimplantationen im Raum von Retzius oder intraperitoneal sind die traditionellen und am häufigsten angewendeten Implantationsmethoden. In vielen Zentren mit hohen Fallzahlen werden die Reservoire nach
stattgehabten abdominalen Interventionen aber auch ektopisch platziert. Nach unserer Erfahrung kann die ektopische, hohe submuskuläre Reservoirplatzierung aber auch bei nicht voroperierten Patienten angewendet werden. Beide Methoden sind gut beschrieben und sicher durchführbar.
 

824 Braeking Bad News in der Urologie - Semi-Live P. Bach et al. 2018 Abstract

Breaking Bad News in der Uroonkologie - Semi-Live

P. Bach1, J. Hanske1, K. Tully1, M. Korten1, T. Peters2, C. Schulz-Quach3, J. Noldus1
1Marien Hospital Herne, Klinik für Urologie der Ruhr-Universität Bochum, Herne, Deutschland, 2Medizinische Fakultät
Ruhr-Universität Bochum, Bochum, Deutschland, 3Kings College London, Department of Psychological Medicine,
London, Vereinigtes Königreich

Hintergrund:
Eine frühe Mitteilung von Breaking Bad News zeigte in prospektiv-randomisierten Studien einen Überlebensvorteil für Karzinompatienten von bis zu 5 Monaten (Temel et al., 2017). Publizierte Literatur empfiehlt die Durchführung eines Gesprächstrainings für onkologisch tätige Ärzte. Auch die eigene Befragung von Prostatakarzinomzentren zu Breaking Bad News, konnte zeigen, dass viele ärztliche Mitarbeiter ein Gesprächstraining als sehr sinnvolle Unterstützung empfanden (Bach P, 2017).
Es ist sicher, dass schlechte Mitteilungen zu den häufigsten Tätigkeiten einer ärztlichen Laufbahn gehören und zumeist allein durchgeführt werden (Seifart, 2014). Auch kann die Qualität von Breaking Bad News trotz häufiger Durchführung schwach bleiben. Leider ist ein Gesprächstraining mit einem Schauspiel-Patienten vor anderen Mitarbeitern ohne Vorbereitung häufig abschreckend und überfordernd für viele Teilnehmer (Setubal, 2017).
Methoden:
Das Gesprächstraining der ärztlichen Mitarbeiter der urologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum wurde durch einen Kommunikationswissenschaftler strukturiert (Dr. Timm, Bochum) und durch einen Palliativmediziner und Psychosomatiker (Dr. Schulz-Quach, London) mit fundiertem Hintergrundwissen ergänzt. In Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Bochum, wurden Einzelgespräche von Schauspiel-Patienten mit ärztlichen Mitarbeitern filmisch dokumentiert und untertitelt.

Anhand des vorliegenden Videos ist es möglich, über die gewählten Strategien, Formulierungen oder den jeweiligen Stil von Breaking Bad News zu diskutieren. So ist ein Gesprächstraining in kurzer und kompakter Form in einer Aufzeichnung durchführbar. Diese Methodik, wurde im Juli 2017 als ärztliche Fortbildung vom Prostatakarzinom Zentrum im Marien Hospital Herne durchgeführt.




 

1148 Laparoscopic retroperitoneal partial nephretectomy with Selective DVD clamping in horseshoe kidney Z.Kiss et al. 2018 Abstract

Laparoscopic retroperitoneal partial nephrectomy with selective clamping in horseshoe kidney

Z. Kiss1, M. Murányi1, T. Flaskó1
1University of Debrecen, Department of Urology, Debrecen, Ungarn

Introduction & Objectives: Horseshoe kidney is one of the most common renal fusion anomaly. The incidence is 0,25 % among general population. Renal cell carcinoma is the most common tumor associated with horseshoe kidney. There are only few reports of laparoscopic surgery in horseshoe kidney. The authors present a laparoscopic retroperitoneal partial nephrectomy with selective clamping for renal cell carcinoma in horseshoe kidney.
Material and methods: A 60-year-old man was referred to our department presenting with a 2 cm renal mass in a horseshoe kidney on the left side, which was found incidentally on ultrasound during the evaluation of dermatological symptoms. Abdominal computed tomography (CT) was performed, which revealed a 2 cm mass on the upper pole of the left moiety posteriorly. Laparoscopic partial nephrectomy was performed with selective clamping. Due to tumor location retroperitoneal approach was applied.
Results: The operating time was 115 minutes, the warm ischaemia time was 20 minutes and the estimated blood loss was 50 ml. The postoperative period was uneventful and the hospital stay was 3 days. The histopathological examination revealed pT1a, renal cell carcinoma with negative surgical margin. After 6 months abdominal CT was performed, which revealed no local recurrence.
Conclusions: Horseshoe kidney is a well-known congenital anomaly. Laparoscopic surgery of horseshoe kidney can be challenging, because of the comlex vasculature and the presence of isthmus. The unique anatomical structure can limit the mobilization of kidney, therefore different approach is recommended depending on the tumor location. Accurate knowledge of the number and location of the vessels is also crucial before the operation.
 

1149 Roboter-assistierte partielle Tumornephrektomie S. Papadoukakis et al. 2018 Abstract

Roboterassistierte partielle Tumornephrektomie

S. Papadoukakis1, A. Schindler1, M. Wazinski2, M. Horstmann1
1Malteser Krankenkaus St.Josefshospital, Urologie, Krefeld, Deutschland, 2Malteser Krankenkaus St.Josefshospital,
Anästhesie, Krefeld, Deutschland

Einleitung
Die organerhaltende Nephrektomie wird als Standardtherapie für geringe Tumorgrade beim Nierenzellkarzinom (T1) empfohlen werden. Die roboterassistierte Nierenteilresektion ist eine etablierte Alternative zur offenen Operation. Eine bessere, farblich definierte Abgrenzung des Tumors kann durch Fluoreszenz Imaging mit Indocyaningrün (ICG) erreicht werden. 
Material und Methoden
Wir haben 2017 - 2018 erfolgreich 13 robotasisstierte partielle Tumornephrektomien durchgeführt. In diesem Video stellen wir unsere Technik vor. Der Patient ist ein 43 Jahre alt Mann mit einem 7x7cm linken Nierentumor. Der RENAL Score des Tumors lag bei 7p (intermediäre Komplexität). Während der Operation lag der Patient in einer 45° lateralen Lage. Zuerst wurde das Kolon mobilisiert und anschließend der Nierestiel mit einer Nierenarterie und zwei Nierenvenen identifiziert. Nach Abklemmen der Nierenarterie, wurde der Tumor reseziert. Zuvor war ICG intravenös infundiert worden. Das durchblutete Niernparenchym leuchtete grün. Der Tumor blieb dunkel. Der Tumorgrund wurde mit 3-0 V-Lock Naht verschlossen. Die warme Ischämiezeit betrug 17 min und die OP Dauer 120 min. Die endgültige Histologie ergab ein klarzelliges Nierenzellkarzinom T1b,V0,L0,R0,G2
Ergebnisse
Alle Patienten hatten einen komplikationslosen Verlauf. Es trat kein R1 Befund, kein postoperatives Hämatom oder Urinom auf. Die durchschnittliche Dauer der warmen Ischämie betrug 21 min. Eine gute postoperative Durchblutung der Nieren war mittels Dopplersonographie bei allen Patienten feststellbar.
Schlussvolgerung.
In unserem Robotikzentrum ist die roboterassistierte Nierenteilresektion mit Indocyaningrün eine etablierte erfolgreiche therapeutische Option bei Patienten mit Nierentumoren niedriger und mittlerer Komplexität
 

1150 Roboter-assistierte Nierentransplantation im Rahmen einer Nierenlebendspende N. Mohammed et al. 2018 Abstract

Filmbeitrag: Roboter-assistierte Nierentransplantation im Rahmen einer Nierenlebendspende

N. Mohammed1, L. Di Pillo1, M. Henrici1, M. Zarzour1, K. Weigand1, A. Schumann1, F. Kawan1, S. Mühlstädt1, A. Breda2, P. Fornara1
1Klinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsklinikum Halle (Saale), Halle, Deutschland, 2Fundacio Puigvert, Universitat
Autonoma de Barcelona, Department of Urology, Barcelona, Spanien

Einführung:
Die Nierentransplantation ist die Therapie der Wahl für Patienten mit dialysepflichtiger Niereninsuffizienz. Die minimalinvasive, roboter-assistierte Chirurgie wurde auch in diesem Bereich erfolgreich eingeführt. Ziel ist es, dadurch die peri- und postoperative Morbidität verglichen mit dem offenen Operationsverfahren zu reduzieren bei mindestens vergleichbarem funktionellem Ergebnis.

Material und Methoden:
In unserem Hause erfolgten seit August 2016 insgesamt 14 roboterassistierte Nierentransplantationen im Rahmen einer Nierenlebendspende (Stand 02/2018). Im eingereichten Video zeigen wir die roboterassistierte Nierentransplantation eines linksseitigen Spenderorgans der Ehefrau (59 Jahre) auf die rechte Seite des dialysepflichtigen, 59-jährigen Empfängers.

Ergebnisse:
Die OP-Zeit des Eingriffs betrug 5 h 6 Min (Handling Time 66 Min, warme Ischämie 2 Min 10s, kalte Ischämie 34 Min 5s). Der intraoperative Blutverlust belief sich auf 50 ml. Der postoperative Verlauf war komplikationslos. Der Empfänger konnte mit einem Kreatinin von 129 µmol/l (GFR 51,57 ml/min) entlassen werden.

Schlussfolgerung:
In unserer bisherigen Erfahrung hat sich die roboter-assistierte Nierentransplantation bei Nierenlebendspende als minimalinvasive Operationsmethode bewährt. Die funktionellen Ergebnisse sind vergleichbar zur offenen Operation. Gleichzeitig profitieren die Patienten von den Vorteilen der roboter-assistierten Chirurgie, wie geringerer Komplikationsrate, reduzierten postoperativen Schmerzen sowie schnellerer Erholung vom operativen Eingriff.
 

2017 Victo adjustierbarer künstlicher Harnröhrensphinkter W. Hübner et al. 2018 Abstract

Victo adjustierbarer künstlicher Harnröhrensphinkter
 

W. Hübner1, R. Hölzel1, M. Rutkowski1
1LK Korneuburg-Stockerau, Urologie, Korneuburg, Österreich

Einleitung:
Künstliche hydraulische Harnröhrensphinkter sind der Goldstandard in der Therapie der männlichen Belastungsinkontinenz. Hauptursache für eine Revision sind die „sub cuff atrophy“ und die Harnröhrenarrosion. Durch die Adjustierung auf den niedrigsten, für eine suffiziente Kontinenz nötigen Druck in der Manschette, sollten optimale Langzeitergebnisse erzielt werden.
Material:
Die Adjustierung kann zu jedem Zeitpunkt nach Implantation durchgeführt werden. Für Patienten, denen die Unterbrechung des Harnstrahles nicht möglich ist, wird zusätzlich das VICTO plus System angeboten, welches mit einem zusätzlichen, präperitoneal platzierten Stressballon ausgestattet ist. Durch den Stressballon werden abdominelle Druckspitzen, z.B. beim Husten, direkt an die Harnröhrenmanschette weitergeleitet und so der Druck in der Manschette kurzfristig erhöht.
Methoden:
Das Video zeigt initial die Präparation und das Vermessen der Harnröhre sowie anschließend das Befüllen und die Implantation des Systems.
Resultate:
Im Zeitraum Dezember 2016 bis Jänner 2018 wurden von uns 30 VICTO Systeme implantiert, 14 VICTO plus Systeme sowie 16 VICTO Systeme. Wir können berichten, dass alle Patienten nach diesem ersten Jahr, entweder trocken sind oder zumindest eine deutliche Besserung ihrer Belastungsinkontinenz aufweisen. Bei diesen Patienten sind weitere Adjustierungen ausständig. Zudem musste kein System explantiert werden.
Zusammenfassung:
Unsere Erfahrungen bezüglich der Möglichkeit, den Systemdruck auf den niedrigsten für eine suffiziente Kontinenz nötigen Druck adjustieren zu können, sind sehr zufriedenstellend. Wir gehen davon aus, dadurch in Zukunft, sowohl die „sub cuff atrophy“, als auch die Manschettenarrosion auf ein Minimum reduzieren zu können.
 

 

2018 Echtes Divertikel der männlichen Harnröhre- Ein Fallbericht S. Mühlstaedt et al. 2018 Abstract

Echtes Divertikel der männlichen Harnröhre - Ein Fallbericht

S. Mühlstädt1, T. Bukethal1, N. Mohammed1, P. Fornara1
1Uniklinik Halle (Saale), Urologie, Halle (Saale), Deutschland

Einleitung: Das echte Harnröhrendivertikel ist eine sackförmige Dilatation der gesamten Harnröhrenwand, welches kongenital oder erworben auftreten kann. Beschreibungen über echte Divertikel der männlichen Harnröhre sind rar. Wir berichten über einen 77-jährigen Patienten, bei dem im Rahmen einer Harninkontinenz-Abklärung ein echtes Harnröhrendivertikel diagnostiziert wurde.
Material und Methoden: Die initiale ambulante Vorstellung des Patienten erfolgte wegen einer subjektiv progredienten Harninkontinenz II°. Der Patient berichtete über 4-6 Miktionen/Tag sowie 2-3 Miktionen/Nacht. Der Vorlagengebrauch wurde mit 3-4 Vorlagen/24h angegeben. Klinisch stellte sich penoskrotal
eine prall-elastische Raumforderung dar, wobei sich auf Druck von außen schwallartig Urin via naturalis entleerte. Anamnestisch besteht Zn. radikaler Prostatovesikulektomie 2001 und sekundärer Radiatio wegen eines biochemischen Rezidivs 2012. Weitere urologische Eingriffe oder Traumata im uro-genitalen Bereich wurden seitens des Patienten verneint. Sonographisch zeigte sich eine restharnfreie Miktion. Die weiterführende Abklärung mittels retrogradem Urethrozystogramm zeigte ein großes Harnröhrendivertikel. Röntgenologisch, als auch zystoskopisch fand sich keine Obstruktion.
Ergebnisse: Anfang 02/18 erfolgte die operative Freilegung und Divertikelresektion mit Urethrarekonstruktion. Histologisch ergab sich „ein urotheliales Schleimhautexzidat mit durchgehend plattenepithelialer Metaplasie“.
Schlussfolgerung: Echte Divertikel der männlichen Harnröhre sind ein äußerst seltener Befund. Im Fall unseres Patienten wurde das Divertikel offen-chirurgisch abgetragen und die Urethra rekonstruiert. Eine Follow-upUntersuchung steht zum Zeitpunkt der Beitragseinreichung noch aus.
 

0 Robot- assisted AMS-800-sphincter implantation around the membranous urethra in spina bifida – a new cuff position N. Abo Youssef et al. 2018
2020 Surgical repair of recurrent bladder neck Obstruction after radical Prostatectomy via perineal approch J.Beier et al. 2018 Abstract

Surgical repair of recurrent bladder neck obstruction after radical prostatectomy via perineal approach
 

J. Beier1, H. Keller1
1Sana Klinikum Hof GmbH, Klinik für Urologie, Kinderurologie, Urologische Onkologie und Palliativmedizin, Hof,
Deutschland

Objectives:
Bladder neck obstruction (BNO) after RPE occurs in up to 15 % of cases and can be treated by dilation and bladder neck incision. Nevertheless a certain amount recurs and needs open reconstruction.
Material and methods:
In case of recurrent BNO we perform open resection of the scared tissue and perform a realignment of the urethra with the healthy tissue of the bladder neck (BN). The patient is positioned in exaggerated lithotomy position. To prevent injury of the ureteral orifice we insert singleJ-catheters in both ureters and drain them suprapubically. A curved lowsley protractor is introduced. We use headlight, 4x magnifying glasses and a self-retaining-system. Skin-incision is performed semicircular around the anus, the BN and urethra are developed, the urethra is transected at the BN and the bladder is mobilized circumferentially by the use of the bipolar scissor. The scared tissue is completely removed. Anastomosis is performed after inserting a 18 Fr. catheter which is kept in place for 3 weeks. After 2 weeks the single-J-catheters are removed.
Results:
All 15 our patients went well with no complications and no transfusions were necessary. One of our patients developed a recurrence and 7 out of 15 complained about incontinence.
Conclusion:
In case of recurrent BNO, perineal resection of the scared tissue and realignment can be performed minimally invasive with high success-rate. We feel, that insertion of single-J-catheters draining suprapubically, the use of a self-retrainingsystem, headlights and 4x magnifying glasses is very helpful, as well - as our experience with more than 2500 perineal RPE. We recommend not to do more than 1 or 2 bladder neck incisions or dilatations and to go straight forward to open reconstruction.
 

2021 Intraoperative adjustible non obstructive bulbourthral suspension Y.Wiss et al. 2018 Abstract

Intraoperative adjustible non obstructive bulbourethral suspension

Y. Wyss1, M. Randazzo1, P. Viktorin2, B. Förster1, H. John1
1Kantonsspital Winterthur, Klinik für Urologie, Winterthur, Schweiz, 2Kantonsspital St. Gallen, St.Gallen, Schweiz


Introduction
The bulbourethral suspension with intraoperative urodynamic adjustment was proposed for patients with post-radical prostatectomy incontinence in 2004. This non obstructive sling technique has now been routinely used for years in our department in patients with severe stress incontinence.

Methods
This video demonstrates the standardized technique. Antegrade urethral opening pressure and functional urethral length are determined. After a perineal vertical midline incision the bulbocavernous muscle is splitted. In a next step, an angled guide needle is introduced paraurethrally through the perineal access and is brought up strictly retropubically to the suprapubic skin. Through the needle a 2.5 cm wide partial resorbable sling is drawn suprapubic with a wire. The suspension elevates the pelvic floor and improves functional urethral coaptation. A transverse suprapubic incision is made down onto rectus fascia. Pressure of the fist is applied onto the bladder with parallel increase of the sling tension to determine optimal antegrade urethral opening pressure. We aim an increase of the antegrade urethral pressure of 20-25 H20, as well as a prolonged functional urethral length. Once the final pressure is accepted, the polypropylene ends are knotted.

Results
In 2004, initial series showed feasability in 16 patients with social urinary continence rate of 69 %. Midterm term follow-up results after 36 months in 57 patients confirmed stable 60 % social continence and 14% significant improvement. Pressure-flow studies excluded infravesical obstruction.

Conclusion
The presented bulbourethral suspension technique is a standardized, intraperative adjustable and non obstructive urethral sling technique with high social continence rate and patient statisfaction.
 

2022 Aufwändige Korrektur einer Kloakenfehlbildung (Kloakenfehlbildung) K. Hirsch et al. 2018 Abstract

Aufwändige Korrektur einer Kloakenfehlbildung (Kloakenpersistenz)

K. Hirsch1, B. Schwaiger1, R. Carbon2
1Urologische und Kinderurologische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen, Abteilung für Kinderurologie, Erlangen,
Deutschland, 2Chirurgische Klinik Universität Erlangen, Kinderchirurgische Abteilung, Erlangen, Deutschland

Die Kloakenfehlbildung ist die komplexeste Fehlbildung im Spektrum der anorektalen Malformationen. Betroffen sind immer die drei Organsysteme Harntrakt, Genitaltrakt und Enddarm. Alle drei Organe münden in den gemeinsamen Kloakenkanal.
Zur Korrektur der Malformation erfolgt in unserem Filmvortrag zunächst eine posteriore sagittale Anorektoplastik, wozu das Kind in Bauchlage gelagert wird. Die Hautinzision verläuft von der Mitte des Sacrums bis kranial der Öffnung des Kloakenkanals. Die gesamte perineale Muskulatur sowie die Beckenboden-Muskulatur werden streng in der Mittellinie zwischen den beiden Gesäßhälften gespalten, um neurologische Ausfälle weitgehend zu vermeiden.
Es erfolgt die sorgfältige Präparation der Malformation. Anschließend wird die Malformation in der Mittellinie eröffnet. Das Rektum wird vorsichtig vom Urogenitaltrakt abpräpariert unter penibler Schonung der Nervenversorgung von Rektum und Urogenitaltrakt.
Anschließend erfolgt die sorgfältige Separation der Vagina vom Urintrakt unter Schonung des Harnröhrenspinkters. Aus dem gemeinsamen Kloakenkanal wird die Neourethra gebildet. Dies erfolgt durch eine zweischichtige Übernähung des Kloakenkanals am ehemaligen Konfluens. Der bereits bei OP-Beginn endoskopisch in Seldinger-Technik über Draht eingelegte Katheter wird belassen.
Die relativ große Vagina wird zunächst an der vaginalen Vorderwand abgenäht. Diese plastische Rekonstruktion erfolgt, um eine ausreichende Länge der Vagina und eine angedeutet physiologische Weite des Introitus zu erzielen. Als Platzhalter wird ein 10# Katheter eingelegt. Die Vagina wird mittels Einzelknopfnähten perineal verankert. Das Rektum wird anschließend spannungsfrei durch das Zentrum des Schließmuskelkomplexes durchgezogen und ebenfalls mittels Einzelknopfnähten eingenäht.

 

3012 MRI/TRUS-fusion guided focal HIFU-therapy of prostate cancer J. von Hardenberg et al. 2018 Abstract

MRI/TRUS-Fusion guided Focal HIFU-Therapy of Prostate Cancer

Jost von Hardenberg1, Niklas Westhoff1, Daniel Baumunk2#, Daniel Hausmann3, Thomas Martini4, Alexander Marx5, Stefan Porubsky5, Martin Schostak2, Maurice Stephan Michel1, Manuel Ritter1

1Department of Urology, University Medical Center Mannheim, Medical Faculty Mannheim, University of Heidelberg, Germany, 2Department of Urology and Pediatric Urology, University Hospital Magdeburg, Germany, 3Institute of Clinical Radiology and Nuclear Medicine, University Medical Center Mannheim, Medical Faculty Mannheim, University of Heidelberg, Germany, 4Department of Urology, University Hospital Ulm, Germany, 5Institute of Pathology, University Medical Center Mannheim, Medical Faculty Mannheim, University of Heidelberg, Germany; #present address: Outpatient Urology Practice, Backnang, Germany

Background: MRI/TRUS-fusion guided focal HIFU-therapy of the prostate cancer has recently been developed as a selective HIFU-therapy technique.

Objective: To describe step by step the workflow of focal HIFU-therapy supported by MRI/TRUS - guided image fusion and its potential pitfalls, address controversies concerning the indications, and report a series of treated patients.
Design, setting and participants: This single-center prospective study reports outcomes of patients treated from September 2014 – March 2016. Patients had low to early-intermediate risk prostate cancer. Follow-up was a minimum of 12-months.

Surgical procedure: Targeted transrectal MRI/TRUS-fusion guided HIFU was performed under general anesthesia using the Focal One® device (EDAP, France). A comprehensive control biopsy at 12 months was taken using the MRI/TRUS-fusion biopsy platform Artemis™ (Eigen, USA) combining targeted and systematic cores.

Measurements: 12-months post-procedural biopsies, PSA changes from baseline, patient-reported outcome measures (PROMs), Clavien-Dindo-classification to report complications.

Results and limitations: 19 patients were treated by focal HIFU, five by zonal HIFU. 20 patients underwent biopsies at 12-months or before, 8 patients had a positive biopsy within the HIFU treated zone and three outside. PROMs showed continence preservation in all patients but a reduction in potency. Only one complication > grade II occurred.

3013 A Multiparametric Magnetic Resonance Imaging- Based Virtual Reality Surgical System for Robotic- Assisted Laparoscopic Radical Prostatectomy- A Feasibiliity Study S. Mehralivand et al. 2018 Abstract

A Multiparametric Magnetic Resonance Imaging - Based Virtual Reality Surgical System for
Robotic - Assisted Laparoscopic Radical Prostatectomy - A Feasibility Study

S. Mehralivand1,2,3, A. Kolagunda4, C. Kambhamettu4, K. Hammerich5, K. Cobb6, V. Valera Romero2, J. Bloom2, G.
Pena Lagrave2, V. Sabarwal6, S. Gold2, G. Hale2, K. Rayn2, M. Czarniecki3, B. Wood7, P. Choyke3, B. Turkbey3, P.
Pinto2
1Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität, Urologische Klinik und Poliklinik, Mainz, Deutschland, 2National Cancer Institute (NCI), National Institutes of Health (NIH), Urologic Oncology Branch, Bethesda, Vereinigte Staaten von Amerika, 3National Cancer Institute (NCI), National Institutes of Health (NIH), Molecular Imaging Program, Bethesda, Vereinigte Staaten von Amerika, 4University of Delaware, Department of Computer and Information Sciences, Newark, Vereinigte Staaten von Amerika, 5Bristol Hospital Multi-Specialty Group, Bristol, Vereinigte Staaten von Amerika, 6George Washington University, Department of Urology, Washington, D.C., Vereinigte Staaten von Amerika, 7National Cancer Institute (NCI), National Institutes of Health (NIH), Center for Interventional Oncology, Bethesda, Vereinigte Staaten von Amerika

Introduction Robotic-assisted radical prostatectomy (RARP) has become a more commonly used approach for prostate cancer (PCa).Multiparametric magnetic resonance imaging (mpMRI) is more commonly used at pre-operative stage. In this study, we evaluated use of mpMRI data and intraoperative stereo captures to create 3D virtual reality (VR) models for surgical guidance during RARP.
Material and Methods Prostate, bladder, rectum, neurovascular bundles (NVB), seminal vesicles, urethra and PCa lesions were manually contoured on T2W MRI preoperatively. The contours were then used to create 3D mesh models for a commercially available VR platform with head mounted display (HMD) and touch controls. During RARP, stereo images of the laparoscopic views were extracted to create live 3D mesh models. These models were then aligned with
the MRI models by an automated alignment algorithm. When needed, surgeons withdrew from the console and interacted with the 3D models using the HMD. All surgeons (1 experienced urologic surgeon, 3 clinical fellows, 3 urology residents) were polled for usability of the system.
Results A video introduction is attached. VR system was used during 9 RARPs. The time between the stereo image capture to full applicability of the model was approximately 3 minutes. The VR system was utilized at 4 steps. The system was used for 1 minute during each step and did not interfere with routine workflow. All surgeons found the system useful for improved spatial awareness. Main criticism was switching between console and HMD.
Conclusion Our study demonstrates feasibility of interactive visualization of 3D mpMRI data during RARP. Future goals include use of the robot's stereo image viewer instead of HMD and advancement of the MRI-stereo image alignment.
 

3014 Die „Drei Hufeisentechnik“ Beschreibung einer neuen Technik zur Holmium Laser Enukleation der Prostata D.S. Schoeb et al. 2018 Abstract

Die „ 3 Hufeisen Technik“ - Beschreibung einer neuen Technik zur Holmium Laser Enukleation der
Prostata

D.S. Schoeb1, A. Miernik1
1Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, Deutschland

Einleitung: Die Holmium Laser Enukleation der Prostata entwickelt sich zum Standardverfahren in der Therapie der benignen Prostatahyperplasie, stellt jedoch ein technisch anspruchsvolles Verfahren dar. Im vorliegenden Video präsentieren wir die animierte Durchführung einer neuen Technik zur en bloc Holmium Laser Enukleation (HOLEP) der Prostata.
Material und Methoden: Die vorliegende Animation der HOLEP unter Verwendung der 3 Hufeisentechnik beschreibt schematisch die Durchführung dieser Technik Schritt-für-Schritt. 
Ergebnisse: Zur Durchführung der im Videomaterial gezeigten Technik sind grundsätzlich 5 Schritte notwendig: die paracolliculäre Inzision (1. Hufeisen), die Durchtrennung der am Sphinkter hängenden Schleimhautbrücke (2. Hufeisen), die Inzision des Blasenhalses (3. Hufeisen), die monopolare Blutstillung im Enukleationsareal sowie die Morcellierung und Absaugung des in die Blase vorgeschobenen Adenomgewebes.
Schlussfolgerungen: Die „3 Hufeisen Technik“ stellt ein neues Verfahren zur en bloc Enukleation der Prostata unter Verwendung eines Holmium Lasers dar.
 

3015 Robotische Blasenhalsplastik nach Prostatektomie O.Maghaireh et al. 2018 Abstract

Robotische Blasenhalsplastik nach Prostatektomie

O. Maghaireh1, S. Siemer1, M. Stöckle1
1Universitätsklinikum des Saarlandes, Urologie, Homburg, Deutschland

Einleitung:
Die Blasenhalsstenose ist eine nicht seltene Komplikation nach Prostatektomie. Die Inzidenz in der Literatur variiert von 2,2%-20,5%. Nach transurethraler Resektion des Narbengewebes kommt es oft zu Rezidiven. Plastisch-rekonstruktive Eingriffe konnten sich bislang als Standard nicht durchsetzen, u.A. bedingt durch den schwierigen Zugangsweg. Hier präsentieren wir unseren ersten Versuch, eine rezidivierende narbige Enge roboterassistiert zu korrigieren.
Material und Methoden:
Ein 65jähriger Patient stellte sich wegen obstruktiven Miktionsbeschwerden bei rezidivierender Blasenhalsstenose nach offener Prostatektomie auswärts vor 2Jahren vor. Seitdem waren insgesamt 10transurethrale Blasenhalsinzisionen erfolgt. Da unsere bisherigen offen-operativen Korrekturen negativ waren, entschlossen wir uns zum Versuch der roboterassistierten Korrektur. Die Trokar-Positionierung erfolgte wie für eine Prostatektomie. Der Blasenhals wurde auf der Blasenseite oberhalb des ausgeprägten Narbenblocks vollständig abgesetzt. Im Anschluss erfolgte die zirkuläre Resektion des Narbenblocks bis
zur vitalen Urethra. Die Anastomose zwischen Blasenhals und Urethra wurde neu genäht.
Ergebnisse:
Die Operationsdauer betrug 140Minuten, kein nennenswerter Blutverlust. Nach dem unauffälligem Zystogramm am14.Tag wurde der Katheter entfernt. Der Patient war sofort kontinent und konnte restharnfrei miktionieren. Zumindest 6Wochen nach der Operation ist er bisher beschwerdefrei.
Schlussfolgerung:
Bei rezidivierenden Blasenhalsstenosen nach Prostatektomie scheint die robotische Blasenhalsplastik ein vielversprechendes Therapieverfahren. Gegenüber der offenen Operation hat sie neben dem minimal-invasiven Zugangsweg den Vorteil, dass man im sehr beengten Operationsfeld subtil nähen kann
 

3016 Roboter- assistierte Prostatektomie bei 16-jährigem Jungen mit Rhabdomyosarkom der Prostat T. Hajili et al. 2018 Abstract

Roboter-assistierte Prostatektomie bei 16-jährigem Jungen mit Rhabdomyosarkom der Prostata

T. Hajili1, C. Niklas1, M. Stöckle1, S. Siemer1
1Universitätsklinikum des Saarlandes, Urologie, Homburg, Deutschland

Einleitung: Das Rhabdomyosarkom (RMS) der Prostata bei jungen Erwachsenen stellt eine seltene Entität dar. Wir berichten einen Fall bei einem 16-jährigen Jungen.
Material und Methoden:
Ein 16-jähriger Junge stellte sich mit obstruktiver Blasenentleerungsstörung und Harnverhalt vor. In der Kontrastmittelverstärkten MRT bestätigte sich eine Raumforderung der Prostata mit Blasenbodeninfiltration sowie pathologische parailiakale und paraaortale Lymphknoten. Histologisch ergab sich ein RMS der Prostata. Der Patient erhielt 7 Zyklen einer Polychemotherapie und zeigte radiologisch eine deutliche Remission bei jedoch persistierender Blaseninfiltration. Es erfolgte sodann eine Roboter-assistierte Prostatektomie mit Blasenhalsresektion.
Ergebnisse:
Zystoskopisch zeigten sich intraoperativ Tumorformationen im Bereich des Blasenbodens ohne Ostiuminfiltration, sodass eine blasenerhaltende Resektion durchgeführt werden konnte. Es folgte die problemlose Präparation der Prostata. Aufgrund der Tumorinfiltration der Blase wurde die Prostata ostiumnah abgesetzt, weshalb beidseits DoppelJ-Katheter eingelegt wurden. Es erfolgte bei beschriebener ausgedehnter Blasenhalsresektion eine Blasenhalsrekonstruktion. Zusätzlich erfolgte eine extendierte Lymphadenektomie bis zur Aortenbifurkation. Der Blasenkatheter wurde am 7. postoperativen Tag nach unauffälliger Zystographie entfernt, die Doppel-J-Katheter nach Abschluss der Therapie. Histologisch zeigten sich persistente RMS-Infiltrate bei negativen Schnitträndern und Lymphknoten. Die onkologische Nachsorge 21 Monate nach Erstdiagnose ergab keinen Hinweis auf Rezidiv.
Schlussfolgerung:
Bei lokal fortgeschrittenem RMS mit Blaseninfiltration ist ein radikaler Roboter-assistierter Eingriff nach neoadjuvanter Chemotherapie möglich.
 

3017 Urethraschonende roboterassiestierte Prostataadenomatektomie S. Papadoukakis et al. 2018 Abstract

Urethraschonende roboterasisstierte Prostataadenomatektomie

S. Papadoukakis1, A. Schindler1, W. Arafat1, M. Horstmann1
1Malteser Krankenkaus St.Josefshospital, Urologie, Krefeld, Deutschland

Einleitung
Die offene Adenomektomie der Prostata ist die chirurgische Therapie der Wahl für Patienten mit Prostatahyperplasie (>80ml) und mittlerer bis schwerer Symptomatik (IPSS>8). Die roboterassistierte Adenomektomie der Prostata wird als minimal invasive urethraschonende Alternative zur offenen Adenomektomie vorgestellt.
Material und Methoden
Der Patient ist ein 79 Jahre alter Mann mit rezidivierenden Harnverhalten. Das Prostatavolumen betrug 180ml. Die digital rektale Untersuchung war unauffällig. Der PSA Wert lag bei 6,9ng/ml. Intraoperativ wurde zuerst die Harnblase dorsal inzidiert. Nach der Identifizierung der Ostien wurde die Blasenwand evertiert und mit Clips am Peritoneum fixiert. Das Prostataadenom wurde zirkumferentiell inzidiert und bis zum Apex mobilisiert. Abschließend wurde die vordere Kommissur der Prostata durchgetrennt und das Adenom en bloc entfernt. Nach der Enukleation erfolgte die Rekonstruktion des Blasenhalses mit einer 3-0 V-loc Naht. Die Blutstillung der Loge erfolgte mit einzelnen 2-0 Vicryl Nähten. Die Blasenwand wurde in zwei Schichten verschlossen.
Ergebnisse
Insgesamt haben wir sieben roboterassistierte Adenomektomien bei großen Prostatae (100-180ml) durchgeführt. Der intraoperativ gelegte Dauerkatheter wurde am 6. postoperativen Tag nach Zystogramm entfernt. Alle Patienten wurden am 7. postoperativen Tag entlassen. Komplikationen nach Clavien Dindo > II traten nicht auf. Bei Entlassung waren alle Patienten kontinent und hatten einen erhöhten Q-max und reduzierten IPS-Score
Schlussfolgerung
In unserem Robotikzentrum gilt die roboterassistierte Adenomektomie der Prostata für deutlich vergrößerte Prostatae als eine etablierte minimal invasive urethraschonende Alternative zur offenen Prostaadenomektomie.
 

3018 Die Prostataemulisation (PE) Beschreibung der Intervention L.Mordasini et al. 2018 Abstract

Die Prostataembolisation (PE) Beschreibung der Intervention

L. Mordasini1, E. Arbelaez2, L. Hechelhammer3, D. Engeler4, H.-P. Schmid5, D. Abt4
1Luzerner Kantonsspital, Urologie, Luzern, Schweiz, 2Luzerner Kantonsspital, Luzern, Schweiz, 3Kantonsspital St.
Gallen, Institut für Radiologie, St. Gallen, Schweiz, 4Kantonsspital St. Gallen, Urologie, St. Gallen, Schweiz,
5Kantonsspital St. Gallen, St. Gallen, Schweiz

Einleitung
Die PE wird aktuell als eine minimalinvasive Alternative für die Behandlung der LUTS diskutiert. Das Ziel dieses Videos ist die schrittweise Beschreibung der PE.
Methoden
MRT oder CT des Beckens sind wichtig um die Gefässsituation und die Durchführbarkeit des Eingriffs zu erörtern. Eine Niereninsuffizienz ist kontraindiziert. Die PE wird auf einem Interventionstisch für Angiographien durchgeführt und wird durch das Einlegen eines Dauerkatheters (DK) begonnen. Nach dem Einsetzen der Lokalanästhesie (LA) legt der interventionelle Radiologe (iR) den Zugang in die A. femoralis. Ein Mikrokatheter (MK) wird in die A. iliaca interna gelegt und unter Röntgenkontrolle in die Rr. prostatici vorgeschoben. Eine Rotationsangiographie bestätigt die richtige Lage des MK. Kleine Embolisationspartikel (100-400um) werden über den MK appliziert. Das gleiche Vorgehen wird analog kontralateral durchgeführt. Der DK kann nach dem Eingriff entfernt werden mit Restharnbestimmung vor der Entlassung. Um einen Harnverhalt zu verhindern, sollten NSAID verschrieben werden. Ischämische Schmerzen sind normalerweise selbstlimitierend und können gut behandelt werden.
Resultate
Die PE ist technisch anspruchsvoll und kann durch die Strukturierung mittels klar definierter Schritte erleichtert werden. Die umfassende präoperative Abklärung und korrekte postoperative Behandlung sind unabdingbar. Nachteile der PE sind das Risiko der Embolisation von falschen Strukturen und die Strahlenbelastung. Diese Limitationen werden durch die geringe Invasivität und der hohen Patientensicherheit, insbesondere beim älteren Patienten kompensiert.
Schlussfolgerung
Die PE in LA ist machbar und sicher, wenn von Experten durchgeführt. Von grosser Wichtigkeit ist die gute Kollaboration zwischen Urologen und iR.
 

478 Induratio penis plastica- die Modellierungsprozedur nach Wilson Osmonov Daniar et al. 2017 Inhaltsangabe

Filmnummer 478

Autoren: Osmonov Daniar, Jünemann Klaus-Peter

Klinik für Urologie und Kinderurologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Titel: Induratio penis plastica – die Modellierungsprozedur nach Wilson

Ein 54-jähriger Patient wurde mit organischer erektiler Dysfunktion vorstellig, die auf der Peyronie-Krankheit beruhte, und unterzog sich einem chirurgischen Eingriff. Der Patient sprach nicht auf PDE-5 Hemmer und Alprostadil an und litt seit über einem Jahr unter einer beständigen IPP.

OP Schritte: mittels Infusion einer physiologischen Kochsalzlösung in das CC mit einer 21 G Nadel wird eine artifizielle Erektion eingeleitet, nachdem zuvor ein Tourniquet um den proximalen Penisschaft gelegt wurde. Wie auf dem Video zu sehen ist, wird eine Deviation des Penis um 60° dargestellt. Es erfolgt eine penoskrotale Implantation des Penisimplantats. Unser Video beschreibt alle Schritte des operativen Eingriffs. Nach Einsetzen des Implantats wird die Modellierungsprozedur nach Wilson durchgeführt: die bezogenen Klemmchen werden auf dem Verbindungskabel platziert und helfen die Pumpe zu schützen. Zwei Finger werden auf die eine Korporotomie-Reihe gelegt, und der Daumen auf die andere. Dann wird der Penis für 90 Sekunden fest in die der Krümmung entgegengesetzte Richtung gebogen. Nach 90 Sekunden werden die Klemmen entfernt. Nach der Modellierung wird die Prothese vollständig entleert und dann wieder aufgepumpt, während an den Führungsnähten der Zylinder gezogen wird. Für die Beurteilung des Ergebnisses wird sie nur zu 75% aufgepumpt. In unserem Fall waren die postoperativen Ergebnisse nach 12 Wochen zufriedenstellend. (Enzmann)

 

Zusammenfassung: „Wilson´s modeling“ ist eine einfache und effektive chirurgische Methode zur Behandlung der Penisdeviationen.

 

1136 Robotisch gestützte Nierenteilresektion für hochkomplexe Nierentumoren (PADUA =10) M. Janssen et al. 2016 Abstract

C.-H. Ohlmann1, M. Saar1, S. Siemer1, M. Stöckle1, M. Janssen1

1Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Klinik für Urologie undKinderurologie, Homburg/Saar, Deutschland

Fragestellung: An Hand von Filmausschnitten sollen die besonderen Herausforderungen bei robotisch gestütztenNierenteilresektionen hochkomplexer Nierentumore (PADUA=10) erläutert werden.Ergebnisse: Darstellung der Resektion von hilären Nierentumoren die die Nierengefäße verdrängen und teils das Nierenbeckeninfiltrieren.

Ergebnisse: Seit 2012 wurden n=18 Fälle mit einem PADUA=10 operiert, im Median lag der PADUA bei 11 (range 10-14).Patienten: BMI bei OP 30,4kg/m²,ASA3 (range 2-4) Charlston Comorbidity Index 8 (range 4-12).OP: Dauer 195min (range 109-273min) median Blutverlust 375ml (50-1400ml), warme Ischämiezeit im median 15min (range10-31min). Histologie: n=9 benigne Tumoren (Oncozytome, Angiomyolipome u.a.) n= 9 maligen Befunde (n=6 ccRCC, n=6papRCC, n=1 chrom RCC) positiver Schnittrand (R1) in einem Fall medianer Tumordurchmesser: 3,75cm (range 1,7-8,2cm).Komplikationen: 9/18 insg. nach Calvian-Dindo n=1 Clavia IV°, n=2 Clavian III°. Ein Patient pass. dialysepflichtig. MedianKrankenhausaufenthalt 7 Tage (rage 6-50). Bei einem Patienten distale Metastase bis dato, die onkologischen Ergebnisse sindbei einem max. Follow-up von bisher 4 Jahren nicht abschließend beurteilbar.

Schlussfolgerung: Die robotisch gestützte Nierenteilresektion bietet auch bei hochkomplexen Tumoren und bei adipösenPatenten eine sichere Methode zum Organerhalt bei vertretbarem Komplikationsrisiko.

1137 Biokompatibler Klebstoff zur vollständigen Entfernung von Restfragmenten nach Lithotripsie bei URS und PCNL - Evaluation in einem ex vivo Organmodell- S. Hein et al. 2016 Abstract

S. Hein*1, A. Miernik1, D.S. Schoeb*1, D. Schlager1, F. Adams1, I. Grunwald*2, M. Brandmann*2, K. Richter*2, M.Schoenthaler1

1Universitätsklinikum Freiburg, Department Chirurgie, Klinik für Urologie, Sektion Urotechnologie, Freiburg, Deutschland,2Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) Bremen, Bremen, Deutschland

Fragestellung: Die Bergung kleiner Restfragmente (RF), wie sie insbesondere beim sog. „dusting“ entstehen, ist zeitlichaufwendig und gelingt häufig nur unvollständig. Verbleibende sog. „CIRF - clinically insignificant residual fragments“ führenmöglicherweise bei einem Teil der Patienten zu Rezidivereignissen. Im Rahmen eines BMBF-geförderten Projektes wird einbiokompatibler Klebstoff (Steinkleber -SK) zur Einbettung von RF entwickelt. Der entstehende steintragende Formkörper kannanschließend mit einem herkömmlichen Fangkörbchen vollständig entfernt werden.

Material und Methode: Der SK wurde in einem ex vivo Organmodell (Schweineniere) hinsichtlich seiner Handhabung,Sichtbarkeit und selektiven Haftung getestet. In einer Testreihe wurden flexibel ureteroskopische Fragment-Entfernungen zuvoreingebrachter humaner Harnsteinreste (= 1 mm) simuliert. Die Fragment-Entfernungen mittels des entwickelten SKs wurdenvideodokumentiert und in dem eingereichten Filmbeitrag präsentiert.

Ergebnisse: Die Gabe der SK-Komponenten durch einen applizierten Katheter des flexiblen Endoskops war in allen Versuchenproblemlos möglich. Die Aushärtung des SK fand sofort nach Applikation der Zweitkomponente statt. Die Bergung des gutsichtbaren Formkörpers konnte mit herkömmlichem Fangkörbchen im Anschluss sofort vollzogen werden. Es fanden keineunerwünschten Anhaftungen zwischen SK, Instrumentarium oder Schleimhaut des Nierenbeckens statt. Die Bergungeingebetteter RFs und von Steingries war in allen Versuchen erfolgreich.

Schlussfolgerungen: Der entwickelte SK zeigt vielversprechende Ansätze hinsichtlich seiner Handhabung und Funktionalität.In einem nächsten Schritt soll die erste Testung im Großtier (Schwein) erfolgen.

Förderung: BMBF-Fördernummer 031A387

 

1138 Robotic-assisted partial nephrectomy in a Horseshoe Kidney: our technique J.U. Stolzenburg et al. 2016 Abstract

J.-U. Stolzenburg1, M. Do1, A. Dietel1, I. Kyriazis*1, R. Ganzer1

1Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland

Introduction: Partial nephrectomy in a horseshoe kidney renal mass is an uncommon surgical procedure challenged by thealtered renal anatomy of this congenital defect. In this video we present our robotic assisted technique in this rare entity.

Materials and methods: We document our technique in a case of a large upper pole renal mass at the right side of ahorseshoe kidney.

Results: Due to the presence of several accessory arteries in the case of horseshoe kidney, the full vasculature in theipsilateral side has to be exposed. In addition, the contralateral renal artery should also be exposed prior to tumor excision, as apreparation for the case of an emergency conversion to ipsilateral side nehrectomy that will require horseshoe ithmus division.The upper pole renal arteries are being clipped and dissected and the lower pole arteries are being clamped. A conventionaltumor excision and renorrhaphy is then performed under warm ischemia followed by early unclamping of the lower pole arterialbranches. Proper hemostasis is verified and ensured by applying hemostatic agents over tumor bed.

Conclusions: Robotic-assisted partial nephrectomy in cases of horseshoe kidney tumors is feasible. A meticulous anatomicdissection of all accessory arterial branches is necessary to ensure the safety of the approach and the optimum functionaloutcome for the remaining parenchyma.

1139 Laparoskopisch roboterassistierte ipsilaterale Ureteropyelostomie bei Doppelniere mit Ureter duplex C. Schregel et al. 2016 Abstract

C. Schregel1, I.S. Keller*1, C. Padevit*1, K. Horton*1, H. John*1

1Kantonsspital Winterthur, Klinik für Urologie, Winterthur, Schweiz

Eine 22-jährige Patientin mit Doppelniere und Ureter duplex beidseits wurde wiederholt wegen Pyelonephritiden links vorstellig.Im Alter von 3 Jahren wurden in der Türkei beidseitige Ureterozelen offen reseziert und eine 4-fache antirefluxiveUreterozystoneostomien durchgeführt. Bei der Abklärung liess sich weiterhin ein Reflux in das Oberpolsystem links darstellen.Das Nierenszintigramm zeigt ein Funktionsanteil der linken Niere von 52%, wovon das Oberpolsystem 34% ausmachte.Aufgrund der gut erhaltenen Partialfunktion des refluxiven Oberpolsystems schien eine Heminephrektomie nicht gerechtfertigt.Deshalb wurde eine Ureteropyelostomie zur Drainage des Oberpoles über den suffizienten Harnleiter des Unterpolsystems undEntfernung des refluxiven Oberpolharnleiters besprochen. Die Literatur zu diesem Vorgehen ist mager, lediglich eineretrospektive Analyse aus dem Jahr 1985 analysiert 107 Fällen, welche entweder mittels Heminephrektomie oderPyelopyelostomie im Kindesalter offen therapiert wurden.Das Video zeigt den Fall mit der laparoskopisch roboterassistierten Ureteropyelostomie. Der Zugang wurde mit dem 3 -ArmdaVinci™ System und 2 Assistententrokaren angelegt. Die Operation konnte laparoskopisch roboterassistiert komplikationsfreidurchgeführt werden und dauerte 192 Minuten (Haut-Haut).Die roboterassistierte Ureteropyelostomie bei Doppelniere mit Ureter duplex und Resektion eines refluxiven Harnleiters isttechnisch möglich und stellt eine nierenfunktionserhaltende Alternative zur Heminephrektomie dar, über die bisher nachunserem Wissen in laparoskopisch roboterassistierter Technik noch nie berichtet wurde.

Referenz: Fingert RH. et al. Urologe A, 1985:24:87

1140 Roboterassitierte partielle Adrenalektomie (RAPAd) in selektiver Ischämie E. Albelaez et al. 2016 Abstract

E. Arbelaez*1, P. Grande*1,2, L. Mordasini*1, N. Pelzer*1, A. Mattei1

1Kantonsspital Luzern, Urologie, Luzern, Schweiz, 2Sapienza University, Dept. of Obstetrics and Gynecology and urologicSciences, Rome, Italien

Einführung: Kleine Nebennierentumore können mittels minimal-invasiver partieller Adrenalektomie behandelt werden. Wirpräsentieren hier schematisch unser intraoperatives standardisiertes Vorgehen, wobei die Tumorresektion in selektiver Ischämiedurchgeführt wird, um eine optimale Perfusion von gesundem Nebennierengewebe zu gewährleisten.

Materialien und Methoden: Über einen transperitonealen Zugang erfolgt die Präparation der Nierenvene, wobei derNebennierenast identifiziert, und die inferiore Gefässachse der Drüse freigelegt werden.Im Anschluss werden die anteriore und posteriore Oberfläche des Organs vom perirenalen Fett befreit. Der Tumor wirddevaskularisiert, wobei auf die Erhaltung der Durchblutung der restlichen Drüse geachtet wird. Via endoskopischerUltraschallsonde werden die Resektionsränder definiert. Die Blutversorgung wird nun selektiv mittels Bulldog-Klemmenunterbunden und Indocyaningrün intravenös injiziert. Eine ausreichende Devaskularisierung des Tumors wird mittels DaVinci-Firefly bestätigt. Nach Abschluss der Tumorresektion wird der Gewebedefekt mit Fibrinkleber versorgt.

Resultate: Die technisch anspruchsvolle Operation wird erleichtert durch ein strukturiertes intraoperatives Vorgehen. GesundesNebennierengewebe kann durch eine selektive Ischämie geschont werden. Die Verifizierung der kompletten Tumor-Ischämiemittels Firefly-Technologie führt zu einer optimalen Blutungskontrolle während der Resektion.

Schlussfolgerungen: Die RAPAd ist in selektiver Ischämie gut durchführbar. Der Eingriff sollte standardisiert durchgeführtwerden, wobei durch Verfizierung einer suffizienten Tumor-Ischämie im Firefly-Modus auch während der Resektion eine guteBlutungskontrolle erreicht werden kann.

 

2011 Interdisziplinäre Rekonstruktion bei einem Säugling mit OEIS-Komplex (omphalocele-extrophy-imperforate anusspinal defects) Karin Hirsch et al. 2016 Abstract

K. Hirsch1, R.J.F. Stredele1, B. Schwaiger1, R. Carbon2, E. Harlander-Weikert1

1Urologische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen, Kinderurologie, Erlangen, Deutschland, 2Chirurgische Klinik,Universitätsklinikum Erlangen, Kinderchirurgie, Erlangen, Deutschland

Der OEIS-Komplex ist eine Assoziation verschiedener Fehlbildungen. Die Inzidenz beträgt 1:200.000 - 1:400.000. Die Prognosedieser schweren Fehlbildung ist häufig letal.Bei der Patientin in unserem Filmvortrag wurde pränatal der Verdacht auf eine Omphalocele geäußert. Postpartal zeigte sichjedoch außerdem eine Blasenekstrophie sowie eine Anal- und Vaginalatresie. Es bestanden zudem Fehlbildungen des innerenGenitales mit Uterus duplex, Vagina duplex mit Vaginalseptum und ein Hydrometrokolpos. Bei manueller Kompression desHydrometrokolpos entleerte sich mukopurulentes Sekret über punktförmige Öffnungen medial auf die Blasenplatte. Weitercaudal hiervon zeigte sich die punktförmige Öffnung der rectovesikalen Fistel.Aufgrund des komplexen Fehlbildungssyndroms wurde eine mehraktige, interdisziplinäre Rekonstruktion erforderlich. Zunächsterfolgten der Omphalocelenverschluss und die Anlage eines doppelläufigen Transversostomas nach NIXON. In der zweiten OPerfolgte die Exzision des medianen, fisteltragenden Streifens der ekstrophen Harnblase mit Verlagerung nach dorso-caudal undanschließendem Vaginaldurchzug nach RAFFENSPERGER sowie gleichzeitiger analer Durchzugsoperation nach PENADEVRIES.Die beiden Blasenhälften wurden reanastomosiert.Es wird die aufwändige schrittweise Rekonstruktion dokumentiert sowie der endgültige Verschluss der Blasenekstrophie mitBlasenhalsplastik in Erlanger Technik, die Nabelrekonstruktion, die Urethralplastik und die Symphysenadaptaption von 11 auf1,5 cm in Zuggurtungstechnik . Zusätzlich wird eine Genitalkorrektur mit Mons pubis Aufbau durchgeführt.Bei Entlassung zeigten sich eine Blasenkapazität von 50 ml, Trockenintervalle von einer Stunde sowie ein sonographischunauffälliger oberer Harntrakt und normwertige Retentionswerte.

2012 Konzepte zur Behandlung von Harnröhrenstrikturen bei Männern J. Beier et al. 2016 Abstract

J. Beier1, H. Keller1

1Sana Klinikum Hof, Klinik für Urologie, Kinderurologie, Onkologische Urologie und Palliativmedizin, Hof, Deutschland

Einleitung: Die Prävalenz der Harnröhrenstriktur beim Mann wird in Deutschland auf 0,9 geschätzt. D. h. es gibt wahrscheinlichmehr als 100.000 Betroffene, die mit den unterschiedlichsten Therapiemodalitäten und stark variablen Behandlungsergebnissentherapiert werden.Obgleich sowohl die Lokalisation, Ursache und Ausdehnung der Striktur als auch zu erwartende Erfolgsrate undPatientenwunsch auf die Wahl der jeweiligen Behandlungsmethode einen signifikanten Einfluss haben sollten, werden nahezualle Patienten mittels Bougierungsbehandlung oder Urethrotomie therapiert. Dies, obwohl wir wissen, dass es in 65 bis 100 %zu einem Therapieversagen kommt und nur 13 % unserer Patienten mit der damit assoziierten Lebensqualität zufrieden sind.

Material und Methodik: Das folgende Video zeigt operative Konzepte für die Behandlung von Harnröhrenstrikturen, die sich anden oben angeführten Parametern orientieren.Neben der Sichturethrotomie werden Möglichkeiten der Rekonstruktion kurzstreckiger, extendierter, peniler, meataler, undpanurethraler Strikturen präsentiert. Wir zeigen das mehrzeitige Vorgehen bei extendierten Strikturen und zerstörterPenisschafthaut oder Lichen sclerosus.

Ergebnisse: Die vorgestellten Differentialverfahren werden von den Autoren seit mehr als 20 Jahren durchgeführt und zeigen ineinem Langzeit-Follow-Up von mehr als mindestens 5 Jahren in 93 resp. 87 % exzellente funktionelle und kosmetischeErgebnisse. Alle diese Daten wurden mittels standardisierter Frage- und Untersuchungsbögen prospektiv „patient-self-reported“erhoben.

Schlussfolgerung: Die von uns vorgestellten Konzepte zur Behandlung von Harnröhrenstrikuren zeigen Möglichkeiten derRekonstruktion, orientiert an Ursachen, Ausdehnung, Lokalisation und Patientenwunsch.

2013 Roboter - assistierte Boari-Plastik mit Ureterozystoneostomie J.U. Stolzenburg et al. 2016 Abstract

J.-U. Stolzenburg1, M. Do1, A. Dietel1, B. Rai*1, P. Kallidonis*1, R. Ganzer1

1Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland

Fragestellung: Die Boari - Plastik ist die Methode der Wahl zur Rekonstruktion von Ureterdefekten des distalen und mittlerenAbschnitts. Mit der vorliegenden Serie sollte geprüft werden, ob die klassische offene Technik mit dem DaVinci Systemreproduzierbar ist und Vorteile der minimal - invasiven Methode erkennbar werden.

Material und Methode: Prospektive Analyse des intra- und postopierativen Verlaufs nach Roboter-assistierter Boari-Plastik.Ursache der Ureterstrikturen waren: Vor-OP bei gyn. Malignom (n=5), iatrogene Ureterläsion (n=4), Urolithiasis (n=1), Z.n.Trauma (n=1). In allen Fällen wurde ein transperitonealer Zugang unter Verwendung des 4-Arm DaVinci Si-System in sidedocking Technik verwendet. Der Dauerkatheter wurde bei unauffälligem Zystogramm am 6. postoperativen Tag entfernt. Einintra-operativ eingelegter DJ-Katheter wurde für 4 weitere Wochen belassen.

Ergebnisse: 11 Patienten (6 Männer, 5 Frauen) mit folgenden Patientencharakteristika wurden operiert: mittleres Alter 49,9(35-62) Jahre, mittlerer Body-Mass-Index: 26,4 (23,2-29,3) kg/m2. Mittlere Op-Zeit: 166,8 (115 - 240) Minuten. Der mittlereBlutverlust betrug 155 (50-250) ml. Eine offene Konversion war in keinem Fall notwendig. Es traten keine intra-operativenKomplikationen auf. Bei einer Patientin trat post - operativ eine prolongierte Anastomoseninsuffizienz auf. Bei einem mittlerenFollow-up von 12,5 (6-24) Monaten wurden keine Rezidiv-Strikturen registriert.

Schlussfolgerungen: Die Roboter-assistierte Boari - Plastik kann an spezialisierten Zentren als effektive und sichere Methodezur Behandlung von Ureterstrikturen des distalen und mittleren Ureters unterschiedlicher Genese eingesetzt werden. ZuBerücksichtigen sind die höheren Kosten im Vergleich zur offenen Methode.

 

3005 BipoVEP - Bipolare Vapoenukleation der Prostata. Schritt-für-Schritt Technik und frühe postoperative Ergebnisse (Filmpreis 2016) T. Bach et al. 2016 Abstract

T. Bach1, N. Filippow1, A. Jürß1, A. Shabayev1

1Asklepios Klinikum Harburg, Urologie, Hamburg, Deutschland

Einleitung: Die Laserenukleation der Prostata hat sich als transurethrale, größenunabhängige Alternative - nicht nur zur TURP,sondern auch zur offenen Adenomenukleation - in der Therapie des BPS entwickelt. Da die Laserenukleation mit großenInvestitionskosten verbunden ist, sind alternative Energiequellen (z.B. bipolare Stromführung) von großem Interesse.

Material und Methoden: Das Video zeigt schrittweise das operative Vorgehen und die Frühergebnisse der transurethralenEnukleation mit einer neu entwickelten bipolaren Enukleationselektrode in Kombination mit mechanischer Gewebszerkleinerung.Die komplette Prozedur ist in 10 Schritte unterteilt, wobei jeder Schritt im Detail erklärt wird und so der komplette Eingriff vomBeginn bis zur Morcellation abgebildet ist.

Ergebnisse: Bis jetzt wurden 10 Patienten mit dieser neu entwickelten bipolaren Elektrode behandelt. Das mittlere Alter lag bei74 Jahren, das Prostatavolumen bei 50 ml und das Resektionsgewicht bei 42 Gramm. Die durchschnittlich postoperativeVerweildauer lag bei 2,2 Tagen mit signifikanter Verbesserung von Qmax und RH. Ein Patient entwickelte eine relevanteHarnwegsinfektion, schwere Nebenwirkungen traten in dieser kleinen Serie nicht auf.

Schlussfolgerung: Trotz der kleinen Fallzahl zeigt sich, dass die bipolare Enukleation und Morcellation mit dieser neuentwickelten Enukleationselektrode durchführbar ist und potentiell eine kostengünstige Alternative zur Laserenukleation derProstata darstellt.

3006 Robotisch gestützte radikale Prostatektomie (RRP) bei lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom (PCa) ( Filmpreis 2016) M. Janssen et al. 2016 Abstract

M. Janssen1, M. Saar1, J. Heinzelbecker1, Z. Al-Kailani1, C.-H. Ohlmann1, M. Stöckle1, S. Siemer1

1Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Klinik für Urologie undKinderurologie, Homburg/Saar, Deutschland

Beim lokal begrenzten PCa stellt die RRP eine etablierte Therapieoption dar. Bei lokal fortgeschrittenem Tumor wird die offeneOperation häufig favorisiert. Gerade bei diesen Patienten kann das robotische System Vorteile bieten. Im aktuellen Beitragsollen anhand von Filmausschnitten die Landmarken und Besonderheiten bei diesen Patienten vorgestellt werden.

Ergebnisse / Film : Für die extendierte Lymphadenektomie (eLAD) wird zunächst der Harnleiter dargestellt. Die eLAD kann bisüber die Aufzweigung der A. iliaca interna erfolgen und je nach Befund dann problemlos erweitert werden. Bei lokalfortgeschrittenen Tumoren kann bei z.B. V.a. Samenblaseninfiltration vom Douglasraum die Mobilisation der Samenblase beginnen. Somit wird sämtliches Gewebe um die Samenblasen incl. des Peritoneums belassen. Nach Absetzen der Prostatabasis werden die Samenleiter unter dem Blasenhals hervorluxiert werden. Bei dieser Präparation muss auf die Harnleiter geachtet werden. Nach Inzision der Denonvilliers Faszie muss darauf geachtet werden, dass an der Samenblasenbasis ausreichend Gewebe belassen wird. Durch die exzellente Sicht und Vergrößerung mit dem System wird vorallem bei diesem Schritt häufig zu nahe an der Samenblase präpariert. Die Seitenpfeiler werden nach pararektal abgesetzt. Der Apex kann unter exzellenter Sicht präpariert und an der Harnröhre reseziert werden. Vor der zweischichtigen Anastomose wirdder Douglasraum mit einer fortlaufenden Naht verschlossen.

Schlussfolgerung: Unter Berücksichtigung der anatomischen Landmarken und den Vorteilen des robotisch trans-abdominellenVorgehens können sowohl eine extendierte Lymphadenektomie als auch eine erweiterte radikale Prostatovesikulektomie bei maximalem Sicherheitsabstand sicher robotisch durchgeführt werden.

 

 

475 Roboter-assistierte retroperitoneale Lymphadenektomie beim Hodentumor: Technik und Ergebnisse einer initialen Serie Ch. Ohlmannet al. 2016 Abstract

C.-H. Ohlmann1, J. Heinzelbecker1, S. Ernst*1, A. Bonaventura*1, M. Stöckle1, S. Siemer1

1Universität des Saarlandes, Klinik für Urologie, Homburg/Saar, Deutschland

Fragestellung: Ziel der Arbeit war es, die perioperativen Ergebnisse und die onkologische Effektivität der roboter-assistiertenretroperitonealen Lymphadenektomie (RA-RLA) beim Hodentumor zu untersuchen.

Material und Methode: Daten von 10 Patienten wurden retrospektiv ausgewertet, die zwischen 10/2013-12/2015 eine RA-RLAan unserer Klinik erhalten haben.

Ergebnisse: Bei 9/10 Patienten erfolgte eine sekundäre RLA, die bei 66% nach Applikation von 4 Zyklen, bei 44% nach 3Zyklen einer Polychemotherapie (PEB/PEI) erfolgte. Präoperativ lag bei 70% ein klinisches Stadium IIB vor. Ein bilateralesTemplate wurde bei 6 Patienten, ein modifiziertes Template bei 3 Patienten und bei einem Patienten eine „Lumpektomie“durchgeführt (Cava-Kompression bei Seminom). Bei 4 Patienten erfolgte eine Konversion zur offenen Operation (2x schlechteExposition, 1x Beatmungsprobleme, 1x Blutung). Bei 6 Patienten mit kompletter RA-RLA lag die mediane Op-Zeit bei 301 (161-473) min bei einem medianen Blutverlust von 225 (50-800) ml. Histologisch fand sich bei 50% Nekrose, bei 30% vitalesTumorgewebe (jeweils =10%) und bei je 10% Teratom oder benignes Lymphknotengewebe (primäre RLA). PostoperativeKomplikationen n. Clavien-Dindo =3 traten bei 3 Patienten auf: 1x Chylaszites, 1x Wunddehiszenz, 1x Kompartment-Syndrom(Bein). Die mediane Verweildauer lag bei 6 Tagen. Nach einem medianen Follow-up von 325 (56-801) Tagen traten bisher keinRezidive auf.

Schlussfolgerungen: Die RA-RLA stellt eine operative Herausforderung mit Komplikationspotential dar. Neben der Erfahrungdes Operateurs ist die Indikationsstellung anhand von Größe und Lage der Residualtumore wichtig, um eine adäquatefunktionelle und onkologische Resektion zu erreichen.

 

476 Das kongenitale Megapräputium (congenital megaprepuce) als operative Herausforderung Karin Hirsch et al. 2016 Abstract

K. Hirsch1, R.J.F. Stredele1, B. Schwaiger1, E. Harlander-Weikert1

1Urologische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen, Kinderurologie, Erlangen, Deutschland

In unserem Filmvortrag zeigen wir die operative Korrektur eines kongenitalen Megapräputiums, einer penilen Malformationunbekannter Ätiologie. Hierbei bedeckt das innere Vorhautblatt den kompletten Penisschaft, durch eine hochgradige Phimosekommt es bei Miktion durch Urinansammlung zu einer starken Ballonierung der Vorhaut und zur Bildung eines großenUrinreservoirs innerhalb dieses Vorhautsackes, was als präpubische und scrotale Schwellung imponiert und dem Aspekt einerpenoscrotalen Transposition ähnelt. Folgen sind Harnwegsinfekte, Blasenentleerungsstörungen mit tropfenweisem Urinabgangaus dem Vorhautsack, teils mit komplettem Harnverhalt und Entleerung nur noch durch manuelle Kompression. Es ist einerelativ seltene Erkrankung, die 1994 erstmals von O`Brien et al beschrieben wurde und die häufig mit einem „buried penis“,einem „webbed penis“ oder einem Mikropenis verwechselt wird.In unserem Fall erfolgt die operative Rekonstruktion ohne Verwendung des inneren Vorhautblattes bei gleichzeitiger Korrekturdes Aspektes der „penocrotalen Transposition“. Nach Anzeichnen der späteren Hautinzisionslinien im Bereich des Penisschaftesund des Scrotums erfolgt der entsprechende Zuschnitt der Penisschafthaut und der penoscrotalen Haut. Das innereVorhautblatt wird vom gesamten Penisschaft abpräpariert und unter Mitnahme des stenotischen präputialen Ringes komplettexzidiert. Anschließend erfolgen der entsprechende symmetrische Zuschnitt der Penisschafthaut mit Resektion der massivüberschüssigen Haut, die Taillierung des Penisschaftes mit Definition eines penopubischen und eines penoscrotalen Winkelssowie die Korrektur des Aspektes der „penoscrotalen Transposition“. Postoperativ zeigten sich eine unauffällige Miktion sowieein sehr ansprechendes kosmetisches Ergebnis.

1132 Robotic-assisted laparoscopic pyeloplasty for lower pole uretero-pelvic junction obstruction in two duplex kidneys with differing incomplete ureteral duplication Th. von Rütte et al. 2015 Abstract

T. von Rütte*1, F.D. Birkhäuser*1, G.N. Thalmann1, P. Zehnder*1

1Urologische Universitätsklinik, Bern, Schweiz

Introduction: Ureteral duplication combined with uretero-pelvic junction obstruction (UPJO) is a rare clinical constellation,typically affecting the lower moiety.

Material and methods: One patient revealed a short (5mm), the other a long lower pole (60mm) ureteral length. Besides theoptical port, 2 robotic and a 5mm assistant trocar were used for the trans peritoneal approach. Following reflection of thedescending colon, the duplicated ureters were dissected cranially. The stenotic ureteral segments were resected and theureters spatulated over 1.5cm.In the patient with the short ureteral segment, the lower pole pyelon was reduced in size, leaving an approximately 4cm long,doubtfully vascularized proximal ureter of the upper moiety. In order to prevent ischemic complications, this ureteral segmentwas resected and an upper to lower pole uretero-pyelostomy was performed. Finally, the pyeloplasty of the lower moiety wasconfected.In the patient with the long lower pole ureteral segment, a standard pyeloplasty was performed.

Results: The renal scintigraphy at 6 months demonstrated no signs of obstruction. Both patients are free of symptoms.

Conclusion: UPJO of the lower pole of a duplex kidney can be managed successfully by minimal invasive robotic assistedsurgery. Specifically, the length of the ureteral segment between the UPJO and the ureteral junction determined thereconstructive approach.

 

1134 Roboterassistierte Nierenteilresektion bei komplexen und multifokalen Tumoren G. M. Schön et al. 2015 Abstract

G.M. Schön1, N. Harke2, S. Plhal1, F. Schiefelbein1

1Missionsärztliche Klinik, Abteilung für Urologie, Würzburg, Deutschland, 2St. Antonius-Hospital, Urologie, Gronau, Deutschland

Einleitung: Rotober-assistierte Nierenteilresektion (NT) kann in der Hand des erfahrenen Operateurs auch bei komplexenTumoren mit nahezu gleichen Ergebnissen durchgeführt werden wie die offene Operation. An der Missionsärztlichen Klinik hatdie roboterassistierte Technik die offene NT abgelöst. Wir zeigen in dem Videofilm, wie durch segmentale Arterienabklemmungmithilfe von Fluoreszenzimaging, Doppler- und KM-Sonographie komplexe und multifokale Tumore minimalinvasiv sicher undohne grössere Funktionseinschränkung entfernt werden können.

Methoden: Bei einer Patientin mit 4 multifokalen Tumoren wird die Operationstechnik Schritt für Schritt dargestellt. Der Einsatzvon Doppler- und KM-Sonographie zum Auffinden der tumorversorgenden Arterien wird dargestellt, ebenso die Applikation vonIndocyaningrün. Die Technik der Heminephrektomie wird bei einem Patienten mit komplexem zentralen Tumor demonstriert.

Ergebnisse: Zwischen 1/2009 und 7/2014 wurde bei 240 Patienten eine NT durchgeführt. Bei 107 Patienten bestandenkomplexe Tumoren mit einer PADUA-Hochrisikogruppe von 10 bis 12. Die mittlere Tumorgröße betrug 34 mm, die Abklemmzeit11,8 Min. Komplikationen der Gruppe 1&2 sowie 3&4 nach Clavin-Dindo traten jeweils bei 9% auf, darunter 7 Urinome, die mitDoppel-J oder Punktion erfolgreich behandelt wurden. Positive Schnittränder bestanden bei 3,7% der Patienten, radiologischtrat im bisherigen Verlauf kein Rezidiv auf. Der absolute Kreatininanstieg bei Entlassung betrug 0,15 mg/dl, der GFR-Verlust -15,1 ml/min.

Schlussfolgerung: Mithilfe technischer Verbesserungen wie Doppler- und Kontrastmittel-Sonographie sowie Firefly ist einekurze Ischämiezeit durch selektives Abklemmen sowie eine geringe Komplikationsrate auch bei komplexen Tumoren zuerreichen.

 

2006 Die transurethrale En-bloc-Resektion oberflächlicher Harnblasenkarzinome mittels monopolarer J-Elektrode („Japan- Häkchen“). N.M. Dreger et al. 2015 Abstract

N.M. Dreger1, S. Degener1, S. Böttcher1, D. Gödde*2, S. Roth1

1Helios Klinikum Wuppertal, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Wuppertal, Deutschland, 2Helios Klinikum Wuppertal, Institutfür Pathologie und Molekularpathologie, Wuppertal, Deutschland

Einleitung: Die konventionelle TUR-B in „incise-and-scatter“-Technik gilt als Standardtherapie in der Therapie nichtmuskelinvasiverHarnblasenkarzinome. Die mit dieser Technik einhergehende Fragmentierung der Tumoren und damitZellstreuung (spilling) scheint v.a. für die hohe Rezidivquote außerhalb des ehemaligen Resektionsgebietes verantwortlich zusein. Auf dieser Prämisse gründen die verschiedenen Techniken der En-bloc-Resektion. Wir möchten an drei unterschiedlichenklinischen Szenarien die bereits 2000 von Ukai et al. beschriebene Technik mittels monopolarer J-Elektrode vorführen.

Material und Methoden: Wir demonstrierten die Resektion in En-bloc-Technik an drei Patienten: ein Patient mit kleinemBlasentumorrezidiv (ostiumnah), ein Patient mit papillärem Blasentumorerstbefund und ein Patient, welcher sich zur obligatenNachresektion (Z.n. pTa, high grade) vorgestellt hat.

Ergebnisse: Bei keinem der Patienten kam es zu intra- oder postoperativen Komplikationen. Das ostiumnaheBlasentumorrezidiv konnte ohne protektive Harnleiterschienung en-bloc mit tumorfreien Resektionsrändern entfernt werden(rpTa, low grade). Ebenso konnte der Blasentumorerstbefund in toto (pTa, low grade) reseziert werden. Histomorphologischzeigte sich in der obligaten Nachresektion kein Anhalt für Malignität. Bei allen Patienten wurde Detrusormuskulatur miterfasst.

Schlussfolgerung: Die Technik mittels monopolarer J-Elektrode ist eine simple und sichere Methode, Blasentumoren en-bloczu entfernen und stellt eine ubiquitär anwendbare Alternative zu moderneren En-Bloc-Techniken (HybridKnife®, Laserverfahren)dar. Durch Reduzierung thermaler Randeffekte verbessert sich die Einschätzung des Pathologen und eine potenzielleZellstreuung als Ursache für erhöhte Rezidivhäufigkeit wird minimiert.

2007 Laser en bloc resection of bladder tumors: a European multi-center study to evaluate safety, efficacy and outcome M. Wolters et al. 2015 Abstract

M. Wolters1, M.W. Kramer1, A.S. Merseburger1, M. Riedl2, A. Leitenberger2, A. Martov*3, N. Baykov*3, M.A. Kuczyk1, A.J.Gross4, D.A. Leavitt*5, A.D. Smith*5, T.R.W. Herrmann1

1Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Urologie und Urologische Onkologie, Hannover, Deutschland, 2KlinikumWolfsburg, Klinik für Urologie, Wolfsburg, Deutschland, 3Moscow City Hospital No. 57, Department of Urology, Moskau,Russische Föderation, 4Asklepios Klinik Barmbek, Klinik für Urologie, Hamburg, Deutschland, 5The Arthur Smith Institute forUrology, New Hyde Park, New York, Vereinigte Staaten von Amerika

Introduction: En bloc resection of bladder tumors (ERBT) has been shown to be a valuable alternative, although TURBTremains the gold standard. Major goal of ERBT is to enhance staging quality by avoiding tissue fragmentation and increasingthe rate of detrusor muscle. The objective of this multi-center study was to evaluate safety, efficacy and recurrence rates ofpatients treated by laser ERBT of non-muscle invasive bladder cancer (NMIBC).

Material and methods: Three academic hospitals provided prospectively collected data of patients treated by laser ERBT.Patients´ characteristics, clinical and pathologic data were assessed. Complications were recorded using the Clavien-Dindoclassification. Laser en bloc resection was carried out either with a Thulium:YAG or a Holmium:YAG laser. Operations wereperformed in a similar fashion by all study centers. Follow-up was carried out based on EAU guidelines.

Results: 65 patients were treated by laser ERBT between 6/2010 to 4/2014. Pathology revealed 39 patients with pTa and 26patients with pT1 tumors. All specimens included detrusor muscle, edges were free of tumor in all cases and 100% of biopsiesfrom the tumor ground were negative. One operation was switched to conventional transurethral resection. Only 3 (4.6%)complications =3 were recorded. No obturator nerve reflex appeared. 54 patients with primary urothelial carcinoma of thebladder and a minimum follow-up of 12 months revealed a cumulative recurrence rate of 18.5%. Recurrences within the formerresection area were noticed in 2 of 10 patients.

Conclusion: Laser en bloc resection of bladder tumors is safe and effective for treatment and staging of NMIBC. Lasers mightalso be of favor for patients with higher risk of bleeding due to its effective hemostatic properties. In-field recurrences seem tobe decreased.

2008 Roboter-assistierte radikale Zystektomie mit simultaner Nephroureterektomie (En- bloc) bei 10 Patienten mit simultanem Urothelkarzinom der unteren und oberen Harnwege, bzw. funktionsloser Niere A. Alexandrov et al. 2015 Abstract

A. Alexandrov1, R. Lamers1, P. Klumpen1, J. Krude1, C. Hach1, S. Buse1

1Alfried Krupp Krankenhaus, Klinik für Urologie und urologische Onkologie, Essen, Deutschland

Ziel: Wir beschreiben die intra- und postoperativen Ergebnisse von 10 Patienten, bei welchen wir einer Roboter-assistierte Enblocradikalen Zystektomie und Nephroureterektomie mit anschließender Harnableitung durchgeführt haben.

Methoden: Primäre Endpunkte waren die OP-Dauer sowie die Konsolenzeit, Konversionsrate, Blutverlust, intraoperativeTransfusionsrate und der R-Status. Sekundäre Endpunkte waren postoperative Transfusionspflichtigkeit und Komplikationennach der Clavien-Dindo-Klassifikation.

Ergebnisse: Das Durchschnittsalter betrug 74 Jahre (Q1-Q3 76,5-76,5), der mittlere BMI betrug 27,9 kg/m² (Q1-Q3 28-28).Die Indikation für eine En-bloc radikale Zystektomie und Nephroureterektomie war das gleichzeitige Vorliegen einesUrothelkarzinoms der unteren und oberen Harnwege in 3 Fällen. Bei den restlichen 7 Patienten wurde neben demmuskelinvasiven Urothelkarzinom der Harnblase eine funktionslose Niere diagnostiziert.Bei 8 Patienten konnte eine intrakorporale Ureterocutaneostomie als Harnableitung durchgeführt werden, bei 2 Patienten - dieAnlage eines extrakorporalen Ileum-Conduits. Die OP-Zeit betrug im Mittel 307 Min, davon 198 Min Konsolenzeit. In keinem derFälle war eine Konversion erforderlich. Der mittlere Blutverlust betrug 207 ml. Bei keinem der Patienten musste Bluttransfundiert werden. Die Resektionsränder waren in 9 Fällen (90%) tumorfrei. Postoperative Komplikationen traten bei 4 derPatienten auf: 1 paralytischer Ileus (CDC1), 1 Singultus (CDC1), 1 postoperative Bluttransfusion (CDC2) und 1 Port-Hernie(CDC 3b).

Fazit: In den genannten Fällen konnte die Roboter-assistierte En-bloc radikale Zystektomie und Nephroureterektomie in einerakzeptablen Operationszeit sicher und ohne Einschränkungen der onkologischen Sicherheit durchgeführt werden.

2009 Chirurgische Technik und die Auswirkungen der Teamkonstanz in Bezug auf die Operationsauer der Roboterassistierten, isolierten Sakrokolpopexie und Sakrokolpopexie mit modifizierter Kolposuspension nach Burch. Erfahrungen einer Klinik in 120 Fällen. P. Klumpen et al. 2015 Abstract

P. Klumpen1, R. Lamers1, J. Krude1, A. Alexandrov1, C. Hach1, S. Buse1

1Alfried Krupp Krankenhaus, Klinik für Urologie und urologische Onkologie, Essen, Deutschland

Ziel: Wir beschreiben unsere Technik sowie die primären und sekundären Endpunkte der Roboter-assistierten, isoliertenSakrokolpopexie und der Sakrokolpopexie mit modifizierter Kolposuspension nach Burch.

Methoden: Bie 120 Patientinnen untersuchten wir Operationsdauer, Konsolenzeit, Blutverlust sowie die intra- undpostoperativen Komplikationen.

Ergebnisse: Das Durchschnittsalter betrug 69,2 Jahre(SD 10,9), der mittlere BMI 26,8 (SD 5,2). 84 Patientinnen (70%) wurdenals ASA 1-2, 35 (29,2%) als ASA 3 und 1 Patientin als ASA 4 (0,8%) klassifiziert. Alle Eingriffe konnten ohne Konversion zuroffenen Operation durchgeführt werden. Intraoperative Komplikationen traten in 6 Fällen (5,0%) auf: in 3 Fällen kam es zu eineroberflächlichen Läsion der Darmserosa und in 3 Fällen zu einer akzidentellen Eröffnung der Harnblase. Die mittlere OP-Dauerbetrug 104 Min(SD 29,8), davon 69,2 Min(SD 27) Konsolenzeit. Der mittlere Blutverlust betrug 32 ml(SD 38,6). Die mittlereKonsolenzeit betrug 56,9 Min(SD 22,8) bei Patientinnen mit isolierter Sakrokolpopexie und 86,7 Min(SD 23,3) bei diesen mitmodifizierter Kolposuspension nach Burch (p = 0,003). Es zeigte sich eine signifikante Korrelation zwischen der OP- Dauer undder Center-Erfahrung für die gesamte OP-Zeit und die Konsolenzeit. Postoperative Komplikationen zeigten sich bei 5Patientinnen - 3 abdominelle Beschwerden (CDC1), postoperative Bluttransfusion (CDC2) bei einer Patientin, und Porthernie(CDC 3b) bei einer weiteren Patientin.

Fazit: Sowohl die isolierte, Roboter-assistierte Sakrokolpopexie als auch die kombinierte Sakrokolpopexie mit modifizierterKolposuspension nach Burch waren sichere OP-Verfahren, führten zu einem minimalen Blutverlust und waren innerhalbmoderater Operationszeiten zu realisieren.

2010 Roboter-assistierte laparoskopische YV-Plastik bei Patienten mit therapierefraktärer Blasenhalsstenose J.L. Hohenhorst et al. 2015 Abstract

J.L. Hohenhorst*1, M. Musch1, A. Pailliart*1, H. Löwen1, D. Kröpfl1

1Kliniken Essen-Mitte, Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie, Essen, Deutschland

Einleitung: Die initialen Therapieoptionen der Blasenhalsstenose (BHS) umfassen die Blasenhalsinzision, dieBlasenhalsresektion oder die Ballondilatation. Es liegen aber nur wenige Daten zur Behandlung der therapierefraktären BHS(trBHS) vor. Wir präsentieren eine unizentrische Fallserie von Patienten mit trBHS, die mittels Roboter-assistierterlaparoskopischer YV-Plastik des Blasenhalses (RAYV) behandelt wurden. Zudem wird die OP-Technik anhand deszugehörigen Films detailliert erläutert.

Material und Methoden: Zwischen 01/13 und 02/15 wurden 8 männliche Patienten mit trBHS einer RAYV unterzogen. In 5Fällen lag der BHS eine TUR-Prostata und in jeweils einem Fall eine einfache Prostatektomie, eine Laservaporisation derProstata bzw. eine HIFU- Therapie eines Prostatakarzinoms zugrunde.

Ergebnisse: Alle Eingriffe wurden mit einem 4-Arm Roboter-Setup in steiler Trendelenburg-Lagerung durchgeführt. Bezüglichder genauen OP-Technik verweisen wir auf den zugehörigen Film. Intraoperative und schwerwiegende postoperativeKomplikationen (Clavien-Dindo >=IIIa) wurden nicht beobachtet. Bei 2 Patienten traten leichtgradige postoperativeKomplikationen (Clavien-Dindo I (n=1) und II (n=1)) auf. Die postoperative Krankenhausverweildauer lag zwischen 5 und 14Tagen. Im Verlauf (1-24 Monate) blieben alle Patienten ohne BHS-Rezidiv, und die Spontanmiktion blieb ungestört. Ein Patientmit bereits vorbestehender Belastungsharninkontinenz wurde erfolgreich einer Schlingen-Operation 4 Monate postoperativunterzogen.

Schlussfolgerung: In unserer Fallserie mit noch kurzem Verlauf stellte die RAYV eine vielversprechende Therapieoption beiPatienten mit trBHS dar. Insbesondere wurden keine intraoperativen oder schwerwiegenden postoperativen Komplikationenbeobachtet.

3002 Der sichere Umgang mit einem roboterassistierten System- Handhabung und Troubleshooting am Beispiel einer roboterassistierten radikalen Prostatektomie (1. Filmpreis 2015) H. Zecha et al. 2015 Abstract

H. Zecha1, N.N. Harke1, M. Witt*1, J. Möllers*1, C. Wagner1, J.H. Witt1

1St. Antonius Hospital, Urologie, Gronau, Deutschland

Einleitung: Wir beschreiben das Vorbeugen bzw. Vorgehen bei Auftreten von Fehlern bei der Verwendung des daVinci-Systems im Rahmen der roboterassistierten radikalen Prostatektomie, wobei die Handhabung mit einem robotischen SystemAllgemeingültigkeit hat.

Material und Methoden: 5 Phasen können unterschieden werden:
1 Vorbereitung des Patienten (Portplacement)
2 Andocken
3 Arbeiten mit dem Roboter (Konsolenzeit)
4 Abdocken
5 Wundverschluss und Nachbereitung
Es werden die technischen Abläufe intensiv analysiert und Hinweise zur Prävention gegeben. Bei Auftreten von Fehlern oderBeinahefehlern werden durch ein strukturiertes Troubleshooting nachhaltige Informationen zur Behebung und Verhinderung desNeuauftretens dieser gegeben. Die Beschreibung des Portplacements und Verschluss der Trokarinsertionsstellenvervollständigen diesen Leitfaden.

Ergebnisse: Kritische Ereignisse und Fehler basieren sehr selten auf der Nachlässigkeit eines Einzelnen, sondern sindüberwiegend das Ergebnis von fehleranfälligen Abläufen. Bei normierten Abläufen, Strukturierung und intensiven Training desgesamten Teams lässt sich die Anzahl der Zwischenfälle reduzieren. Durch die Anwendung eines reduntantenFehlermanagements für das robotische System im OP-Saal können kritische Zwischenfälle reduziert und zumeist vollkommenvermieden werden.

Zusammenfassung: Die Analyse möglicher Fehlerquellen in der Anwendung der roboterassistierten Technik sollte einwesentlicher Bestandteil im Trainingsprozess des gesamten Teams darstellen. Die Prozess- und Ergebnisqualität kannhierdurch verbessert werden und Komplikationen reduziert werden.

3003 Die extraperitoneale roboterassistierte radikale Prostatektomie: 10 innovative Operationsschritte G.M. Schön et al. 2015 Abstract

G.M. Schön1, M. Noe1, T. Egner1, F. Schiefelbein1

1Missionsärztliche Klinik, Abteilung für Urologie, Würzburg, Deutschland

Einleitung: Die roboterassistierte radikale Prostatektomie hat sich in einigen Zentren in Deutschland als der neue Standard inder operativen Therapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms etabliert. Aufgrund der technischen Möglichkeiten des DaVinci-Systems ergibt sich ein hohes Entwicklungspotential zur weiteren Verbesserung der Operationstechnik.

Methode: Zehn innovative Operationsschritte werden in diesem Video dargestellt:Einfache Trokarapplikation bei extraperitonealem ZugangModerate Trendelenburg-Lagerung bis maximal15 °Schere und Nadelhalter auf der rechten Seite zum schnellen EinsatzHaltefäden zur Fixation des Dauerkatheters und der SamenblasenVeloc®-Naht statt Clips bei Nervenschonung und PfeilerversorgungVereinfachung der Anastomosenbildung durch Zug am leicht geblockten KatheterAnteriore und posteriore RekonstruktionCystofixapplikationDauerkatheterentfernung am OperationstischVerzicht auf Drainage bei wasserdichter Anastomose.

Ergebnisse: Jan 2011- Dez 2014: 1307 RARP wurden durchgeführt, davon1216 Pat mit intraoperativer wasserdichter Anastomose (93 %),1176 Pat mit radiologisch suffizienter Anastomose am 5. postoperativen Tag (91 %), 70 (6 %) benötigten erneute Öffnung desCystofix Katheters bei Harnverhalt, Harnwegsinfekt oder Extravasation bzw. DK Applikation bei Bauchschmerzen nach CystofixEntfernung.

Schlussfolgerung: Aufgrund der vielen technischen Möglichkeiten bei der roboterassistierten Prostatektomie könnenOperationsschritte verbessert werden.Dies führt zur Verkürzung der OP Zeit, erhöhter Anzahl wasserdichter Anastomosen, verbesserter Frühkontinenz und frühererEntlassung. Der Verzicht auf einen Harnröhrenkatheter reduziert die postoperativen Beschwerden. Die Spontanmiktion ist bei 90 % allerPatienten am 5. postoperativen Tag möglich.

3004 Common surgical errors and pitfalls during RARP - experience from a high volume center L. Dutto et al. 2015 Abstract

L. Dutto*1, C. Wagner1, J. Witt1

1Prostatazentrum Nordwest, St. Antonius-Hospital, Gronau, Deutschland

Background: robotic assisted radical prostatectomy (RARP) is a complex procedure with a steep learning curve[1,2,3,4].Numerous publications and surgical videos have described the most serious and significant complications that may occur duringthis procedure.There are however a series of less serious surgical errors that are often committed when performing RARP. These mistakes -which may or may not lead to complications - have not often been described. Nonetheless they could play a role for operativetimes, complications and for the standardization of oncological and functional results within an institution's learning curve.Our institution is a high volume center for radical prostatectomies (>7000 RARP/year) and a high volume training center forRARP, with 2 fellows trained per year and 14 surgeons trained so far.We would like to share our experience on those mistakes that are commonly made during the acquisition of this complextechnique.

Aim of the Video: to describe the most common surgical and technical mistakes that may occur during RARP.

Materials and methods: complications and surgical errors were retrospectively collected from our institution's patient- andvideo database.The video footage was edited and the surgical errors were presented in a modular fashion that reflects the steps of RARP. Inaddition, we analyzed how such mistakes are generated and attempted to summarize how they may be avoided by establishinga list of surgical bullet points for each step.

Results and conclusions: RARP is difficult to master. We attempted to establish a list of surgical principles to keep in mindduring RARP. We think that these principles may result to be useful for less experienced-, as well as for veteran surgeons whoare approaching RARP.

References:1: Novara G, Ficarra V, Rosen RC, Artibani W, Costello A, Eastham JA, Graefen M, Guazzoni G, Shariat SF, Stolzenburg JU,Van Poppel H, Zattoni F, Montorsi F, Mottrie A, Wilson TG. Systematic review and meta-analysis of perioperative outcomes andcomplications after robot-assisted radical prostatectomy. Eur Urol. 2012 Sep;62(3):431-52.2. Murphy DG, Bjartell A, Ficarra V, Graefen M, Haese A, Montironi R, Montorsi F, Moul JW, Novara G, Sauter G, Sulser T, vander Poel H. Downsides of robot-assisted laparoscopic radical prostatectomy: limitations and complications. Eur Urol. 2010May;57(5):735-463. Ficarra V, Novara G, Artibani W, Cestari A, Galfano A, Graefen M, Guazzoni G, Guillonneau B, Menon M, Montorsi F, PatelV, Rassweiler J, Van Poppel H. Retropubic, laparoscopic, and robot-assisted radical prostatectomy: a systematic review andcumulative analysis of comparative studies. Eur Urol. 2009 May;55(5):1037-63.4. Thompson JE, Egger S, Böhm M, Haynes AM, Matthews J, Rasiah K, Stricker PD. Superior quality of life and improvedsurgical margins are achievable with robotic radical prostatectomy after a long learning curve: a prospective single-surgeonstudy of 1552 consecutive cases. Eur Urol. 2014 Mar;65(3):521-31

474 Die Simultanimplantation von artifiziellem Sphinkter und Schwellkörper-Implantat D. Kusche et al. 2015 Abstract

D. Kusche1, M. Akköze1

1Prosper-Hospital, Klinik für Urologie, Recklinghausen, Deutschland

Fragestellung: Wir möchten in diesem „step by step“ Ausbildungsvideo unsere standardisierte Technik zu Simultanimplantationeines artifiziellen Sphinkters und einer Schwellkörperprothese vorstellen. Dieses Video ist Teil eines umfassendenAusbildungskonzeptes um den Einstieg in die operative prothetische Versorgung zu vereinfachen und ein unnötigeszweizeitiges Vorgehen und damit verbundene Risiken zu vermeiden.

Material und Methoden: Wir zeigen einen vollständig standardisierten OP Ablauf, der in 17 Kapitel gegliedert ist. Zurkontinuierlichen Orientierungshilfe werden die wichtigen anatomischen Strukturen deutlich hervorgehoben und die Möglichkeitenzum intraoperativen „trouble shooting“ vorgestellt.Die Kapitelüberschriften lauten:· Patientenlagerung und Aufstellung im OP-Saal· Der penoskrotale Zugang· Darstellung des rechten Corpus cavernosum· Darstellung des Corpus spongiosum und des linken Corpus cavernosum· Durchtrennung des penoscrotalen Septums· Ablösen des Corpus spongiosum· Ausmessen der Cufflänge· Vorbereiten des artifiziellen Sphinkters· Positionieren des Cuffs· Dilatation der Corpora cavernosa· Intraoperative Prüfung· Ausmessen des Schwellkörper-Implantates· Vorbereiten des Schwellkörper-Implantates· Einsetzen der Reservoire· Verbinden der Schläuche über Quick-Konnektoren· Einsetzen der Pumpen· Wundverschluss und Darstellung des operativen Ergebnisses.

Schlussfolgerungen: Wir glauben, dass dieses Video durch seine klare Strukturierung, übersichtlich dargestelltenanatomischen Landmarken und der standardisierten Operationstechnik sehr gut zur Ausbildung interessierter Operateureherangezogen werden kann.

1128 Das urologische Dyna-CT ermöglicht komplexe 3D-geplante lasergesteuerte Punktionen (1. Filmpreis 2014) M. Ritter et al. 2015 Abstract

M. Ritter1, M.-C. Rassweiler1, M.S. Michel1

1Klinik für Urologie Universitätsmedizin, Mannheim, Germany

Einleitung: Punktionen in der Urologie erfolgen meistens ultraschall- oder durchleuchtungsgesteuert. Bei komplexen Fällenkommen häufig computertomographisch (CT) gesteuerte Punktionen im Multidetektor-CT mit hoher Strahlenbelastung zumEinsatz. Das Uro Dyna-CT (Siemens Healthcare Solutions, Erlangen) im endourologischen Eingriffsraum verfügt über eine 3DPlanungsfunktionmit Lasersteuerung (syngo iGuide) zur Durchführung komplexer Punktionen deren klinische Anwendung wirprospektiv untersucht haben.

Material und Methoden: Wir führten 16 lasergesteuerte Punktionen bei 15 Patienten durch. Die Bildakquisition erfolgte miteinem speziellen Punktionsprotokoll des Uro Dyna-CT. Der Punktionsweg wurde nach der Schnittbild- und 3D-Rekonstruktionam 3D-Arbeitsplatz des Geräts geplant. Die Punktion wurde mit Hilfe der syngo iGuide Lasersteuerung durchgeführt. DiePlanungs- und Punktionsdauer sowie die Strahlenbelastung der Patienten gemäß des Flächendosisprodukts wurden erfasst.

Ergebnisse: 14/16 Punktionen waren erfolgreich. Es traten keine schweren Komplikationen auf. 1 Punktion wurde aufgrundeines Kontrastmittelextravasats abgebrochen und eine Punktion wurde ultraschallgesteuert durchgeführt, da die Niere trotzAtemmanöver durch die Anästhesie hypermobil war.Die mittlere Punktionsdauer lag bei 15,8 s, die mittlere Planungsdauer bei 6,6 min. Das Flächendosisprodukt lag im Mittel bei5666 µGym2.

Schlussfolgerung: Die Punktionstechnik mit der syngo iGuide-Software des Uro Dyna-CT stellt ein präzises Zusatzinstrumentfür komplexe urologische Punktionen. Die Strahlenbelastung für die Patienten scheint dabei niedriger zu sein als durchvergleichbare Punktionen im Multidetektor-CT.

1127 Laser en-bloc resection of solitary papillary tumors in the upper urinary tract - Description of the technique using a Thulium:YAG-Laser S. Jutzi et al. 2014 Abstract

S. Jutzi1, M.W. Kramer2, M. Wolters2, M.A. Kuczyk2, F. Imkamp2, T.R. Herrmann2

1MH Hannover, Hannover, Germany, 2MH Hannover, Klinik für Urologie und Urologische Onkologie, Hannover, Germany

Introduction: Transitional cell cancer is the fourth most frequent carcinoma. In only 5-10 %, the upper urinary tract is affected.An affection of the renal pelvis is observed twice as often as of the ureter. In conformity with the EAU Guidelines for TCC of theUUT, the radical nephroureterectomy is still the gold standard treatment. The demographic change leads to older patients withmore comorbidities and decreased renal function or functional or anatomical single kidneys. In this video we present the en-blocresection technique of a localized, solitary papillary tumor in the upper urinary tract using a Thulium:Yag-Laser.

Methods: A standard white-light flexible ureteroscopy was performed using a 7.5 F Uretero-Fiberscope. An access sheath of11/13 F x 36 cm was used to allow safe navigation through the ureter. The tumor in the pyeloureteral junction was en-blocresected with a Thulium:YAG-Laser and a 365µm fiber. The tumor was extracted with a 1,9F Zero Tip Nitinol basket. Cold cutbiopsies were taken from the tumor ground with a flexible biopsy forceps. Subsequently the tumor ground was coagulated withlaser energy. Afterwards a 6 F DJ-ureteral-catheter was inserted.

Results: The inserted DJ-catheter was removed 14 days after discharge. The histopathological analysis indicated a pTa G1Tumor. It was resected „en bloc“ without positive margins of the specimen. The cold cut biopsies show no residual tumor cells.Since surgery kidney function is approximately normal.

Conclusions: The en-bloc resection of solitary low-grade papillary tumors of the upper urinary tract using a Thulium:YAGLaser,might be a feasible treatment option in the hands of experienced endourologists.

1129 „Double-Layer-V-Loc®“: Eine standardisierte zweischichtige Selbsthaltenaht erhöht die Ergebnisqualität bei der retroperitoneoskopischen Nierenteilresektion C. Wülfing et al. 2014 Abstract

C. Wülfing1, N. Flechtenmacher*1, S. Filiz1, J. Göckschu*1, D. Marghawal1, J. Bode1

1Asklepios Klinik Altona, Abteilung für Urologie, Hamburg, Germany

Einleitung: Die retroperitoneoskopische partielle Nephrektomie (RPN) ist ein standardisiertes Verfahren bei der minimalinvasiven Nierentumortherapie. Dieses wurde durch unsere Arbeitsgruppe durch zunehmende Standardisierung stetig optimiert. In diesem Film soll der für die gute Ergebnisqualität des Eingriffes wesentliche Schritt der Nahttechnik, einer standardisierten zweischichtigen Selbsthaltenaht (V-Loc®), „step-by-step“ demonstriert und die zugrundeliegenden eigenen Daten vorgestelltwerden.

Methodik: 180 konsekutive Pat. wurden zwischen 04/10 und 12/13 von einem Operateur (CW) an unserer Abteilung operiert. Die Nahttechnik, welche standardisiert nach Tumorexzision in warmer Ischämie zum Einsatz kommt, besteht aus zweiSelbsthaltenähten (V-Loc®, Fa. Covidien). Die erste Naht (kleine Nadel) vernäht das Resektionsbett mit Gefäßen und evtl.eröffnetem Hohlsystem. Die zweite Naht (große Nadel) wird in Form von transparenchymatösen Nähten gelegt und mit einemTabotamp-Röllchen zur Blutstillung und Kompression kombiniert.

Ergebnisse: Bei allen 180 Patienten konnte die Operation sicher beendet werden. In zwei Fällen musste konvertiert werden.Die Tumorgröße betrug 3,0 (0,8-7,8)cm. Die Operationszeit lag bei 85 (27-241) min. Die Ischämiezeit betrug im Median 14,4(0-31) min. Ein medianer Blutverlust von 120 (0-1600) ml wurde verzeichnet. Die Transfusionsrate betrug dabei 2,4%.Insgesamt traten schwerere Komplikationen (Clavien/Dindo III-V) in 6,7% der Fälle auf.

Diskussion: Die hier demonstrierte standardisierte Nahttechnik mittels zweier fortlaufender Selbsthaltenähte (V-Loc®) ergänztsich in sinnvoller und effektiver Weise mit den Vorteilen des retroperitoneoskopischen Zuganges und führt zu einer sehr gutenund reproduzierbaren Ergebnisqualität.

1130 Roboterassistierte Rekonstruktion komplexer cranialer Harnleiterstenosen: Dünndarmersatz und Lappenplastik G. Schön et al. 2014 Abstract

G. Schön1, T. Egner1, M. Noe1, F. Schiefelbein1

1Missionsärztliche Klinik, Abteilung für Urologie, Würzburg, Germany

Einleitung: Langstrecke Harnleiterstenosen sind zum größten Teil iatrogen bedingt. Die Rekonstruktion ist aufgrund vonVoroperationen und entsprechender Vernarbung sehr aufwendig.Bei komplettem Harnleiterersatz dürch Dünndarm ist eine Schnittführung von der Symphyse bis zum Xyphoid notwendig. Mit derRobotertechnik ist es möglich, die einzelnen Operationsschritte minimalinvasiv durchzuführen und die postoperative Morbiditätzu verringern.

Material und Methoden: Am Beispiel einer langstreckigen Harnleiterenge bei einer 30-jährigen Frau nach 10 endoskopischenEingriffen wegen eines hochssitzenden Harnleitersteines werden die einzelnen Operationsschritte detailliert dargestellt:Freipräparieren von Harnleiter und Nierenbecken, komplette Harnleiterentfernung, Auswahl des entsprechendenDünndarmsegmentes. Ausschalten unter Fluoreszenzbedingungen mit dem Endostapler, Verlagerung des Segmentes durcheine Öffnung des Mesenteriums lateral des Colon deszendens. Anastomose mit dem Nierenbecken und der Harnblase. Beieinem weiteren Patienten mit langstreckiger Harnleiterenge nach Pyeloplastik wird gezeigt, wie durch eine Lappenplastik ca 4cm stenosierter Harnleiter überbrückt werden kann.

Ergebnisse: Der bisher bei 2 Patienten durchgeführte roboterassistierte Harnleiterersatz zeigte optimale funktionelle Ergebnisse ohne Komplikationen. Die bei 3 Patienten entstandenen Rezidive nach 98 minimalinvasiv durchgeführten Pyeloplastikenkonnten alle erfolgreich mit einer Lappenplastik roboterassistiert korrigiert werden.

Zusammenfassung: Langstrecke craniale Harnleiterstenosen können minimalinvasiv durch Lappenplastik oder, falls diestenosierte Stelle nicht überbrückt werden kann, durch Dünndarmersatz rekonstruiert werden. Die Operationstechniken werdenin dem Video dargestellt.

1131 Intraoperative Bergung und Schnellschnittdiagnositk bei robotisch assistierten laparoskopischen Tumoroperationen B. Ubrig et al. 2014 Abstract

B. Ubrig1, P. Hofmann*1, C. Kories1, M. Heiland1

1Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH, Urologie, Bochum, Germany

Urologische Tumoroperationen an Prostata und Niere werden mit zunehmender -Frequenz minimal-invasiv, robotisch assistiertdurchgeführt.Üblicherweise erfolgt bei robotisch assistierten Operationen die Bergung des Präparates zum Ende der Operation.Eine intraoperative Bergung von Präparaten über die übliche (Assistenz-)Portgrösse von 12 mm hinaus ist hingegenzeitaufwändig und mit herkömmlichen Methoden nur einmalig möglich.Unter Einsatz eines speziellen Portsystems (Alexis, Fa. Applied) wird ein Arbeitsablauf ermöglicht, der sowohl eineMinilaparotomie von 2,5-9 cm zur sicheren Etablierung des Pneumoperitoneums, wie auch eine beliebig häufige Bergung vonPräparaten entsprechender Grösse erlaubt.

2004 Das Phorbas-System zur operativen Therapie der männlichen Belastungsinkontinenz W. Hübner et al. 2014 Abstract

W. Hübner*1, A. Kretschmer2, M. Rutkowski*1, R.M. Bauer3

1Klinikum Korneuburg, Korneuburg, Austria, 2Ludwig-Maximilians-Universität, München, Germany, 3Ludwig-Maximilians-Universität, Urologie, München, Germany

Als Weiterentwicklung der Argus-Schlinge ist seit Ende 2013 das Phorbas-System erhältlich. In unserem Video wird dieOperationstechnik dargestellt. Das Phorbas-System besteht aus einem weichen, röntgendichten Silikonkissen, welches mittels Silikonarmen befestigt wird undüber einen scrotalen Port adjustiert werden kann. Die Implantation erfolgt transobturatorisch über eine perineale Single-Inzision.Ein spezieller ausfahrbarer Tunneler erleichtert den Durchzug der Arme durch das Foramen Obturatum (FO).Für die Implantation erfolgt eine perineale Inzision. Präparation des M. bulbospongiosus. Darstellung der Crura bds. Unmittelbaran den Crura wird stumpf das subkutane Fett nach lateral abgedrängt, um den Ramus inferior ossis pubis (RI) darzustellen.Das FO wird palpatorisch identifiziert und der Tunneler „aussen - innen“ eingebracht. Nach Durchstoßen der Membran wird dieSpitze in Richtung paraurethral geführt, bis sie mit dem Zeigefinger zwischen Crus und Harnröhre identifiziert werden kann. Andieser Stelle wird ausgestochen und die Spitze des Tunnelers ausgefahren. Der Zugfaden des Armes wird in die Öse desTunnelers eingebracht, der Tunneler wieder vollständig eingefahren und somit der Zugfaden durch das FO geführt. DerDurchzug des Armes erfolgt mit Zugrichtung nach cranial um die Friktion um den RI zu minimieren. Beide Arme werden an den Ankern der Schlinge fixiert, sodass sich der Zeigefinger noch unter leichtem Druck zwischen Harnröhre und Schlinge einbringenlässt. Das System wird mit 3ml NaCl befüllt. Die Überstände der Arme werden abgetrennt und der Port rechtsseitig subkutan imSkrotum platziert.

Zusammenfassung: Das Phorbas ist ein sicher zu implantierendes Schlingensystem zur Behandlung der männlichenBelastungsinkontinenz.

399 Neue Blasenhals- und Harnröhrensphinkter schonende roboterassistierte radikale Salvage-Prostatektomie G. La Croce et al. 2014 Abstract

G. La Croce*1, A. Rühle*1, C. Germann*1, K. Xafis1, H. Danuser1, A. Mattei1

1Luzerner Kantonsspital, Klinik für Urologie, Luzern, Switzerland

Einleitung: Die roboterassistierte radikale Salvage-Prostatektomie (sRARP) ist eine Therapiealternative für Patienten (P.) mitlokal rezidiviertem Prostatakarzinom (PCa) nach Radiotherapie (RT). Bei nach RT und Hormonablation (HA) verändertemGewebe ist dies eine anspruchsvolle Operation, die gleichermassen onkologischen wie funktionellen Ansprüchen genügenmuss. Wir präsentieren eine innovative Technik, die die klassische Salvage-Prostatektomie mit der Schonung von Blasenhalsund Harnröhrensphinkter (SBH/HR) und der Entnahme von intraoperativen Schnellschnitten (ioSS) kombiniert. Ziel ist eineverbesserte Funktionalität bei möglichst gutem onkologischen Resultat.

Methoden: Die prospektive Studie beinhaltet 4 von einem Chirurgen operierte P. mit histologisch gesichertem,nichtmetastasiertem PCa-Rezidiv nach RT/HA. Die sRARP Technik entspricht der klassischen nicht-nervenschonenden RARPkombiniert mit der im zugehörigen Video schwerpunktmässig erläuterten ioSS und SBH/HR.

Ergebnisse: Das mittlere Alter betrug 63 (60-67) Jahre, die mediane Zeit zwischen RT und sRALP 124 (80-129) Monate (M.),das mediane PSA 10.2 (7.1 - 13.7) ng/ml und der Gleason Score (GS) einmal 4+4 und sonst 4+3. Alle P. litten präoperativ anerektiler Dysfunktion. Der postoperative GS war 4+5 bei Einem und 4+4 bei den anderen P. Es gab keine perioperativenKomplikationen. 3 Wochen postoperativ entwickelte ein mit Thrombozytenaggregationshemmern behandelter P. eineBlasentamponade. Das mediane Follow-up betrug 7 (3-12) M. und das mediane PSA 0.02 ng/ml, es gab kein biochemischesRezidiv. Eine zufriedenstellende Kontinenz zeigte sich bei allen P.

Zusammenfassung: Die vorgestellte sRARP kombiniert die klassische sPE mit der SBH/HR und der ioSS. Sie ermöglichtonkologisch wie funktionell gute Ergebnisse.

472 Anatomische Studie zur ektopischen/submuskulären sowie herkömmlichen Platzierung des Reservoirs beim Einsetzen eines Penisimplantates (2. Filmpreis 2014) D. Osmonov et al. 2014 Abstract

D. Osmonov*1, C.M. Naumann1, T. Köhler*2, S.K. Wilson*3, T. Wedel*4, K.P. Jünemann1

1Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus Kiel, Urologie und Kinderurologie, Kiel, Germany, 2Department of Urology,Springfield, United States, 3Institute for Urological Excellence, Indio, United States, 4Institut für Anatomie, Kiel, Germany

Einleitung: Die Platzierung eines Reservoirs während einer penoskrotalen Penisprothesenimplantation ist zwar technisch leichtdurchführbar, verläuft aber relativ blind. Häufig ist nicht klar, wie die organotopische Lage im Becken ist und mit welchenRisiken die klassische Platzierung verbunden sein könnte. Bei Patienten nach Becken-, Leisten-, abdominellen OP's ist dieklassische Platzierung des Reservoirs deutlich erschwert und zum Teil nur durch einen zusätzlichen Zugang möglich. In diesen Fällen könnte alternativ eine ektopische bzw. submuskuläre Platzierung des Reservoirs erfolgen.

Material und Methoden: Das Video wurde im Anatomischen Institut in Kiel während des 2. Internationalen Wilson-Seminars zuPenisimplantaten aufgenommen. Dabei wurden die technischen Besonderheiten und Zugangswege „Schritt für Schritt“ bei einerherkömmlichen sowie bei einer submuskulären (ektopischen) Implantation demonstriert. Die Implantation wurde aus dreiverschiedenen laparoskopischen Perspektiven dargestellt (zwischen Peritoneum und Fascia transversalis, intraabdominnell,retroperitoneal).

Ergebnisse:
1. Die herkömmliche Implantation des Reservoirs ist trotz der eingeschränkten visuellen Kontrolle während der Implantationsicher durchführbar.2. Die Implantation mit einer ektopischen/submuskulären Platzierung des Reservoirs ist relativ einfach und stellt eine Alternativezur herkömmlichen Technik dar.

Zusammenfassung: Beide Implantationstechniken wurden aus der laparoskopischen Sicht demonstriert. Es ist klinisch zuprüfen, welche Patienten am besten für die ektopische/submuskuläre bzw. die herkömmliche Platzierung des Reservoirsgeeignet sind.

473 The PATIO-repair for urethrocutaneous fistula: Preserve the tract and turn it inside out (3. Filmpreis 2014) J. Kranz 2014 Abstract

J. Kranz1, J. Steffens1, P. Malone*2

1St.-Antonius Hospital, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Eschweiler, Germany, 2Royal Berkshire Hospital, Department of Urology, Reading, United Kingdom

Objective: Urethrocutaneous (UC) fistulae after hypospadias surgery have been a serious problem for patients and surgeonssince repair was first attempted. We present a technique for repairing penile UC fistula by dissecting out the fistula tract, butinstead of excising it, to preserve it and turn it inside out (PATIO); this creates a flap valve inside the urethral lumen thatprevents the ingress of urine allowing the fistula to heal.

Methods: Initially the UC fistula tract is mobilized down to the urethra by sharp dissection after a circumferential incision aroundthe skin. Meticulous dissection is important to prevent the formation of a hole in the tract that might invalidate the technique. A2/0 nylon suture is passed down the tract and brought out through the external urinary meatus. A fine polyglactin suture is thenpassed through the tip of the fistula tract and tied to the nylon, leaving a length of polyglactin suture sufficient to allow it to bepulled out of the tip of the urethra. As the nylon is pulled out of the urethra the fistula tract is pulled inside out into the lumen ofthe urethra. The end of the polyglactin suture is sutured to the tip of the external urinary meatus to keep the fistula tractinverted. The subcutaneous tissue and skin are then closed using fine polyglactin.

Results: All repairs were done as day-cases with no catheter; 1 child was catheterized and kept in hospital overnight to preventretention after a caudal anaesthetic. During a follow-up of 2 years all repairs were successful with no complications/recurrence.

Conclusion: PATIO-repair is easy to perform and can be done as a day-case with no need for urethral catheterization. Earlyresults are encouraging, particularly as it has been used on UC fistulae most liable to recur.

1122 „En-bloc“ Nierentransplantation auf einen kindlichen Empfänger K. Hirsch et al. 2013 Abstract

K. Hirsch1, E. Eder1, V. Eisenschmidt1, E. Harlander-Weikert1, B. Wullich1

1Urologische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen, Urologie, Erlangen, Germany

In unserem Filmvortrag erhielt ein 2,5 Jahre alter dystropher Junge mit einem Gewicht von 10,4 kg und einer Größe von 86 cmeine „en-bloc“-Nierentransplantation eines 8 Monate alten Spenders. Unser Empfänger wurde aufgrund einer beidseitigenNierendysplasie terminal niereninsuffizient und dialysierte seit Februar 2010 mittels Peritonealdialyse.Das Nierenangeboterfolgte „en-bloc“ als Zentrumsangebot. Die Nieren des Spenders wurden unter Erhalt der Ureteren, der Nierenarterien und -venen mit infrarenaler Cava und Aorta abdominalis bis suprarenal oberhalb des Hauptgefäßabganges „en-bloc“ entnommen.Am Backtable erfolgt die Präparation der Nieren, wobei die Aorta und Vena cava oberhalb der Abgänge der Nierenarterien undNierenvenen fortlaufend verschlossen wurden. Die Nierentransplantation erfolgte extraperitoneal nach Oberniederhäuser. Dasdistale Ende der Donoraorta wurde im Bereich der Empfängeraorta End-zu-Seit-anastomosiert. Die Donorcava wurde End-zu-Seit mit der Vena iliaca externa rechts anastomosiert. Beide Harnleiter wurden antirefluxiv am Blasendach mittels Wallace-Platte in einen gemeinsamen Harnleitertunnel implantiert und mit Doppel-J-Kathetern geschient. Die linke Spenderniere kamunterhalb der rechten Zwerchfellkuppel zu liegen, die rechte reichte von abdominell bis ins kleine Becken. Die Nieren zeigtensich beide homogen perfundiert mit sofort einsetzender Primärfunktion.Unmittelbar postop. zeigte sich im Farbduplex eineMinderperfusion der rechten Niere. Aufgrund einer venösen Thrombosierung musste diese Niere daraufhin entfernt werden. Derweitere postoperative Verlauf gestaltete sich unauffällig mit guter Transplantatfunktion. Drei Wochen postoperativ betrug derKreatininwert 0,56 mg/dl (eGFR 87 ml/ min /m² KOF (n. Schwartz)), 3 Monate postop. 0,36

 

1123 Roboter-assistierte kombinierte intrarenale Chirurgie zur Therapie einer komplexen Nierensteinformation S. Poth et al. 2013 Abstract

S. Poth1, C. Wagner1, J. Zinke1, A. Schütte1, J.H. Witt1

1Prostatazentrum Nordwest, St. Antonius-Hospital, Abteilung für Urologie und Kinderurologie, Gronau, Germany

Einleitung: Komplexe Nierensteinsituationen werden, unter dem Ziel einer möglichst guten Steinfreiheit, heutzutage immer öftermittels kombinierter intrarenal chirurgischer Verfahren (z.B. Ureterorenoskopie in Kombination mit einer perkutanenNephrolitholapaxie) therapiert.Wir kombinierten eine roboter-assistierte Pyelolithotomie mit intraoperativer flexibler Pyeloskopie durch simultane Verwendungeines flexiblen Zystoskops über einen der Arbeitstrokare.

Material und Methoden: Wir berichten über einen 47 jährigen männlichen Patienten mit einer linksseitigen Hydronephrose beipartiellem Ausgussstein mit zusätzlichen multiplen Kelchsteinen. Bei dem Patienten wurde eine roboter-assistierte kombinierteintrarenale Operation durchgeführt. Die roboter-assistierte Pyelotomie erfolgte mit dem da Vinci®-Si-System. Für dieKalikoskopie wurde ein flexibles Olympus CYF 5A Zystoskop benutzt. Die wichtigsten Aspekte wie Positionierung des Patientenund Trokar-Platzierung sowie die wesentlichen Schritte dieser kombinierten Technik werden in diesem Video beschrieben.

Ergebnisse: Der Eingriff und der Verlauf waren komplikationslos. Es konnte primär eine komplette Steinsanierung erreichtwerden.

Schlussfolgerungen: Insbesondere in Fällen mit großem Nierenbeckenkonkrement und gleichzeitiger pyeloureteraler Engekönnen beide Pathologien simultan minimal-invasiv therapiert werden. Die limitierte Sichtmöglichkeit der starren robotischenOptik erfordert bei zusätzlichen Kelchkonkrementen den intraoperativen Einsatz von flexiblen Zysto- oder Ureteroskopen übereinen der Laproskopietrokare. Nachteilig ist die fehlende adäquate Kostenerstattung für die robotische Technik bei derartigenEingriffen.

 

1124 Laparoendoscopic single-site radical nephrectomy for renal cancer: technique and surgical outcomes F. Greco et al. 2013 Abstract

F. Greco*1, D. Veneziano*2,3, F. Kawan*2, N. Mohammed*2, C. Springer*2,4, P. Fornara2

1Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät, Urologie und Nierentransplantationszentrum, Halle Saale,Germany, 2Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät, Halle Saale, Germany, 3Ospedale di Reggio Calabria, Calabria, Italy, 4Rudolfstiftung, Wien, Austria

Background: Laparoendoscopic single-site (LESS) surgery has been developed in attempt to further reduce the morbidity andscarring associated with surgical intervention. To describe the technique and report the surgical outcomes of LESS radicalnephrectomy (LESS-RN) in the treatment of renal cell carcinoma.

Patients and methods: LESS-RN was performed in 33 patients with renal tumors. The indications to perform a LESS-RNwere represented by T2 renal tumors or lower without evidence of lymphadenopathy or renal vein involvement.The Endocone (Karl Storz, Tuttlingen, Germany) was inserted through a transumbilical incision. A combination of standardlaparoscopic instruments and bent grasper and scissors was used. The sequence of steps of LESS-RN was comparable tostandard laparoscopic radical nephrectomy.Demographic data and perioperative and postoperative variables were recorded and analysed.

Results: The mean operative time was 143.7±24.3 min, with a mean estimated blood loss of 122.3±34.1 ml and a meanhospital stay resulted to be 3.8±0.8. The mean length of skin incision was 4.1±0.6 cm and all patients were discharged fromhospital with minimal discomfort, as demonstrated by their pain assessment scores (VAS= 1.9 ±0.8). The definitive pathologicresults revealed a renal cell carcinoma in all cases with a stage distribution of four T1a, 27 T1b and 2 T2. All patients were verysatisfied with the appearance of the scars and at a median follow-up period of 13.2±3.9 months, all patients were alive withoutevidence of tumor recurrence or port-site metastasis.

Conclusions: LESS is a safe and feasible surgical procedure for radical nephrectomy (RN) in the treatment of renal cellcarcinoma, with excellent cosmetic results.

1125 Right-sided terminal hand assisted laparoscopic donor nephrectomy. T0he Halle experience (2. Filmpreis 2013) K. Weigand et al. 2013 Abstract

K. Weigand*1, G. Pini*1, L. Ascalone*1, T. Schaarschmidt*1, F. Kawan*1, A. Schumann*1, F. Greco*1, P. Fornara*1

1Universitätsklinik und Poliklinik für Urologie und Nierentransplantationszentrum, Halle / Saale, Germany

Introduction: The left kidney has been the preferred organ of choice in laparoscopic living donor nephrectomy due to thegreater vessel lengths.We describe the right side-terminal HALDN technique that allowed the exposure of the aortorenal junction providing maximallength of the vessel.In a prospective study we compared 51-right and 40-left sided HALDN during a 7-year period with a 1-year follow-up.

Material and methods: With the donor on the left flank we perform a 5-port transperitoneal approach. Ureter, gonadal vesselsrenal hilum are exposed and subsequently vena cava and aorta isolated. Afterward, it follows the complete dissection of thekidney until it is only fixed by the hilar vessels. The surgeon´s left hand is placed intra-abdominally via a lower-pararectalincision. After ureter section, the cava is digitally pushed aside with identification of right artery down to its aortic origin. Therenal vein is held between two fingers (index-thumb) and closed by a triple-row Endo-TA stapler. The same procedure followsfor the artery.

Results: The median operationtime, warm ischemia time and blood loss was (left vs right) 123 vs135 min, 44 vs 41 sec, 92 vs101 mL. No conversions. Discharge was 3.4 days. Delayed graft function occurred in 1 recipient for both side. After 1-yearfollow-up no significant difference in creatinine between the groups was noticed;graft survival rate was 97.5% vs 98.1%.

Discussion: Terminal-HALDN is safe and feasible. Dissection first of right renal vein allows a retrocaval isolation of the artery,obtaining significative longer vessel. Terminal-hand-assistance allows laparoscopy obtaining best vessels independently to sideof kidney.

1126 Roboter-assistierte Adrenalektomie: Technik und Ergebnisse einer Single-Center Serie aus Homburg C.-H. Ohlmann et. al. 2013 Abstract

M. Janssen1, A. Treiyer1,2, J. Kamradt1,3, S. Siemer1, M. Stöckle1, T. Gebhardt*1, C.-H. Ohlmann1

1Universitätsklinikum des Saarlandes, Urologie und Kinderurologie, Homburg, Germany, 2St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden, Urologie, Ahaus, Germany, 3Hirslanden, UrologieZentrum Bern, Klinik Beau-Site, Bern, Switzerland

Einleitung: Indikationen für eine Adrenalektomie beinhalten hormon-aktive und inaktive Adenome, Metastasen solider Tumoreund adreno-kortikale oder medulläre Karzinome. Wir demonstrieren hier die maßgeblichen operativen Schritte einer roboterassistiertenAdrenalektomie (RAA) bei einem linksseitigen Phäochromozytom einer 54-jährigen Patientin mit einem 4-ArmDaVinci-System und präsentieren die Ergebnisse der Homburger Serie.

Patienten und Methoden: Zwischen 2009-2012 wurden 31 Patienten mit einer RAA an unserer Klinik behandelt. Die klinischen, operativen und histopathologischen Daten wurden retrospektiv ausgewertet.

Ergebnisse: Die mittlere Op-Dauer betrug 150.4 (61-329) Minuten bei einem mittleren Blutverlust von 126 (10-1500) ml. Diemittlere Tumorgröße lag bei 5.72 (2.7-10) cm. Bei 2 Patienten erfolgte eine Konversion aufgrund einer intraoperativen Blutungbei einem und einem übergroßen Tumor in einem anderen Fall. Postoperativ traten 6 relevante Komplikationen auf, davon 1Grad III Komplikation nach Clavien-Dindo. Histologisch zeigten sich 19 (61.3%) hormon-aktive Tumore, dabei mehrheitlichPhäochromozytome. In 9/31 (29.0%) Fällen wurden maligne Tumore nachgewiesen, davon 8 Metastasen solider Tumore und 1adreno-kortikales Karzinom.

Schlussfolgerung: Anhand der Ergebnisse unserer Serie erlaubt die roboter-assistierte Operation einen sicheren Zugang zurNebenniere zur RAA bei verschiedenen Indikationen. Limitiert wird der Einsatz der RAA durch intraoperative Blutungen oderTumore >10cm.

 

2000 Die dreizeitige Rekonstruktion sog. Hypospadiekrüppel mit kompletter Harnröhrenstritkur unter Verwendung von Mundschleimhaut und gestielten Skrotallappen J. Beier et al. 2013 Abstract

J. Beier1, A. Pandey1, H. Keller1

1Sana Klinikum Hof, Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie, Hof, Germany

Einleitung: Der Wiederaufbau des äusseren Genitale bei sog. Hypospadiekrüppel nach vielen fehlgeschlagenen OP´s mitDeviation, Mangel an Penisschafthaut und kompl. strikturierter Urethra bis zum Sphincter ist eine rekonstruktiveHerausforderung. Wir präsentieren ein dreizeitiges Vorgehen unter Verwendung von Mundschleimhaut (BMG) & gestieltenSkrotalhautlappen.

Material und Methoden: In 1.Sitzung erfolgt die Rekonstruktion der bulbären Striktur auf einer Länge von 8 cm mit BMG(Oberlippeninnenseite) als onlay, die Anlage einer penoskrotalen Boutonnière & die Eröffnung der distal strikturierten Urethra.In 2. Sitzung erfolgt nach ca. 3 Mon. die Resektion der vernarbten Penisschafthaut unter Belassen von möglichst vielSubkutangewebe auf dem C. cavernosum, die Penisschaftaufrichtung & Transplantation der aus Wangen & U-Lippenbereichentnommenen BMG auf den ventralen Penisschaft.3-4 Monate später, wird die Neourethralplatte mittels fortlaufender Naht (6-0 Monocryl) über einem 20 Charr. DK tubularisiert &mit der Boutonnière anastomosiert. Zur Deckung des Penisschaftes & der tubularisierten Harnröhre wird ein 3-4 cm breiter und8 cm langer vaskularisierter Skrotalhautlappen präpariert, der subcutan mit 5.0 Vicryl fixiert wird. Einnaht des Neomeatus mit 6-0 Monocryl, Hautverschluss mit 5-0 Vicryl rapid. Harnableitung für 7 d transurethral & 3 Wo. suprapubisch. Miktionsfreigabenach unauffälliger Urethroskopie & MCU.

Ergebnisse: Seit 2011 haben wir bei 3 Pat. dieses dreizeitige Verfahren angewendet. Bei keinem Patienten kam espostoperativ zu Komplikationen. Ein Rezidiv ist bisher nicht aufgetreten.

Schlussfolgerung: In solchen komplexen Fällen kann ein dreizeitiges Verfahren zur Rekonstruktion notwendig sein und führtzu guten funktionellen und kosmetischen Ergebnissen.

2001 Verschluss einer prostatoperinealen Fistel und eines großen präsakralen Defektes nach Radiochemotherapie, Rektumresektion und multiplen Abszessen A. Pandey et al. 2013 Abstract

A. Pandey1, J. Beier2, S. Piesche1, E. Polikondriotis*3, H. Keller1

1Sana Klinikum Hof, Hof, Germany, 2Sana Klinikum Hof, Urologie, Hof, Germany, 3Sana Klinikum Hof, Plastische Chirurgie,Hof, Germany

Einleitung: Eine prostatoperineale Fistelbildung nach umfangreicher Resektion und Radiochemotherapie mit einem großenDefekt im präsakralen Raum führt zu einer signifikanten Morbidität. Wir präsentieren einen 57-jährigen Patienten, der uns zurRekonstruktion einer extendierten prostatoperinealen Fistelbildung und einem großen Defekt im präsakralen Raum nachRadiochemotherapie, Proktokolektomie und multiplen Abszessen vorgestellt wurde.

Material und Methode: 20 Monate nach der ersten Operation und > 20 Laparotomien bei multiplen Abszessen stellte sich der Patient wegen Harninkontinenz trotz eines Dauerkatheters, permanenter Kolostomie, einer unvollständig geschlossenenBauchwunde, eines Defektes an der Dorsalseite der Prostata 0,4x 2 cm und eines großen Defektes im präsakralen Raum vonetwa 8x8x8 cm für die Rekonstruktion vor. Die Kontinenz wurde durch 2 Single-J-Katheter und einen Cystostomiekathetererreicht. Darüber hinaus verwendeten wir eine lokale Vakuum-Therapie (VAC ®). Nach 12 Wochen wurde die Fisteltransperineal mit fortlaufender 6x0 Monocryl Naht verschlossen. Der Defekt im präsakralen Raum wurde durch einen gestieltenfasziokutanen Lappen aus dem M. gluteus maximus (Erstbeschreibung 1989 von Maurice Mimoun) verschlossen. Derpostoperative Verlauf war komplikationslos. Die Mono- J´s und der Cystofix wurden nach 6 Wochen entfernt. 1 Jahr später istder Patient kontinent und kann ohne Restharn miktionieren.

Fazit: Die Kombination aus einer VAC-Therapie, einer kompletten Harnableitung, der Schließung des Defektes und dieVerwendung von gestielten Lappen können zu guten Ergebnissen in solchen schwierigen Fällen mit Fistelbildung und großenDefekt führen.

2002 Wasserstrahl-unterstützte En-bloc-Resektion - ein neuer Ansatz zur Entfernung und Staging von Blasentumoren (1. Filmpreis 2013) M. Kufner et al. 2013 Abstract

M. Kufner1, H. Segl*1, A. Nicklas1, U. Walcher*1, A. Soleiman*2, T. Herrmann3, U. Nagele1

1LKH Hall in Tirol, Hall in Tirol, Austria, 2Pathologie und Zytodiagnostik Hall in Tirol, Hall in Tirol, Austria, 3MedizinischeHochschule Hannover (MHH), Hannover, Germany

Die TURB ist Goldstandard in der Therapie von Blasentumoren. Mit ihrer zerstückelnden Resektionstechnik widerspricht sieonkologischen Prinzipien. Die Waterjet Hydrodissektion zur Abtragung von Tumoren im Gastrointestinaltrakt hat sich 2007etabliert. Erste Langzeitstudien zeigten die Sicherheit dieser Technik (Niimi et al, Endoscopy 2010) Ziel dieser Arbeit ist dieImplementierung der Methode in der Therapie von Blasentumoren.16 Patienten mit oberflächlichen Tumoren wurden mittels des Hybrid-Knife und dem Wasserstrahl-Generator ERBEJET2therapiert, Resektionsgrenzen elektrisch markiert und der Tumor durch ein submukös appliziertes Flüssigkeitspolsterschichtspezifisch en bloc abgehoben. Adhäsionen wurden elektrisch gelöst. Kleinere Präparate konnten mit einer Biopsiezangedurch den Resektoskopschaft extrahiert werden, größere in einem Bergebeutel geborgen werden. Es erfolgten Tumorgrundund-randbiopsien. Das auf eine Korkplatte aufgespannte Präparat wurde in 10%Formalin fixiert, die Ränder mit Tuschemarkiert und anschließend HE gefärbt.Alle Patienten hatten einen unauffälligen peri- und postoperativen Verlauf. In allen Proben konnten eine intakte Lamina propriaund eine R0-Resektion festgestellt werden; somit war eine eindeutige Aussage bezüglich der Eindringtiefe möglich.Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Soweit derzeit beurteilbar, zeigen sich keine negativen Auswirkungen aufRezidivhäufigkeit und Progressionsrisiko. Hervorzuheben ist die steile Lernkurve. Ein Vorteil ist die Schonung der histologischenStrukturen. Sie führt zu einer sicheren Beurteilung der Resektionsränder, woraus ein Verzicht auf Nachresektionen entstehenkönnte und damit dieser Technik das Potential als Alternative zur herkömmlichen TURB verleiht.

2003 The Malone meatoplasty: A dorsal approach to meatal stenosis in patients with lichen sclerosus (3. Filmpreis 2013) J. Kranz et al. 2013 Abstract

J. Kranz1, P. Anheuser1, P. Malone*2, J. Steffens1

1St. - Antonius Hospital, Urologie und Kinderurologie, Eschweiler, Germany, 2Royal Berkshire Hospital, Harold HopkinsDepartment of Urology, Reading, United Kingdom

Introduction: The treatment of meatal stenosis associated with lichen sclerosus is traditionally treated either by meataldilatation or ventral meatotomy. These operations have high recurrence rates or create a hypospadiac meatus. We present anestablished technique in the use of a dorsal approach.

Material/methods: Initially a small ventral meatotomy is performed. The epithelium of the urethra and glans is opposed with 3,6-zero polyglactin (PG) sutures. This acts to widen the meatus slightly without making it hypospadiac but more importantly itallows the insertion of forceps to assess and ensure that the stricture does not extend significantly into the navicular fossa.Next a deeper dorsal meatotomy is performed. Again the epithelium of the urethra/glans are opposed. The combination of smallventral and deeper dorsal meatotomies should completely open the stenosed meatus but the cosmetic appearance at this stageis poor since the sutures of the dorsal meatotomy pucker the glans due to the thickness of the corpus spongiosum. This isovercome by an inverted V-shaped relieving incision with the apex of the V close to the proximal limit of the dorsal meatotomy.The edges of the relieving incision are freed by sharp dissection. The opposing left and right inner edges are closed withcontinuous PG to form the roof of the distal neourethra. The outer glans layer is opposed with interrupted PG. The final result isa slit-like but good calibre meatus at the tip of the glans.

Results: During a follow-up of 4.2 years there were recurrences in 6/116 patients, 5 of whom required re-operation (4.3%).93% patients were either happy or very happy with the cosmetic result.Conclusion: This technique can achieve excellent aesthetic results, with low incidence of a spraying stream.

397 Erweiterter Dorsaler Zugang bei der Roboter Assistierten Laparoskopischen Prostatektomie: Präsentation und erste Ergebnisse einer neuen Technik T. Simpfendörfer et al. 2013 Abstract

T. Simpfendörfer*1, J. Zhu*1, K. Alammar*1, G. Hatiboglu*1, J.N. Nyarangi-Dix*1, D. Teber*1, S. Pahernik*1, M. Hohenfellner1

1Urologische Universitätsklinik Heidelberg, Heidelberg, Germany

Einleitung: Kontinenz und Potenz sind neben dem onkologischen Ergebnis wichtige Kriterien nach nerven-schonender Roboterassistierter Prostatektomie. Nach 3 Monaten beträgt die Rate der Kontinenz und erektilen Funktion teilweise über 80%. Trotzguter langfristiger Funktion liegt der Fokus zunehmend auf dem kurzfristigen funktionellen Ergebnis. Wir modifizierten unsereTechnik mit dem Ziel Kontinenz und erektile Funktion früher zu erreichen.

Material und Methoden: Bei 20 Patienten, mit niedrigem oder intermediärem Risiko, beinhaltete die Technik folgende Schritte:

1) Pararektale Inzission und intrafasziale Präparation auf der Denoviellie'schen Faszie bis zum prostatischen Apex.
2) Präparation nach lateral-ventral, zum Erhalt der neurovaskulären Bündel (NVB).
3) Blasenhalspräparation von dorsal und Durchtrennung der prostatischen Pedikel.
4) Lösen der Blase von der Bauchwand.
5) Querinzission der endopelvinen Faszie und Blasenhalspräparation von ventral.
6) Ablösen verbleibender Adhäsionen ventral und Apexpräparation.
7) Modifizierter Rocco-Stitch.
8) Mediale Adaption von endopelviner Faszie und peritonealer Umschlagsfalte zur dorsalen Stabilisation der
9) Anastomose.

Ergebnisse: Nach 10±2 Tagen wurde nach einem Zystogramm der Katheter entfernt. 18 von 20 Patienten waren vollständigkontinent nach 2 Wochen, 20 von 20 nach 3 Monaten. 14 von 20 Männern hatten mit Tadalafil 5 mg tgl. mind. E4-Erektionennach 3 Monaten.

Schlussfolgerung: Der erweiterte dorsale Zugang zur Prostata erlaubt einen konsequenten Erhalt der NVB sowie einen fastvollständig erhaltenen Plexus Santorini. Beides hat einen Einfluss auf das funktionelle Ergebnis. Die dorsale Stabilisierung derAnastomose scheint eine Rolle für die Erlangung der Frühkontinenz zu spielen.

398 Intraoperative Schnellschnitte bei DaVinci-roboterassistierter laparoskopischer Prostatektomie (DVP) erhöhen die Rate der Nervschonung und reduzieren positive Absetzungsränder. Erfahrungen nach 1157 konsekutiven Patienten B. Beyer et al. 2013 Abstract

B. Beyer1, P. Tennstedt*1, T. Schlomm1, T. Steuber1, M. Graefen1, A. Haese1

1Martini-Klinik/Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Germany

Einleitung: Bei der DVP wird wegen vermeintlich höherem Blutverlust bei der Bergung durch fehlendes Pneumoperitoneumund vermeintlich schwerer Präparatebergung häufig auf einen Schnellschnitt verzichtet. Wir zeigen die einfache Durchführungder NeuroSAFE (Schnellschnitt der gesamten dem Gefäßnervenstrang anliegenden Prostata), den Einfluss auf die Rate derNervenschonung (NS) und die onkologischen Ergebnisse.

Material und Methoden: 1157 Patienten, DVP von 2004-2012. NeuroSAFE bei 786 Pat.Präparatebergung: Platzierung der Prostata im Bergebeutel und Entfernen des Kameratrokars. Erweiterung der Trokarinzisionund Entfernen der Prostata. Die anderen Roboterarme verbleiben in Position. Blutungen am Plexus Santorini werden durch Zugdes Katheters über Arm #3 verhindert. Gasdichte Einengung des Bergeschnittes mittels Naht und Wiedereinführung desTrokars.In der NeuroSAFE-Wartezeit erfolgt die Lymphadenektomie. Wir analysierten OP-Zeit, Blutverlust, Rate NS bei Pat mit/ohneNeuroSAFE nach Propensity-Score Matching unter Einbeziehung von pT, pN, Gleason, PSA, und OP-Jahr.

Ergebnisse: Kein signifikanter Unterschied in Blutverlust (253±220ml vs. 259±267ml, p=0,99), OP-Dauer (224min±48.0 vs.221min±67.5, p=0,28) in NeuroSAFE vs. non-NeuroSAFE. Bergezeit: 7 min±3,8. Schnellschnittdauer: 35min±10. Rate der NSwar signifikant höher mit NeuroSAFE (gesamt 94% vs. 76%, pT2 97% vs. 86%, pT3a 90% vs. 74%, pT3b 89% vs. 32%). Ratepositive Ränder geringer bei Pat mit >pT3a-PCa und NeuroSAFE (gesamt 19% vs. 25%, T3a 15% vs. 41%, T3b 41% vs.61%).

Schlussfolgerung: Intraoperativer Schnellschnitt mit NeuroSAFE in der DVP ist eine schnelle und sichere Methode ohne OPDauerund onkologisches Ergebnis zu beeinflussen. Wir empfehlen diese Technik bei allen Patienten, die für eine RALP mit NSgeplant sind.

1120 HD-Roboter-assistierte Nierenteilresektion: Fluoreszenz-Imaging mit segmentaler Arterienabklemmung zur Exzision komplexer hilärer und intrarenaler Tumore (3. Filmpreis 2012) G. Schön et al. 2012 Abstract

HD-Roboter-assistierte Nierenteilresektion: Fluoreszenz-Imaging mit segmentaler Arterienabklemmung zur Exzision komplexer hilärer und intrarenaler Tumore

G. Schön1, F. Schiefelbein1, M. Noe1, T. Egner1

1Missionsärztliche Klinik, Urologie, Würzburg, Germany

Einleitung: Bei Roboter-assistierter Nierenteilresektion für laterale, exophytische Tumore kann in der Hand des erfahrenen Operateurs nahezu gleich kurze Ischämiezeit erzielt werden wie bei offener Operation. Bei komplexen Tumoren stößt auch die offene Technik an ihre Grenzen. Wir zeigen in dem Videofilm, wie mithilfe von Fluoreszenz-Imaging durch segmentale Arterienabklemmung die Tumore minimalinvasiv sicher entfernt werden können.

Methode: An Beispielen eines intrarenalen und hilären Tumors wird die neue Operationstechnik Schritt für Schritt dargestellt. Nach Präparation der Arterienäste im Hilusbereich bis zum Tumor bzw. ins Parenchym erfolgt die robotergesteuerte Sonographie (Drop-in-Sonde) und nach Abklemmen nur der versorgenden Arterie Applikation von Indigocyanin-Grün (ICG). Nach sonographischer Festlegung der Tumorgrenzen Exzision, dabei kann abwechselnd auf Grünlicht umgeschaltet werden. Das nicht durchblutete Areal ist deutlich abgegrenzt. Nach Rekonstruktion des Hohlsystems und zentraler Naht Entfernung der Klemme. Renorrhapie und Adaptation der Gerot`schen Fettkapsel.

Ergebnisse: Alle 10 Roboter-assistierten Eingriffe wurden ohne Konversion oder Abklemmung der Hauptarterie durchgeführt: 3 Heminephrektomien (HN), 3 intrarenale und 4 hiläre/mediale Tumorexzisionen. Alle Schnittränder waren negativ. 1 intraoperative Komplikation (Blutung mit Transfusion), 1 postoperative Komplikation (Urinom nach HN). Die glomeruläre Filtrationsrate war nur bei 2 HN im Vergleich zur präoperativen erniedrigt.

Schlussfolgerung: Erste Ergebnisse bei Roboter-assistierten Nierenteilresektionen mit Fluoreszenz-Imaging und Dopplersonographie sind bei komplexen Tumoren vielversprechend. Die neue Technik hat an unserer Klinik die offene Nierenteilresektion nahezu vollständig abgelöst.

1121 Roboter-assistierte Harnleiterneueinpflanzung in Psoas Hitch Technik - Wichtige operative Schritte (1. Filmpreis 2012) L. Hohenhorst et al. 2012 Abstract

L. Hohenhorst*1, I. Kunz*1, M. Yanovskiy1, A. Pailliart*1, M. Vanberg*1, M. Musch1, D. Kröpfl1

1Kliniken Essen-Mitte, Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie, Essen, Germany

Einleitung: Wir präsentieren ein Video, in dem die wichtigen Schritte der daVinci® Roboter-assistierten Harnleiterneueinpflanzung mittels Psoas Hitch Technik (RAHLPH) beschrieben werden. Zudem werden die Ergebnisse der RAHLPH in unserem Krankengut ausgewertet.

Material und Methoden: 10/09-09/11 wurde bei 9 Patienten (PAT) eine RAHLPH wegen einer benignen oder malignen Harnleiterstriktur durchgeführt. Die PAT- und Operations(OP)-Daten wurden prospektiv erfasst. Der Verlauf wurde mittels Fragebögen erhoben.

Ergebnisse: Bei 4 PAT war die Harnleiterstriktur durch ein Urothelkarzinom, bei 1 durch ein unerwartetes Prostatakarzinom Lokalrezidiv und bei weiteren 4 in Folge einer gynäkologischen (n=3) bzw. urologischen (n=1) OP entstanden. Die RAHLPH kann in folgende wichtige Schritte unterteilt werden: 1) Mobilisierung der Blase, 2) Präparation und Spatulation des Harnleiters, 3) Fixierung der Blase am Psoasmuskel, 4) Eröffnung der Blase, 5) Präparation des submukösen Tunnels, 6) Harnleiteranastomose und -schienung, 7) Verschluss der Blase.Die mediane OP-Zeit (inkl. An-/Abdocken des Roboters) lag bei 315 min. Es traten keine intraoperativen Komplikationen auf. Nach Clavien-Dindo Klassifikation wurden bei 7 (78%) PAT Komplikationen bis 90 Tage postoperativ beobachtet. Davon waren 6 (67%) leichten Grades (I-II) und 1 (11%) schweren Grades (IIIb). Der postoperative Aufenthalt dauerte im Median 8 Tage. Im medianen Verlauf von 10 Monaten waren alle 9 Harntrakte ohne Zeichen einer Harntransportstörung und die PAT asymptomatisch.

Schlussfolgerung: Die RAHLPH ist eine minimal invasive Alternative zur offenen OP, durch die in unserem Krankengut ein optimales OP-Ergebnis erreicht werden konnte. Die Basis für den Erfolg einer OP ist immer auch das Wissen über die wichtigen operativen Schritte.

297 Latissimus Dorsi Detrusor Myoplastie bei Patienten mit hypokontraktiler Harnblase- extendiertes Follow-up G. Gakis et al. 2012 Abstract

G. Gakis*1, M. Ninkovic*2, A. Stenzl1

1Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen, Germany, 2Klinik für Plastische, Rekonstruktive, Hand- und Verbrennungschirurgie, München, Germany

Einleitung: Wir berichten über die extendierten Langzeitergebnisse der Latissimus Dorsi Detrusor Myoplastie (LDDM) bei Patienten mit hypokontraktiler Harnblase.

Material und Methoden: In diese unizentrische Auswertung wurden 16 Patienten (mittl. Alter: 40 Jahre, 17-63; 10 Männer, 6 Frauen; Zeitraum: 06/2003 bis 05/2011) mit urodynamisch nachweisbarer hypokontraktiler Harnblase auf dem Boden einer Läsion des unteren motorischen Neurons eingeschlossen. Die Patienten führten präoperativ über einen Zeitraum von durchschnittlich 4.9 Jahren (0.6-12.4) den intermittierenden sterilen Einmalkatheterismus (ISK) mit einer Frequenz von 3-8/24h und Volumina von 550ml (250-800) durch. Das mittlere Follow-up lag bei 64 Monaten (9-101) und wurde mittels Anamnese, Uroflowmetrie und Restharnbestimmung ermittelt.

Ergebnisse: Bei 13 von 16 Patienten (81%) trat postoperativ nach einer mittleren Zeitspanne von 6.1 Monaten (1.4-16.2) eine Wiedererlangung der Spontanmiktion mit durchschnittlichen RH-Werten von 30ml (0-100) und maximalen Uroflow von 27 ml/s (10-46) auf. Bei einem Patienten (6%) konnte die Frequenz des ISK von präoperativ 5-6/24h auf 2-4/24h postoperativ reduziert werden mit einem RH von 180ml und einer max. Flow von 10ml/s. Aktuell führen 2 Patienten (13%) den ISK postoperativ weiterhin mit einer Frequenz von 4-6/24h durch. Die präoperative Rate an Harnwegsinfekten betrug in Mittel bei allen Patienten 7/Jahr und postoperativ 0.5/Jahr (p< 0.001).

Schlussfolgerung: Nach einem mittleren Nachsorgezeitraum von 64 Monaten zeigt sich 81% der Patienten eine postoperative Spontanmiktion mit Restharnwerten von < 100ml. Auf der Basis dieser Langzeitergebnisse ist die LDDM als eine etablierte chirurgische Option bei Patienten mit hypokontraktiler Harnblase anzusehen.

298 "Nerv- und samenblasen erhaltende Zystektomie mit Ileum-Neoblase: Kompletter Funktionserhalt nach radikaler Zystektomie" Hautmann Richard E. et al. 2012 Inhaltsangabe

Filmnummer 298

Autor: Hautmann Richard E., de Petriconi RC, Schäfer SKH, Ebert E, Hautmann SH

Klinik für Urologie des Universitätsklinikum Ulm und der Märkischen Kliniken Lüdenscheid

Titel: Nerv- und Samenblasen erhaltende Zystektomie mit Ileum-Neoblase: Kompletter Funktionserhalt nach radikaler Zystektomie

Es wird eine Nerv- und samenblasenerhaltende Zystektomie mit Ileum-Neoblase demonstriert. Die Prostata wird dabei in intrafascial retrograder Technik vollständig entfernt. Die einzelnen Operationsschritte werden minutiös dargestellt. Die Dissektionsgrenze liegt ventral der Samenblasen. Damit werden die Nervenfasern des Plexus pelivicus, die dorsal liegen, geschont. Nunmehr folgen die wichtigsten operativen Schritte der Neoblasenbildung, deren Anastomisierung mit dem Urethrastumpf und den Ureteren und deren Extraperitonealisierung. (Enzmann)

394 Standartisierte und vereinfachte erweiterte pelvine Lymphadenektomie im Rahmen von roboterassistierten radikalen Prostaektomien: Die Monoblock-Technik G.B. Di Pierro et al. 2012 Abstract

G.B. Di Pierro*1, P. Grande*2, J. Beutler*1, M. Thoms*1, H. Danuser1, A. Mattei1

1Klinik für Urologie, Luzerner Kantonsspital, Luzern, Switzerland, 2Dipartimento di Scienze Urologiche, Università 'Sapienza', Rom, Italy

Ziel: Im Rahmen der radikalen Prostatektomie aufgrund eines Prostatakarzinoms ist in einigen Fällen die erweiterte pelvine Lymphadenektomie (ePLND) indiziert. Die PLND wird oft als unwichtiger Schritt der Operation betrachtet und deshalb nicht durchgeführt. Wir möchten eine Methode zur Standardisierung und Vereinfachung der roboterassistierten ePLND etablieren, bei der das Fettgewebe einschliesslich aller Lymphknoten in Form eines Monoblock aus jeder Seite des Beckens entfernt wird.

Methoden und Technik: Prospektive Studie aller Prostatakarzinompatienten (n=134) mit Gleason-Score ≥7 oder PSA>10 ng/ml, welche eine roboterassistierte ePLND im Rahmen einer radikalen Prostatektomie zwischen Juli 2008 und August 2011 in unserer Klinik erhieleten. Definitione der ePLND-Grenzen: Cranial: Ureterkreuzung über A. iliaca communis. Caudal: Femoralkanal. Lateral: Mittellinie der A. iliaca externa. Medial: Mittellinie der A./V. hypogastrica. Das Prozedere ist standardisiert und umfasst 10 Schritte. Es erfolgt die Lymphadenektomie, so dass das umliegende Fettgewebe einschliesslich aller Lymphknoten in Form eines Monoblock entfernt werden kann. Die Anzahl der entfernten Lymphknoten sowie das Auftreten von Komplikationen anhand der modifizierten Clavien-Klassifikation wurden dokumentiert.

Ergebnisse: Es wurden durchschnittlich 14 (IQR 11-19) Lymphknoten entfernt. Bei 8 Patienten (5.9%) kam es im Rahmen der ePLND zu Komplikationen.

Schlussfolgerung: Die roboterassistierte Monoblock-ePLND-Technik ist einfach durchzuführen, ermöglicht eine gute Übersicht über das Operationsfeld während des gesamten Prozedere, die vollständige und radikale Entfernung des gesamten lymphatischen Gewebes im Rahmen der ePLND und verhindert das Verteilen von Fett- und lymphatischem Gewebe in der Bauchhöhle.  

395 Postprostatektomie- Belastungsinkontinenz und rezidivierende Anastomosenengen: Behandlung durch perineale offene Strikturresektion und spätere Implantation eines artifiziellen Sphinkters U. Grein 2012 Abstract

U. Grein1

1Helios Klinikum Schwelm, Urologie, Schwelm, Germany

Problemstellung: Ein Teil der belastungsinkontinenten Patienten nach radikaler Prostatektomie oder Cystoprostatektomie neigt zudem zu rezivierenden Anatomosenstrikturen, die allein durch transurethrale Resektionen oder Inzisionen nicht zu beherschen sind. Auf der anderen Seite sollte ein artifizieller Sphinkter erst dann implantiert werden, wenn die Striktur definitiv beseitigt ist, da häufige transureththrale Manipulationen das Implantat gefährden würden.Das Video zeigt die operative Technik der Strikturresektion mit Reanastomose der Harnröhre sowie die spätere Implantation eines artifiziellen Sphinkters.Durch Kombination der Verfahren ist eine dauerhafte Rehabilitation der betroffenen Patienten möglich , die ansonsten einer supravesikalen Harnableitung zugeführt werden müssten.

396 Laparoskopische Drainage der pelvinen Lymphozele post-Prostatektomie W. Khoder et al. 2012 Abstract

W. Khoder1, N. Haseke1, A. Herlemann1, Y. Hocaoglu1, C.G. Stief2, A.J. Becker1

1Urologische Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, München, Germany, 2Urologische Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität, Campus Großhadern, München, Germany

Einleitung: Symptomatische pelvine-Lymphozelen nach radikaler Prostatektomie (LC-RP) sind die häufigste non-funktionelle Komplikation.

Patienten und Methoden: 105 Patienten (57-76Jahre) mit einer LC-RP wurden eingeschlossen. Patienten wurden in konventioneller-laparoskopischer Marsupialization (Lm) oder durch 2-Trokar-Technik operiert. 55 Patienten erhielten primär eine perkutaner Drainage und/oder Sklerotherapie. LC-RP (Größe: 4x5 bis 11x12.4cm und Volumen: 100 bis 1200ml) wurden sonographisch/CT-morphologisch detektiert. In der Trendelenburg-Position wurden die LC durch laparoskopische Sicht/Punktion identifiziert und durch ein/zwei Trokare im linken Unterbauch ein adäquates Peritonealfenster herausgeschnitten werden. Perioperative Komplikationen, Analgetikaverbrauch und Entzündungparameter wurden dokumentiert. Im Follow-up wurden LC-Rezidive sonographisch kontrolliert.

Ergebnisse: 5 relevante LC-Lokalisationen in beiden Seiten (rechts n=36, links n=17 und bds. n=52) konnten identifiziert werden und nahmen Einfluss auf die klinische Diagnostik und Management-Optionen. Lm konnten ohne peri- oder postoperativen Komplikationen mit einer mitlleren OP-Zeit von 31,7min (15-265min) durchgeführt werden. Eine einzige Konversion mit postoperativer (po) Bluttransfusion war erforderlich. Die Patienten wurden im Mittel nach 2,3Tagen entlassen (2-4d). Der po-Ultraschall zeigte primären Erfolg in allen Fällen. Drei Patienten entwickelten ein LC-Rezidiv 1-3Wochen po, ein mittleres Follow-up von 20 Monaten ergab keine weiteren behandlungsbedürftigen LC.

Zusammenfassung: LC-RP können in fünf Untergruppen klassifiziert werden. Lm ist ein einfaches und sicheres Verfahren als First-Line Therapie für große, nicht infizierte, symptomatische oder therapierefraktäre LC-RP mit 97% Erfolgsquote

471 Geschlechtsangleichende Operation Mann zu Frau: Computeranimierte Darstellung einer modifizierte Technik (2. Filmpreis 2012) B. Amend et al. 2012 Abstract

B. Amend1, J. Seibold1, A. Stenzl1, K.-D. Sievert1

1Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Urologie, Tübingen, Germany

Einleitung: In der Literatur finden sich unterschiedliche Techniken der geschlechtsangleichenden Operation Mann zu Frau (GOP). Hauptprobleme sind neovaginale Strikturen mit unzureichender Tiefe, die zu Unzufriedenheit führen. Perovic et al. beschrieben die Integration der penilen Urethra in die neovaginale Zirkumferenz. Das Video mit Animation zeigt eine Modifikation dieser Technik, die postoperativen Ergebnisse und typische Risiken.

Material und Methoden: 10/2006 bis 03/2011 erhielten 24 Pat. eine GOP. Rückenlage: penile Dissektion mit Orchiektomie. Steinschnittlage mit pneumatischen Strümpfen: Resektion der Corpora cavernosa, Konstruktion der Neovagina aus Penisschafthaut+/-Präputium und peniler Urethra, Fixation der Neovagina am Lig. sacrospinale, Neoklitorisrekonstr. aus reduzierter Glans, Skrotalhautreduktion lateral zur Formung der Labien, Mons pubis Plastik durch Mobilisation des skrotalen Fettgewebes.

Ergebnisse: Bei 24 Pat. zeigten sich folgende Komplikationen: eine Rektumverletzung (primäre Naht) mit folgenloser Abheilung. Eine Harnröhrenstriktur und eine Neovaginaenge wurden durch Meatus- bzw. Introitusplastik behandelt. Postoperativ traten ein apoplektischer Insult und eine rektoneovaginale Fistel auf. Bluttransfusionen waren nicht notwendig. Hohe Zufriedenheit aller Pat. bezüglich Funktion und Ästhetik. Die Neovagina war im Mittel 11 cm tief, wobei alle Pat. zufrieden waren. 23 Pat. berichteten Sensibilität und 8 neovaginalen Geschlechtsverkehr.

Schlussfolgerung: Die Verwendung der penilen Urethra erzielt eine optimale funktionale Größe der Neovagina, durch die innervierte Glans als Neoklitoris besteht Orgasmusfähigkeit. Die Umlagerung reduziert die Operationszeit in Steinschnittlage und somit die postoperativen Komplikationen.

1116 Nierentransplantation mit Blasenrekonstruktion, Blasenhalsverschluss und Mitofanoffventil K. Hirsch et al. 2011 Abstract

K. Hirsch1, E. Harlander-Weikert1, J. Fleischmann1, G.E. Schott1, B. Wullich1

1Universitätsklinik Erlangen, Urologie, Erlangen, Germany

In unserem Filmbeitrag operieren wir einen 5jährigen, 16 kg schweren Jungen (46 XY) mit extremer urogenitaler Fehlbildung mit Beckenbodenaplasie und einer ausgeprägten blumenkohlartigen perinealen Raumforderung. Im Bereich des Genitales finden sich ein Phallus-Rudiment und eine hypoplastische Scrotalanlage. Weiterhin liegt eine kommunizierende Vesica bipartita vor mit singulärem, inkompetentem Blasenhals und Verbindung zu der mit Epithel ausgekleideten perinealen Höhle. Zusätzlich besteht eine renale Dysplasie mit vesikorenalem Reflux bds. sowie eine terminale Niereninsuffizienz. Aufgrund wiederholter Peritonitiden bei CAPD erfolgt die Hämodialyse.

Nach 4-jähriger Wartezeit auf eine Verstorbenenniere und problematischer Hämodialyse erhält unser Patient nach HU-Meldung die Niere einer 20jährigen Organspenderin mit SHT und dissoziiertem Hirntod.

Wir zeigen die Präparation der linken Spenderniere mit anschließendem extraperitonealen Zugang nach Oberniederhäuser und die Transplantation des Spenderorgans nach rechts mit Anastomosierung der Spendergefäße (2 Arterien auf 1 Patch, 1 Vene) an die Aortenbifurkation und an die V. iliaca com.. Der NTX-Harnleiter wird in modifizierter Technik nach Paquin antirefluxiv implantiert. Anschließend erfolgen die Rekonstruktion der Blase bei Vesica bipartita und der Blasenhalsverschluss bei fehlendem Sphinkterapparat und Beckenboden sowie die Nephroureterektomie rechts.

Als Harnableitung wird der refluxive linke Eigenureter nach Antirefluxplastik in modifizierter Lich-Gregoir-Technik im linken Unterbauch als katheterisierbares kontinentes Stoma ausgeleitet.

1117 Videodokumentation einer perkutanen Nephroitholapaxie in der modifizierten Valdivia Position C. Bischoff et al. 2011 Abstract

C. Bischoff*1, J. Riepenhusen1, M.S. Aragona1, K. Urban1, M. Salman*1, B.T. Kaftan*1, R. Olianas1

1Städtisches Klinikum Lüneburg, Urologie, Lüneburg, Germany

Einleitung: Die Durchführung der perkutanen Nephrolitholapaxie in modifizierter Steinschnittlage ist eine selten praktizierte Methode bei der Behandlung von Nierensteinen. Seit Januar 2008 haben wir jede PCNL in dieser Lagerung durchgeführt.

Material und Methoden: Step by Step Videodokumentation (10 Minuten, auch Vorstellung mit ppt Videoclip möglich).

Ergebnisse: In der Zeit von Januar 2008 bis Februar 2011 haben wir 122 PCNL bei 101 Patienten (m53/ w48) in einer leicht lateralisierten Steinschnittlagerung durchgeführt. Es wurden Standardinstrumente verwendet; der Zugang erfolgte mittels hydraulischem Dilatatiosset mit Amplatzschaft, flexible Geräte (Zystoskope, Ureterorenoskope) wurden in einzelnen Fällen benutzt. Die Eingriffe wurden jeweils in Allgemeinanästhesie durchgeführt. Das präoperative Anlegen einer Urinkultur und die antibiogrammgerechte Therapie sowie eine radiologische Darstellung des Hohlsystems (KM-CT, IVP) sind obligatorisch. Bei 67 von 101 Patienten (66%) konnte nach einer PCNL röntgenologisch kein Steinnachweis mehr geführt werden. Restkonkremente haben wir in 34 Fällen nachgewiesen. Ein Second-Look oder Third-Look Eingriff wurde bei 12 Patienten (12%) durchgeführt. Bei 18 Patienten zusätzlich zur PNL eine ESWL bzw. URS. Eine weitere schnittoperative Steintherapie war bei 4 Patienten (4%) notwendig. Gravierende Komplikationen mit Konversion auf eine Schnittoperation hat es nicht gegeben. Bei einem Patienten musste ein perirenales Hämatom ausgeräumt werden.

Schlussfolgerung: In dieser Videodokumentation zeigen wir eine perkutane Litholapaxie in der modifizierten Valdivia Position. Diese Lagerungsmethode zur Entfernung von Nierensteinen stellt eine geringere Belastung für den Patienten dar. Die Möglichkeit einer simultanen ureterorenoskopischen Steinextraktion bietet Potential für bessere Steinfreiheitsraten.

1118 Die laparoskopische diskontinuierliche Nierenbeckenplastik D. Kusche et al. 2011 Abstract

M. Akköze1, D. Kusche1

1Prosper- Hospital, Urologie, Recklinghausen, Germany

Einleitung: Seit längerem erleben wir einen Paradigmenwechsel zugunsten minimalinvasiver OP Techniken. Die laparoskopische Nephrektomie ist bereits wegen des geringen Traumas als „standard of care“ eingestuft. Bei den plastisch- rekonstruktiven Verfahren ist die Traumaminimierung ebenfalls evident, sie sind jedoch wegen des komplexeren Ablaufs weniger verbreitet als ablative Eingriffe. Wir zeigen in diesem „step by step“ Video unsere Technik der laparoskopischen, diskontinuierlichen Nierenbeckenplastik. Dieses Videos wurde als Schwerpunkt eines Ausbildungskonzepts entwickelt, um den Einstieg in komplexe rekonstruktive laparoskopische OP Techniken zu vereinfachen.

Methodik: Wir zeigen einen vollständig standardisierten OP Ablauf, der in 10 Kapitel gegliedert ist. Unsere Modifikationen zur Resektion des Nierenbeckens, der Anastomose und der DJ Einlage werden durch Grafiken verdeutlicht. Zur kontinuierlichen Orientierungshilfe sind die wichtigen anatomischen Strukturen farblich hervorgehoben und benannt. Die Kapitelüberschriften lauten:

  • Mobilisation des Colon descendens 
  • Fixation von perirenalem Fett 
  • Mobilisation akzessorischer Gefäße 
  • Anzügeln der akzessorischen Gefäße 
  • Mobilisation des Pyelons 
  • Resektion des pyeloureteralen Übergangs 
  • Anastomose der Pyelon- Ureterhinterwand 
  • DJ Einlage 
  • Anastomose der Pyelon- Uretervorderwand 
  • Postoperatives Ergebnis

Schlussfolgerung: Wir glauben, dass dieses Video durch seine klare Strukturierung, übersichtlich dargestellten anatomischen Landmarken und durch unsere vorgestellten Modifikationen die technisch anspruchsvolle laparoskopische Nierenbeckenplastik vereinfacht und sehr gut zur Ausbildung laparoskopisch interessierter Operateure geeignet ist.

1119 Video of laparoscopic endoscopic single site surgery (LESS) - tumor nephrectomy J.-U. Stolzenburg et al. 2011 Abstract

J.-U. Stolzenburg1, M. Do1, T. Häfner*1, A. Dietel1, J. Beatty*1

1Universität Leipzig AöR, Klinik und Poliklinik für Urologie, Leipzig, Germany

Introduction: The concept of scar-free surgery has been a long-standing dream that is close to being realised by laparoscopic endoscopic single site surgery (LESS). This video demonstrates our technique of LESS - tumour nephrectomy step by step.

Materials and Methods: 36 patients underwent single port nephrectomy using the Quad-Port (Olympus), inserted via an umbilical or paraumbilical incision. Novel, prebended grasper and scissor (Olympus) and a 5mm camera (Olympus) with bendable handle were used in addition to standard laparoscopic equipment.

Results: All operations were technically successful, with no conversion to open surgery. All were for renal cell carcinoma (17 right-sided and 19 left-sided) with a median diameter of 5.9 cm (range 4 - 9 cm). In three cases we had to convert to standard laparoscopic technique. One patient required transfusion, one patient has had prolonged ileus. The median operative duration was 148minutes (range 90 - 190). No positive surgical margin has been detected.

Conclusions: We found that LESS is a feasible and safe approach that has been made possible by the development of the multiport and prebended laparoscopic instruments. The patients were subjectively pleased with their operations and no oncological compromise occurred. Single site surgery presents the closest approximation to scar-free surgery and will probably play an important role in the future development of laparoscopic surgery.

291 The stricture of the distal urethra and the meatus due to lichen sclerelosus - a new technique for reconstruction (1. Filmpreis 2011) J. Beier et al. 2011 Abstract

J. Beier1, A. Pandey1, H. Keller1

1Klinikum Hof, Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie, Hof, Germany

Introduction: The reconstruction of a stricture of the penile urethra and the meatus due to lichen sclerosis is a challenge for reconstructive surgeons and associated with a high rate of recurrence and complications. We present a new technique for reconstruction using buccal mucosa graft (BMG) keeping the meatus at the tip of the glans without transecting it.

Materials and methods: 4 weeks before reconstruction the stricture is opened by visual urethrotomy (VU) and the extension is determined. For reconstruction a 10 Fr. Catheter is inserted by smoothly dilating the urethra. Skin incision runs laterally to the urethra up to the coronary sulcus. The corpus spongiosum is exposed and the glans is undermined from the coronary sulcus to the tip of it, which is perforated. The strictured urethra is incised from the meatus up to the healthy part of the urethra without transecting the glans. BMG is implanted ventrally by a running suture 6.0 monocryl. The graft is shifted under the glans to the tip of it, trimmed and sutured to the glans epithelium so that the meatus is open for 24 Fr. The graft is covered by corpus spongiosum after inserting a 20 Fr. catheter by a running suture 4.0. This is possible because 4 weeks before a VU has been performed and the tissue is still smooth. The wound is closed and the indwelling catheter is kept in place for 1 and the suprapubic tube for 3 weeks respectively.

Results: By a mean follow up of more than 3 years we have performed more than 50 procedures without any recurrence at the meatus.

Conclusion: Buccal mucosa graft is not only an excellent tissue for the reconstruction of strictures of the bulbar but also for the distal urethra and meatus caused by lichen sclerosis.

292 Zweiseitige Mesh-Graft Urethroplastik zur Behandlung der komplexen rezidivierenden Urethrastenose K. Urban et al. 2011 Abstract

K. Urban1, M. Reichert*1, M.S. Aragona1, J. Riepenhusen1, F. Schreiter2, R. Olianas1

1Klinikverbund Kempten-Oberallgäu, Klinikum Kempten, Urologische Abteilung, Kempten, Germany, 2Dornier MedTech Laser GmbH, Wessling, Germany

Einleitung: Die zweizeitige Mesh-Graft-Urethroplastik (MGU) eignet sich in der Therapie der komplexen rezidivierenden Urethrastriktur. Sie wird besonders bei posttraumatischen oder iatrogenen narbigen Strikturen eingesetzt.

Methoden: Zur Darmvorbereitung sollte 2 Tage praeoperativ Laktulose verabreicht werden. Nach Messung der Strikturlänge wird ein Graft vom Oberschenkel mit einer Dicke von 0,2 mm entnommen. Anschliessend wird der Graft perforiert und auf die Implantationsstelle gelegt. Zur Immobilisation des Implantates und zur adäquaten Vaskularisierung wird ein Druckverband mit Fettgaze angelegt. In der ersten postoperativen Woche sollten Bettruhe gehalten sowie eine parenterale Ernährung durchgeführt werden. Der Druckverband wird nach sieben Tagen in Lithotomieposition gewechselt. Anschliessend erfolgt alle 2 Tage ein Verbandswechsel. Bei korrekt eingewachsenem Graft wird die Miktion freigegeben. Der 2. Eingriff sollte frühestens 3 Monate nach dem 1. erfolgen. In der präoperativen Diagnostik sollte auf ein gutes Angehen des Grafts, sowie eine mögliche Re-Stenose geachtet werden. Die Urethra wird um ein Röhrchen herum verschlossen. Besteht eine kleinere Re-Stenose kann der Überschuss an implaniertem Graft dazu genutzt werden, mittels eines Lappens die Urethrastenose zu weiten. Zehn Tage postoperativ folgt ein MCU, nach der bei Ausschluss einer Leckage das Röhrchen entfernt und die Miktion freigegeben werden kann.

Ergebnisse: Von September 2006 bis Juli 2010 wurden 26 MGU durchgeführt. Die Länge der Stenosen betrug über 4cm. Das Follow-up war 21,6 Monate. Während des Follow-ups gab es 3 Rezidive.

Schlussfolgerung: Die MGU ist eine suffiziente Technik zur Urethrarekonstruktion und bietet bei proximalen Stenose oft die letzte Alternative zur Harnableitung.

293 Endoskopische Exzision von urethral-arrodierten Bändern nach operativer Therapie der weiblichen Belastungsinkontinenz A. Gabuev et al. 2011 Abstract

A. Gabuev1, T.R.W. Herrmann1, M. Stöhrer1, M.A. Kuczyk1, M. Oelke1

1Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Urologie und Urologische Onkologie, Hannover, Germany

Hintergrund: Die minimal-invasive retropubische oder transobturatorische Implantation eines suburethralen spannungsfreien Bandes zur Behandlung der weiblichen Belastungsinkontinenz kann in ca. 0,3 % der Fälle mit einer Harnröhrenarrosion einhergehen. Die Publikationen zur Therapie dieser Komplikation wurden nur selten und eine Videodokumentation der operativen Technik noch nicht veröffentlicht. Wir stellen unsere Operationstechnik vor und fassen die Ergebnisse der Therapie von 5 Patientinnen zwischen 2007-2010 zusammen.

Methoden: Zur transurethralen Resektion des arrodierten Bandes wurde ein 17 Ch Kompaktzystoskop mit einer 5 Ch flexiblen Spitzenschere (Fa.Storz) angewandt. Nach Identifikation des Bandes wurden die einzelnen Fäden separat direkt unterhalb der urothelialen Schicht durchgetrennt. Das exzidierte Band wurde mit einer endoskopischen Zange entfernt. Die extraluminalen Anteile des Bandes wurden belassen.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 5 Pat. mit einer Harnröhrenarrosion behandelt. Postoperativ waren sie kontinent, berichteten über eine Linderung der Schmerzen in der Harnröhre. Die Blasenentleerung erfolgte restharnfrei. Bei einer Patientin wurde eine Urethrozystoskopie 6 Wochen nach der Bandresektion durchgeführt, die keine sichtbaren Bandreste zeigte. Eine Patientin entwickelte ein Rezidiv der Dranginkontinenz ca. 1 Jahr nach dem Eingriff bei primärer Mischharninkontinenz.

Schlussfolgerungen: Die transurethrale Resektion eines suburethralen Bandes ist eine schnelle, effektive minimal-invasive Behandlungsoption bei Harnröhrenarrosion nach operativer Korrektur einer Belastungsinkontinenz. Diese Technik kann auch im Falle einer intravesikalen Arrosion des Bandes angewandt werden und kann als Erstlinientherapie empfohlen werden.

294 Die robotische Sakro-Kolpopexie D. Kusche et al. 2011 Abstract

D. Kusche1

1Prosper- Hospital, Recklinghausen, Germany

Einleitung: Seit längerem erleben wir einen Paradigmenwechsel zugunsten minimalinvasiver OP Techniken. Hierunter nehmen aktuell Operationen mittels Da Vinci Technologie einen immer größeren Raum ein. Wir möchten in diesem step by step“ Video unsere Technik der robotischen Sakro-Kolpopexie vorstellen. Dieses Videos wurde als Schwerpunkt eines Ausbildungskonzepts entwickelt, um den Einstieg in robotische OP Techniken zu vereinfachen.

Methodik: Nach Demonstration der Patientenlagerung und der Portplatzierung zeigen wir einen vollständig standardisierten OP Ablauf der in insgesamt 11 Kapitel gegliedert ist. Hierbei wird besonders auf die von uns veränderte Form des Vypro® Netzes in Grafiken eingegangen. Zur kontinuierlichen Orientierungshilfe wurden die wichtigen anatomischen Strukturen farblich hervorgehoben und benannt. Die Kapitelüberschriften lauten:

  • Aufstellung im OP Saal, Patientenlagerung und Platzierung der Trokare 
  • Vorbereitung des Netzes zur Implantation 
  • Anatomischer Überblick und Darstellung der vaginalen Vorderwand 
  • Darstellung der vaginalen Hinterwand 
  • Darstellung der anterior und posterior gelösten Vagina 
  • Darstellung des Promontoriums 
  • Fixation des ventralen Netzteiles 
  • Fixation des dorsalen Netzteiles 
  • Netzadjustierung und Fixation am Promotorium 
  • Verschluss des Peritoneums 
  • Postoperative Nachsorge

Schlussfolgerung: Wir glauben, dass dieses Video durch seine klare Strukturierung, übersichtlich dargestellten anatomischen Landmarken und durch unsere vorgestellte OP Technik gut zur Ausbildung robotisch interessierter Operateure geeignet ist.

295 Laparoskopische Sakrocolpopexie unter Verwendung eines titanisierten Polypropylenebandes: Funktionelle und anatomische Ergebnisse nach einem Jahr P. Honeck et al. 2011 Abstract

P. Honeck1, J.-P. Jessen1, G. Wendt-Nordahl1, T. Knoll1

1Klinikum Sindelfingen-Böblingen, Urologie, Sindelfingen, Germany

Einführung: Ziel der Studie war die Evaluation der funktionellen und anatomischen Ergebnisse der laparoskopischen Sakrokolpopexie unter Verwendung eines titanisierten Polypropyleneband (pfm, Köln). Wir evaluierten die ersten 25 konsekutiven Patientinnen während unserer Lernkurve.

Patienten und Methoden: In dieser prospektiven Studie wurden die ersten 25 konsekutiven laparoskopischen Sakrokolpopexien im Zeitraum Juni 2009 bis Oktober 2010 evaluiert. Alle Patientinnen wurden präoperativ urodynamisch evaluiert. Erfasste Parameter waren anatomische und funktionelle Korrektur, subjektive Patientenzufriedenheit und Verbesserung der Lebensqualität gemessen an standardisierten Fragebögen (Kings Health und P-QOL Fragebogen). Des Weiteren wurden die Ergebnisse während unserer Lernkurve hinsichtlich Operationszeit, Aufenthaltsdauer und Komplikationen ausgewertet.

Ergebnisse: Bei einem durchschnittlichen Follow-up von 10 Monate betrug die Erfolgsrate 96%. Die durchschnittliche OP-Zeit betrug 196 min (96-316 min), wobei eine signifikante Reduktion der OP-Zeit nach 11 Eingriffen gesehen werden konnte. Die durchschnittliche stationäre Aufenthaltsdauer betrug 5,8 Tage. Es wurden keine Major-Komplikationen beobachtet. Eine de-novo Belastungsharninkontinenz und postoperative Dyspareunie trat bei jeweils einer Patientin auf. Bisher wurde bei einer Patientin eine Bandarrosion gesehen, die konservativ behandelt wurde. Die Lebensqualität verbesserte sich signifikant (p=0,0122 und p=0,0049).

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen für die laparoskopische Sakrokolpopexie unter Verwendung eines titanisierten Polypropylenebandes trotz zeitintensiver Lernkurve sowohl gute anatomische und funktionelle Ergebnisse als auch eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität.

296 Total intracorporeal robotic ileal condiut D. Thüer et al. 2011 Abstract

D. Thüer*1, A. Mottrie1, N. Buffi*2, N. Koliakos*1, G. De Naeyer*1, P. Carpentier*1, P. Schatteman*1, P. Willemsen*1, E. Fonteyne1

1O.L.V. Clinic, Department of Urology, Aalst, Belgium, 2Vita-Salute Universität, San Raffaele-Turro Hospital, Department of Urology, Milano, Italy

Objective: During the last years, the number of indications for robotic assisted surgery has dramatically increased. In our video, we wanted to present a case of with total intracorporeal ileal conduit for muscle invasive bladder cancer.

Methods: Our video shows our operative technique.

Results: We safely performed the robotic assisted procedure.

Conclusions: Robotic assisted surgery offers the same results as in open surgery in a minimally invasive fashion with better vision, allowing very meticulous and precise handling. A robotic assisted radical cystectomy with total intracorporeal ileal conduit represents a feasible, reproducible and safe operative technique.

389 Operative Technik der Vaporisation der Prostata mit dem 180 Watt XPS-Grenlight-Laser F. Schiefelbein 2011 Abstract

F. Schiefelbein1, M. Noe1, H. Remmert1, G. Schön1

1Missionsärztliche Klinik Würzburg, Würzburg, Germany

Einleitung: Die Therapie von Patienten mit einer obstruierenden Prostata mit einem Hochleistungsdiodenlaser mit der Wellenlänge 940 nm und einer Laserleistung bis 250 W im kontinuierlichen Strahlmodus (“cw”) erfordert die Anwendung bestimmter Behandlungstechniken zur Erzielung eines bestmöglichen Ergebnisses. Im endoskopischen Video werden diese Behandlungstechniken demonstriert.

Material und Methoden: Seit Mai 2008 haben wir Patienten, die sich bei uns mit LUTS und obstruierender Prostata vorgestellt haben, mit dem genannten Hochleistungsdiodenlaser behandelt. An ihrer Prostata chirurgisch vorbehandelte Patienten wurden von der Serie ausgeschlossen. Patienten mit PSA > 4 ng/ml wurden nur bei negativer Stanzbiopsie behandelt. Die im Video gezeigten Behandlungstechniken beruhen auf den Prinzipien einer für den Vaporisationsprozess optimalen Geschwindigkeit des Bestrahlungsflecks über der Gewebeoberfläche, einem optimalen Einstrahlwinkel, der Vermeidung von übermäßiger Hitzeakkumulation in einem gegebenen Volumen, insbesondere in der Nähe von äußerem Schließmuskel und der Prostatakapsel sowie einer optimalen Kühlung durch den Fluss des Spülmediums.

Ergebnisse: In unserer Klinik wurden bisher 118 Patienten mit Durchschnittsalter 73 (46 bis 95) Jahren behandelt. Das präoperative mit transrektalem Ultraschall bestimmte Prostatavolumen betrug im Durchschnitt 52 (13 bis 130) cm³. Unter der Laserbehandlung änderten sich die Hämoglobinlevel von 14,09 auf 13,86 g/dl. In keinem Patienten beobachteten wir starke perioperative Blutungen.

Schlussfolgerungen: Der Hochleistungsdiodenlaser hat bei Anwendung der im Video gezeigten Behandlungstechniken das Potential zur Routinetherapie der LUTS insbesondere für Hochrisikopatienten unter Antikoagulation.

390 Volumenablation der Prostata mit einem Hochleistungsdiodenlaser (940 nm, 250 W cw) - Videodemonstration der Operationstechnik T. A. J. Bayer 2011 Abstract

T.A.J. Bayer1, M. Rheinwald*2, R. von Knobloch1

1Klinikverbund Kempten-Oberallgäu, Klinikum Kempten, Urologische Abteilung, Kempten, Germany, 2Dornier MedTech Laser GmbH, Wessling, Germany

Einleitung: Die Therapie von Patienten mit einer obstruierenden Prostata mit einem Hochleistungsdiodenlaser mit der Wellenlänge 940 nm und einer Laserleistung bis 250 W im kontinuierlichen Strahlmodus (“cw”) erfordert die Anwendung bestimmter Behandlungstechniken zur Erzielung eines bestmöglichen Ergebnisses. Im endoskopischen Video werden diese Behandlungstechniken demonstriert.

Material und Methoden: Seit Mai 2008 haben wir Patienten, die sich bei uns mit LUTS und obstruierender Prostata vorgestellt haben, mit dem genannten Hochleistungsdiodenlaser behandelt. An ihrer Prostata chirurgisch vorbehandelte Patienten wurden von der Serie ausgeschlossen. Patienten mit PSA > 4 ng/ml wurden nur bei negativer Stanzbiopsie behandelt. Die im Video gezeigten Behandlungstechniken beruhen auf den Prinzipien einer für den Vaporisationsprozess optimalen Geschwindigkeit des Bestrahlungsflecks über der Gewebeoberfläche, einem optimalen Einstrahlwinkel, der Vermeidung von übermäßiger Hitzeakkumulation in einem gegebenen Volumen, insbesondere in der Nähe von äußerem Schließmuskel und der Prostatakapsel sowie einer optimalen Kühlung durch den Fluss des Spülmediums.

Ergebnisse: In unserer Klinik wurden bisher 118 Patienten mit Durchschnittsalter 73 (46 bis 95) Jahren behandelt. Das präoperative mit transrektalem Ultraschall bestimmte Prostatavolumen betrug im Durchschnitt 52 (13 bis 130) cm³. Unter der Laserbehandlung änderten sich die Hämoglobinlevel von 14,09 auf 13,86 g/dl. In keinem Patienten beobachteten wir starke perioperative Blutungen.

Schlussfolgerungen: Der Hochleistungsdiodenlaser hat bei Anwendung der im Video gezeigten Behandlungstechniken das Potential zur Routinetherapie der LUTS insbesondere für Hochrisikopatienten unter Antikoagulation.

391 Extraperitonealer Zugang zur robotassistierten radikalen Prostatektomie: Schritt für Schritt mit Vergleich zum transperitonealen Zugang H. Hostmann et al. 2011 Abstract

M. Horstmann1, C. Padevit1, C. Schwab1, K. Horton1, H. John1

1Kantonspital Winterthur, Klinik für Urologie, Winterthur, Switzerland

Einleitung: Die roboterassistierte radikale Prostatektomie hat sich zur Standardtechnik entwickelt. Der Zugang kann extra- oder transperitoneal erfolgen. Die extraperitoneale Technik hat Vorteile bezüglich weniger benötigter Trendelenburg-Lagerung, Vermeidung intraperitonealer Komplikationen und schnellerem Nahrungsaufbau. Sie ist technisch anspruchsvoller als die transperitoneale Trokarplatzierung.

Methode: Dieser Film präsentiert den extraperitonealen Zugang zur roboterassistierten radikalen Prostatektomie Schritt um Schritt. Zusätzlich wurde der extraperitonealen Zugang mit dem transperitonealen Zugang retrospektiv in einer kontinuierlichen Serie der letzten 152 Prostatektomien verglichen. Über die Art des Zugangs wurde nach onkologischer Indikation, Begleiterkrankungen und Voroperationen entschieden.

Ergebnisse: In 92 Fällen wurde ein extra- und in 60 Fällen ein transperitonealer Zugang gewählt Der BMI beider Patientengruppen unterschied sich mit im Median 26 (min. 17 - max. 36) in beiden Gruppen nicht. Die Zeit von Schnitt bis zur Konsolenarbeit lag bei Patienten mit extraperitonealem Zugang im Median bei 20 min (min. 5 - max. 41 min.) und bei Patienten mit transperitonealem Zugang bei im Median 17 min (min. 9 - max. 50 min). Die Zeiten der weiteren operativen Schritte waren in beiden Gruppen gleich.

Schlussfolgerung: Die extraperitoneale Zugangstechnik ist im standardisierten Ablauf genauso sicher und ähnlich schnell durchführbar, wie der transperitoneale Zugang. Je nach präoperativen onkologischen und anatomischen Voraussetzungen ergeben sich Vorteile für einen der beiden Zugänge. Wir empfehlen daher beide Techniken in der Routine anzuwenden.

392 Die fortlaufende Naht mit einem selbsthaltenden Faden: Modifikation der vesikourethralen Anostomose bei der roboter-assistierten radikalen Prostatektomie (3. Filmpreis 2011) C. Wagner et al. 2011 Abstract

C. Wagner1, A. Labanaris1, V. Zugor1, J.H. Witt1 

1St. Antonius-Hospital Gronau GmbH, Urologie und Kinderurologie - Prostatazentrum Nordwest, Gronau, Germany 

Einleitung: Wir beschreiben die Technik der fortlaufenden vesikourethralen Anastomose mit einem einfach armierten selbsthaltenden Faden im Rahmen der roboter-assistierten radikalen Prostatektomie (RARP)

Material und Methode: Die Ergebnisse bei der Verwendung des neuen, einfach armierten selbsthaltenden Fadens (4/0, V-Loc™, Covidian, Dublin, Irland) wurden mit unserer Standardtechnik (doppelt-armiert, 19cm jeweils, 3/0 Monocryl, Braun, Melsungen, Deutschland) verglichen. Folgende Parameter wurden untersucht: Zeit zur Vervollständigung der Anastomose, Paravasat im Zystogramm (Tag 3-5) sowie intra-/postoperative Komplikationen. Ein erfahrener Operateur (>1500 RARP´s) führte zwischen September und November jeweils 20 konsekutive Eingriffe durch.

Ergebnisse: Die Zeit die für die Komplettierung der Anastomose benötigt wurde betrug in der Gruppe mit dem selbsthaltenden Faden 8,4min im Vergleich zu 10,4min in der Gruppe mit der Standardtechnik. Extravaste wurden keine beobachtet, einer der selbsthaltenden Fäden riss am Beginn der Anastomose mit der Notwendigkeit der Verwendung eines weiteren Fadens. Sonstige Komplikationen wurden nicht beobachtet.

Zusammenfassung: Die vesikourethrale Anastomose kann in der beschriebenen Technik sicher durchgeführt werden. Die Zeit die zur Durchführung der Anastomose benötigt wird ist auch bei erfahrenen Operateuren ca. 2 Minuten kürzer als bei unserer Standardtechnik. Diese Zeitersparnis kann die Mehrkosten von ca. €25,00 rechtfertigen, zumal die Zeitersparnis bei weniger erfahrenen Operateuren möglicherweise größer ist.

621 MRT-navigierte stereotaktische Stanzbiopsie B. Hadaschik et al. 2011 Abstract

B. Hadaschik1, T. Kuru*1, C. Tulea*1, D. Teber1, J. Huber1, V. Popeneciu1, S. Pahernik1, H.-P. Schlemmer*2, M. Hohenfellner1

1Urologische Universitätsklinik Heidelberg, Heidelberg, Germany, 2Deutsches Krebsforschungsinstitut, Abteilung Radiologie, Heidelberg, Germany

Einleitung: Um die Prostatakarzinomdiagnostik zu verbessern, wurde ein perineales Prostatastanzsystem entwickelt, welches präinterventionelle MRT-Daten mit periinterventionellem Ultraschall kombiniert.

Material und Methoden: 50 Pat. wurden biopsiert (med. Alter 67J, PSA 7,9ng/ml, Prostatavol. 51ml). 25 Männer waren zuvor negativ transrektal gestanzt worden. Präinterventionell wurde ein multiparametrisches 3T MRT durchgeführt. Läsionen wurden markiert und der Datensatz an das Biopsiesystem transferiert. Mit Hilfe eines eigens entworfenen TRUS-Schallkopfes auf einem Stepper wurde ein 3D-Datensatz der Prostata generiert und anschließend mit dem MRT fusioniert. Danach wurden perineale Biopsien supekter Läsionen sowie systematische Biopsien unter live US-Kontrolle durchgeführt und die Entnahmeorte in 3D dokumentiert.

Ergebnisse: Bei 27/50 Pat. wurde ein PCa diagnostiziert. Bei zuvor negativ gestanzten Männern erfolgte ein Tumornachweis in 36%. Eine positive Korrelation zwischen MRT und Histopathologie fand sich in 36/50 Patienten. Bei hochsuspekten MRT-Läsionen lag die Detektionsrate bei 100% (13/13). Die histol. Auswertung von fraglichen und hochsuspekten MRT-Befunden zusammen erbrachte den PCa-Nachweis in 22% der einzelnen Stanzen (51/232). Zum Vergleich waren nur 7% der systematischen Biopsien positiv (66/927). Der target registration error aller 1159 Stanzen betrug 1,7mm. Es wurden ein Harnverhalt und ein Hämatom beobachtet. Infekte traten nicht auf.

Schlussfolgerungen: Perineale stereotaktische Prostatabiopsien ermöglichen eine effektive Untersuchung MRT-suspekter Läsionen. Zusätzlich ist es möglich, jede einzelne Biopsie exakt zu lokalisieren. Dadurch können MRT Daten validiert und Therapien differenziert geplant werden. Die Morbidität des Eingriffs ist minimal.

823 Laparoskopische roboterassistierte vesikovaginale Fistelexzision mit peritonealer Flap-Interposition M. Horstmann et al. 2011 Abstract

M. Horstmann1, N. Engel2, C. Schwab1, K. Horton1, C. Padevit1, H. John1 

1Kantonspital Winterthur, Klinik für Urologie, Winterthur, Switzerland, 2Spital Wetzikon, Klinik für Urologie, Wetzikon, Switzerland

Einleitung: Das Video demonstriert die Technik der laparoskopisch roboterassistierten Rekonstruktion einer vesiko-vaginalen Fistel.

Methode: Die Patientin unterzog sich 2 Monate vorher einer transabominalen Hysterektomie bei einem grossen Uterusmyom, wobei im postoperativen Verlauf eine supratrigonale vesiko-vaginale Fistel dignostiziert wurde, die sich nicht spontan verschloss. Alternativ zu einer Re-Laparotomie, Fistelverschluss und Omentum-majus-Interponat wurde die hohe vesikovaginale Fistel laparoskopisch roboterassistiert saniert.

Ergebnisse: Das Peritoneum wurde inzidiert und die Vaginalwand eröffnet. Der präoperativ vaginal eingelegte Fogarthy-Katheter im Fistelgang konnte gut lokalisiert werden. Nachdem die Harnblase eröffnet wurde, konnte die Fistel entlang des Fogarthy-Katheters exploriert werden. Danach wurde die Harnblasenwand zirkulär mobilisiert. Zum Schutz des rechten Ureters wurde dieser mit Pigtailkatheter über den 5 mm Trokar geschient. Der Fistelgang wurde vollständig exzidiert. Im Anschluss wurde die Vaginalwand mit einer fortlaufenden Naht mit Vicryl 2-0 verschlossen. Dann erfolgte die Mobilisation eines peritonealen Flaps, der die Nahtreihe der Vaginalwand von der Blase trennte. Im Anschluss daran wurde auch die Blasenwand mit einer fortlaufenden Naht mit Vicryl 2-0 verschlossen und eine Leckage mit Blasenfüllung ausgeschlossen. Die Patientin verliess die Klinik am 2. postoperativen Tag. Die Zystographie ergab im Verlauf ebenso suffizienteVerhältnisse, klinisch blieb Patientin geheilt.

Zusammenfassung: Die laparoskopisch roboterassistierte vesiko-vaginale Fistelrekonstruktion unter Verwendung eines peritonealen Flaps stellt eine gering invasive und vielversprechende Methode dar zur Rekonstruktion von hoch gelegenen vesikovaginalen Fisteln.

1112 Roboter-assistierte Nierenteilresektion Early unclamping Technik und Sliding Clip Renorraphie zur Reduktion der warmen Ischämiezeit G. Schön et al. 2010 Abstract

G. Schoen1, T. Egner1, M. Noe1, F. Schiefelbein1

1Missionsaerztliche Klinik, Urologie, Wuerzburg, Germany

Einleitung: Die laparoskopische Nierenteilresektion hat sich an einigen Zentren als Alternative zur offenen Operationstechnik etabliert, mit vergleichbaren onkologischen und funktionellen Ergebnissen bei gleichzeitiger reduzierter Morbidität und verkürzter Rekonvaleszenz. Allerdings ist die warme Ischämiezeit und die Komplikationsrate erhöht. Die laparoskopische Teilresektion ist technisch anspruchsvoll, erfordert fortgeschrittene Kenntnisse für Tumorexzision und Rekonstruktion mit intrakorporaler Nahttechnik, wodurch die verbreitete Akzeptanz limitiert ist. Roboterassistenz bietet dem Operateur eine Anzahl von Möglichkeiten, die in diesem Video vorgestellt werden.

Material und Methoden: Das Video zeigt die Hauptschritte der Op: Die Nierengefäße werden separat mit Bulldogklemmen abgeklemmt. Tumorresektion der ca. 5 cm großen RF am Nierenhilus ohne Koagulation mit der Schere. Verschluss des Hohlsystems und Hämostase des Tumorbettes mit einer fortlaufenden 3x0 Vicryl-Naht Sofortige Entfernung der sichtbare Blutungen können exakt umstochen werden. Renorrhaphie mit Weck-Clips an den Enden, die so über den Faden geschoben werden, dass es zu einer Kompression und Eindellung des Nierengewebes kommt.

Ergebnisse: Retrospektiv werden die letzten 45 offenen und 40 laparoskopischen Eingriffe mit den 16 DaVinci-Operationen verglichen, die die Laparoskopie komplett abgelöst haben. Die warme Ischämiezeit betrug bei den offenen Op`s 10,4, bei den lap. 27 und bei den DaVinci-Op`s 13 min. Tumorränder waren negativ,Konversation erfolgte wegen Blutung bei den lap.Op`s bei 2 (5%), bei den robot. Op`s bei 1(6%) Pat. Urinfistel bei 6,6%, 7,5% und 6%.

Schlussfolgerung: Die beiden Techniken zur Hämostase bewirken eine sichere Blutstillung und Abklemmzeiten, die an die offene Technik heranreichen.

1113 Technik der Da Vinci - assistierten laparoskopischen Adrenalektomie F. Schiefelbein et al. 2010 Abstract

F. Schiefelbein1, G. Schön1, M. Noe1, S. Plhal1

1Missionsaerztliche Klinik, Urologie, Wuerzburg, Germany

Einleitung: Die laparoskopische Adrenalektomie ist der Goldstandard in der chirurgischen Behandlung von Raumforderungen der Nebenniere. Roboter-assistierte Techniken bieten hervorragende Sicht mit drei-dimensionaler Darstellung.

Methode: In diesem Video zeigen wir die Technik der DaVinci-Adrenalektomie. Bei einer 60-jährigen Patientin wurde bei einem Kontroll-CT ein Jahr nach radikaler Tumor-Nephrektomie auf der rechten Seite ein 5 cm hormon-inaktiver Tumor der li. Nebenniere diagnostiziert. Die Position der Ports ist identisch mit der bei laparoskopischer radikaler Tumor-Nephrektomie.Die Operation beginnt mit der Mobilisation des Colon descendens und der li. Flexur, um den Nierenhilus und den Nierenoberpol darzustellen. Die linke Colonflexur wird vollständig abpräpariert, um das Pankreas darzustellen. Darunter ist die Nebennierenraumforderung sichtbar. Nieren- und Nebennierengefäße werden vorsichtig freipräpariert. Wegen den anatomischen Variationen ist dieser Schritt sorgfältig durchzuführen. Der obere Nierenpol wird vollständig freipräpariert, danach wird die Nierenvene dargestellt und der Abgang der Nebennierenvene exponiert. Zunächst wird die Nebennierenarterie geklippt und durchtrennt, anschließend die Nebennierenvene. Der Nebennierentumor wird vollständig freipräpariert, das Fettgewebe, das den Nierenoberpol umgibt, wird komplett am Präparat belassen. Das Präparat wird durch den erweiterten Kameraport in einem laparoskopischen Bergebeutel entfernt.

Zusammenfassung: Mit dieser Technik werden die onkologischen Prinzipien, durch Einbeziehung der Entfernung des umgebenden Gewebes, vollständig erfüllt. Die hervorragende Sicht und die hochgradige Flexibilität der Instrumentenbewegung sind entscheidende Vorteile zur konventionellen laparoskopischen Technik.

1114 Da Vinci - assistierte Pyeloplastik-Technik mit tramsumbilicalem Kammeraport und zwei Arbeitstrocharen F. Schiefelbein et al. 2010 Abstract

F. Schiefelbein1, G. Schön1, M. Noe1, S. Plhal1

1Missionsaerztliche Klinik, Urologie, Wuerzburg, Germany

Einleitung: Die konventionelle Pyeloplastik hat gute funktionelle Ergebnisse, ist jedoch mit erheblicher Morbidität und eingeschränktem kosmetischen Narbenbild vergesellschaftet. Die laparoskopische Pyeloplastik hat sich inzwischen zum Goldstandard der Behandlung entwickelt. Die DaVinciassistierten Operationstechnik mit drei-dimensionale Sicht und die Flexibilität der Instrumente ermöglicht eine präzise Präparation und eine wasserdichte Anastomose. Dadurch ist unter Verwendung von nur zwei Arbeitstrokaren, ein hervorragendes kosmetisches und funktionelles Ergebnis zu erreichen.

Methode: In diesem Video zeigen wir die DaVinci-Pyeloplastik. Bei einem 19-jährigen Mädchen wurde eine extrinsischen Ureterabgangsstenose diagnostiziert. Der Zugang für den Kameraport erfolgt durch den Nabel. Die Operation beginnt mit der Mobilisation des Colon descendens und der linken Flexur. Der untere Nierenpol wird dargestellt, ebenso der craniale Ureteranteil. Nach Freilegen des ureteropelvinen Überganges zeigt sich ein kreuzendes Gefäß. Der Harnleiter wird subpelvin durchtrennt und das Nierenbecken über das kreuzende Gefäße platziert. Es erfolgt die Spatulation des proximalen Ureters nach lateral. Ein 4x0 Vicrylfaden wird für eine fortlaufende Anastomosennaht verwendet. Die hintere Naht erfolgt von cranial nach caudal bis zum tiefsten Punkt des spatulierten Ureters, die vordere Naht entgegengesetzt. Der Katheter wurde am ersten postoperativen Tag entfernt, die Drainage am zweiten postop. Tag.

Zusammenfassung: Aufgrund des transumbilicalen Zugangs und der Benutzung von nur zwei 8 mm Arbeitstrokaren kann ein ideales kosmetisches und funktionelles Ergebnis durch die DaVinci-assistierte Technik erzielt werden.

1115 Transplantationstechniken als Einstieg in die rekonstruktive Laparoskopie: Laparoskopische Autotransplantation am Tiermodell. O. Reichelt et al. 2010 Abstract

O. Reichelt1, A. Borkowetz*1, T. Weirich2, F. Greco1, R. Hoda1, J. Schubert3, P. Fornara1

1Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Urologische Klinik und Nierentransplantationszentrum, Halle, Germany, 2Klinikum Pirna, Urologische Klinik, Pirna, Germany, 3Friedrich-Schiller-Universität Jena, Urologische Klinik, Jena, Germany

Hintergrund: Im Unterschied zu ablativen laparoskopischen Eingriffen erfordern rekonstruktive minimal-invasive Techniken zusätzliche manuelle
Fertigkeiten insbesondere während des intrakorporalen Nähens. Gefäßnahttechniken könnten dafür eine Ausbildungsgrundlage bieten.

Methodik: Nach 50 h Übung an einem Pelvitrainer zum Erlernen des laparoskopischen Handlings und insbesondere verschiedener Nahttechniken [A] wurden von Februar-August 2006 insgesamt 15 Schweine (ca. 40 kg, Intubationsnarkose, Rechtsseitenlage, sieben Trokare): 1. laparoskopische Nephrektomie, 2. in-situ Kaltperfusion, 3. laparoskopische Autotransplantation [B]. Unmittelbar im Anschluss erfolgte eine zweimonatige Hospitation an einem ausgewiesenen laparoskopischen Zentrum [C].

Ergebnisse: Nach Abschluß der Phase [A] folgte eine lange, durch Komplikationen gekennzeichnete experimentelle Operationsphase [B], z.B. Blutungen, Hautemphyseme, technische Ausfälle, inoptimale Trokarplazierung, ungeeignete Instrumente. Es gelangen 11 laparoskopische Nephrektomien; nur während der letzten drei Operationen konnten suffiziente End-zu-seit-Gefäßanastomosen mit guter Revaskularisierung genäht werden (Anastomosenzeit ca. 80-110 min). Während der anschließenden Hospitation [C] wurden fünf endoskopische extraperitoneale Prostatektomien (OP-Zeit: 145 - 235 min) und zwei radikale Tumornephrektomien selbständig durchgeführt (OP-Zeit: 180-230 min).

Schlussfolgerung: Die laparoskopische Autotransplantation am Tiermodell verbindet in idealer Weise ablative und rekonstruktive Operationstechniken. Für den laparoskopischen Anfänger ist sie zwar mit langen, aber von einem Mentor unabhängigen Lernphasen [A,B] verbunden. Sie verkürzt die externe Hospitationsphase [C] im Anschluß auf einen überschaubaren Zeitraum.

287 Die bulbo - urethrale Suspension: Operationsmethode mit einem teilweise resorbierbaren Implantationssystem H. John et al. 2010 Abstract

H. John1, C. Padevit*1, B. Mattsson*1, M. Horstmann1

1Kantonsspital Winterthur, Urologie, Winterthur, Switzerland

Einleitung: Eine mittelgradig bis schwere Inkontinenz nach Prostatektomie tritt bei bis zu 5 % der Patienten auf. Künstliche Sphinkterprothesen gelten nach wie vor als Gold-Standard der operativen Versorgung. Aufgrund bekannter Risiken, wie Implantatinfektion und Harnröhrenarosion wird weiterhin nach besseren Therapiealternativen gesucht.

Methode: Wir präsentieren eine neue Operationsmethode zur Anlage einer bulbourethralen Suspension mit teilweise resorbierbarem Implantationssystem. Zur Freilegung und Exposition der bulbären Harnröhre wurde ein perinealer Zugang gewählt. Zunächst wurde das 2,5 cm breite Schlingenimplantat (SERATIM B - SERAG-WIESSNER, Deutschland) auf ein absorbierbares 7x4 cm Schweinehaut-Kollagen-Implantat (Pelvisoft 4x7, BARD, Schweiz) genäht und um die bulbäre Urethra positioniert. Schliesslich wurden zwei gebogene Hohlnadeln retrosymphysär lateral der Harnblase zu zwei suprapubisch liegenden Hautinzisionen ausgeleitet. Durch die Hohlnadeln wurden die Enden des Implantates gezogen und zystoskopisch beidseits eine Blasenperforationen ausgeschlossen. Mit Hilfe intraoperativer Urodynamik wurde durch Anpassen der Bandspannung der antegrade Öffnungsdruck auf 60 - 65 cm H20 eingestellt.

Ergebnisse: Die Operationszeit betrug 127 min. Der intra- und postoperative Verlauf war komplikationslos. Nach DK-Entfernung am 3.post-operativen Tag zeigte der Patient bei Kontinenz eine restharnfreie Miktion mit einem Flow max. von 25 ml/s.

Schlussfolgerung: Die bulbo-urethrale Suspension ist eine effektive Methode zur Inkontinenzbehandlung bei mittlerer und schwerer Belastungsinkontinenz nach Prostatektomie.

288 Doppel-Cuffi transcorporal Arteficial Urinary mit locker adaptierten Manschetten. Eine Lösung für Extremfälle. Beschreibung der Technik und der Ergebnisse Aragona M. S. et al. 2010 Inhaltsangabe

Filmnummer 288

Autor: Aragona M.S. et al.

Klinik für Urologie des Städtischen Klinikums Lüneburg

Titel: Doppel-Cuffi transcorporal Arteficial Urinary mit locker adaptierten Manschetten. Eine Lösung für Extremfälle. Beschreibung der Technik und der Ergebnisse

Es werden die Indikationen und Technik einer transcorporalen Implantation eines artifiziellen Sphikter mit Doppel-Manschette dargestellt. In Steinschnittlage wird nach gründlicher Desinfektion zunächst ein 12 Charr. Katheter transurethral eingelegt. Der Zugang ist perineal. Es wird die Präparation der bulbären Urethra und beider Corpora cavernosa gezeigt. Die Corpora werden beidseits ventral inzidiert, dann mit einem Overholt dorsal der Urethra getunnelt. Nachdem der Umfangsmessung für die Einlage des cuffs werden beide cuffs platziert. Der Ballon wird intraperitoneal implantiert. Die Füllung des Systems und die Connection der Einzelteile werden demonstriert.

Die Ergebnisse von 9 Patienten, die mit dieser Technik versorgt wurden, werden vorgestellt. (Enzmann)

289 Langzeitergebnisse der Latissimus Dorsi Detrusor Myoplastie bei akontraktiler Harnblase - Eine unizentrische Analyse (1. Filmpreis 2010) G. Gakis et al. 2010 Abstract

G. Gakis1, M. Ninkovic*2, G. Sturtz*2, K.-D. Sievert1, A. Stenzl1

1Eberhard Karls Universität Tübingen, Klinik für Urologie, Tübingen, Germany, 2Klinikum München-Bogenhausen, Klinik für Plastische, Rekonstruktive, Hand- und Verbrennungschirurgie, München, Germany

Einleitung: Die Latissimus Dorsi Detrusor Myoplastie stellt ein kuratives operatives Verfahren bei akontraktiler Harnblase dar. In diesem Video veranschaulichen wir das intraoperative Vorgehen und präsentieren unsere unizentrischen Langzeitergebnisse.

Material und Methoden: Von 06/2003 bis 08/2009 wurden 14 Patienten (mittl. Alter: 38 Jahre, 17-63; 8 Männer, 6 Frauen) mit urodynamisch nachweisbarer akontraktiler Harnblase auf dem Boden einer Läsion des unteren motorischen Neurons eingeschlossen. Die Patienten führten präoperativ über durchschnittlich 4.7 Jahre (1.4-12) den ISK mit einer Frequenz von 4-8/24h und Volumina von 500ml (250-800) durch. Das mittlere Follow-up lag bei 46 Monaten (3-71) und wurde mittels Videourodynamik ermittelt.

Ergebnisse: Bei 11 von 14 Patienten (79%) trat postoperativ nach einer mittleren Zeitspanne von 4 Monaten (1.4-16.2) eine Wiedererlangung der Spontanmiktion mit durchnittlichen RH-Werten von 25ml (0-80) und max. Flow von 29 ml/s (15-46) auf. Die mittlere Blasenkapazität betrug postoperativ 470ml (300-600), die Compliance lag bei > 70cm H20 und der maximale Vesikaldruck (max Pves) stieg von 15cm H20 (0-40) präoperativ auf 52cm H20 (30-63) postoperativ. Bei einem Patienten konnte die Frequenz des ISK von präoperativ 5-6/24h auf 2-4/24h postoperativ reduziert werden mit einem RH von 180ml und einer max. Flow von 10ml/s. Aktuell führen 2 Patienten den ISK postoperativ mit einer Frequenz von 4-6/24h durch. Bei allen Patienten sistierten die Harnwegsinfekte postoperativ (Mittel präop.: 10/Jahr (1-24). Ein vesikoureteraler Reflux entwickelte sich bei keinem Patienten während des Follow-up Zeitraums.

Schlussfolgerung: Die LDDM ist bei Patienten mit therapieresistenter akontraktiler Harnblase eine gute und dauerhafte Therapieoption.

290 Tipps und Tricks der Da Vinci-Zystektomie - Erfahrungen nach über 50 Operationen B. Kopper et al. 2010 Abstract

B. Kopper1, S. Siemer1, T. Gebhard*1, J. Kamradt1, M. Stöckle1

1Universitätskliniken des Saarlandes, Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, Homburg, Germany

Einleitung: Die Zystektomie mit Hilfe des DaVinci-Systems stellt den Operateur und sein Team vor neue und ungewohnte Herausforderungen. Um die Lernkurve zu beschleunigen und um Schritte zu vermeiden, die den intraoperativen Verlauf erschweren, stellen wir unsere Erfahrungen nach über 50 daVinci-Zystektomien vor. Beginnend mit dem operativen Zugang bis hin zum Absetzen der Harnröhre und dem retromesenterialen Durchzug der Harnleiter werden die einzelnen Schritte dargestellt. Auch vermeidbare „Irrwege“ werden aufgezeigt und können so vermieden werden.

Material und Methoden: Das Videomaterial von 50 Zystektomien wurde retrospektiv durchgesehen. Hierbei wurde darauf geachtet, welche Manöver vorteilhaft bzw. inwieweit einzelnen Schritte den weiteren Operationsverlauf negativ beeinflussten.

Ergebnisse: Nach über 50 Zystektomien zeigt sich, dass die primäre Lymphadenektomie die anschließende Zystektomie deutlich erleichtert. Neben einer anatomiegerechten Exposition der Seitenpfeiler können die versorgenden Gefäße dargestellt und separat durchtrennt werden. Hierbei zeigt sich ein wesentlicher Vorteil bei der Darstellung der Nervenbündel. Bei Anlage einer orthotopen Ersatzblase wurden die Anastomosenfäden mit dem System vorgelegt. Somit konnte die orthotope Harnableitung über den kleinen, 4-6cm langen Bergeschnitt im Oberbauch angelegt und anschließend mit der Harnröhre verbunden werden.

Schlussfolgerung: Das Filmprojekt „Tipps und Tricks der DaVinci-Zystektomie - Erfahrungen nach über 50 Operationen“ kann dazu beitragen, dem Operateur den Einstieg in die roboterassistierte Zystektomie zu erleichtern und so den bestmöglichen Benefit für den Patienten zu realisieren.

387 Die extraperiteonale laparo-endoscopische single site radikale Prostatektomie (LESS) (3. Filmpreis 2010) R. Rabenalt et al. 2010 Abstract

R. Rabenalt1, C. Arsov1, C. Winter1, M. Giessing1, P. Albers1

1Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Urologie, Düsseldorf, Germany

Einleitung: Die Weiterentwicklung der minimal-invasiven Techniken führte zum Konzept der single-port Laparoskopie (LESS). Wir berichten über die erste extraperitoneale laparo-endoskopische single site radikale Prostatektomie (LESS).

Material und Methoden: Der Eingriff erfolgte bei einem 74-jährigen Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom (PSA 9,9 ng/ml, Gleasonscore 3+3=6). Nach ca. 2cm langer Hautinzision in der Mittellinie unterhalb des Nabels und Präparation des präperitonealen Raumes wird der Triport eingesetzt. Der Triport ermöglicht das gleichzeitige Einführen von zwei Instrumenten und der Kamera. Wir verwendeten starre und gebogene Laparoskopieinstrumente. Die Operation erfolgte dann in den Schritten der endoskopischen extraperitonealen radikalen Prostatektomie.

Ergebnisse: Die Operationszeit betrug 290 Minuten. Der Blutverlust betrug 100ml. Es traten keine intra- oder postoperativen Komplikationen auf. Am 6. postoperativen Tag konnte der Katheter entfernt werden. Die histologische Untersuchung ergab ein pT2c-Prostatakarzinom (Gleasonscore 3+4=7) mit negativen Absetzungsrändern. Drei Wochen postoperativ berichtete der Patient eine nur sehr geringe Stressharninkontinenz mit der Benutzung einer Sicherheitsvorlage. Es trat keine Wundheilungsstörung auf.

Schlussfolgerungen: Eine minimal-invasive radikale Prostatektomie über nur einen Port ist durchführbar. Dennoch ist eine Verbesserung der Instrumente und des Trokarsystems notwendig, um diese Technik zu standardisieren und reproduzierbar zu machen. Des Weiteren sind prospektive Studien notwendig, um die funktionellen und onkologischen Ergebnisse als auch die potentiellen Vorteile, wie geringeres Gewebetrauma und Schmerzen zu prüfen, um so den Stellenwert der LESS radikalen Prostatektomie zu definieren.

388 Die Homburger Technik der vesikourethralen Anastomose bei der laparoskopischen, roboter-assistierten Prostatektomie J. Kamradt et al. 2010 Abstract

J. Kamradt1, B. Kopper1, M. Saar1, M. Janssen1, A. Tzavaras1, S. Siemer1, M. Stöckle1

1Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS), Klinik für Urologie und Kinderurologie, Homburg, Germany

Seit Einführung der roboter-assistierten laparoskopischen Prostatektomie (RALP) sind zahlreiche Techniken der vesikourethralen Anastomose beschrieben worden. Ziel ist vor allem eine wasserdichte, spannungsfreie und anatomisch rekonstruktive Anastomose, die als wichtiger Faktor für die postoperative Kontinenz gesehen wird. In dem dargestellten Videobeitrag möchten wir mit der Erfahrung von über 800 RALPs eine Anastomosentechnik vorstellen, in der wir neben der Verstärkung des posterioren Blasenhalses auch die Blutstillung des durchtrennten Plexus Santorini (PS) in die Naht integrieren.

Wir versuchen bei der RALP blasenhalserhaltend zu operieren. Der PS wird bei der Apexpräparation nicht mehr gesondert umstochen, sondern einfach durchtrennt. Die Anastomose erfolgt als fortlaufende Naht mit 3-0 Monocryl (UR6 Nadel) nach van Velthoven. Der Knoten wird unter den blasenhalsnahen Rand der Denonviller'schen Faszie (DF) gestochen und die dorsalen Nähte fassen neben Urethra und Blasenhals auch die DF dorsalseitig der beiden Strukturen im Sinne einer Rocco-Naht. Ventralseitig wird neben der Urethra auch das Gewebe des PS und am Blasenhals die viscerale endopelvine Faszie (VEF) mit gestochen und der Knoten der Anastomosennaht erfolgt auf diesem Gewebe.

Durch die dorsale Adaptation der DF und ventral der VEF und PS ist die Anastomose der Mucosa weitgehend spannungsfrei. Die Anastomosenknoten liegen dorsal wie ventral auf einer weiteren Gewebsschicht und haben damit ausreichendes Widerlager. Durch die Inkorporation des PS in die Anastomose kann eine suffiziente Hämostase erreicht werden. Die dargestellte Anastomosentechnik ist einfach und zeitsparend. Seit Verwendung dieser Technik sehen wir kaum noch Anastomoseninsuffizienzen. Die Frühkontinenzrate ist hoch.

466 Operative Korrektur einer ektopen Klitoris N. Djakovic et al. 2010 Abstract

N. Djakovic1, R.J.F. Stredele1, F. Kühhas*1, A. Öztürk*1, B. Hadaschik1, J. Nyarangi- Dix1, A. Haferkamp1, J. Pfitzenmaier2, S. Pahernik1, N. Wagener1, M. Hohenfellner1

1Urologische Uniklinik Heidelberg, Heidelberg, Germany, 2Evangelisches Krankenhaus Bielefeld Johannesstift, Klinik für Urologie, Bielefeld, Germany

Einleitung: Die ektope Klitoris ist eine sehr seltene Fehlbildung die häufig mit weiteren Fehlbildungen des Urogenitaltraktes assoziiert ist. In der Literatur finden sich nur wenige Fallberichte über die operative Korrektur einer ektopen Klitoris.

Methoden: Wir stellen den Fall eines 11 Jahre alten Mädchens mit ektoper Klitoris vor, bei dem im Neugeborenenalter eine operative Korrektur der Analatresie durchgeführt wurde. Die Vorstellung der Patientin erfolgte zur weiteren Evaluation bei ungewöhnlichem Erscheinungsbild des äußeren Genitales. In der körperlichen Untersuchung zeigte sich eine Fehlposition der kleinen Labien. Auf der Innenseite des linken Oberschenkels fiel eine Struktur auf, die als Klitoris identifiziert werden konnte. In der Bildgebung zeigte sich eine Diastase der Symphyse. Die ektope Klitoris wurde vollständig mobilisiert, das neurovaskuläre Bündel und ein einzelner Corpus cavernosum wurden identifiziert. Weiter wurden die Glans und das neurovaskuläre
Bündel vom Schwellkörper abpräpariert und letzterer in Höhe des linken Ramus pubis durchtrennt. Durch Verwendung eines subcutanen Tunnels wurde die Klitoris spannungsfrei an die anatomisch korrekte Position verlagert. Die Vertiefung des Mons pubis wurde mittels zweier überlappender subcutaner Lappen korrigiert.

Ergebnisse: In der Nachuntersuchung 6 Monate postoperativ zeigt sich sowohl kosmetisch wie auch funktionell ein sehr gutes Ergebnis.

Schlussfolgerung: Wir zeigen den Fall einer erfolgreichen operativen Korrektur einer sehr seltenen genitalen Anomalie. Bei der Durchsicht der aktuellen Literatur findet sich kein vergleichbarer Fall, der das operative Vorgehen in solch seltenen Fällen beschreibt.

467 Corporoplastik mittels Small-Inzision und Grafting bei Patienten mit Iduratio penis plastica (IPP) und dorsaler Deviation A. Hauptmann et al. 2010 Abstract

A. Hauptmann1, T. Diemer1, G. Lüdecke1, W. Weidner1

1Klinik und Poliklinik für Urologie, Kinderurologie und Andrologie UKGM GmbH, Standort Giessen Justus-Liebig-Universität Giessen, Urologie, Gießen, Germany

Einleitung: Die Corporoplastik bei IPP mit peniler Deviation mittels Small-Inzision und Grafting ist ein standardisiertes Verfahren. Ziel ist die vollständige Begradigung des Penisschaftes ohne Beeinträchtigung der erektilen Funktion und Penislänge. In dem Filmbeitrag werden die entscheidenden Operationsschritte demonstriert.

Material und Methoden: Nach Zirkumzision und "Sleeven" wird die Separation des Gefäß-Nerven-Bündels (Lupenbrille) gezeigt. Nach Markierung des Scheitelpunktes der Deviation erfolgt die Inzision im Bereich der dorsale Zirkumferenz mit Distension der Tunica auf ca. 1,5-2cm. Die Deckung der Schwellköper geschieht mit einem Tutopatch®. Fortlaufende, wasserdichte Einnaht des Grafts mit 4/0 PDS®. Überprüfung der Streckung mittels art. Erektion, Replazierung des Gefäß-Nerven-Bündel mit Firbinkleber und Rekonstruktion (Buck´sche Faszie, Penishaut).

Ergebnisse: Unter konsequenter Durchführung dieser Operationsstrategie erfolgt in über 90% der Patienten eine vollständige Penisschaftbegradigung ohne Penislängenverlust und ohne Veränderung der erektilen Funktion. Zum Ausgleich eines Sanduhrphänomens kann eine Aufpolsterung mit Tachosil erfolgen. Rotationsdeviationen sind durch eine weite Inzision auszugleichen.

Zusammenfassung: Eine suffiziente Penisschaftbegradigung mittels Small-Inzision und Grafting bei IPP-Patienten ist ohne Beeinträchtigung der erektilen Funktion und der Penislänge möglich. Schlüsselstellen der Operation sind die Separation des Gefäß-Nerven-Bündels, die Führung der Inzision über die gesamte Zirkumferenz, die Extension dieses Bereiches und die wasserdichte Deckung. In unseren Händen stellt dieses Verfahren, in einer 2-jährigen Nachbeobachtung, bei 77 Patienten in 90% eine erhaltener Penislänge und eine Deviationskorrektur sicher.

468 Resiudale Raumforderungen nach Chemotherapie beim Hodentumor: Roboter-assistierte laparoskopische Lymphadenektomie (RLA) großer Retroperitonealer Tumore G. Schön et al. 2010 Abstract

G. Schoen1, T. Egner1, M. Noe1, F. Schiefelbein1

1Missionsaerztliche Klinik, Urologie, Wuerzburg, Germany

Einleitung: Definitive Indikationen für RLA nach Chemotherapie in nicht-seminomatösen Tumoren sind Residuen größer als 1 cm und Teratomkomponenten im primären Tumor. Die roboter-assistierte Technik zeigt in diesem Video entscheidende Vorteile gegenüber der herkömmlichen laparoskopischen Technik.

Material und Methoden: Bei einem 40-jähriger Mann mit Hodentumor und Tumormarkererhöhung (ß-HCG 34.200, AFP 4470) ergab das pathologische Ergebnis nach Orchiektomie: Teratom- und Embryonalzell-Carcinom. 4 Zyklen Chemotherapie (PEB) folgten. Die Tumormarker waren negativ, im anschließenden CT wurden große Residualtumore gefunden. OP-video Schritt für Schritt: In Seitenlagerung mit angelegtem Arm erfolgte die Applikation von 4 Trokaren nahe der Mittellinie, anschließend Andocken des Roboters. Abpräparieren des Colons und der linken Flexur, um den Nierenhilus und das Pankreas darzustellen. In Split- und Rolltechnik erfolgte die Isolation der Hauptstrukturen des Retroperitoneums, nach RLA Entfernung des Präparates im Bergesack. Der geschätzte Blutverlust betrug 210 ml.

Ergebnisse: Der Patient konnte am 3.postoperativen Tag entlassen werden. Das pathologische Ergebnis zeigte 6 große Lymphknotenmetastasen, insgesamt: 75% Nekrose, 25% reifes und unreifes Teratom. Re-Staging 3 und 6 Monate postoperativ zeigte keinen Hinweis für einen Relapse postoperativ.

Schlussfolgerung: Roboter-assistierte RLA zeigt Vorteile gegenüber der lap. RLA: 3-D Sicht, 360° abwinkelbare Instrumente, die Erreichbarkeit des gesamten Retroperitonealraumes von den Nierengefäßen bis zum äußeren Leistenring ohne Umdocken des Roboters, Nachahmung der offenen OP. Kontraindikationen bestehen bei invasivem Tumor mit Einwachsen ins Mesenterium mit erforderlicher Darmresektion sowie Invasion in Organe oder größere Gefäße.

1111 Laparoscopic endoscopic single site Surgery (LESS) tumor nephrectomy J.-U. Stolzenburg et al. 2009 Abstract

J.-U. Stolzenburg1, G. Hellawell*2, H.M. Do1, T. Häfner1, A. Dietel1, E. Liatsikos*3

1Universität Leipzig, Klinik und Poliklinik für Urologie, Leipzig, Germany, 2Northwick Park Hospital, London, United Kingdom, 3University of Patras, Patras, Greece

Laparoscopic endoscopic single site surgery (LESS) is an evolving approach to surgery that has been made possible by the development of single port systems and novel, flexible instruments. This video presents our approach to renal tumour nephrectomy with LESS. In addition to our standard laparoscopic instruments we use a 5mm high definition laparoscope (Olympus), a flexible reticulating grasping forceps (RealHand) and the four channel R-port (AdvancedSurgicalConcepts) inserted via a small peri-umbilical incision. The transperitoneal nephrectomy continues in the standard manner with reflection of the colon and dissection of the ureter. Early division of the ureter provides a point of retraction by the reticulating forceps when dissecting the hilum. The use of this reticulating forceps overcomes the lack of triangulation that arises with the use of a single port. As with a standard laparoscopic approach the pedicle is controlled with Hem-O-Lok clips and the angulating 12mm vascular GIA stapler can be introduced via the multiport to safely divide the renal vein. Final renal mobilisation is made possible by the retraction provided by the reticulating forceps. A 15mm Endo Catch bag is released from its introducer and placed via the 12mm multiport channel and the specimen is secured and extracted. Extension of the rectus fascia and skin incision is required for safe extraction of the specimen but results in a well-concealed peri-umbilical scar. Our early experience of LESS
nephrectomies is promising. Up to now we have performed four tumour nephrectomies with this technique and no oncological compromise. The mean operative time was 140 minutes and no complications occurred. LESS is feasible and safe with the development of the multiport and novel instruments in selected cases.

284 Clamcystoplasik mit modifiziertem SCLU - Seromusculär colocystoplastie lined with uorthelium K. Hirsch et al. 2009 Abstract

K. Hirsch (1), S. Kraske (*1), E. Weikert (*1), B. Wullich (1), G. Schott (2)

(1) Universität Erlangen, Urologie, Erlangen, Germany, (2) Universität Erlangen, Erlangen, Germany

In unserem Filmvortrag wird ein 15jähriger Junge mit neurogener Retentionsblase aufgrund einer Spina-bifida operiert. In der Cystomanometrie zeigte sich eine kleinkapazitäre low-compliance-Blase, die sich als therapierefraktär gegenüber Anticholinergika und Botox-Injektionen erwies. Trotz 5-6 mal täglichem sauberen Einmalkatheterismus konnten keine ausreichenden Trockenintervalle erzielt werden. Daher Indikation zur Clamcystoplastik mit SCLU (Seromuscular colocystoplasty lined with urothelium). Zunächst zeigen wir die Präparation des Situs über einen medianen Unterbauchschnitt. Es erfolgt die komplette Präparation der Blase ohne Eröffnung des Peritoneums. Der Detrusor wird in sagittaler Richtung eröffnet, dorsal und ventral bis unmittelbar cranial des Blasenhalses. Dann wird der Detrusor vorsichtig wie zur Autoaugmentation nach lateral abpräpariert unter Erhalt der Blasenmucosa. Die Präparation wird durch vorheriges Auffüllen der Harnblase mit NaCl-Lösung maßgeblich erleichtert. Im Anschluss an die Blasenpräparation wird das Peritoneum eröffnet und ein ca. 20 cm langes Colonsigmoidsegment wird unter strengem Erhalt der Gefäßarkaden isoliert. Anschließend Wiederherstellen der Darmkontinuität mittels Einzelknopfnähten. Das isolierte Colonsegment wird antimesenterial eröffnet. Anschließend erfolgt die sorgfältige Mucosektomie, wobei unbedingt vermieden werden muss, dass einzelne Mucosa-Inseln stehen bleiben. Erleichtert wird die Mucosektomie durch vorheriges Unterspritzen mit Kochsalzlösung. Das seromuskuläre Colonsegment wird als U rekonfiguriert und über dem Blasenurothel platziert. Der Darmpatch wird fortlaufend mit dem verbliebenen Detrusor vernäht.

285 Rekonstruktion einer komplett zerstörten Harnröhre vom Sphinkter bis zum Meatus mittels Mundschleimhaut J. Beier et al. 2009 Abstract

J. Beier1, H. Keller1

1Sana Klinikum Hof GmbH, Klinik für Urologie, Kinderurologie und Onkologische Urologie, Hof, Germany

Einleitung: Rekonstruktion einer komplett strikturierten Harnröhre, minimal invasiv über eine 4 cm lange perineale Inzision.

Material und Methoden: Nach Entnahme der Mundschleimhaut als kontinuierlichen Streifen (1,1cm breit und 20-22 cm lang) aus beiden Wangeninnenseiten und der Unterlippe sowie aus der Oberlippeninnenseite, (wobei bis zu 25 cm problemlos entnommen werden können), wird nach kompletter Abtragung des submukösen Fettes die Implantation über einen perinealen, 4 cm langen Zugang gezeigt. Nach perinealer Inzision und Freilegung der bulbären Harnröhre wird nach subcutaner Mobilisation des Penisschaftes bis zur Penisspitze der Penis nach ventral durchgezogen und die Harnröhre in ihrem Längsverlauf eröffnet. Nach Ablösen der ventralen Glansseite von der Urethra bis zur Meatusspitze wird der Mundschleimhautstreifen durch fortlaufende 6x0 Monocrylnaht eingenäht. Nach Reposition des Penis erfolgt dann die Schleimhautanastomosierung mit dem Glansepithel ebenfalls mit 6x0 Monocryl. Anschließend Decken des Mundschleimhautonlays mittels fortlaufender Naht des Corpus spongiosums 4x0 Monocryl. Nach schichtweisem Wundverschluß erfolgt die Einlage eines 18 Charr. Einmalkatheters für sieben Tage sowie eines suprapubischen Fistelkatheters für insgesamt drei Wochen.

Ergebnisse: Die Ergebnisses sind bei 38 Patienten und einem mittlerem follow up von 29 Monaten mit einer Rezidivrate von 7,9% (3) exzellent.

Schlussfolgerungen: Das Video zeigt eine minimal invasive Technik, bei der über eine 4-5 cm lange Hautinzision ein Komplettersatz der gesamten Urethra möglich ist.

286 Radikale roboterassistierte Zystektomie mit intrakorporalem orthotopem Ileumpouch bei der Frau H. John 2009 Abstract

H. John1, C. Möckel2, P. Wiklund*3

1Kantonsspital Winterthur, Winterthur, Switzerland, 2Klinik Hirslanden, Zürich, Switzerland, 3Karolinska Institutet, Stockholm, Sweden

Einleitung: Dieses Video demonstriert die Machbarkeit der roboterassistierten radikalen Zystektomie, extendierten Lymphadenektomie und intrakorporalen Rekonstruktion mit einem 3-Arm-Robotersystem.

Material und Methoden: Die Patientin wird auf dem Rücken in Trendelenburg-Position gelagert. Der periumbilikale Kameratrokar sowie die beiden 8mm robotischen Arbeitstrokare werden platziert. Zusätzlich werden zwei 12mm Trokare ins rechte Hemiabdomen sowie ein 15mm Trokar ins linke Hemiabdomen geführt. Die Harnleiter werden zwischen Hemo-lock Clips mit einem kurzen Haltefaden abgesetzt, der distale Schnittrand zum Schnellschnitt geschickt. Es erfolgt anschliessend die erweiterte Lymphadenektomie. Das ligamentum infundibulo-pelvicum wird beidseits geklippt. Die oberen und unteren Blasenpfeiler durchtrennt. Die Harnröhre wird dargestellt und die Blase abgesetzt. Das Präparat wird durch die Vagina mit einem 15mm Endobag geborgen. Vaginastumpf und Blasenhals werden fortlaufend mit Vicryl 2-0 geschlossen. Das Ileumsegment wird eröffnet und eine ileourethrale Anastomose wird mit PDS 4-0 erstellt. Dann werden 45cm Ileum mit einem Endo GIA 60mm Stapler ausgeschaltet und reanastomosiert. Das ausgeschaltete Ileum-Segment wird geöffnet und die Neoblase mit PDS 3-0 genäht. Eine Wallace II- Platte wird gebildet mit Biosyn 4—0. Die Harnöhrenplatte wird auf den afferenten Schenkel genäht. Der Pouch wird abschliessend auf Dichtigkeit geprüft.

Ergebnisse: Instruktives, technisches Video.

Schlussfolgerungen: Die roboterassistierte radikale Zystektomie bei der Frau mit intrakorporaler Rekonstruktion des Harntraktes mit einem orthotopen Ileumpouch ist technisch machbar, braucht jedoch noch weitere Entwicklungsarbeit um als Routineeingriff bezeichnet werden zu können.

382 Haemostasis during nerve-sparing Endoscopic Extraperitoneal Radical Prostatectomy J.-U. Stolzenburg et al. 2009 Abstract

J.-U. Stolzenburg , H.M. Do1, N. Ghulam*2, G. Hellawell*3, T. Häfner1, E. Liatsikos*4

1Universität Leipzig, Klinik und Poliklinik für Urologie, Leipzig, Germany, 2University of Aberdeen, Aberdeen, United Kingdom, 3Northwick Park Hospital, London, United Kingdom, 4University of Patras, Patras, Greece

Laparoscopic transperitoneal and endoscopic extraperitoneal radical prostatectomy are well established surgical procedures for the treatment of localised prostate cancer. Bleeding is one of the potential risk factors and achieving effective haemostasis remains a vital step of all methods of minimal invasive radical prostatectomy including robot-assisted prostatectomy. This video demonstrates various measures of controlling bleeding from commonest sites of haemorrhage such as injury to the epigastric vessels, bleeding from the prostatic pedicle and the Santorini plexus during the dissection of the prostate. In nerve sparing radical prostatectomy, despite a careful dissection, venous as well as arterial bleeding from the neurovascular bundle can occur after the removal of prostate. Any use of energy source at this step of the procedure run the risk of injury to the extremely sensitive neurovascular structures.

In case of arterial bleeding we recommend accurate placement of suture which is shown in the video. In general, we prefer suturing to clip application in this area as vessels retract and clips can not be applied without risk of injury to the bundles. Venous oozing is more often than arterial bleeding and can be carefully controlled using haemostatic agents. Tachosil is a dry equine fibrin adhesivecoated collagen sponge with fixed solid layer of human thrombin and fibrinogen. Tips and tricks are demonstrated how to place Tachosil sponges to achieve adequate haemostasis.

In a series of 300 intrafascial nerve sparing radical prostatectomies, we have used Tachosil in 32 cases. In none of cases of the Tachosil group blood transfusion was required. The transfusion rate in the non-Tachosil group was 0.7%.

383 Die intrafasciale erektionsprotektive radikale perineale Prostatektomie J. Beier et al. 2009 Abstract

J. Beier1, H. Keller1

1Sana Klinikum Hof GmbH, Klinik für Urologie, Kinderurologie und Onkologische Urologie, Hof, Germany 

Einleitung: Eine erektionsprotektives Vorgehen bei der radikalen Prostatektomie kann neben dem Erhalt der erektilen Funktion auch eine raschere Wiedererlangung der Kontinenz erreichen. Die Präparation kann hierbei entweder inter- oder bei selektierten Patienten auch intrafascial erfolgen. Wir zeigen erstmals die intrafasciale erektionsprotektive radikale perineale Prostatektomie (RPP) unter Zuhilfenahme einer 4-fach-vergrößernden Lupenbrille.

Ergebnisse: Der Zugang erfolgt perineal wie auf unseren bereits publizierten Videos gezeigt unter Zuhilfenahme eines Haltesystems (Omnitrakt®). Nach Inzision der Denonvillier´schen Fascie in der Mittellinie erfolgt die intrafasciale Präparation, wobei auf monopolare wie auch biopolare Koagulation verzichtet wird. Die puboprostatischen Bänder und die ventrale periprostatische und endopelvine Fascie bleiben komplett erhalten.

Zusammenfassung: Ziel ist, die gesamte Denonvillier´sche Fascie und die ventrale periprostatische und endopelvine Fascie und die darin verlaufenden Nerven zu erhalten. Wir konnten zeigen, dass dieses Vorgehen bei der perinealen Prostatektomie problemlos möglich ist.

384 Ejakulationsprotektive (ep) transurethrale Resektionstechniken der Prostata in der Behandlung des BPS-epTUR-Prostata und epLaservaporesektion (epLaVaP) (1. Filmpreis 2009) C. Lang et al. 2009 Abstract

C. Lang1, R. Eichel1, J. Bulushi*1, S. Alloussi1

1Städt. Klinikum Neunkirchen, Urologie, Neunkirchen, Germany

Einführung: Basierend auf Erkenntnissen klinischer Untersuchung von Patienten mit Ejakulationsverlust und funktionierendem Blasenhals sowie Ejakuklationserhalt trotz aufgehobener innerer Blasenhalsfunktion, basierend auf dem anatomischen Modell von Dorschner und dem sonographischen Nachweis eines direkten Ejakulatjets in die Harnröhre (Hermanbessiere), erfolgte die Entwicklung einer ep Resektionstechnik durch epTUR-P und epLaVaP. Die klinischen Beobachtungen, die Operationstechniken und ihre Ergebnisse werden in einem Video präsentiert.

Material und Methode: Seit 1996 wurden 197 Patienten mit epTechnik behandelt, seit 2001 in Form prospektiver Untersuchung (n=71), seit 1'2008 durch Laservaporesektion (n=12). Hierbei wird das pericollikuläre Gewebe geschont. Die Nachuntersuchung erfolgte durch Bestimmung
funktioneller Parameter (Uroflow, Restharn) und subjektiver Parameter (IPSS, LQI). Eine TRUS erfolgte zur Dokumentation des anatomischen OPErgebnisses. Für epTUR-P Patienten ist ein Langzeitverlauf von 5 Jahren verfügbar.

Ergebnisse: 91% der ep behandelnden Pat. zeigen eine antegrade Ejakulation. Die Miktionsverhältnisse zeigen eine signifikante Verbesserung (D IPPS [5a] -16 [-18,3]; D LQI [5a] -2,7 [-3,2]) ebenso wie die objektiven Parameter (D Uroflow [5a] +17ml/s [17ml/s]; Restharn -39ml [-39,5ml]) . Durch TRUS konnte ein offener Blasenhals konfirmiert werden. (IPSS = International Prostate Symptom Score; LQI = Life Quality Index; [5a] = 5 Jahres follow up).

Zusammenfassung: Eine ejakulationsprotektive Technik in der endourologischen Prostatatherapie ist durch TUR und Laservaporesektion möglich. Die funktionellen Ergebnisse sind äquivalent und bestätigen sich für epTUR-P im Langzeitverlauf. Der innere Blasenhals ist irrelevant für eine orthograde Ejakulation.

385 Optimierung der nervenerhaltenden radikalen retropubischen Prostatektomie L. H. Budäus et al. 2009 Abstract

L.H. Budäus1, H. Isbarn*1, T. Schlomm2, H. Heinzer2, H. Huland2, M. Graefen2

1Universitäts-Krankenhaus Eppendorf (UKE), Hamburg, Germany, 2Martini Klinik am UKE GmbH, Hamburg, Germany

Einleitung: Die offene Radikale Retropubische Prostatektomie ist eine Standardtherapie in der Behandlung des klinisch lokalisierten Prostatakarzinoms. Die chirurgische Technik wurde in den letzten Jahren entscheidend verbessert und erlaubt den Erhalt der anatomischen Strukturen und ermöglicht somit eine bestmögliche postoperative Lebensqualität. Auf Grund des Stadienshiftes werden Prostatakarzinome vermehrt früh, in einem Organ begrenzten Stadium detektiert. Daher kann bei einer zunehmenden Anzahl an Patienten ohne Einschränkung der Krebskontrolle, nerverhaltend operiert werden. Die nerverhaltende Prostatektomie ist somit zur Standardtherapie in der Behandlung von Patienten mit einem Organ begrenzten Prostatakrebs geworden. Eine vollständige Kontinenz wird postoperative bei 95% der Patienten erreicht. Die postoperative Erektionsfähigkeit liegt in Abhängigkeit der präoperativen Funktion, des Alters, der Einnahme von PDE-5 Hemmern und des ein- oder zweiseitigen Nerverhaltes bei 90-35%. Entscheidend für das Erreichen eines optimalen funktionellen Ergebnisses ist die Sphincter sparende Ligatur des distalen Anteils des Santorini Plexus, die präzise Präparation der Urethra und die subtile Präparation der Neurovasculären Bündel.

Schlussfolgerung: In diesem Video wird eine detailierte Beschreibung der entscheidenden Schritte unserer operativen Technik mit Hilfe von Animationen gezeigt und die Operation Schritt für Schritt erklärt.

386 Verschluss einer vesikorekatalen Fistel in der Technik nach York-Mason (2. Filmpreis 2009) H. Zecha et al. 2009 Abstract

H. Zecha1, F. Steinbach1, D. Hellmich2

1Krankenhaus Dresden Friedrichstadt, Urologie, Dresden, Germany, 2Krankenhaus Dresden Friedrichstadt, Chirurgie, Dresden, Germany

Einleitung: Fisteln des unteren Harntraktes zum Rektum sind eine seltene Komplikation (0,4-1,7%) nach radikaler Prostatekomie.

Material und Methoden: Im vorliegenden Fall wurde bei einem Adenokarzinom der Prostata pT2c pN0 (0/5) cM0 Pn1 R0 G3 Gleason 3+4=7 eine laparoskopische radikale Prostatekomie mit pelviner Lymphadenektomie durchgeführt. Dabei wurde bei der Primäroperation eine Rektumverletzung zweischichtig übernäht und der Patient nach radiologischer Kontrolle der vesikourethralen Anastomose katheterfrei entlassen. 10 Tage später wurde der Patient mit einer vesikorektalen Fistel erneut stationär aufgenommen. Eine Urindauerableitung wurde angelegt und die Anlage eines Anus praeter durchgeführt. Zum Verschluss der vesikorektalen Fistel wurden Mono-J-Schienen beidseits eingelegt und die offene Fistelrevision in der Technik nach York- Mason in Bauchlage durchgeführt. Bei diesem transrektalen Zugang wurde das Rektum von der Harnblase separiert und der Defekt zweischichtig im Bereich der Harnblase vernäht. Zusätzlich wurde ein Tachosilvlies auf die Nahtreihen aufgebracht. Anschließend erfolgte der spannungsfreie Verschluß des Rektums mit Rekonstruktion des Analsphinkters. Postoperativ wurde eine Urindauerableitung über mehrere Wochen vorgenommen und nach röntgenologischer Bestätigung eines suffizienten Fistelverschlusses der Harnblasenkaheter entfernt.

Ergebnisse: Eine Rückverlegung des Anus praeter erfolgte 8 Monaten später. Der Patient war nach der Anschlussheilbehandlung sowohl stuhl-, als auch urinkontinent. Eine Harninkontinenz I-II° lag trotz intensiven Beckenbodentrainings vor.

Schlussfolgerungen: Die offene Fistelrevision nach York-Mason stellt ein geeignetes Therapieverfahren zu Behandlung vesikorektaler Fistel dar.

465 Einzeitige Korrektur bei ausgeprägtem Hypospadien unter Verwendung von Mundschleimhaut und dorsalem penilem Inselhautlappen N. Djakovic et al. 2009 Abstract

N. Djakovic1, A. Öztürk*1, A. Haferkamp1, J. Pfitzenmaier1, S. Buse1, S. Pahernik1, M. Hohenfellner1

1Urologische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, Germany

Einleitung: Ausgeprägte Hypospadien sind oft mit einer Peniskurvatur und einer kurzen oder sogar fehlenden Urethralplatte assoziiert. In solchen Fällen sollte die Urethralplatte durchtrennt werden, um eine Verlängerung und Begradigung des Penis zu erreichen. Die Urethralplatte muss dann augmentiert werden.

Material und Methoden: Wir stellen den Fall eines 14 Monate alten Jungen mit einer perinealen Hypospadie, einer 90° Krümmung des Penis und einem bifiden Skrotum vor. Nach der Mobilisierung der Penisschafthaut wird durch artifizielle Erektion eine hochgradige ventrale Kurvatur nachgewiesen. Die kurze Urethralplatte wird mobilisiert und in Höhe der Corona durchtrennt. Das dorsale neurovaskuläre Bündel wird präpariert. Eine erneute Erektion zeigt den Bereich der maximalen Kurvatur. Mit einer Ellis-Klemme wird die zu korrigierende Stelle markiert. Um den Penis zu begradigen, wird dieser Bereich längs inzidiert und quer vernäht. Der Abstand zwischen dem hypospaden Meatus und dem distalen Ende der durchtrennten Urethralplatte
beträgt 4 cm. Wangenmundschleimhaut wird auf die ventrale Seite des Penis eingebracht, um als Inlay-Graft den fehlenden Teil der Urethralplatte zu überbrücken. Das Mundschleimhaut-Inlay wird an der Tunica albuginea an mehreren Stellen fixiert. Der longitudinale vaskularisierte Inselhautlappen wird aus der penilen Haut und Vorhaut gebildet. Der Inselhautlappen wird nach ventral transponiert und als Onlay verwendet. Die Glans wird rekonstruiert, das bifide Skrotum korrigiert.

Ergebnis: Eine ausgeprägte Hypospadie wurde in einer Sitzung erfolgreich korrigiert.

Schlussfolgerung: Die Verwendung eines Inselhautlappens in Kombination mit Mundschleimhaut ist eine effektive Methode für die einzeitige Harnröhrenrekonstruktion bei hochgradigen Hypospadien.ernäht.

710 Die sonographisch gesteuerte standardisierte Prostatabiopsie H. Heynemann, Th. Enzmann 2009 Inhaltsangabe

Es wird das spezielle sonographische Verfahren der Echtzeitelastographie vorgestellt, das auf der Basis der unterschiedlichen Gewebeelastizität normalen und pathologisch veränderten Prostatagewebes basiert. Diese Technik ermöglicht durch die Quantifizierung der Ergebnisse (K-Sqore) eine optimierte Diagnostik der sonographischen Diagnostik des Prostatakarzinoms. Es wird darauf verwiesen, dass die Elastographie aber eine entsprechende Expertise des Untersuchers voraussetzt. (Hey)

620 Die sonographisch gesteuerte standardisierte Prostatabiopsie H. Heynemann, T. Enzmann 2009 Inhaltsangabe

620 (2009)      Enzmann, Th. ; Heynemann, H. / Brandenburg ; Halle

                        Die sonographisch gesteuerte standardisierte Prostatabiopsie

In dem Videobeitrag wird ein Konzept zur standardisierten transrektal-sonographisch gesteuerten Prostatabiopsie in der Primärdiagnostik des Prostatakarzinoms vorgestellt. Ausgehend von einer Computeranimation wird die 3-dimensionale Darstellung der Prostata und ihrer anatomischen Umgebung simuliert. Davon ausgehend sind somit sonographisch die Voraussetzungen zur primär läsionsgezielten und daran anschließenden systematischen Mehrfachbiopsien (10 – 12-fach) gegeben, wobei der Schwerpunkt auf den Biopsien in den lateralen Anteilen der PZ der Prostata liegt. Die standardisierte sonographisch gesteuerte Prostatabiopsie ist die Voraussetzung für den Nachweis eines histologisch gesicherten Prostatakarzinoms und der sich daraus ableitenden individuellen Therapie-Strategie. (Hey)

710 Prostatakarzinom-Diagnostik A. E. Pelzer et al. 2009 Abstract

710 (2009)      Pelzer, A. et al. / Mannheim

Charakterisierung suspekter Areale und Durchführung der Echtzeitelastographie in der Prostata

Es wird das spezielle sonographische Verfahren der Echtzeitelastographie vorgestellt, das auf der Basis der unterschiedlichen Gewebeelastizität normalen und pathologisch veränderten Prostatagewebes basiert. Diese Technik ermöglicht durch die Quantifizierung der Ergebnisse (K-Sqore) eine optimierte Diagnostik der sonographischen Diagnostik des Prostatakarzinoms. Es wird darauf verwiesen, dass die Elastographie aber eine entsprechende Expertise des Untersuchers voraussetzt. (Hey)

1109 Laparoskopische Nierenteilresektion in regionaler Ischämie mit Hilfe einer neu entwickelten laparoskopischen Klemme J. Simon 2008 Abstract

Simon J.1, dePetriconi R.1, Gust K.1, Hautmann R.1, Bartsch Jr. G.1

1Universität Ulm, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Ulm, Germany

Einleitung: Techniken der regionalen Ischämie werden bei der offenen Nierenteilresektion mit Erfolg eingesetzt. Der Vorteil ist die Begrenzung der Ischämie auf das unmittelbar den Tumor angrenzende Gewebe. Wir entwickelten eine Klemme, die dieses Verfahren auch bei laparoskopischen Eingriffen ermöglicht und evaluierten deren Einsatz. Der Film demonstriert die erfolgreiche Anwendung der Klemme.

Material und Methoden: Wir imitierten die Form der Branchen der Klemme n. Simon (Aesculap AG, Tuttlingen), die wir erfolgreich in der offenen Nierenteilresektion einsetzen. Daran orientierend stellten wir ein laparoskopisches Instrument her, welches eine regionale Ischämie ermöglicht. Nach transperitonealem Zugang und Freilegung des Nierentumors wurde die Klemme ca. 1-2 cm proximal der Resektionslinie an die Niere angesetzt. Im Anschluss an die Resektion des Tumors erfolgte die Hämostase hauptsächlich durch die Applikation von Hämostyptika.

Ergebnisse: Drei Patienten mit elektiver Indikation erhielten eine laparoskopische Nierenteilresektion mit Hilfe der neu entwickelten Klemme in regionaler Ischämie. Die Lokalisation der Tumore war am Unter- (2 Pat.), bzw. Oberpol (1 Pat.). Der Tumordurchmesser lag bei 2.4, 2.6 und 3.2cm. Die Zeitdauer der regionalen Ischämie betrug 23, 27 und 38min.In allen Fällen kam es lediglich zu einem minimalen Blutverlust. Postoperative Komplikationen traten nicht auf. Die endgültige Histologie ergab bei 2 Pat. ein hellzelliges, bei 1 Pat. ein papilläres Nierenzellkarzinom. Die Schnittränder waren negativ.

Schlussfolgerungen: Laparoskopische Nierenteilresektionen in regionaler Ischämie können mit Hilfe der neu entwickelten Klemme, bei einem selektionierten Patientengut mit peripheren Nierentumoren, erfolgreich und zuverlässig durchgeführt werden.

1110 Ureteroskopisch unterstützte laparoskopische, sepmentale Ureterektomie LSU Psoas-Hitchverfahren (PS) U. Nagele 2008 Abstract

Nagele U.*1, Schilling D.1, Merseburger A.1, Sturm W.1, Sievert K.-D.1, Stenzl A.1

1Universitätsklinikum Tübingen, Urologie, Tübingen, Germany

Einleitung: Segmentale Ureterektomie mit PS ist bei nicht endoskopisch kontrollierbaren distalen Uretertumoren indiziert. Die Technik der segmentalen Ureterektomie mit PS wurde für die Laparoskopie adaptiert. Die LSU mit intelligenter Thermofusion (IT) wird mit intraoperativer Ureteroskopie (URS) kombiniert, um die Tumorgrenzen zu lokalisieren. In diesem Video werden die wichtigsten Aspekte der chirurgischen Technik der LSU mit Fokus auf die onkologische Sicherheit und des nachfolgenden antirefluxiven PS demonstriert.

Material und Methoden: Der Lymphadenektomie folgend, wird der Ureter mobilisiert. Die proximale Ausdehnung des Tumors wird mit Hilfe von Translumineszenz durch intraoperative URS identifiziert. Um Tumorstreuung zu vermeiden, wird der Ureter proximal des Tumors mit IT versiegelt und durchtrennt. Mit Hilfe von IT wird der Ureter mit Blasenmanschette exzidiert und der Resektionsrand gleichzeitig versiegelt. Die IT verhindert Urinextravasation und mögliche Tumorzellverschleppung. Zudem verhindert die Thermonekrose mögliche lokale Tumorrezidive am Absetzungsrand. Anschließend wird die Blase an der Psoas-Faszie fixiert. Der spatulierte, mit DJ Katheter versorgte Ureter wird ventralseitig antirefluxiv reimplantiert.
Der Dauerkatheter wird am 7. Tag bei unauffälligem Zystogramm, der Ureterenkatheter nach 2 Wochen entfernt.

Schlussfolgerung: URS assistierte LSU mit PS ist unter Anwendung onkologischer Prinzipien durchführbar. IT verhindert die Tumorverschleppung und lokale Tumorzellimplantation an der Blasenmanschette. Die ventralseitige antirefluxive Ureterreimplantation mit intramuralem Tunnel erleichtert das Verfahren ohne die Möglichkeit einer eventuell später nötigen, endourologischen Instrumentation zu kompromittieren.

281 AdVance male Sling System - Eine neue Therapieoption zur Behandlung der Belastungsinkontinenz beim Mann K.-D. Sievert 2008 Abstract

Sievert K.-D.1, Amend B.1, Rehder P.*2, Gakis G.*1, Stenzl A.1 

1Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Urologie, Tübingen, Germany, 2Medizinische Universitätsklinik Innsbruck, Neurourologie, Innsbruck, Austria

Einleitung: Mit der Einführung des AdVance Male Sling System hat sich die Palette der Therapieoptionen der männlichen Belastungsinkontinenz (BI) insbesondere für BI Grad I-II deutlich erweitert. Das vorgestellte Video soll dem Betrachter die Operationstechnik anhand einer kommentierten Implantation mit computeranimierten Szenen veranschaulichen.

Material und Methoden: 13 Pat. mit BI nach radikaler Prostatektomie (RPX) oder TUR-P erhielten nach entsprechende Vorbereitung (Anamnese, Untersuchung mit Zystoskopie (Mobilitätsprüfung der proximalen Harnröhre und Funktionalität Sphinkters) ein AdVance Male Sling über einen perinealen Zugang implantiert. Das Band wird transobturatorisch geführt und direkt am Corpus spongiosum der bulbären Harnröhre fixiert. Nach dem Anziehen des Bandes, welches den Beckenboden nach kranial verlagert, ohne eine Obstruktion hervorzurufen, werden die überstehenden Bandanteile ins Subkutangewebe verlagert.

Ergebnisse: Untersuchungen des frühen Outcomes zeigten eine Kontinenzrate (max. 1/Vorlage pro Tag) von 53%. Als Komplikationen fanden sich legendlich diskrete Wundinfektione und subkutane Hämatome. Die Operationszeit lag durchschnittlich zwischen 45 und 60 Minuten.

Schlussfolgerung: Das AdVance Male Sling System ist eine standardisierte Operationsmethode zur Behandlung der BI nach RPX oder TURP. Mit einer geringen Komplikationsrate und akzeptabler Invasivität stellt die Bandoperationen bei der milden bis moderaten BI eine Alternative zum artifiziellen Sphinkter dar. Weiteres Follow-up ist zur Beurteilung des Langzeiterfolges notwendig.

282 Laparoskopische, roboterassistierte vesiko-vaginale Fistelexzision N. Engel 2008 Abstract

Engel N. (1), John H. (2)

(1) Klinik Hirslanden, Zürich, Switzerland, (2) Klinik Hirslanden, Urologie, Zürich, Switzerland

Einleitung: Das Video demonstriert die Technik der laparoskopisch roboterassistierten Rekonstruktion einer vesiko-vaginalen Fistel.

Methode:
Die Patientin unterzog sich 2 Monate vorher einer transabominalen Hysterektomie bei einem grossen Uterusmyom, wobei im postoperativen Verlauf eine supratrigonale vesiko-vaginale Fistel dignostiziert wurde, die sich nicht spontan verschloss. Alternativ zu einer Re-Laparotomie, Fistelverschluss und Omentum-majus-Interponat wurde die hohe vesikovaginale Fistel laparoskopisch roboterassistiert saniert.

Ergebnisse: Das Peritoneum wurde inzidiert und die Vaginalwand eröffnet. Der präoperativ vaginal eingelegte Fogarthy-Katheter im Fistelgang konnte gut lokalisiert werden. Nachdem die Harnblase eröffnet wurde, konnte die Fistel entlang des Fogarthy-Katheters exploriert werden. Danach wurde die Harnblasenwand zirkulär mobilisiert. Zum Schutz des rechten Ureters wurde dieser mit Pigtailkatheter über den 5 mm Trokar geschient. Der Fistelgang wurde vollständig exzidiert. Im Anschluss wurde die Vaginalwand mit einer fortlaufenden Naht mit Vicryl 2-0 verschlossen. Dann erfolgte die Mobilisation eines peritonealen Flaps, der die Nahtreihe der Vaginalwand von der Blase trennte. Im Anschluss daran wurde auch die Blasenwand mit einer fortlaufenden Naht mit Vicryl 2-0 verschlossen und eine Leckage mit Blasenfüllung ausgeschlossen. Die Patientin verliess die Klinik am 2. postoperativen Tag. Die Zystographie ergab im Verlauf ebenso suffizienteVerhältnisse, klinisch blieb Patientin geheilt.

Schlussfolgerungen: Die laparoskopisch roboterassistierte vesiko-vaginale Fistelrekonstruktion unter Verwendung eines peritonealen Flaps stellt eine gering invasive und vielversprechende Methode dar zur Rekonstruktion von hoch gelegenen vesikovaginalen Fisteln.

283 Yang-Monti-Casale: Kontinentes Blasenstoma in Mitrofanoff-Technik (2. Filmpreis 2008) K. Hirsch 2008 Abstract

Hirsch K.1, Schott G.1

1Universitätsklinik Erlangen, Urologie, Erlangen, Germany

Aufgrund einer neurogenen Retentionsblase erfolgte die Blasenentleerung der 17jährigen Patientin über 5 - 6 mal täglichen sauberen Einmalkatheterismus. Seit 09/03 erfolgte bei bestehender Inkontinenz zwischen den Katheterintervallen mehrfach die Botoxinjektion in die Blase, jedoch ohne eine zuverlässige Kontinenz zu erzielen. Daher Indikation zur Blasenaugmentation mit Blasenhalsverschluss und Anlage eines katheterisierbaren, kontinenten Stomas. Aufgrund einer Colonteilresektion mit Appendektomie in der Vorgeschichte erfolgte die Indikation zur Anlage eines katheterisierbaren Yang-Monti-Ventils. In unserem Filmbeitrag zeigen wir die Präparation des Situs und das Ausschalten des terminalen Ileums, wobei 1 Segment für die Augmentation verwendet wird, das 2. für die Bildung eines sog. „full-Monti“-Ventils in der Modifikation nach Casale. Für die Bildung des „full-Monti“-Ventils wird ein 4 cm langes Ileumsegment ausgeschaltet. Die Eröffnung des Segmentes erfolgt spiralförmig, entsprechend der Casaletechnik. Anschließend wird das Ileumsegment transversal über einem 14 Charr. Katheter fortlaufend zweireihig tubularisiert. Auf diese Weise erhält man ein ca. 14 cm langes, sog. „full-Monti“-Ventil, wobei das Mesenterium genau in der Mitte des Ventils zum Liegen kommt. Schließlich erfolgt die sagittale Eröffnung der Blase. Im Bereich der Blasenhinterwand wird ein mindestens 3 cm langer, submuköser Tunnel gebildet. Das Monti-Ventil wird durchgezogen und am Blaseneintritt anastomosiert. Anschließend erfolgt die Augmentation der Blase und das gegenläufige Ende des Monti-Ventils wird am Nabeltrichter anastomosiert. Schließlich erfolgt noch die Kontrolle der Kontinenz des „full-Monti“-Ventils. Außerdem wird das problemlose Kathetern des Stomas demonstriert.

380 The intrafascial nervesparing endoscopic extraperitoneal dadical prostatectomy (1. Filmpreis 2008) J. U. Stolzenburg 2008 Abstract

Stolzenburg J.-U.1, Rabenalt R.1, Do H.M.1, Schwalenberg T.1, Liatsikos E.*2

1Universitätsklinikum Leipzig, AöR, Klinik und Poliklinik für Urologie, Leipzig, Germany, 2Universität Patras, Klinik für Urologie, Patras, Greece 

Endoscopic extraperitoneal radical prostatectomy (EERPE) has become the standard surgical approach to organ-confined prostate cancer in our centre. In selected patients nerve sparing radical prostatectomy is performed with the aims of maintaining sexual function and promoting early recovery of continence after surgery, without compromising the final oncological outcome.

Based on anatomical studies and our experience with nerve-sparing EERPE we have further refined our technique. This DVD demonstrates our new approach, the intrafascial nerve-sparing EERPE, step by step and aims to demonstrate its feasibility and reproducibility. In contrast to the steps followed for “standard nsEERPE”, during an intrafascial nsEERPE the endopelvic fascia is not incised. Instead, starting from the bladder neck, the periprostatic fascia is sharply incised on each side ventrally, medial to the puboprostatic ligaments, to develop the plane directly on prostatic capsule. The same plane is developed posteriorly, without incision of Denonvilliers fascia. After dissection of the prostatic pedicles all nerves dorsolaterally and laterally are preserved using clips and cold scissors.

The main goal of this technique is to develop the right plane and finally detach the prostate, leaving intact all lateral enveloping periprostatic fascia (including the endopelvic fascia), the neurovascular structures within and puboprostatic ligaments as a continuous structure.

381 Wasserstrahl-Dissektion des neurovaskulären Bündels bei der Roboter-assistierten radikalen Prostatektomie J. H. Witt 2008 Abstract

Witt J.H.1, Schütte A.1, Wagner C.1, Zabelberg U.1

1St. Antonius-Hospital, Abteilung für Urologie und Kinderurologie, Gronau, Germany

Einleitung: Der Erhalt der neurovaskulären Strukturen kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden. Die aus der offenen Prostatektomie bekannte Wasserstrahl-Dissektion haben wir auf die Roboter-assistierte Technik adaptiert.

Material und Methoden: Zwischen 05/07 und 01/08 wurden 32 Patienten ein- oder beidseitig auf diese Weise operiert (HydroJet®, Fa. Erbe). IIEF-5 präoperativ jeweils > 21. Durchschnittsalter 62,4, PSA 7,2ng/ml, klinisches Tumorstadium T1c/T2a.

Ergebnisse: Nach Erreichen der richtigen Schicht erfolgt der Einsatz des Wasserstrahldissektors der vom Operateur mittels eines Nadelhalters geführt wird. Der Wasserstrahl wird mit einer flexiblen Sonde die über einen Assistentenport eingeführt wird appliziert. Die Abpräparation des neurovaskulären Bündels kann hiermit atraumatisch durchgeführt werden. Komplikationen traten nicht auf. 10 Patienten konnten bislang nach 6 Monaten bezüglich der erektilen Funktion untersucht werden. Bei 7 ist ein GV (mit/ohne PDE-5 Inhibitor) möglich.

Schlussfolgerungen: Die Wasserstrahl-Dissektion stellt auch im Rahmen der Roboter-assistierten radikalen Prostatektomie eine vielversprechende Form der atraumatischen Form der Gefäß-Nervenpräparation dar.

462 Meatus Mobilisation (MEMO) zur Korrektur distaler Hyposopadien: Technik, Ergebnisse und Langzeit-Follow-up (3. Filmpreis 2008) J. Seibold 2008 Abstract

Seibold J.1, Verger A.*1, Böhmer A.1, Merseburger A.1, Sievert K.-D.1, Stenzl A.1

1Universitätsklinikum Tübingen, Urologische Klinik und Poliklinik, Tübingen, Germany

Zweck: Eine detailierte Beschreibung der operativen Technik zur Korrektur distaler Hypospadien wird im Video gezeigt. Die Meatus Mobilisation nach urethraler Präparation kann bei glandulärer, koronarer und subkoronarer Lokalistion des Meatus, mit oder ohne Chorda, angewandt werden. Postoperative Ergebnisse, Langzeit Follow-up sowie Komplikationen werden demonstriert.

Material und Methoden: Das Video zeigt die Technik schrittweise. Von 46 Jungen im Alter von 1,5 bis 15 Jahren, die von Mai 2002 bis Juni 2006 an der Urologischen Universitätsklinik Tübingen wegen glandulärer, koronarer und subkoronarer Hypospadien operiert wurden, werden die Ergebnisse aufgezeigt. Für das Langzeit Follow-up hatten von 218 Jungen, operiert von einem Operateur an zwei Institutionen, ein Followup länger als 5 Jahre. 99 dieser Jungen konnten nachbeobachtet werden.

Ergebnisse: Bei der schrittweisen Demonstration der Technik der Meatus Mobilisation werden wichtige Schritte wie z.B die Mobilität der Harnröhre nach Abpräparation der Penisschafthaut ebenso wie Urinableitung und Verbandstechnik aufgezeigt. Die mittlere Operationsdauer betrug 73 Minuten. Es gab bei keinem Pat intraoperativen Komplikationen. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 28,5 Monate. Es kam zu keiner Ausbildung einer Meatusstenose oder zu einer Harnröhrenfistel. Bei einem Pat. Retrahierte sich der Meatus, aber blieb ventroglandulär.

Schlussfolgerung: Mit der MEMO Technik der Meatus Mobilisation können die moisten Formen distaler Hypospadien mit exzellentem kosmetischem und funktionellem Ergebnis korrigiert werden. Im Langzeitverlauf traten keine Harnröhrenfisteln oder Stenosen auf und eine leichte ventrale Deviation bedurfte keiner operativen Korrektur.

463 Induratio Penis Plastica Egydio-Korrektur N. Djakovic 2008 Abstract

Djakovic N.1, Öztürk A.*1, Haferkamp A.1, Pfitzenmaier J.1, Buse S.1, Pahernik S.1, Hohenfellner M.1

1Universitätsklinikum Heidelberg, Urologische Universitätsklinik und Poliklinik, Heidelberg, Germany

Einleitung: Bei der Induratio penis plastica kommt es nicht nur zu einer Verkrümmung des Penis, sondern auch zu einer sanduhrartigen Einengung der Schwellkörper. Die operative Korrektur besteht in der Inzision des Plaques und Einbringung eines Patches. Für die genaue Lokalisation der Inzision und die exakte Schnittführung gibt es keine Standards. Wir beschreiben die Korrektur einer IPP nach dem Verfahren von Egydio.

Material und Methoden: Bei dem 50jährigen Patienten bestand eine 70° dorsale Kurvatur mir Uhrglasdeformität. Nach dem Degloving und der Mobilisation des dorsalen neurovaskulären Bündels bis unter die Eichel, wurde Prostaglandin intracavernosal injiziert, um eine Erektion herbeizuführen und so die Deformität exakt beurteilen und optimal korrigieren zu können. Die Plaqueinzision wurde entsprechend dem von Egydio beschriebenen Verfahren durchgeführt. Die Inzisionsstelle wird hierbei nach bestimmten geometrischen Prinzipien gewählt. Gemäß dieser Technik wurde die Tunica albuginea mit dem Plaque zirkulär inzidiert, wobei sich die Inzision an ihren beiden Enden zu zwei gleichschenkligen Dreiecken gabelt. In den so entstandenen Schwellkörper-Defekt wurde Schweinedermis als Patch eingenäht. Der Patch wurde anschließend komplett mit dem dorsalen neurovaskulären Bündel gedeckt.

Ergebnisse: Das Follow-Up beträgt 6 Monate. Der Patient ist potent. Der Penis ist komplett gerade und das Uhrglas-Phänomen behoben.

Schlussfolgerung: Mit dieser Technik ließ sich die Deformität mit nur einer Inzision komplett korrigieren. Die verwendete Schweindermis erwies sich als sehr gutes Material zur Deckung des Schwellkörperdefekts.

464 Operative Korrektur der Induratio Penis Plastica mit ausgeprägter ventraler Kurvatur Grafting Verfahren basierend auf geometrischen Prinzipien S. Perovic 2008 Abstract

Perovic S.1, Djakovic N.2, Öztürk A.*2, Djinovic R.*1 

1Kinderchirurgische Univ.Klinik Belgrad, Urologische Abteilung, Belgrad, Serbia, 2Universitätsklinikum Heidelberg, Urologische Universitätsklinik und Poliklinik, Heidelberg, Germany

Einleitung: Darstellung der operativen Korrektur der Induratio penis plastica mit ausgeprägter ventraler Kurvatur und Miktionsproblemen im Stehen: Grafting-Verfahren, basierend auf geometrischen Prinzipien.

Material und Methoden: Bei einem 53jährigen Patienten wurde eine operative Korrektur durchgeführt, bestehend aus der Mobilisierung der Penisschafthaut in der Verschiebeschicht nach zirkulärer subcoronarer Inzision. Zur Mobilisierung des neurovaskulären Bündels erfolgte sowohl stumpfe als auch scharfe Präparation, während die am Plaque adhärente Urethra nur scharf mobilisiert wurde. Es wurde eine artifizielle Erektion herbeigeführt, die eine Kurvatur über 90° mit einer Krümmung in 2 Ebenen zeigte, und zwar am mittleren Schaft und subcoronar. Die Stelle der Inzision in der Tunica albuginea sowie die Dimension des Graftes wurden nach geometrischen Prinzipien festgelegt. Die Tunica albuginea wurde nach Inzidierung weiter vom Corpus cavernosum abpräpariert unter sorgfältiger Schonung des Schwellkörpergewebes. Der Graft wurde unter Verwendung von 4-0 monofilem resorbierbarem Nahtmaterial adaptiert. Die artifizielle Erektion zeigte eine kleine persistierende Deviation, so dass ein zweiter distaler Relaxierungsschnitt subglandulär gesetzt wurde. Der Defekt wurde empirisch mit einem Graft gedeckt. Eine erneute Erektion zeigte eine komplette Begradigung und maximale Verlängerung des Penis.

Ergebnis: Das Ergebnis nach 3 Monaten ist gut. Der Penis ist gerade ohne residuelle Kurvatur.

Schlussfolgerung: Das Grafting-Verfahren basierend auf geometrischen Prinzipien ist die beste Wahl zur Korrektur aller Deformitäten der Induratio penis plastica, insbesondere der schweren Formen mit ausgeprägter Krümmung und Einengung der Tunica albuginea.

822 Gleitgelee - richtig anwenden Jocham Dieter 2008 Inhaltsangabe

Filmnummer 822

Autor: Jocham Dieter

Klinik für Urologie des Universitätsklinikum Lübeck

Titel: Gleitmittel in der Urologie

In einem Film werden die Präparate Instillagel® und Endosgel® von der Farco Pharma in Anwendung vorgestellt. Dabei wird auf die anästhesiologische Wirkung von Lidocainhydrochlorid, der antiseptischen Wirkung von Chlorhexidindigluconat,  Methyl-4- und Propyl-4-hydroxybenzoat und der elektrischen Leitfähigkeit, die bedeutsam bei transurethralen Resektionen ist, eingegangen. Es wird die Vorbereitung und Durchführung einer Cystoskopie gezeigt. Mögliche Komplikationen sind dabei eine Keimverschleppung und damit Verursachung von Harnwegsinfektionen, Verletzungen der Urethra und daraus sich entwickelnden Strikturen. Diese Komplikationen können mit dem Einsatz von Gleitmitteln einerseits durch die vollständige Auskleidung und Auffaltung der Urethra während des Eingriffes und andererseits durch die antiseptische und anästhesiologische Wirkung beim nicht narkotisierten Patienten wesentlich minimiert werden. (Enzmann)

1107 Laparaskopische radikale Tumornephrektomie: Technik der en-bloc-Resektion und Gewebefragmentierung G. Schön et al. 2007 Abstract

Schön G.1, Heinrich E.*1, Noe M.1, Egner T.*1, Schiefelbein F.1

1Missionsärztliche Klinik GmbH, Urologie, Würzburg, Germany

Ziele: In diesen Videofilm soll gezeigt werden, dass auch bei großen Tumoren die onkologischen Prinzipien der offen-chirurgischen Therapie eingehalten werden können. Die en-bloc-Resektion ermöglicht bei gleichzeitiger paraaortaler Lymphadenektomie und Nebennierenentfernung die frühzeitige Gefäßversorgung. Es wird eine Technik der Gewebefragmentierung und Präparatbergung dargestellt, bei der ein genaues pathologisches Staging möglich ist.

Material und Methoden: Der Videofilm zeigt die einzelnen Operationsschritte:Entfernung der Niere weit außerhalb der Gerota`schen Faszie, Freilegung der Aorta mit paraaortaler Lymphadenektomie und früher Arterienversorgung direkt am Abgang der Aorta.Die en-bloc-Resektion wird fortgeführt mit der Nebennierenentfernung, die bei großen- bzw. am Oberpol gelegenen Tumoren erfolgt. Die Technik der Gewebefragmentierung in einem speziellen wasser- und zelldichten Bergebeutel wird gezeigt. Damit soll eine Tumoraussaat verhindert werden. Nach Bergung der einzelnen Fragmente kann der Pathologe das Tumorstadium exakt bestimmen.

Ergebnisse: Von 1/2005 - 12/2006 wurde bei 60 Patienten die laparoskopische radikale Tumornephrektomie in der Technik der en-bloc-Resektion und Gewebefragmentierung durchgeführt. Die mittlere Tumorgröße betrug 5,2 cm, der mittlere Blutverlust 230 ml, das mittlere Gewicht 562 g. Größere intra- und postoperative Komplikationen traten bei 3 %, kleinere bei 15% auf. Durch die Gewebefragmentierung war nur ein pararectaler Schnitt von jeweils 4 cm notwendig. Dies resultierte in einer deutlich reduzierten postoperativen Morbidität und schnellen Rekonvaleszenz.

Schlussfolgerungen: Die laparoskopische radikale Tumornephrektomie gilt als Goldstandard bei der operativen Therapie des Nierenzell-Karzinoms. Voraussetzung ist die Einhaltung der onkologischen Prinzipien der offenen Operation: Primäre Unterbindung der Gefäße, Entfernung der Niere weit außerhalb der Gerota`schen Faszie, Nebennierenentfernung bei großen oder am Oberpol gelegenen Tumoren, Ermöglichung der Bestimmung des pathologischen Tumorstadiums.

1108 Laparaskopische Nephroureterektomie mit thermofusionierter Blasenmanschettenresektion U. Nagele et al. 2007 Abstract

Nagele U.*1, Horstmann M.1, Amend B.1, Schilling D.*1, Kuczyk M.A.1, Stenzl A.1, Anastasiadis A.G.1

1Urologie Uni Tübingen, Tübingen, Germany

Einführung: Ein Schwachpunkt der laparoskopischen Nephroureterektomie (LNUE) stellt die Präparation der Blasenmanschette dar. Weder die preaoperative transurethrale Umschneidung des Ostiums, noch reine, laparoskopische Klammernaht oder offene Blasenmanschettenresektion schließen Tumorzellverschleppung bzw. Implantation im Absetzungsrand aus. Neue laparoskopische Instrumente nutzen bipolare, Impedanz-kontrollierte Hochfrequenztechnik in Kombination mit mechanischem Druck zum Schneiden und zur wasserdichten Gewebefusion (EnSealä, Fa. ERBE, Deutschland). Die hier beschriebene Technik zeigt einen rein transperitonealen Zugang ohne die Nachteile bisheriger laparoskopischer Techniken.

Methode: Die transperitoneale Nephrektomie erfolgt in 45° Seitenlage mit 3 Trokaren. Der Ureter wird mit der Adventitia bis zur Gefäßkreuzung präpariert. Anschließend wird der Patient in eine 30° Kopftieflage positioniert und ein weiterer Trokar zwischen Nabel und Symphyse eingebracht. Der Harnleiter wird entlang der Waldeyer´schen Scheide bis zur Blasenschleimhaut präpariert. Unter Zug am Ureter stellt sich nun die Blasenmanschette dar und wird mittels Thermofusion versiegelt und durchtrennt. Eine zusätzliche invertierende Naht sichert die Blasenwand.

Ergebnis: Die OP-Zeit beträgt 164 min. Der Blutverlust ist kleiner £ 100 ml. Bei weiterem komplikationslosem Verlauf DK-Zug nach Cystogramm am 4. pod. Die Histologie: Urothelkarzinom des linken Nierenbeckens pT3, pR0, G3

Zusammenfassung: Unter Verwendung von Thermofusion zur Blasenmanschetten-resektion kann eine transperitoneale LNUE nach onkologischen Prinzipien durchgeführt werden. Durch die Gewebefusion bei der Resektion der Blasenmanschette wird einerseits die Implantation von Tumorzellen im Blasenabsetzungsrand durch Thermonekrose verhindert, andererseits vermeidet die wasserdichte Fusion eine Tumorzellverschleppung durch austretenden Urin. 

274 Implantation eines artifiziellen Sphinkters bei der Frau K.-D. Sievert et al. 2007 Inhaltsangabe

274 (2007)      Sievert, K.D. / Tübingen

                        Implantation eines artifiziellen Sphinkters bei der Frau

Ausgehend von Bilddarstellungen erfolgt die step by step Demonstration der operativen Implantation eines artifiziellen Sphinkters bei der Frau mit wesentlichen Hinweisen auf das postoperative Management.(Hey)

275 Penoskrotale Implantation eines artifiziellen Sphinkters K.-D. Sievert et al. 2007 Inhaltsangabe

275 (2007)      Sievert K.D. et al. / Tübingen

                        Penoskrotale Implantation eines artifiziellen Sphinkters

Es wird die Implantation eines artifiziellen Sphinkters beim Mann über einen penoskrotalen Zugang demonstriert unter besonderer Berücksichtigung der präoperativen Vorbereitung wie auch der intraoperativen Bereitstellung des Scott-Sphinkters und nicht zuletzt auch des postoperativen Managmentes (Hey)

276 Nervenschonende laparaskopische Zystektomie und orthoper Blasenersatz bei weiblichen Patienten (2. Filmpreis 2007) U. Nagele et al. 2007 Abstract

Nagele U.1, Anastasiadis A.G.1, Sievert K.-D.1, Horstmann M.1, Kuczyk M.A.1, Seibold J.*1, Stenzl A.1

1Urologie Uni Tübingen, Tübingen, Germany

Einführung: Der Erhalt der Urethra sowie die Schonung autonomer Nerven gelten mittlerweile im Rahmen der offenen Zystektomie mit anschließendem orthotopen Blasenersatz bei Männern und Frauen mit muskelinvasiven Blasentumoren als etablierte Verfahren. Jüngste Berichte haben gezeigt, dass diese Verfahren auch laparoskopisch umsetzbar sind. Alle wichtigen Schritte der vor kurzem veröffentlichten offenen nervschonenden Zystektomie bei Frauen wurden an die Herausforderungen der Laparoskopie angepasst. Beim orthotopen Blasenersatz wurde der Erhalt der Urethra mit der bereits beschriebenen Technik der direkten subserösen Ureterimplantation kombiniert. In diesem Video werden die einzelnen chirurgischen Schritte der laparoskopischen Zystektomie bei Frauen demonstriert. Der Schwerpunkt wird dabei auf die operative Technik der Nervschonung und den anschließenden orthotopen Blasenersatz gelegt.

Material und Methoden: Nach der pelvinen Lymphadenektomie wird zunächst in blutarmer Dissektionstechnik mit Hilfe der „intelligenten Thermofusion“ eine nervschonende Zystektomie mit Hysterektomie durchgeführt. Es werden sowohl die wichtigen operativen Schritte als auch die anatomischen Leitstrukturen demonstriert. Die vordere Vaginalwand wird zusammen mit dem Blase und dem Uterus transvaginal entfernt. Nach der laparoskopischen Transposition des linken Ureters unter dem Mesosigmoid werden beide Harnleiter zusammen mit dem terminalen Ileum über eine 5 cm lange abdominelle Inzision aus der Bauchhöhle geborgen. Die Neoblase wird dann extrakorporal entsprechend der Goodwin Technik aus einem 40 cm langen Ileumabschnitt mit gemeinsamer subseröser Implatation beider Harnleiter gebildet. Nach Rückverlagerung der Neoblase in die Bauchhöhle wird anschließend die Ersatzblase mit der Harnröhre fortlaufend laparoskopisch anastomosiert. Nach Dichtigkeitsprüfung wird die Neoblase dann an der
Symphyse pexiert.

Schlussfolgerung: Der Erhalt der Urethra und Nervschonung sind auch bei der laparoskopischen Zystektomie der Frau nach den gleichen Prinzipien der offenen Technik durchführbar. Dabei erlauben die Vergrößerung und der direkte kraniokaudale Blick eine optimale Identifikation und Dissektion aller wichtigen anatomischen Strukturen. Insbesondere sind hierbei die sakrouterinen Ligamente, die autonomen Beckennerven und der Sphinkter externus zu nennen. Während die laparoskopische Technik im Vergleich zur offenen Technik sowohl den Blutverlust, als auch Flüssigkeitsverschiebungen reduziert, kann mit der hier beschriebenen offenen Konstruktion der Neoblase wertvolle Operationszeit eingespart werden.

277 Transurethrale Elektroresektion von Blasentumoren unter Blaulicht N. Schmeller et al. 2007 Abstract

Schmeller N.1, Götschl R.1

1Landeskliniken Salzburg, Salzburg, Austria

Verschiedene Autoren konnten zeigen, dass die Rezidivrate unter Fluoreszenzendoskopie mit ALA (Aminolävulinsäure) gesenkt werden kann. Die konsequente Weiterentwicklung wäre die Elektroresektion von Blasentumoren unter dieser Blaulicht-induzierten Fluoreszenz. Hypericin induziert eine Fluoreszenz, die optisch nicht von der Fluoreszenz durch ALA unterschieden werden kann, aber im Gegensatz zu ALA auch bei längerer Betrachtung mit Blaulicht nicht ausbleicht. Hypericin hat nach eigenen Untersuchungen (und auch den Publikationen von D`Halleween) ebenso gute Sensitivität für die Fluoreszenzmarkeirung (prä)maligner Areale wie ALA bei besserer Spezifität.

Das Video zeigt die transurethrale Elektroresektion von Blasentumoren unter Blaulicht. Die Operation wird mit einem Video- und Filtersystem der Fa.Richard Wolf, Knittlingen komplett unter Videosicht durchgeführt. Bei guter Sicht der anatomischen Strukturen und fortwährend guter Sicht der fluoreszenzpositiven Areale ist die komplette Elektroresektion der makroskopisch erkennbaren Blasentumoren und auch die exakte Resektion und Koagulation des fluoreszenzpositiven Urothels möglich. Hypericin hat den Vorteil, dass es auch bei längerer Blaulichtexposition nicht ausbleicht und daher eine komplette Elektroresektion von Blasentumoren unter Blaulicht-induzierter Fluoreszenz möglich ist.

278 Genitalprolaps nach radikaler Zystektomie und Neoblasenanlage - Neue minimal-invasive Therapieoption: Prolift-Mesh O. Dilk al. 2007 Abstract

Dilk O.(1), Zwergel U.(1), Siemer S.(1), Gebhardt T.(*1), Stöckle M.(1)

(1) Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Homburg/Saar, Germany


Genitaldeszensus und Belastungsinkontinenz können nach radikaler Zystektomie der Frau und Ileum-Neoblasenanlage die Lebensqualität nachhaltig einschränken. In ausgewählten Fällen kann eine transvaginale Prolaps-OP mit Prolift® eine neue Therapieoption darstellen. Die 59-jährige Patientin wurde wegen eines pT2a pN0 G3 R0 M0 Urothelkarzinoms 03/2004 radikal zystektomiert und erhielt eine Ileum-Neoblase mit simultaner Hysterektomie und Scheidenvorderwandteilresektion. Nach inital guter Miktion stellte sie 2006 einen zunehmenden Prolaps fest und konnte nur nach jeweils digitaler Reposition der Scheide die Ersatzblase entleeren. Eine Pessarversorgung war ineffektiv, andere offen-chirurgische Rekonstruktionen wurden von der Pat. abgelehnt, so dass unter Risiko/Nutzenabwägung die transvaginale Mesh-Einlage erfolgte. Präoperativ zeigte sich videourodynamisch ein ausreichendes Blasenvolumen (350ml) mit Restharnbildung, nach Vorfall-Reposition vollständige Blasenentleerung und kein Nachweis einer Belastungsinkontinenz. Die transvaginale Einlage des Prolift® -Gynecare Mesh mit transobturatorischer Fixation erfolgte nach lokaler Östrogensubstitution. Eine Verletzung der Ersatzblase wurde intra-op. ausgeschlossen. Der postop. Verlauf war komplikationslos. Seit dem 3. postoperativen Tag entleert die Patientin die Ersatzblase kontrolliert spontan, restharnfrei und ist unverändert beschwerdefrei. Die transvaginale Beckenbodenrekonstruktion mit Prolift® nach Ersatzblasenanlage ist eine Möglichkeit die Lebensqualität von Patientinnen mit postoperativem ausgeprägtem Genitaldeszensus zu verbessern. Auch wenn der eigene Fall zeigt, dass eine solche Technik selbst nach Zystektomie und Neoblasenanlage hilfreich ist, sollte das Verfahren nur durch geübte Operateure durchgeführt werden. 

279 Wiederherstellung der Beeinflussbarkeit des unteren Harntraktes durch intraspinale Nervenastomose K.-D. Sievert et al. 2007 Abstract

Sievert K.-D. (1), Winter B. (*1), Amend B. (1), Anastasiadis A.G. (1), Badke A. (*2), Kaps H.P. (*2),
Tatagiba M. (*2), Stenzl A. (2)

(1) Universitätsklinikum Tübingen, Urologische Klinik, Tübingen, Germany
(2) Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen, Germany

Einleitung:
Gegenwärtig kann in bestimmten Fällen die neurogene spastische Blase nach Rückenmarksverletzung durch die Implantation eines Nervenstimulators mit gleichzeitiger Deaffenenzierung der sakralen Wurzel S2 bis S4 behandelt werden. Das Video zeigt eine neue Technik mit Bildung eines Haut-Rückenmark-Blasen-Reflexbogens zur Miktion nach komplettem Querschnitttrauma. Die Anastomose zwischen den efferenten Vorderwurzeln L5 und S3 scheint die willkürliche Blasenentleerung, sowie eine physiologische Blasenkapazität zu ermöglichen.

Material und Methoden:
Basierend auf einer Publikation (J Urol 170: 1237-41, 2003) wurde bei 4 Patienten eine Nervumleitung L5-S3 durchgeführt. Die Technik wurde intraoperativ mittels Urodynamik, sowie eine elektrophysiologische Untersuchungseinheit zur neurophysiologischen Testung modifiziert. Nach Hemilaminektomie von L5 werden die Vorderwurzeln von L4 bis S3 dargestellt. Die intradurale Elektrostimulation von S3 bewirkt einen Blasen- und Sphinkterdruckanstieg bzw. für L5 die ipsilaterale Muskelkontraktion. Nach der Identifizierung der korrekten Vorderwurzeln erfolgt nach Durchtrennung die End-zu-End-Anastomosierung der entsprechenden efferenten Wurzelanteile mittels 10.0 resorbierbaren Nähten. Die Operation endet mit einem wasserdichten Dura- und einem dreischichtigen Wundverschluss.

Ergebnisse: 12 Monate nach Operation zeigt die urodynamische Kontrolle eine physiologische Blasenkapazität ohne Detrusorkontraktion ohne die Einnahme von Anticholinergika. Zudem konnte eine willkürliche Entleerung durch kutane Elektrostimulation des entsprechenden Dermatoms erzielt werden. Bei linksseitiger Anastomose wurde eine gleichzeitige bessere Darmmotilität beobachtet.

Diskussion: Eine einfache mikrochirurgische Technik mit minimalen Risiken verbessert die Lebensqualität von Querschnittverletzten signifikant. Die Weiterentwicklungen der Technik mit selektiverer Nervenwurzelanteilauswahl könnte eine spezifische Therapie auch bei inkomplettem Querschnitt darstellen.

280 Der Interstim II - eine Weiterentwicklung des abdominell oder gluteal positionierten Neuromodulators K.-D. Sievert et al. 2007 Inhaltsangabe

280 (2007)      Sievert, K.D. et al. / Tübingen

Der Interstim II – eine Weiterentwicklung des abdominell oder gluteal positionierten Neuromodulators

Die Weiterentwicklung mit dem Interstim II bietet die optimierte Möglichkeit der abdominell oder gluteal zu positionierenden Neuromodulatoren, was in dem Video an einem Operationsbeispiel gezeigt wird unter besonderer Berücksichtigung der Darstellung der vorbereitenden exakten Nadeleinbringung, so auch alternativ bei der glutealen Implantation des Neurostimulators.(Hey)

375 Die antegrade inter/intra/extra fasziale daVinci-Prostatektomie nach transrektaler Unterspritzung F. Recker et al. 2007 Abstract

Recker F.1, Seiler D.*1, Gregorin J.*1

1Kantonsspital Aarau, Urologische Klinik, Aarau, Switzerland

Einleitung: Die initialen Erfahrungen eines „operativen Konvertierers“ von der offenen zur telechirurgischen Prostatektomie sollen in Bezug auf die Fasziendarstellung beschrieben werden.

Material und Methoden: Präoperativ wurde eine transrektale Unterspritzung der Ductu deferentes, Vesicae seminales und Prostata zentral und lateral mit Indigokarmin, 3 gamma Adrenalin/ml 0.9% NaCl (ca. 15ml gesamthaft) zur Dilatation des Denonvillierschen Raumes vorgenommen. Die Prostatektomie wurde transperitoneal deszendierend (Hohenfellner/Donohue) durchgeführt (n=29).

Ergebnis: Die Blaufärbung erleichterte die Lokalisation des Denonvillierschen Raumes, der als erster Schritt bis apical freigelegt wurde. Abhängig vom Tumorbefall war eine inter/intra/extrafasziale Präperation möglich. Die Adrenalinbeigabe führte zu einer vermehrten lokalen Vasokonstriktion. Kreislaufreaktionen traten nicht auf; der mittlere Blutverlust betrug 310ml (240-520ml).

Schlussfolgerung: Für einen „Konvertierer“ erleichtert die präoperative Unterspritzung die deszendierende antegrade Faszienschichtdarstellung und erlaubt ein tumorbezogenes lokales Vorgehen. Eine längerfristige Verlaufsbeobachtung der morphologischen und funktionellen Ergebnisse ist wesentlich.

376 Ein-Jahres-Erfahrungen mit dem RevoLix 70 Watt 2 Mikron Dauerstrichlaser zur Vaporesektion der Prostata T. Bach et al. 2007 Abstract

Bach T.1, Herrmann T.R.W.2, Ganzer R.3, Gross A.-J.4

1Asklepios Klinik Barmbek, Urologische Abteilung, Hamburg, Germany, 2Universitätsklinikum Hannover, Urologische Abteilung, Hannover, Germany, 3Universität Regensburg, Klinik u. Poliklinik für Urologie, Regensburg, Germany, 4Asklepios Klinik Barmbek, Abteilung für Urologie, Hamburg, Germany

Ziele: Die TUR-Prostata ist der Gold Standard in der Therapie der BPH. Allerdings setzen sich neue Therapieverfahren, insbesondere durch die Weiterentwicklung der Lasertechnik vermehrt durch. Die vorgestellte DVD zeigt schrittweise die Vaporesektion der Prostata mit einem 70 Watt, 2 Mikron Dauerstrichlaser. Berichtet wird von den ersten Erfahrungen nach 54 Patienten mit einem Nachsorgeintervall von 12 Monaten.

Material und Methoden: 54 Patienten wurden mit dem RevoLix Laser in Kombination mit einem 26 Charr. Dauerspülschaft-Laserresektoskop (R. Wolf) und einer wiederverwendbaren 550 Mikron RigiFibâ Faser therapiert. Ausgewertet wurden Resektionszeit, Hämoglobinabfall und Katheterverweildauer ebenso wie Veränderungen im Harnfluss (Qmax), dem Restharn (RH), sowie Lebensqualitätsindex (QoL) und IPSS-Wert.

Ergebnisse: Das mittlere Patientenalter betrug 61 Jahre, das Prostatavolumen im Mittel 30,3 ml. Bei einer mittleren Resektionszeit von 52 Minuten konnte nach Durchschreiten der Lernkurve eine Resektionsrate von ca. 1,5 g/min erreicht werden. Die mittlere Katheterverweildauer betrug 1,7 Tage (1 - 3 Tage). Transfusionen waren nicht notwendig. Qmax verbesserte sich von durchschnittlich 4,2 auf 20,1 ml/s. Der RH fiel von 86 ml präoperativ auf 12 ml postoperativ. Ebenso verbesserten sich der IPSS-Wert von 19,8 auf 6,9 Punkte und der QoL von 4 auf 1.

Schlussfolgerung: Obwohl eine längere Beobachtungszeit notwendig ist, zeigen die Ergebnisse, dass die Vaporesektion der Prostata mit dem RevoLix Laser eine sichere und effiziente Methode darstellt. Nach Durchschreiten der Lernkurve kann das Verfahren nahezu unabhängig von der Größe der Prostata durchgeführt werden. Die 1-Jahres Erfahrungen zeigen signifikante Verbesserungen in der Miktionssymptomatik und der Lebensqualität der Patienten.

377 Methoden der nervenschonenden roboter-assistierten radikalen Prostatektomie - Anatomie und operatives Vorgehen J. H. Witt et al. 2007 Inhaltsangabe

377 (2007)      Witt, J.H. et al. / Gronau

Methoden der nervschonenden roboter-assistierten radikalen Prostatektomie: Anatomie und operatives Vorgehen

Nach Modellpräsentation der Anatomie zur nervschonenden roboter-assistierten radikalen Prostatektomie wird – step by step – das operative Vorgehen präsentiert, speziell die interfasziale Präparation zur Schonung des neurovaskulären Bündels sowohl über den seitlichen wie auch den ventro-lateralen Zugang und schließlich auch der totalen interfaszialen Präparation. Das onkologische Ergebnis wird bei dem nervschonenden Vorgehen nicht gefährdet. (Hey)

378 Laparascopic robot assisted transvesical prostatectomy for large benign hyperplasia H. John et al. 2007 Abstract

John H.A.1, Engel N.*1, Fischer B.*1, Fehr J.-L.1

1Klinik Hirslanden, Zentrum für Urologie, Zürich, Switzerland

Introduction and objectives: Open surgery in benign hyperplasia is recommended for severely enlarged glands. However, the procedure is invasive, and the adenomectomy is performed by blunt dissection from the capsule, especially in the apical and sphincteric area. Important intraoperative bleeding may occur. We evaluated the faisability of a laparoscopic robot assisted transvesical prostatectomy.

Methods: Extraperitoneal laparoscopic approach is performed by balloon-dilation and 5 trocars are positioned (12mm camera-port, 2x8mm robotic ports, 5mm and 12mm assistant ports). After the bladder is filled with 200ml saline, vertical cystotomy is performed. Two preliminary holding sutures expose the ureteral crest, the ureteral orifices and median lobe. A hot scissor incision creates the dissection plane at the dorsal bladder neck. Median lobe and both lateral lobes are gently freed from the capsula as a whole or one lobe at a time. Apical dissection is performed under visual control to prefent sphincteric injury. After total removal of the adenoma, hemostasis is achieved under visual control within the prostate fossa. An irrigation urethral catheter Ch20 is introduced and blocked in the prostatic fossa. Finally, bladder incision is closed by a running vicryl 2-0 suture. A suction drain is placed and the specimen is removed by an endo-bag through the subumbilical incision.

Results: The movie demonstrates, that robot assisted transvesical prostatectomy is faisable with an excellent insight into the prostatic fossa. Bleeding vessels are vulgurated under visual control. The sphincteric area remains efficiently protected. Postoperative pain is minimal due to only small incisions, the indwelling catheter is removed after 4-5 days.

Conclusions: Robotic extraperitoneal transvesical prostatectomy for severely enlarged glands is faisable and offers distinct benefits compared to open surgery regarding intraoperative visual control of the prostatic fossa, postoperative pain and recovery time. To our knowledge, this is the first report, that describes a robot assisted laparoscopic technique to treat large benign prostatic adenomas.

379 Tipps und Tricks der Ablatherm-Behandlung S. Thürhoff et al. 2007 Abstract

Thüroff S.1, Chaussy C.1

1Klinikum München, Urologie Harlaching, München, Germany

Ziele: Aufzeigen von Fehlermöglichkeiten bei Indikationen, Kontraindikationen, Patientenlagerung, Anästhesie, Therapieplanung und Applikation transrektalen hoch intensiven fokussierten Ultraschalls (HIFU) zur lokalen Behandlung des Prostatakarzinoms (PCa) an Hand des Behandlungsablaufes mit dem HIFU Gerät Ablatherm ii ®.

Inhalt: Die lokale Behandlung des PCa mit gepulstem HIFU (Ablatherm ii®, EDAP-TMS, Lyon) wird als kurative Therapie beim lokalen PCa und als adjuvante lokal palliative Therapie beim fortgeschrittenen PCa seit über 10 Jahren eingesetzt. Als Neuanfänger dieser Therapie benötigt man - neben Kenntnissen des transrektalen Ultraschalls, der Beckenanatomie und basaler Computerkenntnisse -nur eine kurze Lernkurve und profitiert von Trainingsprogrammen, den hohen Sicherheitsfeatures wie der Ultraschallqualität des Gerätes und der Möglichkeit des integrierten TRUS-CTs zur Planung des Eingriffes. Zwar ist transrektaler gepulster HIFU mit Ablatherm® ein roboterchirurgischer Eingriff, jedoch gibt es natürlich auch bei diesem operativen Eingriff Fehlermöglichkeiten, die vermieden werden sollten, in 7 Minuten dargestellt und diskutiert werden.

461 Combined bucca mucosa graft and penile flap for urethral reconstruction in failed hypospadias repair M. Djordjevic et al. 2007 Abstract

Djordjevic M.1, Djakovic N.2, Hohenfellner M.2, Perovic S.1

1University of Belgrade, Department of Urology, Belgrade, Serbia and Montenegro, 2University of Heidelberg, Urology, Heidelberg, Germany

Introduction: Hypospadias is one of the most common congenital deformities in the male urogenital system. Although there are more than 200 techniques for treating hypospadias, it is often difficult to repair severe forms using conventional methods. We present a method of combining buccal mucosa and fasciocutaneous penile flap for urethral reconstruction.

Material and methods: A 42 years old man underwent surgery due to failed hypospadias repair and lateral recurvation. Surgery was performed in permanent erection induced by prostaglandine E1, which enables easier dissection, precise correction of curvature and precise determination of appropriate length of grafts and flaps planned for urethral reconstruction. Remnants of scarred urethra were completely removed. Penis is completely straightened using Yachia technique. Fasciocutaneous flap was harvested with abundant and redundant vascularized subcutaneous tissue from dorsal penile skin. Buccal mucosa was grafted on the tunica albuginea between urethral meatus and the tip of the glans. Graft was quilted at the several points to the corporal bodies for better survival. Longitudinal vascularized skin flap was button-holed ventrally. The edges of the flap and buccal mucosa were sutured together to form the urethra. Glans wings were sutured to form the glans. The remaining penile skin was used to cover the penile body.

Results: Three months later good esthetic and functional results are achieved. Urethra is passable for 14 Fr. Patient voids easily through the neourethra.

Conclusion: Combined buccal mucosa graft and vascularized penile skin flap represent a good choice for urethral reconstruction, especially in cases of failed previous hypospadias repair.

708 Diagnostik von kindlichen Blasenfunktionsstörungen Möhring Cornelia et al. 2007 Inhaltsangabe

Filmnummer 708

Titel: Diagnostik von kindlichen Blasenfunktionsstörungen

Autoren: Möhring Cornelia, Bach Peter, Bernhardt Silke, Goepel Mark

Department of Urology, University Tuebingen und Kontinenzzentrum Velbert am Klinikum Niederberg

Es wird die leitlinienkonforme Stufendiagnostik von Blasenentleerungsstörungen bei Kindern dargestellt. Dabei wird grundsätzlich eine Enuresis von einer kindlichen Harninkontinenz unterschieden. Letztere wird in eine Harnspeicher-, Blasenentleerungs- und seltene neurogene Blasenfunktionsstörung eingeteilt. Es wird auf die die Anamnese, dem Trink- und Miktionsprotokoll, der körperlichen Untersuchung, der Urinuntersuchung, der Sonographie des Urogenitalsystems, der Uroflowmetrie mit Becken-EMG und einer eventuell erforderlichen Untersuchung in Narkose wie eine Urethrakalibrierung und Urethrocystoskopie detailliert eingegangen. Die urodynamische Untersuchung wird demonstriert, Normwerte und pathologische Befunde erläutert. Weitere fakultative bildgebende Verfahren wie das MCU, das MRT und die Nierenfunktionsszintigraphie werden zur sicheren Ursachenfindung abgehandelt, um letztlich eine kausale Therapie einzuleiten. (Enzmann)   

709 Systemische Diagnostik der weiblichen Harninkontinenz C. Möhring et al. 2007 Inhaltsangabe

Titel: Systematische Diagnostik der weiblichen Harninkontinenz

Autoren: Möhring C, Bach P, Bernhard S, Degoutrie G, Goepel M

Kontinenzzentrum Velbert am Klinikum Niederberg

Abstract:

Die Diagnostik der weiblichen Harninkontinenz werden von nicht invasiven bis invasiven Methoden dargestellt. Wichtig sind die verschiedenen Formen der Harninkontinenz zu unterscheiden. Eingegangen wird auf die körperliche Untersuchung, den neurologischen und gynäkologischen Status, dem Urinsediment und der Urinkultur. Die Objektivierung der Inkontinenz erfolgt durch den Stress-, Husten- und Vorlagentest und dem Trink- und Miktionsprotokoll. Auf die Sonographie wird in dem Zusammenhang eingegangen. Die Indikation und Durchführung der weiterführenden Diagnostik wie Uroflowmetrie mit EMG, dem MCU, der Zystoskopie und Harnröhrenkalibrierung und der Urodynamik einschließlich des Urethradruckprofils wird dargestellt. (Enzmann)

469 male to female Amend Bastian et al. 2007 Inhaltsangabe

Filmnummer 469

Titel: Minimal-invasive Male to Female Gender Reassigment Surgery

Autoren: Amend Bastian, Seibold Jörg, Stenzl Arnulf, Sievert Karl-Dietrich

Department of Urology, University Tuebingen

Es werden Voraussetzungen und die einzelnen operativen Schritte einer geschlechtsangleichenden Operationen vom Mann zur Frau demonstriert: Entfernung der Testes – Reduktion der Präputial- und Penisschafthaut – Präparation der Glans mit Schonung des dorsalen Gefäßnervenbündels – distale Entfernung der Corpora cavernosa – Präparation und Reduktion der Urethralänge – Konstruktion einer Clitoris aus der Glans und des Neomeatus und einer Neovagina und deren Pexie im kleinen Becken – Bildung der Labien. Die Ergebnisse und Komplikationen dieses komplexen Eingriffes werden von 26 Patienten aufgeführt. (Enzmann)   

1104 Minimal-invasive perkutane Nephrolitholapasie P.Liske et al. 2006 Abstract

Liske P.1, Zimmermanns V.1, Lahme S.1

1Krankenhaus St. Trudpert, Klinik für Urologie, Pforzheim, Germany

Ziele: Die konventionelle perkutane Nephrolitholapaxie(PCNL) stellt ein etabliertes Verfahren zur Steinbehandlung dar. Sie erreicht abhängig von der Steinmasse, bei etwas höherem Risiko, eine bessere Steinfreiheitsrate und eine kürzere Behandlungsdauer als die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie(ESWL). Um die Invasivität der PCNL zu senken wurde vor 4 Jahren ein miniaturisiertes Instrumentar entwickelt. Das Ziel dieses Videos ist es, die Operationstechnik der minimal-invasiven perkutanen Nephrolitholapaxie(Mini-PCNL) zu demonstrieren.

Material und Methode: Zur Mini-PCNL wurde ein 12 Ch. Nephroskop verwendet, welches nach sonographisch und röntgenologisch gesteuerter Punktion sowie single-step Dilatation über einen 18 Ch. Amplatzschaft ins Hohlsystem eingeführt wurde. Zur Harnsteindesintegration und Extraktion wurden Ultraschall-, Ballistische- oder Holmiumlaserlithotripsie sowie diverse Steinfanghilfen wie Dormia- bzw. tipless-Körbchen verwendet. 

Ergebnisse: Bei 164 Patienten wurde der steintragende Nierenanteil erfolgreich punktiert. Die Wiederbehandlungsrate betrug 0.41, die durchschnittliche Steingröße 3,5cm², die durchschnittliche OP-Dauer 77 min. Die Steinfreiheitsrate lag bei 93%. Pyelonephritiden traten bei 6%(10 Patienten) auf, transfundiert wurden 1,2%(2 Patienten). 

Schlussfolgerungen: Durch die Verwendung des miniaturisierten Instrumentars ist die Mini-PCNL ein Verfahren, welches bei geringem Risiko, hohe Steinfreiheitsraten ermöglicht. Bei der Behandlung von Nierenbecken bzw. Nierenkelchsteinen mit einer Größe zwischen 1-2cm, ist die Mini-PCNL somit eine sehr gute Alternative zur konventionellen PCNL sowie zur ESWL

1105 Laparoskopische Nierentumorexzision in warmer Ischämie A. Häcker et al. 2006 Abstract

Häcker A.1, Leeb K.*2, Albqami N.*2, Al-Bodour A.*2, Jeschke S.*2, Janetschek G.2

1Klinikum Mannheim gGmbH, Urologische Universitätsklinik, Mannheim, Germany, und Krankenhaus der Elisabethinen, Linz, Austria, 2Krankenhaus der Elisabethinen, Linz, Austria

Einleitung: Die laparoskopische Nierentumorexzision galt bisher als technisch anspruchsvolle Operation, die spezialisierten Zentren vorenthalten war. Durch die vorgegebene warme Ischämiezeit von maximal 30 Minuten wird die Operation zusätzlich erschwert. In unserem OP-Video präsentieren wir unsere technischen Änderungen der Operationstechnik, mit der die die entscheidenden Schritte während der warmen Ischämie, d.h. Tumorexzision, Hämostase, Verschluß des Hohlsystems und des Parenchyms einfacher und schneller durchgeführt werden können.

Methoden: Vorgestellt wird die laparoskopische Nierentumorexzision mit einer warmen Ischämiezeit von 26 Minuten bei einem 70 Jahre alter Mann mit einem zentral gelegenen 3 cm großen rechtsseitigen Nierentumor. Wir verwenden transperitonealen Zugang mit 4 Trokaren analog zur radikalen Tumornephrektomie. Der Zugang ins Retroperitoneum erfolgt nach weiter Mobilisierung des Darms. Der Nierenhilus wird dargestellt und die Nierenarterie und –Vene mit einem Nabelschnurband umschlungen. Zusätzlich wird en block ein selbst hergestelltes Rummel Tourniquet um die Gefäße geschlungen. Mit diesem Tourniquet wird später die Ischämie induziert. Die Niere wird vollständig außerhalb der Gerota-Faszie mobilisiert und diese dann oberhalb des Tumors reseziert. Nach Okklusion von Nierenarterie- und vene wird der Tumor mit einer Schere ohne Strom exzidiert. Im Ansschluß wird das interstitielle Gewebe mit einer fortlaufenden Naht verschlossen. Diese Nahtreihe verschließt sowohl das Hohlsystem als auch die Blutgefäße. Zur Verkürzung der Operationszeit verwenden wir anstelle von intrakorporalen Knoten resorbierbare Clips (LAPRA-TY II) zur Sicherung und Zugfestigkeit der fortlaufenden Naht. Im Anschluß werden die Ränder des Parenchyms ebenso mit einer fortlaufenden Naht über einer Rolle (Tapotamp) approximiert. Die Naht wird beim ersten Einstich und nach jedem Ausstich durch das Parenchym mit nicht-resorbierbaren Hem-o-lock clips gesichert. Die große Oberfläche der Clips ermöglicht es, den Druck auf das Nierenparenchym kontrolliert zu verteilen, ohne daß die Naht ausreißt. So können die Parenchymränder optimal adaptiert und damit das Parenchym sicher verschlossen werden. Die große Oberfläche der Clips erlaubt darüber hinaus, den Zug der Naht flächig auf das Parenchym zu verteilen. Nach Wiedereröffnung der Nierenperfusion wird der Parenchymverschluß durch Fibrinkleber zusätzlich gesichert. Ein Ureterenkatheter zur retrograden Füllung des Hohlsystems wird nicht verwendet

Ergebnisse: Bisher wurden 25 Patienten mit dieser Technik operiert. Die mittlere Tumorgröße war 26.2±7.3 mm (range: 11-39; 16 exophytisch, 7 endophytisch und 2 zentral). Die mittlere warme Ischämiezeit betrug 28.9±5.2 min. (19-40) und der mittlere Blutverlust 177.4±285.5 ml (50-1500). Es traten intraoperativ keine Komplikationen auf. Die Platzierung des Rummel-Tourniquets war in allen Fällen sicher und effektiv hinsichtlich einer vollstänigen Okklusion. Die chirurgischen Absetzungsränder waren in allen Fällen tumorfrei. Postoperativ traten keine Urinome und 1 perirenales Hämatom auf, das konservativ behandelt wurde (keine Transfusionen erforderlich). Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 6.2 Monate (1-15). Bei keinem Patienten traten ein Lokalrezidiv, Port-Metastasen oder Fernmetastasen auf.

Schlussfolgerungen: Unsere Veränderungen der Operationstechnik haben zu einer deutlichen Vereinfachung und Beschleunigung der laparoskopischen Nierentumorexzision während der kritischen warmen Ischämiezeit geführt. Wir erreichen eine warme Ischämiezeit von unter 30 Minuten in der großen Mehrzahl unserer Patienten.

1106 Retroperitoneoskopische Nebennierenzystenresektion C. Wülfing 2006 Abstract

Wülfing C.1, Herrmann E.1, Hertle L.1

1Universitätsklinikum Münster, Urologische Klinik und Poliklinik, Münster, Germany

Nebennierenzysten kommen in der täglichen urologischen Praxis selten vor, können aber symptomatisch sein und eine therapeutische Intervention notwendig machen. Zum Einsatz kommen hierbei zunehmend laparoskopische Operationsverfahren, wobei in der Literatur meistens über das transperitoneale Vorgehen berichtet wurde. Der retroperitoneoskopische Zugang stellt eine vergleichbare Methode dar, wird in der endourologischen Praxis jedoch nur selten gewählt. In diesem Film berichten wir über eine 27-jährige Frau, die sich mit Refluxösophagitis und linksseitigen Flankenschmerzen in unserer Klinik vorstellte. Sowohl sonographisch als auch computertomographisch imponierte eine zystische Raumforderung im Bereich des linken Nierenoberpols. Anhand des Bildmaterials blieb unklar, ob es sich um eine Nierenzyste bzw. um eine Nebennierenzyste handelte. Eine umfangreiche Hormondiagnostik im Serum und im 24-h-Sammelurin erbrachte keinen Hinweis für einen endokrin-aktiven Tumor.

Zur Operation der zystischen Raumforderung wurde ein retroperitoneoskopischer Zugang gewählt, da dieser den unmittelbaren Zugang in das Retroperitoneum erlaubt und die schnelle Freipräparation der Niere ohne die beim transperitonealen Zugang notwendige vorherige Präparation intraperitonealer Organe ermöglicht. Die Zyste wurde im Bereich des Nierenoberpols freipräpariert und konnte eindeutig als Nebennierenzyste identifiziert werden. Die Zystenwand konnte problemlos reseziert und über einen Trokar geborgen werden. Die anschließende histologische Aufarbeitung ergab das Bild einer adrenalen Pseudozyste. Die Patientin konnte in gutem Allgemeinzustand bei reizlosen Wundverhältnissen am 2. postoperativen Tag entlassen werden. Bereits unmittelbar nach der Operation war sie beschwerdefrei und von Refluxösophagitis und Flankenschmerzen befreit. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich der retroperitoneoskopische Zugang exzellent zur Resektion von Nieren- und Nebennierenzysten eignet und die beim transabdominellen Zugang notwendige Präparation intraperitonealer Organe überflüssig macht. Das Risiko intraperitonealer Verletzungen wird auf diese Weise deutlich minimiert.

273 Ureterozystoplastik- Eine seltene Indikation (3. Filmpreis 2006) J. Wöllner et al. 2006 Abstract

Wöllner J.1, Schröder A.1, Stein R.1, Thüroff J.W.1

1Klinikum der Johannes-Gutenberg-Univ., Urologische Klinik und Poliklinik, Mainz, Germany

Einleitung: Bei therapierefraktärer neurogener low compliance Blase stellt die Ureterozystoplastik ein elegantes Verfahren zur Blasenaugmentation dar. Durch die Inkooperation von Urothel vermeidet man, die bei der Augmentation mit Darmsegmenten häufig assozierte Schleimbildung und Elektrolytstörung. Für die Ureterozystoplastik ist ein stark dilatierter Ureter mit hochgradig funktionsgeminderter bzw. funktionsloser Niere Vorraussetzung; eine Befundkonstellation die nur auf wenige Patienten zutrifft.

Material und Methoden: Bei dem vorgestellten Fall handelt es sich um einen 11 jährigen MMC Patienten mit neurogner low compliance Blase und funktionsloser linker Niere bei hochgradigem Reflux. Präoperativ erfolgte eine Urodynamik und eine MAG III Szintigraphie. Insgesamt wurde bei 3 Patienten von den Autoren eine Ureterozystoplastik durchgeführt.

Ergebnisse: Bei dem dargestellten Patienten zeigte sich in der präoperativen Diagnostik sich eine low compliance Blase mit einer maximalen Kapazität von 70 ml, sowie eine funktionslose linke Niere. Vier Monate nach Nephrektomie und Ureterozystoplastik ist der Patient kontinent und beschwerdefrei. Die funktionelle Blasenkapazität vier Monate postoperativ betrug 440 ml bei normaler Compliance. Die Blase wird vier bis sechsmal täglich per CIC entleert. Bei einem Patienten entwickelte sich im Verlauf erneut eine low compliance Blase, die eine Konversion der Harnableitung notwendig machte. Bei dem anderen zeigte sich im Verlauf ein gutes postoperatives Ergebnis. In der Literatur finden sich nur wenige Arbeiten über die Ergebnisse der Ureterocystoplastik. Meist handelt es sich nur um kleine Patientenzahlen, oder einzelne Fallberichte mit gutem postoperativen Ergebnissen. In einer retrospektiven Multicenterstudie von Husmann et al (Journal of Urology, 2004), zeigte sich eine Reaugmentationsrate von 73,4%.

Zusammenfassung: Für das stark selektionierte Patientenklientel stellt die Ureterozystoplastik eine effektive Operationsmethode dar, die bei guter Indikationsstellung erfolgreich ist. 

373 Offene retropubische radikale Prostatektomie: Die Hamburg-Technik (2. Filmpreis 2006) J. Walz et al. 2006 Abstract

Walz J.1, Graefen M.2, Haese A.1, Heinzer H.1, Huland H.3

1Universitäts-Krankenhaus Eppendorf (UKE), Klinik und Poliklinik für Urologie, Hamburg, Germany, 2Martini-Klinik, Prostatazentrum, Hamburg, Germany, 3Universitäts-Krankenhaus Eppendorf (UKE), Klinik und Poliklinik für Urologie und Martini-Klinik, Prostatazentrum, Hamburg, Germany

Ziel: Die Technik der offenen nerverhaltenden radikalen retropubischen Prostatektomie hat sich im Laufe der letzen Jahre fortlaufend verbessert und perfektioniert. Dies führte zu einer Verbesserung in der Tumorkontrolle und in den postoperativen Potenz- und Kontinenzergebnissen. In diesem Video möchten wir unsere Technik der radikalen nerverhaltenden Prostatektomie darstellen und über unsere Ergebnisse bezüglich des positiven Absetzungsrandes und der Frühkontinenz berichten.

Material und Methoden: Das Video zeigt die wesentlichen Schritte der nerverhaltenden radikalen Prostatektomie. Das Video wird durch anatomische Zeichnungen und Animationen unterstützt um wichtige Punkte hervorzuheben. Durch einen hohen Einstieg bei der Nerverhaltung im ventralen Bereich der Prostata ist ein Erhalten von zusätzlichen Nervenfasern möglich. Durch eine exakte und selektive Präparation des dorsalen Venenplexus, des Apex und des äußeren Sphinkters wird eine Verbesserung der Kontinenz und eine Verminderung der Rate eines positiven Absetzungsrandes erzielt. Der positive Absetzungsrand wurde durch die Stanford-Methode bestimmt, die Kontinenz 3 Monate postoperativ mit einem ICS-Fragebogen evaluiert.

Ergebnisse: Die dargestellte Technik ermöglichte bei den letzen 200 Patienten eine Rate des positiven Absetzungsrandes bei pT2-Tumoren von 5,7 %, wobei 2,4 % einen apikalen positiven Absetzungsrand aufzeigten. Die Evaluierung der Frühkontinenz nach 3 Monaten zeigte, dass 96,2% keine oder nur eine Vorlage pro Tag brauchten. Wegen der kurzen postoperativen Nachbeobachtungszeit lagen keine Ergebnisse bezüglich der Potenz vor.

Zusammenfassung: Die dargestellte Technik erlaubt eine gute Tumorkontrolle und ausgezeichnete Frühkontinenzergebnisse.

374 Technik der KTP-Laservaporisation der Prostata F. Schiefelbein et al. 2006 Abstract

Schiefelbein F.1, Noe M.1, Schön G.1

1Missionsärztliche Klinik GmbH, Urologische Abteilung, Würzburg, Germany

Ziele: Die KTP–Laservaporisation der Prostata gewinnt in der Behandlung der operativen Therapie der BPH insbesondere bei multimorbiden und mit antikoagulativer Therapie behandelten Patienten an Bedeutung. Der Film demonstriert Schritt für Schritt die OP–Technik mit dem 80 W KTP-Laser im Vergleich zur TUR-P.

Material und Methoden: Von Dezember 2004 bis August 2005 wurden 75 Patienten, mittleres Alter 76,7 Jahre (50-87 Jahre) mit BPH–Stadium II–III operiert. 32 Patienten erhielten eine Blutverdünnung mit Marcumar / ASS, die periop nicht abgesetzt wurde. Das mittlere TRUS-Volumen der Prostata betrug 43 ml (15–130 ml). Der Uroflow betrug präop 10,1 ml/s (3,5–21,2 ml/s), der RH betrug 115 ml (60–2000 ml) und der IPSS lag präop bei 18 (9-31). Postop wurde RH, Uroflow max. und IPSS vor Entlassung bestimmt. Mittels eines Fragebogens wurde nach 6 Monaten der IPSS ermittelt.

Ergebnisse: Die mittlere Operationszeit betrug 53 min (16–97min) bei einer Energie von 182607 J (75000–382000J). Die durchschnittliche max. Harnflussrate betrug zum Zeitpunkt der Entlassung am zweiten postop Tag 19 ml/s (4,4–63ml/s), der IPSS sank auf 11 (3-25). Der RH erniedrigte sich auf durchschnittlich 24 ml (0–600ml). Nach einer sechsmonatigen Nachbeobachtungszeit sank der durchschnittliche IPSS nochmals auf 9 (1-31). Trotz der teils negativen Patientenselektion traten keine Komplikationen wie Blutungen, Nachblutungen oder Einschwemmungen auf. Zwei Patienten wurden bei persistierender Entleerungsstörung transurethral reseziert. 65 Patienten (86 %) würden sich, sechs Monate postop, erneut für eine Laservaporisation entscheiden.

Schlussfolgerung: Die Laservaporisation der Prostata mit dem 80 W KTP–Laser ist ein sicheres, auch bei Blutverdünnungstherapie mit Marcumar/ASS, erfolgreich einsetzbares Operationsverfahren mit hoher Patientenakzeptanz. Die operative Technik ist für den erfahrenen Resekteur rasch erlernbar.

460 Penisteilamputation mit Glansrekonstruktion bei Peniskarzinom S. Perovic et al. 2006 Abstract

Perovic S.1, Djordjevic M.1, Djakovic N.2, Hohenfellner M.2

1Kinderchirurgische Univ.Klinik Belgrad, Urologische Abteilung, Belgrad, Serbia and Montenegro, 2Universitätsklinikum Heidelberg, Urologische Universitätsklinik und Poliklinik, Heidelberg, Germany

Einleitung: Die Penisteilamputation beim Peniskarzinom ist aus physischer als auch psychologischer Sicht ein einschneidendes Ereignis für den Patienten. Obwohl bei vielen Patienten Geschlechtsverkehr postoperativ möglich wäre, nehmen sie aus Scham Abstand. Dies vor allem wegen der fehlender Eichel oder dem kleineren Penis. Wir präsentieren die Penisteilamputation mit Glansrekonstruktionn mit der Harnröhre.

Methoden und Patienten: Im Zeitraum von Januar 2003 bis September 2005 sind 9 Patienten im Alter von 37 bis 63 Jahren (Durchschnitt 54 Jahre) wegen einem auf die Eichel beschränkten Peniskarzinom und in drei Fällen die Spitzen der Corpora cavernosa infiltrierend, operiert worden. Die Operationstechnik besteht in der Mobilisierung der Eichel von den Schwellkörperspitzen und der Harnröhre bis zu ihren bulbären Anteil. Die Spitzen der Schwellkörper als auch die Absetzungsränder der Penisschafthaut und der Harnröhre wurden reseziert und zum Schnellschnitt eingesandt. Die Harnröhre wurde auf eine Länge von ca. 3cm ventral spatuliert. Der mittig eröffnete Anteil der Harnröhre wurde umgeschlagen und auf die Spitzen der Harnröhre ausgespannt und fixiert. Es folgte die Adaptation der Penisschafthaut.

Ergebnisse: Das Follow-up beträgt zwischen 3 und 32 Monaten (Durchschnitt 17 Monate). Postoperativ waren ein Hämatom und eine sekundäre Wundheilung zu verzeichnen. Beide Komplikationen wurden konservativ behandelt. Ein Lokalrezidiv entwickelte keiner der Patienten. Mit dem ästhetischen Ergebnis sind alle Patienten zufrieden. Vier Patienten berichten über spontane Erektionen, zwei davon auch über erfolgreichen Geschlechtsverkehr.

Schlussfolgerung: Die sexuelle Aktivität ist bei vielen Patienten nach partieller Penektomie trotz erhaltener Erektion und ausreichender Penislänge eingeschränkt. Die Patienten können die Scham wegen der fehlenden Eichel nur schwer überwinden. Deshalb ist es wichtig mit der Glansrekonstruktion ein ansprechendes Bild des Penis zu erreichen, was die sexuelle Aktivität der Patienten verbessern kann. Die von uns präsentierte Methode zeigt ein gutes postoperatives Ergebnis.

1102 Organerhaltende endoskopische Nierentumorresektion G. Schön 2005 Abstract

Schön G.1

1Missionsärztliche Klinik GmbH, Urologie, Würzburg, Germany

Ziele: Durch moderne bildgebende Verfahren werden immer häufiger kleine Nierentumore entdeckt. Die offene Nierenteilresektion ist die Standardtherapie. Durch Verbesserung der laparoskopischen Technik kann an einigen Zentren dieser Eingriff auch minimal-invasiv durchgeführt werden.In diesem Videofilm wird gezeigt, daß laparoskopisch kurze Ischämiezeiten und optimale Tumorkontrolle wie bei der offenen Technik erzielt werden können, die im wesentlichen Schritt für Schritt kopiert wird.

Material und Methoden: Der Videofilm zeigt die einzelnen Operationsschritte: nach Präparation der Nierengefäße erfolgt die weitere Nierenfreilegung. Dabei wird das Fettgewebe auf dem Nierentumor belassen. Die Mobilisation wird soweit durchgeführt, daß der Tumor endoskopisch gut zugänglich ist. Darstellung des Tumors mit flexiblem, endoskopischen Ultraschall und Markierung der Inzisionslinie. Abklemmen der Nierengefäße mit Satinsky- oder Bulldogklemmen. Die Exzision des Tumors erfolgt mit der Endoschere ohne Koagulation. Dadurch ist eine gute makroskopische Beurteilbarkeit bei 10-facher Vergrößerung möglich.Nach retrograder Indigocarmingabe kann das geöffnete Hohlsystem identifiziert und vernäht werden.Tiefgreifende Nähte an den Enden mit Weckclips armiert, dienen zur Blutstillung. Bei Bedarf kann FloSeal® appliziert werden.

Ergebnisse: Zwischen 2001 und 2004 wurde bei 20 Patienten eine endoskopische Nierenteilresektion durchgeführt. Die mittlere Tumorgröße betrug 2.4 (1.4 bis 4.5) cm, der mittlere Blutverlust betrug 220 (50-1200) ccm.Die warme Ischämiezeit war 21 (12-29) min., die mittlere OP-Zeit 2.5 (1.3 bis 3.5) Std.Einer Patientin mußten postoperativ bei Parenchymblutung 2 Erykonzentrate transfundiert werden , das Umsteigen auf die offene Technik war nicht notwendig. Alle Schnittränder waren negativ, Rezidive oder Portside-Metastasen bei noch relativ kurzer Nachbeobachtungszeit waren bisher nicht nachweisbar.

Schlussfolgerungen: Durch Weiterentwicklung der laparoskopischen Technik ist es derzeit möglich, gleiche Ergebnisse wie bei der offenen Nierenteilresektion zu erzielen. Durch schrittweise Kopie der offenen Technik können auch die hohen Standards der Tumorchirurgie beibehalten werden. Sie ist die Methode der Zukunft, da zur Präparatbergung nur eine kleine Inzision notwendig ist und die Morbidität des Eingriffsdeutlich gesenkt werden kann.

1103 Laparoskopische Nierenbeckenplastik nach Patel - eine neue Therapieoption D. Kontaxis et al. 2005 Abstract

Kontaxis D.1, Müller E.1, Echtle D.1, Frohneberg D.1

1Klinikum Karlsruhe, Urologische Klinik, Karlsruhe, Germany

Ziele: Seit 1986 wurden in unserer Klinik 199 Patienten mit Ureterabgangsstenosen operiert, meist in der Technik nach Anderson-Hynes (AH). Seit 1990 wurde das Spektrum um das bisher weniger verbreitete Verfahren nach Patel (89/125) erweitert. Darüber hinaus erfolgten 14/199 endoskopische Korrekturen, davon 10 laparoskopisch. In den letzten Monaten konnte bei 6 Patienten die Technik nach Patel laparoskopisch durchgeführt werden.

Material und Methoden: Die Operationsindikation wurde bei dekompensierter Harntransportstörung mit weniger als 40% Wash out 20 Minuten nach Lasixbelastung (Isotopennephrogramm) gestellt. Eine normale Nierenfunktion zeigten 64% der Patienten. 116/199 (58%) Patienten waren symptomatisch. Männlich : weiblich = 52% : 48%; Rechts : links = 51% : 49%; Bilateral 1,6%. Alter 40 Jahre (3 - 80). Followup 87 (3-166) Monate. Nachuntersuchung mittels klinischer Evaluierung, Sonographie, Isotopen-nephrogramm mit Lasixbelastung (99 Tc MAG 3) und ggf. Urogramm.

Ergebnisse: Eine (weitere) Verschlechterung der Nierenfunktion war bei keinem Patienten zu verzeichnen. Sie verbesserte sich in 43% (Patel) bzw. 47% (AH) der Fälle oder blieb unverändert (Patel: 57% und AH: 53%). Endoskopische Verfahren konnten in nur 25% der Patienten eine Verbesserung erzielen. Revisionsbedürftig waren zwei Patienten nach Anderson-Hynes und 5/14 nach endoskopischer Behandlung.

Schlussfolgerungen: Das Alternativverfahren nach Patel ist dem Standard-Verfahren nach Anderson-Hynes gleichwertig. Es hat den Vorteil, dass die Kontinuität des Harnleiters nicht unterbrochen wird und dass bis zu 10 cm lange subpelvine Engen überbrückt werden können. Laparoskopische Verfahren sind den offenen Techniken gleichwertig.

269 Operative Korrektur einer langstreckigen bulbären und penilen Harnröhrenstriktur mit Wangenschleimhaut J. Seibold et al. 2005 Abstract

Seibold J.1, Merseburger A.S.1, Sievert K.-D.1, Stenzl A.1

1Universitätsklinikum Tübingen, Urologische Klinik und Poliklinik, Tübingen, Germany

Ziele: Harnröhrenstrikturen in den unterschiedlichen Abschnitten der Harnröhre stellen zur Korrektur hohe Anforderungen an den Operateur. Je nach betroffenem Bereich der HR stehen verschiedene operative Techniken zur Verfügung. Dieses Video zeigt die Technik, das endoskopische Follow-up und die Ergebnisse nach HR-Rekonstruktion von bulbären Strikturen mit Wangenschleimhaut.

Material und Methoden: Ein 51-jähriger Patient mit einem oberflächlichen Blasentumor entwickelte nach Resektion und intravesikaler Chemoinstillationstherapie bei Rezidivfreiheit bzgl. Blasentumor eine langstreckige, bulbär und penile Harnröhrenstriktur. Diese wurde multipel urethrotomiert, auch ein temporärer Harnröhrenstent wurde im- und explantiert. Nun erfolgte die Vorstellung zur definitiven Harnröhrenrekonstruktion mit Wangenschleimhaut. Rekonstruiert wurde die Harnröhre bulbär und penil auf fast 9 cm Länge. Das Video zeigt den genauen operativen Ablauf. Dabei wird Bezug genommen auf die Lagerung des Patienten, das benötigte Spezialinstrumentarium, die einzelnen operativen Schritte bis hin zu Schienen, Katheter und Verbandsmaterial.

Ergebnisse: Postoperativ erfolgte im Rahmen der uro-onkologischen Nachsorge des Blasentumors eine endoskopische Kontrolle der rekonstruierten Harnröhre. Ergebnisse von insgesamt 23 Patienten, die im Zeitraum von 3/01 bis 9/04 ebenfalls mit Wangenschleimhaut eine Rekonstruktion der HR erhielten werden aufgezeigt.

Schlussfolgerungen: Das Video demonstriert am Beispiel eines Patienten mit einer langen bulbären und penilen Harnröhrenstriktur das operative Vorgehen zur erfolgreichen operativen Rekonstruktion mit Wangenschleimhaut. 

271 Pro ACT for the treatment of postprostatectomy incontinence O. Schlarp et al. 2005 Abstract

Schlarp O.*1, Hübner W.A.1

1Humanis Klinikum Niederösterreich, Urologische Abteilung, Kornenburg, Austria

Introduction: Urinary incontinence after prostate surgery is a significant late complication often affecting men during the prime of life. Minimal invasive devices as treatment for this condition are commonly used in men with mild to moderate incontinence as a first choice treatment. The implantation of an AUS is still considered as gold standard, especially in the case of severe incontinence. We report of our 4 year experience with the Pro ACT System as minimal invasive technique.

Methods: Beside the implantation of an AUS and the Invance male sling device, we mainly used the Pro ACT for the treatment of postprostatectomy incontinence. Hydraulic sphincter, Invance- and Reemex male sling devices were used in selected cases. In this video the implantation technique in a male after radical prostatectomy is demonstrated.

Results: We treated 154 men with a mean age of 69. 5 years over a time period of 4 years starting in September 2000. The daily pad use dropped from preoperative median 4 (1-20) to 1 (0-6) in the Pro-Act group. Revision surgery was necessary in 2,5% after the learning curve (last 40 pts.) due to several reasons (Balloon rupture, migration, etc.). The duration of surgery is now about 20 minutes. Secondary implantation of an AUS because of malfunction was necessary in 2 % in the last 40 Pro ACT patients.

Conclusion: The Pro ACT system is effective, has a quick learning curve and is minimal invasive in regard to surgery time, tissue trauma and postoperative follow up. Patient satisfaction is high; for the vast majority of cases Pro ACT is our first line therapy of post prostatectomy incontinence.

272 Intermittierender Selbstkatheterismus bei Querschnittlähmung J. Sökeland et al. 2005 Inhaltsangabe

272 (2005)      Sökeland J.; Stöhrer,M. et al. / Herdecke; Murnau

                        Intermittierender Selbstkatheterismus (ISK) bei Querschnittslähmung

Es wird auf die Vorteile des ISK vor allem zur Vermeidung von Verletzungen und Harnwegsinfektionen verwiesen, ausgehend von der vorbereitenden Desinfektion unter besonderer Beachtung der Unterschiede des Vorgehens bei der Frau bzw. beim Mann, bis hin zum fach- und sachgerechten Einbringen des Katheters und der Harnableitung mit abschließender Entsorgung des verwendeten Materials. (Hey)

367 The bone anchored perineal male sling inVance-TM-system; Die Technik zur Implantation nach perinealer Prostatektomie W. Bauer et al. 2005 Abstract

Bauer W.*1, Lamche M.*1, Bliem F.*1, Schramek P.*1

1KH Barmherzige Brüder Wien, Abteilung für Urologie und Andrologie, Wien, Austria

Ziele: Die perineale bone anchored male sling InVanceTM System entwickelt sich immer mehr zu einer alternativen Therapieoption gegenüber dem artifiziellen Sphinkter bei geringer bis mässiggradiger Belastungsharninkontinenz nach radikaler Prostatektomie. Bisher gab es über die Möglichkeit der Implantation einer perinealen Schlinge nach perinealer Prostatektomie keine Ergebnisse. Wir zeigen in unserem Video die operative Technik zur Implantation der bone anchored male sling InVanceTM System nach radikaler perinealer Prostatektomie.

Material und Methoden: Der Zugang erfolgte perineal mit Exposition der bulbären Urethra und der Rami inferiores ossis pubis. Insgesamt wurden 6 Halteschrauben mit integriertem Prolene Faden implantiert. Über diese Fäden wurde die Schlinge erst an der rechten Seite implantiert und nach Messung des retrograden Leak Point Pressure wurde bei 60cm Wassersäule die Schlinge auch an der linken Seite nach Probefixierung implantiert. Nach Legen eines Dauerkatheters Ch14 Tiemann für 48 Stunden erfolgte der primäre Wundverschluss.

Ergebnisse: Nach bisher 5 Implantationen nach radikaler perinealer Prostatektomie gab es weder intra- noch postoperative Komplikationen mit sehr guter postoperativer Kontinenz.

Schlussfolgerungen: Wir konnten somit zeigen, dass die Implantation der perinealen Schlinge auch nach radikaler perinealer Prostatektomie zur Therapie von gering bis mässiggradiger Belastungsharninkontinenz problemlos möglich ist.

368 Potenzerhaltende laparoskopische radikale Prostatektomie unter Anwendung eines extraperitonealen Zugangs V. Poulakis et al. 2005 Abstract

Poulakis V.1, Dillenburg W.1, Witzsch U.1, Becht E.1

1Krankenhaus Nordwest, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Frankfurt, Germany

Ziele: Die potenzerhaltende laparoskopische radikale Prostatektomie (L-RPE) hat sich etabliert als Standardverfahren bei der Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms. Wir präsentieren unsere laparoskopische antegrade nervschonende Technik unter Anwendung eines extraperitonealen Zugangs.

Material und Methoden: Seit Januar 2004 unterzogen sich 51 Patienten einer extraperitonealen antegraden nervschonenden L-RPE. Mittels validierter Fragenbogen wurde die Sexualfunktion der Patienten prä- und postoperativ evaluiert. Das Video präsentiert unsere Technik: Schaffung des extraperitonealen Raums, Platzierung von 5 Trokaren, pelvine Staginglymphadenektomie, Inzision der endopelvinen Faszia und der puboprostatischen Ligamenten, Ligatur des Santorini’schen Venenplexus, Dissektion des Blasenhalses, Durchtrennung der Vasa deferentia, Dissektion der Samenblasen, Inzision des hinteren Blattes der Denonvillier’schen Faszie, Freilegung des prärektalen Raums, Dissektion der Prostatapfeiler, Mobilisation und Erhaltung des linken neurovaskulären Bündels, apikale Dissektion, Entnehmen intraoperativer Schnellschnitte, urethrovesikale Anastomose mittels Einzelknopfnähte und schließlich Bergung des Präparates.

Ergebnisse: Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug 2 Monate, das durchschnittliche Patientenalter lag bei 61 Jahren. Präoperativ waren alle Patienten potent. Von den 20 Patienten, die bilateral nervschonend operiert wurden, berichteten 7 Patienten über spontane geschlechtsverkehrausreichende Erektionen, 7 über Erektionen mit Hilfe von 5-Phosphodiesterasenhemmern, und 6 über nicht-geschlechtsverkehrausreichende Erektionen. Von den 31 Patienten, die unilateral nervschonend operiert wurden, berichteten 11 Patienten über partiale Erektionen mit Hilfe von 5-Phosphodiesterasenhemmern, 8 über komplette Erektionen mit Hilfe von 5-Phosphodiesterasenhemmern, 5 über spontane Erektionen ohne jegliche Hilfe und die restlichen 7 über keine Erektion bisher.

Schlussfolgerungen: Die Technik der potenzerhaltenden extraperitonealen L-RPE führt zur adäquaten Erhaltung der neurovaskulären Bündel und weist Kurzzeitpotenzraten aus, die mit denen der retropubischen radikalen Prostatektomie bzw. der transperitonealen L-RPE vergleichbar sind.

369 Die nervenschonende radikale Prostatovesikulektomie aus der Sicht des Operateurs mit dem Varioscope M5 R. Götschl et al. 2005 Abstract

Götschl R.1, Schmeller N.1

1St. Johanns Spital Salzburg, Klinik für Urologie und Andrologie, Salzburg, Austria

Ziele: Aus der ständigen Weiterentwicklung der radikalen Prostatovesikulektomie resultieren in zunehmenden Masse hervorragende onkologische Ergebnisse sowie steigende Kontinenzraten. Durch bessere Kenntnisse der Anatomie werden auch zunehmend nervschonende Verfahren zur Sicherung der Potenz angewandt. Hierbei sind dem menschlichen Auge aufgrund der Feinheit der Strukturen allerdings Grenzen gesetzt. Das Varioscope M5 stellt eine ausgezeichnete Seehilfe zur Optimierung der Operationstechnik dar.

Methoden: Das Varioscope M5 ermöglicht dem Anwender durch Autofokus und automatischem Parallaxenausgleich eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit in Verbindung mit einer stufenlosen Vergrösserung – je nach Optik 2.9 bis 9 fach – was jederzeit ein scharfes und glasklares 3D Bild garantiert. Das Sichtfeld ist hierbei viel größer als das einer Lupenbrille. Der Anwender hat die Möglichkeit von integriertem Licht-, Kamerasystem und Wechselokularen Gebrauch zu machen. So spiegelt sich im gezeigten Film durch die integrierte Kamera die Originalsicht des Operateurs wieder. Aus dieser Perspektive sieht man die entscheidenden Schritte einer nervschonenden Operationstechnik.

Ergebnisse: In einer Serie von 50 konsekutiv operierten Patienten lag die mittlere OP-Dauer bei 155,98 Minuten und der intraoperative HB-Abfall betrug in Schnitt 3,7 mg/dl, das mittlere Hämoglobin bei Entlassung 11,2 mg/dl und die Transfusionsrate 2 Prozent (=1 Patient). Nach einem Jahr waren 90 % der Patienten absolut kontinent und benötigten keine Einlagen mehr. 5 Patienten benützen noch eine Einlage am Tag, kein Patient mehr als eine Einlage. Nach einem Jahr waren 41,4 Prozent ohne PDE5-Hemmer und 55 Prozent mit PDE5-Hemmer potent (IIEF > 17).

Schlussfolgerungen: Eine nervschonende Operationstechnik bei der radikalen Prostatovesikulektomie ist mit dem Varioscope M5 wesentlich erleichtert, da es eine deutlich bessere Sicht bietet als z.B. eine Lupenbrille.  

370 Die radikale perineale Prostatovesikulektomie (RPP) mit simultaner extendierter perineal pelviner Lymphadenektomie (PPL) (1. Filmpreis 2005) J. Beier et al. 2005 Abstract

Beier J.1, Spies F.1, Keller H.1

1Klinikum Hof, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Hof, Germany

Ziele: Die RPP stellt ein minimal-invasives Verfahren zur Behandlung des locoregionären Prostatacarcinoms dar. Wesentlicher Nachteil der RPP ist die fehlende Möglichkeit einer simultanen LK-Dissektion über den gleichen Zugang. Der Film beschreibt erstmalig eine RPP mit simultaner radikaler extendierter pelviner Lymphadenektomie über die gleiche Inzision.

Material und Methoden: Nach radikaler Prostatektomie wird die endopelvine Fascie scharf eröffnet, die Harnblase nach medial stumpf abgeschoben, der Nervus obturatorius und die externen Iliacalgefäße dargestellt. Mittels Selbsthaltesystem wird die Harnblase abgehalten und eine extendierte Lymphknotendissektion des Obturatoriusgebietes entlang der externen Iliacalgefäße und der Arteria iliaca interna unter direkter Sicht durchgeführt. Nach kompletter bilateraler LK-Dissektion erfolgt die Einlage zweier Ch. 10 Silikon-Zieldrainagen und der schichtweise Wundverschluß. Die mittlere Operationszeit beträgt 117 Minuten (101-138).

Ergebnisse: Im Mittel wurden bei 42 konsekutiv problemlos durchgeführten Operationen 18,1 Lymphknoten (8-31) entfernt. Das Video zeigt die extendierte radikale perineale Prostato-Vesikulektomie mit simultaner bilateraler extendierter pelviner Lymphadenektomie (RPP + PPL) über den gleichen Zugang.

Schlussfolgerungen: Erstmalig konnte gezeigt werden, daß eine extendierte simultane perineale pelvine Lymphadenektomie im Rahmen der RPP möglich und hoch effizient ist. Die von uns durchgeführte extendierte PPL beseitigt das Handycap der RPP eines gelegentlich notwendigen zusätzlichen laparoskopischen Zuganges, ohne daß das Verfahren an Morbidität zunimmt.  

371 Kryoablatio der Prostata U. Witzsch et al. 2005 Abstract

Witzsch U.1, Ferakis N.2, Dillenburg W.1, Becht E.3

1Krankenhaus Nordwest, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Frankfurt, Germany, 2Universität, Athen, Greece, 3Krankenhaus Nordwest, Frankfurt, Germany

Ziele: Die Kryoablation der Prostata befindet seit über 50 Jahren in Deutschland in der klinischen Anwendung. Die neueste Technologie der dritten Generation steht seit der Jahrtausendwende zur Verfügung. Wir zeigen in unserem Video eine Behandlungen nach dem derzeitigen europäischen Standard.

Material und Methoden: Zunächst wird der Patient in Steinschnittlage cystoskopiert und der Abstand der Ostien vom Blasenhals beurteilt. Sodann ein suprapubischer Katheter (SPK) und ein transurethraler extrasteifer Führungsdraht eingelegt. Über diesen wir ein mit gefärbter physiologischer Kochsalzlösung gefüllter Wärmekatheter zum Schutz der Urethra und des externen Sphinkters eingeführt. Die auf einem Steper montierte biplanare transrektale Ultraschallsonde (TRUS) wird rektal eingeführt und ein mit dem TRUS kalibriertes Lochraster (Template) befestigt. Die Kryosonden in Nadelstärke (17G) werden am Gerät angeschlossen und sowohl der Gefrier- als auch der Taumodus getestet. Dann werden die Nadeln über das Template in der Prostata mit 0,5 cm Abstand zur Kapsel und 1 cm Abstand zueinander von ventral nach dorsal plaziert. Die exakte Lage der Nadelspitzen am Blasenhals wird im Längsschnitt kontrolliert, jede einzelne Nadel korrigiert. Zwei Nadeln werden im Denonvillierschen Raum plaziert und nur im Taumodus betrieben was die Eisausbreitung in das Rektum verhindert. Temperaturmesssonden werden in der Prostata und dem Rektum plaziert. Pro Lokalisation werden zwei Gefrierzyklen unterbrochen von einem Taucyclus gefahren. Bei einer Länge der Prostata von über 3,5 cm erfolgt ein Rückzug der Nadeln und erneute 2 Gefrier/Taucyclen. Am Behandlungsende erfolgt ein kurzer Tauzyklus, die Nadeln werden entfernt, 5 min Druck gegen das Perineum appliziert, ein Verband angebracht und der Wärmekatheter nach 20 min entfernt.

Ergebnisse: Bei Restharnfreiheit wird der SPK nach einer Woche entfernt. 20% der Patienten verläßt die Klinik mit SPK bei 3/4 hiervon muß nach 6-8 Wochen eine transurethrale Nekrosektomie durchgeführt werden.

Schlussfolgerungen: Wir behandelten seit 9/2001 86 Patienten. Es traten keine schweren Nebenwirkungen ausser rezidivierendem Harnwegsinfekt in 3 Fällen auf.

372 Robot assisted endoscopic extraperitoneal seminal vesical tip and nerve sparing radical prostatectomy M. Müntener et al. 2005 Abstract

Müntener M. (1), Schmid D.-M. (*1), Strebel R. T. (*1), Hauri D. (1), John H.A. (1)

(1) Universitätsspital Zürich, Urologische Klinik, Zürich, Switzerland


Introduction and Objectives:
Since the laparoscopic approach for radical surgical treatment of localized prostate cancer has emerged, an increasing number of specialized centers report good results with this new technique. More recently robot assisted report good results with traduced to facilitate the techniqually very demanding procedure and may allow an even better visualization of the anatomy and a more precise dissection of vital structures. In our video we show a robot assisted endoscopic extraperitoneal seminal vesical tip and nerve sparing radical prostatectomy as it is performed in our institution.

Methods: Since September 2002 we performed 140 robot assisted laparoscopic radical prostatectomies using a DaVinci robotic system. We initially adopted the Montsouris technique and in 64 of the most recent 67 procedures we used an extraperitoneal approach. With growing experience slight modifications have constantly been made to optimize our surgical technique. The seminal vesical tips as well as the neurovascular bundles were spared when this was oncologically acceptable.

Results: Mean operative time including installation of the robotic system was 250 minutes. No procedure had to be converted to open surgery. Our early oncological results are comparable to the results that are known from large series of open retropubic radical prostatectomies. However, in regard to bloodloss, postoperative pain and hospital stay the endoscopic approach is superior to open surgery.

Conclusion: As shown in our video, the robot assisted endoscopic extraperitoneal approach allows a very precise anatomical prostatectomy. It offers patients the benefits of minimal invasive surgery without compromising oncological or functional results.

459 Dorsaler Dartoslappen zur Fistelvorbeugung bei der Hypospadiekorrektur nach Snodgrass S. Perovic et al. 2005 Abstract

Perovic S. (1), Djordjevic M. (1), Djakovic N. (2)

(1) Kinderchirurgische Universitätsklinik, Urologie, Belgrad, Serbia and Montenegro
(2) Urologische Klinik und Poliklinik, Heidelberg, Germany


Ziele: Die Snodgrass Technik ist die Methode der Wahl zur operativen Korrektur distaler Hypospadien. Die Fistelbildung aber ist eine der häufigsten Komplikationen. Wir präsentieren die Deckung der Neourethra mit dorsalem gestielten Dartoslappen zu Fistelvorbeugung bei einem zwei jährigen Knaben mit mittlerer peniler Hypospadie.

Material und Methoden: Der wichtigste Schritt der Technik ist die Bildung des Dartoslappens. Die Haut wird transversal, proximal der Corona, unterhalb der hypospaden Vorhautschürze inzidiert. Die Vorhautschürze wird von proximal nach distal bis zum Übergang vom inneren zum äußeren Vorhautblatt deepithelialisiert. Die Deepithelialisierung folgt dem axialen Verlauf der Blutgefäße. Mit der Knopflochtechnik wird der longitudinal ausgerichtete Dartoslappen nach ventral gebracht. Die übliche "tubularized incised plate" Urethroplastik wird über einen 8 Ch Harnröhrensplint durchgeführt. Der Dartoslappen wird in den Eichelbäckchen und um den Neomeatus als auch an den Schwellkörpern, bis zum normalen Corpus spongiosum, fixiert. Der gut vaskularisierte Dartoslappen deckt alle Nahtlinien.

Ergebnisse: Ein gutes ästhetisches und funktionelles Ergebnis ist erreicht.

Schlussfolgerungen: Die Deckungen der Harnröhre sollte Teil der Snodgrasstechnik sein. Der longitudinale, gestielte Dartoslappen, mit der Knopflochtechnik nach ventral transponiert, ist ideal zur Deckung der Neourethra und damit zur Fistelvorbeugung.

1100 Retroperitoneale endoskopische Pyeloplastik G. Schön et al. 2004 Abstract

Schön G.1, Markert K.1, Schiefelbein F.1

1Missionsärztliche Klinik, Abteilung für Urologie, Würzburg

Ziele: Dieses Video zeigt unsere laparoskopische Technik der retroperitonealen endoskopischen Pyeloplastik nach Anderson-Hynes.

Material und Methoden: Es wird ein retroperitonealer Zugang mit 3 Ports gewählt: ein 10 mm -Port für die Kamera, ein 5 mm und ein 12 mm -Port für Instrumente. Die Technik wird in folgenden Schritten durchgeführt: Retroperitonealer Zugang und Ballon-Dilatation, intrakorporaler Haltefaden am verengten Anteil des pyelo-ureteralen Überganges. Schräge Dissektion des Nierenbeckens ohne komplette Abtrennung des Harnleiters, Spatulieren des pyelo-ureteralen Überganges und proximalen Harnleiters. Durch Zug am Haltefaden wird die fortlaufende Naht zur Adaptation des Harnleiters an das Nierenbecken erleichtert. Anschließend wird der verengte Anteil des pyeloureteralen Überganges exzidiert und mit dem Haltefaden entfernt.

Ergebnisse: Bei 11 konsekutiven Patienten traten keine intraoperativen Komplikationen auf. Altersdurchschnitt: 41 Jahre, Geschlecht: 7 m 4 w ,Seite: 6 re, 5 li, durchschn. OP- Zeit: 150 min (100-215), Blutverlust 45 ml, Verweildauer:6,2 Tage, Nachbeobachtungszeit: 7 Monate

Schlussfolgerungen: Die endoskopische Pyeloplastik mit retroperitonealem Zugang stellt wegen des begrenzt zur Verfügung stehenden Raumes eine Herausforderung dar. Durch Nachahmung der Operationsschritte der offenen Operation und bei intrakorporal angebrachtem Haltefaden am pyelo-ureteralen Übergang kann sie sicher und effektiv durchgeführt werden.

1101 Roboterassistierte laparoskopische Nierenbeckenplastik M. Müntener et al. 2004 Abstract

Müntener M. (1), Hauri D. (1), John H. (1)

(1) Universitätsspital, Urologische Klinik, Zürich



Ziele: Die Laparoskopie hat sich in der urologischen Chirurgie in den letzten Jahren zunehmend etabliert. Bei anspruchsvollen rekonstruktiven Eingriffen wie der Nierenbeckenplastik hat sie sich aber noch nicht durchgesetzt. Dies liegt vor allem an der Schwierigkeit konventionell laparoskopisch intrakorporal komplexere Bewegungsabläufe durchzuführen. Operationsroboter wie das DaVinci-System vereinfachen das laparoskopische Operieren indem sie dem Operateur eine intrakorporale Bewegungsfreiheit erlauben, welche ähnlich der einer offenen Operation ist. Ziel unseres Videos ist die technische Machbarkeit der laparoskopischen Nierenbeckenplastik sowie das entsprechende roboterassistierte Vorgehen zu demonstrieren.

Material und Methoden: Nach dem Anlegen des Pneumoperitoneums werden 4 Trokkare (1 Kameraport und 3 Arbeitszugänge) eingeführt. Die Kamera sowie 2 Arbeitsinstrumente werden roboterassistiert vom Operateur geführt, das dritte Instrument wird direkt vom Assistenten bedient. Durch eröffnen des Peritoneums und Mobilisation des Kolons wird ins Retroperitoneum eingegangen. Nach der Freipräparation des Pyelons und des proximalen Ureters wird der pyeloureterale Übergang sowie überschüssiges Pyelon reseziert. Der Ureter wird spatuliert und eine Rekonstruktion analog Anderson-Hynes durchgeführt. Im Gegensatz zur offenen Chirurgie wird hierfür geflochtenes resorbierbares Nahtmaterial der Stärke 4-0 verwendet. Der Harnleiter wird mit einem Pigtail-Stent geschient und eine Drainage ins Operationsgebiet eingelegt.

Schlussfolgerungen: Die laparoskopische Nierenbeckenplastik ist roboterassistiert sicher und technisch befriedigend durchführbar ohne dass eine lange Lernkurve in Kauf genommen werden muss.

268 Simplified Orthotopic MAINZ-Pouch for Bladder Substitution L. Fanzaring et al. 2004 Abstract

Franzaring L.1, Melchior S.1, Wöhr M.1, Wiesner C.1, Pfitzenmaier J.1, Thüroff J.1

1Klinikum der Johannes-Gutenberg-Univ., Mainz

Ziele: Die orthotope Blasensubstitution mittels eines Ileozökalpouches bietet ein Niederdrucksystem mit Protektion des oberen Harntraktes, guter Kapazität und guten Kontinenzraten. Um den operativen Aufwand zu reduzieren, wird in der modifizierten Technik die Ileozökalklappe als Refluxschutz genutzt und der Pouch mit resorbierbaren Staples gebildet.

Material und Methoden: Zur Bildung des orthotopen Pouches werden etwa 15 cm Zökum und Colon ascendens und 25 cm Ileum verwendet. Die oralen 15 cm Ileum werden etwa 10 cm oberhalb der Ileozökalklappe vom prävalvulären Ileum abgetrennt. Colon und Ileum werden mit Poly GIA 75 Staplern (resorbierbare Klammern, Polyglykol- und Polylactatsäure) in einem Arbeitsgang antimesenteriell Seit-zu-Seit anastomosiert. Für die Anastomosierung sind in der Regel drei Stapler erforderlich. Hiernach erfolgt eine 180 Grad-Drehung des Pouches gegen den Uhrzeigersinn womit die Ileozökalklappe cranial zu liegen kommt. Am tiefsten Punkt des Pouches erfolgt die urethro-intestinale Anastomse mit 8 monofilen Fäden.  Die uretero-intestinale Anastomose erfolgt in das prävalvuläre Ileum wie beim Ileum Conduit. Der rechten Harnleiter wird in Nesbit-Technik (Vicryl® 6/0) implantiert, der linke, je nach Lage in Nesbit- oder in Wallace-Technik. Bei sehr kurzen Harnleitern kann ein längeres Ileumsegment als Harnleiterersatz verwandt werden. Harnleiterschienen verbleiben 10 Tage, nach 3 Wochen wird der transurethrale Katheter entfernt.

Ergebnisse: Bei 34 Patienten traten keine staplerbedingten Komplikationen ein. 3 Wochen postoperativ lag die Pouchkapazität bei 430 ml, ein Reflux fand sich in 15% der renoureteralen Einheiten. 3-6 Monate postoperativ betrug die Pouchkapazität 570 ml mit einem Reflux in 10 % der RUU's. Die Kontinenz und das Miktionsverhalten unterschied sich nicht von Patienten mit orthotoper Blasensubstitution in der Originaltechnik.

Schlussfolgerungen: Durch Einsatz von resorbierbaren Staples kann der operative Aufwand für die Pouch-Formation ohne erhöhte Komplikationsrate vermindert werden. Durch Nutzung der Ileozökalklappe besteht ein Refluxschutz in der Mehrzahl der Fälle von Beginn an. Mit Anwachsen der Pouchkapazität und zunehmender Kompetenz der Ileozökalklappe, bei absinkenden Drücken, reduziert sich die Rate der refluxiven RUU's. Die Harnleiterimplantation erfolgt analog zum Ileum-Conduit auch bei dilatierten oder kurzen Ureteren, bei denen das zuführende Segment im Sinne eines Ureterersatzes länger gewählt werden kann.

364 Nerve-Sparing Endoscopic Extraperitoneal Radical Prostatectomy J.-U. Stolzenburg et al. 2004 Abstract

Stolzenburg J.1, Do H.1*, Rabenalt R.1

1Universitätsklinikum Leipzig AöR, Urologische Klinik und Poliklinik, Leipzig

Objectives: Laparoscopic radical prostatectomy (LRPE) became the operative procedure of choice for patients with clinically localized prostate cancer in specialized urological centers. Despite many advantages, a major drawback of LRPE is the transperitoneal route of access to the extraperitoneal located prostate. The principal disadvantage of LRPE is therefore the potential intraperitoneal complications that may arise. The endoscopic extraperitoneal radical prostatectomy (EERPE) is a further advancement of LRPE. EERPE overcomes the disadvantages of transperitoneal surgery by remaining in a strictly extraperitoneal environment.

Material and Methods: Based on our experience with this procedure we developed a standardized nerve-sparing technique. This DVD shows the technique of nerve-sparing endoscopic extraperitoneal radical retropubic prostatectomy for treating localized prostate cancer step by step.

Results: The standardized steps of the procedure are the following: dissection of the extraperitoneal space and trocar placement, incision of the endopelvic fascia and division of the puboprostatic ligaments, ligation of the Santorini plexus, anterior bladder neck dissection, incision of the periprostatic fascia to mobilize the neurovascular bundles, lateral and posterior bladder neck dissection, division of the vasa deferentia, dissection of the seminal vesicles, incision of the posterior layer of Denonvillier's fascia, division of the prostatic pedicles with preservation of the neurovascular bundles, apical dissection, urethrovesical anastomosis (interrupted sutures), removing of the specimen via endobag.

Conclusions: Endoscopic Extraperitoneal Radical Prostatectomy (EERPE) is a further advancement of minimal invasive surgery as it overcomes the limitations of LRPE by the strictly extraperitoneal route of access combining the advantages of minimal invasive surgery with the advantages of an extraperitoneal procedure. After experience with more than 450 procedures, we introduce several technical modifications, improvements and refinements of the operative technique including a nerve-sparing, potency-preserving approach (nEERPE) in an effort to further improve this minimally invasive procedure.

365 Die Thulium-Laserresektion der Prostata R. Götschel et al. 2004 Abstract

Götschl R.1, Schmeller N.2

1Landeskrankenanstalten Salzburg, Urologische Abteilung, Salzburg, 2Landeskrankenanstalten Salzburg, Klinik für Urologie und Andrologie, Salzburg

Ziele:

Material und Methoden: Der Thulium-Laser ist ein continuous wave (cw) Laser, der mit seinen 2 Micrometer Wellenlänge über hervorragende Schneide- und Haemostaseeigenschaften verfügt, was eine Resektion praktisch ohne Blutverlusst ermöglicht. Daraus resultieren kurze Kathterliegezeiten und Krankenhausaufenthalte. Wie bei anderen Lasersystemen kommen auch hier elektrolythaltige Spüllösungen zum Einsatz, so dass ein TUR-Syndrom nicht auftreten kann. Nachteilig sind die längeren Operationszeiten im Vergleich zur Elektroresektion und die hohen Anschaffungskosten zu nennen.

Ergebnisse:

Schlussfolgerungen: Somit ergeben sich für die Thulium.Laserresektion der Prostata Indikationen bei kardiopulmonalen Hochrisikoptienten und schwer hospitalisierbaren Patienten.

366 Die transurethrale Elektroresektion der Prostata mit koagulierendem intermittierendem Schneiden (KIS) R. Hartung et al. 2004 Abstract

Hartung R.1, May F.1

1Klinikum rechts der Isar, Urologische Klinik u. Poliklinik, München

Charakteristische Vorzüge der transurethralen Elektroresektion der Prostata (TURP) sind der sofort einsetzende Therapieerfolg bei sehr guten Langzeitergebnissen. Einen Nachteil des Verfahrens stellen das erhöhte Blutungsrisiko und die Spülflüssigkeitseinschwemmung dar. Um die perioperative Morbidität zu senken, wurde in mehreren Schritten das Koagulierende Intermittierende Schneiden (KIS) entwickelt. Beim KIS setzt sich die Schneidephase aus mehreren hohen Spannungsimpulsen zusammen, die regelmässig von spannungsfreien Perioden unterbrochen werden. Die Regelung der zum Schneiden notwendigen Leistung erfolgt durch eine Variation der Pausezeit zwischen zwei Pulsen. Dadurch wird ein deutlich verbesserter Koagulationseffekt erzielt, ohne die Gesamtenergie wesentlich zu erhöhen und ohne die Schneideleistung zu kompromittieren. Eigene Untersuchungen und eine multizentrische Anwendungsbeobachtung ergaben eine signifikante Reduktion der Bluttransfusions- und Einschwemmungsrate durch die verbesserte Technik. Im Film werden die elektrophysikalischen Grundlagen des KIS geschildert und die klassische Resektionstechnik unter Verwendung der verbesserten Hochfrequenztechnik demonstriert.

458 Epispadiekorrektur: Ein komplexer Casus (Complex Epispadias Repair) S. Perovic et al. 2004 Abstract

Perovic S.1, Djordjevic M.1, Nenad D.2

1Kinderchirurgische Universitätsklinik Belgrad, Abt. f. Urologie, Belgrad, 2Universitätsklinik Heidelberg, Urologie und Poliklinik, Heidelberg

Die Strategie bei der operativen Korrektur der Epispadie muss auch assoziierte Missbildungen des äußeren Genitale berücksichtigen. Entsprechend illustrativ ist der Fall eines zweijährigen Knaben bei dem eine subcoronare Epispadie mit gleichzeitiger ausgeprägter dorsaler Kurvatur und eingegrabenem Penis korrigiert wurde.

Die Haut wurde am Übergang vom inneren zum äußeren Vorhautblatt inzidiert. Das innere Vorhautblatt wurde erhalten um später den subcoronaren Anteil der Penisschafthaut zu rekonstruieren. Die Dissektion der Schwellkörper begann ventral, nahe dem Corpus spongiosum, in der Schicht der Buck‘schen Faszie. Distal wurde jeder Schwellkörper von der entsprechenden Hemiglans komplett gelöst. Proximal wurde die Dissektion der Schwellkörper bis zu ihren Verankerungen an den Schambeinästen geführt. Dann wurden die neurovaskulären Bündel vom Corpus spongiosum abpräpariert. Diese Präparation wurde besonders vorsichtig durchgeführt um Blutungen aus dem Corpus spongiosum, dass von unreifer Buck‘schen Faszie umhüllt ist, zu vermeiden. Auf diese Weise wurde der epispade Penis in seine anatomischen Komponenten zerlegt: Das freie linke und rechte Corpus cavernosum, die Harnröhre und Hemiglans mit den jeweils entsprechenden neurovaskulären Bündeln. Die ausgeprägte dorsale Kurvatur, verursacht durch longitudinale Chordafasern in der Tunica albuginea, wurde durch eine Inzision und einen Vorhautpatch begradigt. Die Urethroplastik erfolgte durch Dissektion und Tubularisation der epispaden Urethralplatte. Die Eichel wurde durch eine Glansplastik in konische Form gebracht, wobei jede Hemiglans an ihrer tiefsten Stelle mit „U“ Nähten an der ipsilateralen Schwellkörperspitze fixiert wurde.

Um eine postoperativ Retraktion des Penis zu vermeiden, wurden die Schwellkörper weit proximal an der Haut fixiert. Dann wurde die Harnröhre ventral in der Grube zwischen den vereinigten Schwellkörpern positioniert. Die Rekonstruktion der Penisschafthaut erfolgte sowohl mit Penishaut als auch mit Vorhaut.
Nach einem Follow up von 4 Monaten ist der Erfolg der Operation dokumentiert: Der Penis ist gerade, die Pars pedularis hängt frei vor der Symphyse und der Harnstrahl ist gebündelt und kräftig.

270 Behandlung der männlichen Stress-Harninkontinenz mit submuköser Unterspritzung J. Seibold et al. 2004 Abstract

Seibold J.1, Merseburger A.S.1, Sievert K.-D.1, Stenzl A.1

1Universitätsklinikum Tübingen, Urologische Klinik und Poliklinik, Tübingen, Germany

Ziele: Durch eine ansteigende Anzahl an rekonstruktiven urologischen Eingriffen kommt es zu einer erhöhten Inzidenz von postoperativer Harninkontinenz. Transurethrale Anwendung von volumenvermehrenden Substanzen ist eine exzellente minimal invasive Technik für die Behandlung einer mäßig ausgeprägten Stressinkontinenz. Das Ziel dieses Videos ist die Anwendbarkeit der Technik zu demonstrieren sowie Applikationsform der Technik anhand von klinischen Beispielen aufzuzeigen.

Material und Methoden: Kürzlich entwickelte Präparate zur submukösen Injektion haben eine einfache Applikationsform, eine verminderte Gewebereaktion, eine deutliche verbesserte Biokompabilität, eine fehlende Migration und einen moderaten Preis. Anatomische Studien zeigen, dass der Rhabdosphinkter keine exakt anatomisch abgrenzbare ringförmige Struktur ist. Es wird gezeigt, dass durch exakte Dissektion und Präparation des Gebietes um den Apex der Prostata mit Erhalt eines Anteils der membranösen Urethra dieser Bereich ideal für die Injektion ist. Die Injektion erfolgt über ein Standardzystoskop und eine G 23 Nadel mit markierter Spitze. Blutungen durch starke Manipulation sollten vermieden werden. Der Eingriff muss unter denselben Sterilitätsvoraussetzungen stattfinden wie jede offene Operation mit Implantaten. Die Technik der Applikation wird demonstriert. Auch narbenbedingte Defekte können durch Unterspritzung ausgeglichen werden. Postoperatives Management: Postoperativ sollten die Patienten Sitzen auf harten Oberflächen vermeiden. Demonstration von Hilfsmitteln wie z.B. ein Sitzring. Sportarten wie Fahrradfahren sollten 3 Monate nicht ausgeübt werden. Eine Elektrostimulation des Beckenbodens ist nach 2-3 Wochen möglich. Re-Instillationen können nach 8-12 Wochen erfolgen.

Ergebnisse: In einer vorausgegangenen Studie wurden 51 Pat. nach rad. Prostatektomie mit vorliegender Inkontinenz nachuntersucht. Mittleres Follow-up 16 Monate. Als Erfolg wurde der Rückgang der Urininkontinenzvorlagen auf 0-1 Vorlagen/Tag gewertet. Durchschnittlich wurden 3,5 Ops/Pat. durchgeführt. Insgesamt 102 Eingriffe. Die Erfolgsrate betrug 51%.

Schlussfolgerungen: Das Video demonstriert, dass die transurethrale Injektion von volumenvermehrenden Substanzen im Vergleich zu anderen invasiven Verfahren zur Behandlung des postperativen Harnverlustes sich als eine viel versprechende minimal invasive rekonstruktive Methode zur Wiedererlangung der Kontinenz darstellt. 

362 Endoscopic Extraperitoneal Radical Prostatectomy (EERPE) J.-U. Stolzenburg 2003 Abstract

Stolzenburg, Jens-Uwe (Leipzig)
Do, Minh (Leipzig), Dorschner, Wolfgang (Leipzig), Pfeiffer, Heidemarie (Leipzig), Rabenalt,
Robert (Leipzig)

Endoscopic Extraperitoneal Radical Prostatectomy (EERPE)

Since the first description of laparoscopic radical prostatectomy the technique has undergone
significant technical modifications. Transperitoneal laparoscopic radical prostatectomy is today
a standardised procedure and can be successfully performed with results comparable to the open
retropubic procedure. Despite many advantages, transperitoneal laparoscopy is associated with
potential intraperitoneal complications. Due to these limitations inherent to the
transperitoneal route the technique of endoscopic extraperitoneal radical prostatectomy (EERPE)
has been developed.
This DVD (Audio-visual Tutorial EERPE step-by-step) shows our technique of endoscopic
extraperitoneal radical retropubic prostatectomy for treating localized prostate cancer step by
step and aims to demonstrate its feasibility and reproducibility.
The steps of the procedure are the following: preparation of the preperitoneal space, trocar
placement, pelvic lymph node dissection, exposure of the prostate and the bladder neck, incision
of endopelvic fascia, ligation of the Santorini?s plexus, bladder neck dissection, mobilization
of seminal vesicles, incision of Denonvillier’s fascia, sectioning of prostatic pedicles,
dissection of Santorini?s plexus and apex, urethrovesical anastomosis, removing of the specimen
via endobag.
Although the working space within the preperitoneal space is a little more restricted than in
the abdominal cavity and orientation is more difficult at the beginning of the procedure, the
ultimate result is a procedure completely avoiding intraperitoneal complications. Therefore, the
EERPE seems to present a technical improvement over laparoscopic transperitoneal radical
prostatectomy because EERPE combines the advantages of laparoscopy and the open retropubic
approach.

 

 

198 Die handassistierte Laparoskopie (HALAP) mit der LAP-DISC Hahn Michael et al. 2003 Abstract

Hahn, Marcus (Dortmund)
Kreutzer, Niklas (Dortmund), Redwig, Frank (Dortmund), Schulze, Harald (Dortmund)


Die handassistierte Laparoskopie (HALAP) mit der LAP-DISC


Ziele: Die hand-assistierte Laparoskopie (HALAP) stellt ein Zwitter-Verfahren aus Laparoskopie
und herkömmlicher offener Chirurgie dar. In der Urologie kann die Technik vor allem bei
Nephrektomie und Nephroureterektomie angewandt werden. Die LAPDISC®-Schleuse ist eine
neuartige Hand-Schleuse, die im Gegensatz zu den zuvor erhältlichen Produkten eine wesentliche
Verbesserung hinsichtlich der Handhabung gebracht hat.
Methode: Das Verfahren wird an unserer Klinik seit Juli 2002 angewandt. Nach halb-seitlicher
Lagerung des Patienten erfolgt eine mediane (links) bzw. pararektale Inzision (rechts) von
etwa 7 cm Länge. Nach Peritonealeröffnung wird die irisblenden-artige LAPDISC® eingebracht,
Gas insuffliert und die Operationshand durch die Schleuse eingeführt. Außerdem werden zwei bis
drei (rechts) Trokare unter Sicht eingesetzt. Die Präparation erfolgt in unserer Klinik mit
Hilfe des Ultracision-Gerätes, die Absetzung der Nierenvene(n) wird mit dem EndoGIA®
durchgeführt. Die Bergung des Präparates ist über die LAPDISC®-Schleuse möglich. Von
besonderem Vorteil ist die Unterbauchinzision bei Nephroureterektomien, die wir offen
durchführen.
Schlussfolgerung: Die LAPDISC® zeichnet sich durch eine einfache Handhabung aus. Aus unserer
Sicht bietet die HALAP sowohl Vorteile gegenüber der offenen Operation als auch der
Laparoskopie. So sind einerseits bessere Kosmetik und schonenderer Zugang, andererseits
schnellere Erlernbarkeit und die unproblematisch Präparatebergung zu nennen.
 

199 Retroperitoneoskopische Lebendspendernephrektomie: Beidseits durchführbar Sulser Tullio et al. 2003 Abstract

Sulser, Tullio (Basel)
Bachmann, Alexander (Basel), Dickenmann, Michael (Basel), Gürke, Lorenz (Basel), Langer, Igor
(Basel), Steiger, Jürg (Basel)

Retroperitoneoskopische Lebendspendernephrektomie: Beidseits dürchführbar!

Die RLSN stellt eine minimal-invasive Variante der Nierenentnahme im Rahmen der
Lebendnierenspende dar. Wir zeigen in diesem Video die Technik dieser Opera-tion anhand einer
rechtsseitigen RLSN.Die RSLN stellt den Routinezugang bei der Lebendnierenspende an der
Universität Basel dar. Als relative Kontraindikation wird beidseitige Mehrfachgefässversorgung
sowie ein BMI > 35 kg/m? betrachtet. Bei einseitiger vaskulärer Mehrfachversorgung wird die
Gegenseite zur Entnahme gewählt. Die Spender liegen in leicht überstreckter Seitenlage. Nach
Hautinzision unmittelbar unterhalb der Spitze der 12. Rippe, wird das Retroperitoneum mittels
stumpfer Präparation erreicht. Nun werden zwei Finger eines Gummihandschuh an der Spitze eines
10mm Trokars mittels 1er Vicry befestigt, in den initialen freipräparierten retroperitonealen
Raum eingeführt und über den Insufflationszugang mit einer Blasenspritze 800-1200ml kalte 0,9%
NaCl-Lösung infundiert. Hierbei kommt es zum stumpfen Lösen des Retroperitoneums von der
Bauchwand. Nach Einführen der 30°-Optik werden die restlichen 3 Trokare (2x12mm, 1x5mm) unter
Sicht platziert. Dabei wird ein 12mm Trokar, ca. 2cm von der Spina iliaca ant. sup. auf der
ideellen Verbindungs-linie mit dem bereits platzieren Trokar unterhalb der Spitze der 12.
Rippe, eingebracht. Weiterhin wird ein 12mm Trokar auf etwa der Mitte zwischen beiden Ports
und ein 4. Trokar an der Spitze der 11. Rippe platziert. Nach Identifizierung des Harnleiters
werden die Nierengefässe aufgesucht und der Nierenstiel mittels bipolarer Koagulation
dezidiert frei präpa-riert. Die V. ovarica, bzw. testicularis wird mittels Clip verschlossen
und durchtrennt. Danach wird die Niere vollständig vom perirenalem Fettgewebe be-freit und der
Harnleiter abgetrennt. Nach Erweiterung der unteren Trokarzugänge wird die Hand des Operateurs
zur sicheren Bergung der Niere in den retroperitone-alen Raum eingeführt und die Nierenarterie
sowie die Nierenvene mittels TA30-Staplers durchtrennt. Sofort-ige Perfusion der Nierenarterie
mit UW Belzer-Lösung bis ein klares Effluvium sichtbar ist. Anschliessend wir die Niere in
einen sterilen Gefäss dem Implata-tionsteam übergeben. Gewöhnlich wird keine retro-peritoneale
Drainage benötigt. Die RLSN stellt den bevorzugten Zugang im Rahmen der Lebendnierenspende
dar. Sie ist durch einen schnellen und direkten Weg zu den Nierengefässen, ohne Wechselwirkung
mit intra-peritonealen Organen gekennzeichnet. Anhand unserer Daten stellt sie auf beiden
Seiten eine sichere, minimal-invasive und bevorzugte Variante im Rahmen einer
Lebendnierenspende dar.
 

361 Pain relief from transrectal multicore prostate biopsy by periprostatic nerve block R. von Knobloch et al. 2003 Abstract

von Knobloch, Rolf (Marburg)
Hofmann, Rainer (Marburg), Weber, Jost (Marburg)

Pain Relief from Transrectal Multicore Prostate Biopsy by Periprostatic Nerve Block: The
Marburg Procedure

Aims: Transrectal multi-core biopsies have a high sensitivity in diagnosing cancer of the
prostate, are of low risk, but can cause substantial discomfort with the need for high dose
systemic analgesics. In a prospective randomised trial we investigated the efficacy of
fine-needle administered local anaesthesia for bilateral prostate nerve block prior to
transrectal ultrasound (TRUS) guided prostate biopsy.
Method: 108 men suspected of having cancer of the prostate were randomised in receiving
bilateral prostate nerve block prior to biopsy or not, when having no history of previous
prostate biopsies (groups I & II, n = 68). In a third group (group III, n = 40) all patients
with previous biopsies taken exclusively received additional fine-needle administered local
anaesthesia. Patients without previous biopsies underwent a 10-core prostate biopsy, whereas
patients with previous biopsies taken received a 12-core TRUS-guided biopsy. Local anaesthesia
(10 - 20ml 1% Articain) was injected via TRUS-guidance with a 26-gauge needle
postero-laterally to the prostate capsule in the region of the neurovascular bundles.
Routinely 6ml 2% lidocaine gel (Instillagel®) was applied prior to the procedure in all
groups. All biopsies were performed by the same investigator (author R.v.K). Pain was
documented by the patient on a visualized analogue pain score of 1 to 10 (lowest to highest
imaginable pain). A written consent was obtained from all patients.
Results: In the randomised groups I and II without previous biopsies average pain score was
1.85 with vs. 3.29 without fine-needle administered bilateral nerve block (p<0.0001). In group
III of patients with previous biopsies taken the difference in the pain stated for the present
biopsy with local anaesthesia nerve block in comparison to the pain experienced with the
previous biopsy solely with transrectal lidocaine gel was also statistically highly
significant (1.71 vs. 4.59; p < 0.0001). Pain relief was independent of the number of biopsy
cores taken. As the only complication prolonged rectal bleeding was seen in 1 case. Overall
cancer detection rate was 46% (50/108).
Conclusion: Fine-needle applied bilateral local anaesthesia nerve-block prior to multi-core
TRUS-guided prostate biopsy significantly reduces pain to acceptably low levels only causing
minor discomfort independent from the number of cores taken. This method has therefore become
a standard procedure at our institution. (Eur Urol 41 (2002): 508-14)
 

 

 

363 Laparoskopische nerverhaltende radikale Prostatektomie G. Hofmockel et al. 2003 Abstract

Hofmockel, Georg (Würselen)
Block-Witschel, Sigrun (Würselen), Tsatalpas, Panagiotis (Würselen)

Laparoskopische nerverhaltende radikale Prostatektomie

Die laparoskopische radikale Prostatektomie (LRP) ist ein zunehmend an Bedeutung gewinnendes
minimalinvasives Verfahren zur operativen Behandlung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms.
Wegen der immer häufigeren frühzeitigen Diagnosestellung rückt die Frage nach einem
nerverhaltenden Vorgehen mehr und mehr in den Vordergrund.
Bei der laparoskopischen Technik ist - bedingt durch den optischen Vergrößerungseffekt -
eine sehr gute Detailerkennung möglich. Gerade bei Präparationsschritten, die ein sehr
präzises Arbeiten erfordern, wie z.B. die Darstellung des Gefäßnervenbündels, erscheint daher
die Anwendung dieses minimalinvasiven Vorgehens sinnvoll.
Dieser Filmbeitrag zeigt Schritt für Schritt das operative Vorgehen bei der laparoskopischen
nerverhaltenden radikalen Prostatektomie. Gezeigt wird die transperitoneale deszendierende
Operationstechnik (Montsouris-Technik). Dabei werden zunächst die Samenblasen
dargestellt. Danach erfolgt nach Eingehen in das Cavum Retzii die Präparation des
Blasenhalses. Bei der anschließenden Präparation der Prostata werden die Darstellung und
Schonung der Gefäßnervenbündel demonstriert. Abschließend wird die vesikourethrale Anastomose
hergestellt.
Vorteile des laparoskopischen Vorgehens sind vor allem die geringere Morbidität sowie der
Vergrößerungseffekt, der insbesondere bei der nerverhaltenden Operation eine sehr präzise
Präparation erlaubt. Wird die LRP mit ausreichender Frequenz durchgeführt, kann dieser
Eingriff reproduzierbar in hoher Qualität vorgenommen werden.
 

456 Diphallus - Erfolgreiche chirurgische Vereinigung der Penise S. Perovic et al. 2003 Abstract

Perovic, Sava (Belgrad)
Djakovic, Nenad (Belgrad), Djordjevic, Miroslav (Belgrad)

Diphallus - Erfolgreiche chirurgische Vereinigung der Penise

Ziel: Wir präsentieren die komplexe, chirurgische Vereinigung zweier komplett ausgebildeter
Penise bei einem 14 Monate alten Knaben mit Pseudoextrophie.
Methode: Beide Penise sind hypospad, mit einer ausgeprägten kombinierten Kurvatur und
korkenzieherartigen Rotation. Wegen der großen Symphysendiastase sind die beiden Penise 12 cm
voneinander entfernt. Beide Penise sind mit der Disassembly Technik in ihre anatomische
Komponente zerlegt worden. Die Peniskurvatur ist mit der Plikationstechnik korrigiert. Die
beiden Harnröhren sind zu einer gemeinsamen rekonstruiert. Es folgte eine Glansrekonstruktion.
Die Annäherung und Vereinigung der Schwellkörper und der Harnröhre sowie der Glans zu einem
anatomischen und funktionellen Penis erfolgte nach der bilateralen "Salter" Osteotomie.
Resultate: 3 Monate nach der Operation besteht ein Penis mit normaler Anatomie und Funktion.
Schlußfolgerung: Ein seltener Fall eines Diphallus ist mit der Penilen Disassembly Technik und
der bilateralen Salterosteotomie erfolgreich korrigiert worden.
 

457 SIS-Patch Graft bei Induratio Penis Plastica U. Grein et al. 2003 Abstract

Grein, Ulrich (Schwelm)

SIS-Patch Graft bei Induratio Penis Plastica

Problemstellung: Zur operativen Penisschaftkorrektur bei Induratio Penis Plastica hat sich das
Konzept der minimal incisions gegenüber der ausgedehnten Plaqueresektion, die das Risiko der
cavernösen Insuffizienz trägt, weitgehend durchgesetzt. Trotzdem verlangen
Rezidivverkrümmungen und Erektionsstörungen auch bei Anwendung dieser Methode die
Notwendigkeit weiterer Verbesserungen. Diese betreffen auch die Wahl des optimalen Materials
zur Defektdeckung. Wünschenswert ist die Wiederherstellung einer gesunden Tunica albuginea,
die sowohl mechanischen als auch physiologischen Anforderungen entspricht. Da durch Tissue
engeneering“ erzeugte humane Tunica noch nicht verfügbar ist, scheint die Anwendung einer
industriell erzeugten Collagen-Matrix, wie das hier angewandte SIS ® Material sinnvoll.
Das Video charakterisiert das verwendete Material und demonstriert dessen Einsatz im Rahmen
einer Penisschaftbedradigung.
 

 

821 Minimal-invasive Steintherapie im oberen Harntrakt J.-U. Stolzenburg et. al 2003 Abstract

Stolzenburg, Jens-Uwe (Leipzig)
Dorschner, Wolfgang (Leipzig), Mondry, Jens (Jena), Rebmann, Udo (Dessau)

Minimal-invasive Steintherapie im oberen Harntrakt

Die schnelle technische Entwicklung sowie die ständig steigende Zahl neuer wissenschaftlicher
Ergebnisse fordern entsprechend neue Wege der Aus- und Weiterbildung. Die klassischen
Ausbildungsmedien wie Lehrbücher und Videos sind Formen der linearen Wissensvermittlung mit
einem jeweils begrenzten Darstellungsspektrum.
Die CD-ROM Minimal invasive Steintherapie im oberen Harntrakt gibt insbesondere für Ärzte in
Weiterbildung einen Überblick über die Möglichkeiten der minimal invasiven Steintherapie in
der Niere und im Harnleiter. Die CD-ROM stellt die einzelnen Techniken anhand zahlreicher
3D-Animationen und verschiedenster OP-live-Mitschnitte anschaulich dar. So werden die
Grundlagen der ESWL, die Technik der ESWL selbst, die Anlage einer perkutanen Nephrostomie,
die perkutane Nephrolithotomie, die Ureterorenoskopie einschließlich der verwendeten
endoskopischen Instrumente, verschiedene Möglichkeiten der Einlage eines DJ-Katheters,
verschiedene Verfahren der Lithotripsie u.a. vorgestellt. Die Inhalte werden multimedial
(nicht als lineares Video) präsentiert und sind in deutscher und englischer Sprache abrufbar.
Als Beispiel für den Aufbau der CD-ROM wird das Kapitel PCNL empfohlen.
Für diese Produktion kam aufgrund der hohen Komplexität des dargebotenen Inhaltes sowie der
großen Anzahl an 3D-Animationen, Videosequenzen und interaktiven Strukturen ein
professionelles Autorensystem zum Einsatz. Die Verwendung des Macromedia Director Studios in
Verbindung mit einem Plug-In zum Abspielen von MPEG Videosequenzen ermöglichte es, die
Animationen und Videos zusammen mit den textuellen und graphischen Elementen effizient in die
einzelnen Kapitel und Unterkapitel der Präsentation einzubinden.
Durch die Integration verschiedenster Bausteine (Videosequenzen, Textbausteine, Graphiken,
Animationen) bietet die CD-ROM ein ideales Medium zur Vermittlung komplexer Inhalte. Eine
interaktive Kontextualisierung der Inhalte erhöht den Grad der Wissensvermittlung.
 

193 Retroperitoneoskopische Nephrektomie: Neue Technik bei Zugang und Gefäßversorgung Schön Georg et al. 2002 Abstract

Gruner M.1, * Störl U.2, Schiefelbein F.1, Schön G.1

1Urologische Abteilung, Missionsärztliche Klinik Würzburg, 2Urologische Klinik, Klinikum Hof

Einleitung: Die retroperitoneoskopische Nephrektomie ist an einigen Zentren die Standardtherapie für Nephrektomie und Tumornephrektomie geworden. Zurückhaltung gegenüber der laparoskopischen Technik leitet sich u.a. von hohen Materialkosten und verlängerter OP-Zeit ab. In diesem Video zeigen wir ein einfaches Verfahren des Zuganges und eine kostengünstige Versorgung der Arterie und Vene.

Methodik: In Seitenlagerung wird nach Inzision unter der 12. Rippe digital ein retroperitonealer Raum geschaffen. Damit kann auf einen aufblasbaren Ballon verzichtet werden. Zwei Arbeitstrokare (12 mm, 5 mm) werden unter palpatorischer Kontrolle gelegt. Ein Kapneo-Peritoneum mit einem CO2-Druck von ca. 10 mmHg wird angelegt. Die Arterie kann wegen ihrer exponierten Lage sofort mit einem Endoclip versorgt werden. Anders als bisher in der Literatur angegeben kann die Vene bei allen Nephrektomien mit Clips ligiert werden, die Kosten eines Gefäßstaplers können eingespart werden.

Ergebnisse: 35 konsekutive Nephrektomien und Tumornephrektomien konnten erfolgreich durchgeführt werden, ohne auf die offene Operation umzusteigen oder Gefäßstapler zu verwenden. Der schnelle Zugang zu den Nierengefäßen bringt große Zeitersparnis. Die mittlere Operationszeit betrug 114 Minuten, der Blutverlust 120 ml.

Schlussfolgerung: Die retroperitoneoskopische Nephrektomie ist ein etabliertes Verfahren zur Entfernung von funktionslosen Nieren und Nierentumoren. Durch den Ersatz des Gefäßstaplers durch kostengünstige Endoclips zum Verschluß der Nierenvene ist diese Methode bezüglich der Kosten der offenen Operation gleichzusetzen, durch Vereinfachung des Zuganges und der Operationstechnik ist die Operationszeit gegenüber der offenen Technik nicht wesentlich verlängert.

194 Technik der laparoskopischen Adrenalektomie bei großen Nebennierentumoren Schön Georg et al. 2002 Abstract

Schiefelbein F., Gruner M., Markert K., Schön G.

Urologische Abteilung, Missionsärztliche Klinik Würzburg

Einleitung: Die laparoskopische Adrenalektomie ist eine effektive Methode, um kleine Nebennierentumore zu entfernen. Der minimal-invasive Eingriff wurde bisher nur auf Tumore unter 5-6 cm begrenzt. In diesem Video soll gezeigt werden, daß sowohl rechts- als auch linksseitige 10-15 cm große Tumore laparoskopisch exzellent entfernt werden können. Die entscheidenden Operationsschritte werden aufgezeigt.

Methodik: Es wird die laparoskopische Technik von zwei großen links- und rechtsseitigen Nebennierentumoren nach strengen onkologischen Richtlinien, wie sie bei den offenen Eingriffen gelten, dargestellt. Beim rechtsseitigen Tumor ist hinter dem Colon ascendens das Duodenum so zu mobilisieren, dass die Vena Cava freiliegt. Beim linksseitigen Nebennierentumor ist nach Inzision des Ligamentum phrenicocolicum Milz und Pankreasschwanz zu mobilisieren, um die Nierengefäße und die Aorta freizulegen. Erst nach vollständiger Gefäßligatur werden die großen Tumore mit dem umgebenden Gewebe freipräpariert und in den Bergebeutel eingepackt. Die Präparatentfernung erfolgt durch einen kleinen Pararectalschnitt oder wie im Video gezeigt, transvaginal.

Ergebnisse: Die mittlere Operationszeit betrug 118 Minuten, der Blutverlust 150 ml. Eine Konversion war bei keinem der Patienten notwendig. Die postoperative Morbidität war im Vergleich zur offenen Operation deutlich vermindert, die Klinikverweildauer deutlich verkürzt.

Schlussfolgerung: Durch Nachahmung der offenen Operationstechnik können unter Einhaltung der onkologischen Prinzipien auch große Nebennierentumore auf beiden Seiten problemlos transperitoneal laparoskopisch operiert werden.

195 Laparoskopische Nephro-Ureterektomie mit endoskopischer Laserexzision des distalen Ureters Schön Georg et al. 2002 Abstract

Schön G.1, * Störl U.2, Schiefelbein F.1, Gruner M.1

1Urologische Abteilung, Missionsärztliche Klinik Würzburg, 2Urologische Klinik, Klinikum Hof

Ziele: Die Nephro-Ureterektomie ist der Goldstandard zur Therapie des Urothelcarcinoms des oberen Harntraktes. Bei der offenen Operation sind zwei Inzisionen erforderlich, um die Niere sowie den Harnleiter mit Blasenmanschette komplett zu entfernen. Ziel des minimal-invasiven Eingriffes ist es, die Standards der offenen Operation einzuhalten, um eine Tumorzellverschleppung zu verhindern und eine komplette Entfernung des Harnleiters einschließlich einer Blasenmanschette zu gewährleisten.

Methodik: Im Video werden die wichtigsten Operationsschritte aufgezeigt. Nach Darstellung der Vena cava bzw. Aorta erfolgt das Absetzen der Niere vom Gefäßstiel. Nach Freipräparieren der Niere und des Harnleiters wird dieser beim Eintritt in die Blasenwand mit einem Gefäßstapler abgesetzt. Das Präparat wird in den Bergebeutel eingepackt und durch einen kleinen Pararektalschnitt entfernt. Mit dem Holmium-Laser wird endoskopisch die Blasenmanschette bzw. der restliche Harnleiteranteil exzidiert, wobei eine Faßzange durch einen 5-mm-Port einen leichten Zug am distalen Harnleiter ausübt. Die Exzision erfolgt soweit ins perivesikale Fettgewebe, bis die Klammernaht sichtbar wird. Das Präparat einschließlich der Metallklammern wird durch den suprapubischen Port entfernt. Der Dauerkatheter wird nach Cystogramm am 5. postoperativen Tag entfernt.

Ergebnisse: Diese Technik wurde bei fünf konsekutiven Patienten erfolgreich durchgeführt. Eine größere chirurgische Komplikation trat nicht auf, bei einem Patienten kam es zu einem prolongierten Subileus, der konservativ beherrscht wurde. Ein Rezidiv war bei der allerdings kurzen mittleren Beobachtungszeit von acht Monaten bisher nicht nachweisbar.

Schlussfolgerung: Die laparoskopische Nephro-Ureterektomie mit endoskopischer Laserexzision des distalen Harnleiters mit Blasenmanschette hat als minimal-invasiver Eingriff einen deutlichen Vorteil zum offen-chirurgischen Eingriff, da nur eine kleine Inzision mit geringer postoperativer Morbidität notwendig ist. Dabei werden die Richtlinien der offenen Tumorchirurgie eingehalten.

196 Palliative subkutane Harnableitung bei maligner Ureterobstruktion Heidenreich Axel et al. 2002 Abstract

Heidenreich A.1, Olbert P.1, Varga Z.1, Hofmann R.1, * Desgrandschamps F.2

1Klinik für Urologie und Kinderurologie, Philipps - Universität Marburg, 2Dept. of Urology, Hopital St. Louis, Paris

Ziele: Endoluminale Ureterschienung oder perkutane Nephrostomie stellen die aktuellen Optionen der palliativen Harnableitung bei maligner extrinsischer Ureterobstruktion dar. Beide Varianten sind mit einer hohen Komplikationsrate und einer Verschlechterung der Lebensqualität vergesellschaftet. Die als therapeutische Alternative entwickelte Option des subkutanen pyelovesikalen Bypass soll im folgenden dargestellt werden.

Methoden: In Rückenlagerung mit 60° Anhebung der Flanke wird das dilatierte Nierenbeckenkelchsystem sonographisch kontrolliert über die untere Kelchgruppe punktiert. Nach antegrader Kontrastmittelinjektion erfolgt die sequentielle Bougierung des parieto-renalen Kanales bis zu einem Durchmesser von 30Ch, um den Amplatzschaft zu legen. Über einen medianen suprapubischen Schnitt erfolgt der operative Zugang zu der mit physiologischer NaCl-Lösung gefüllten Blase. Mittels eines speziellen Tunnelierungsinstrumentes wird ein streng subkutaner reno-vesikaler Kanal geschaffen, so daß Tunnelierungsinstrument und Amplatzschaft am Austriit miteinander in Berührung stehen. Das renale Ende der Detour Prothese wird über den Amplatzschaft derart intrarenal plaziert, daß der röntgendichte Ring an der Grenze Parenchym-Hohlsystem zu liegen kommt und nur das renale Silikonende der Prothese dem Urin ausgesetzt ist. Über das Tunnelierungsinstrument wird die Detour Prothese in den suprapubischen Wundbereich verbracht, die Polyester-Außenhülle wird auf den distalen 3cm entfernt, um nur das distale Silikonende intravesikal zu plazieren. Die Blase wird sparsam eröffnet, das silikontragende Prothesenende wird intravesikal plaziert und mit Einzelknopfnähten wasserdicht fixiert.

Ergebnisse: Die Implantation der Detour Prothese erfolgte bei 8 Patienten mit maligner (n=6) und benigner Ureterobstruktion (n=2). Es traten keine intra- oder perioperativen Komplikationen auf. Bei einem Follow-up von 1-24 Monaten haben sich bisher keine signifikanten Sekundärkomplikationen wie Inkrustation, Infektion oder Obstruktion entwickelt; die Nierenfunktion ist bei allen Patienten stabil.

Schlussfolgerungen: Die palliative subkutane pyelovesikale Harnableitung durch die Detour Prothese stellt eine minimal-invasive Therapiealternative zu endoluminaler Schienung oder perkutaner Nephrostomie bei Patienten mit ansonsten therapierefraktärer Ureterobstruktion dar, die eine Verbesserung der Lebensqualität bewirkt.

197 Harnleiterschienen in der Urologie - Technische Grundlagen, Tipps und Tricks Rassweiler Jens et al. 2002 Abstract

Schön G.1, Heinrich E.*1, Noe M.1, Egner T.*1, Schiefelbein F.1

1Missionsärztliche Klinik GmbH, Urologie, Würzburg, Germany

Ziele: In diesen Videofilm soll gezeigt werden, dass auch bei großen Tumoren die onkologischen Prinzipien der offen-chirurgischen Therapie eingehalten werden können. Die en-bloc-Resektion ermöglicht bei gleichzeitiger paraaortaler Lymphadenektomie und Nebennierenentfernung die frühzeitige Gefäßversorgung. Es wird eine Technik der Gewebefragmentierung und Präparatbergung dargestellt, bei der ein genaues pathologisches Staging möglich ist.

Material und Methoden: Der Videofilm zeigt die einzelnen Operationsschritte: Entfernung der Niere weit außerhalb der Gerota'schen Faszie, Freilegung der Aorta mit paraaortaler Lymphadenektomie und früher Arterienversorgung direkt am Abgang der Aorta. Die en-bloc-Resektion wird fortgeführt mit der Nebennierenentfernung, die bei großen- bzw. am Oberpol gelegenen Tumoren erfolgt. Die Technik der Gewebefragmentierung in einem speziellen wasser- und zelldichten Bergebeutel wird gezeigt. Damit soll eine Tumoraussaat verhindert werden. Nach Bergung der einzelnen Fragmente kann der Pathologe das Tumorstadium exakt bestimmen.

Ergebnisse: Von 1/2005 - 12/2006 wurde bei 60 Patienten die laparoskopische radikale Tumornephrektomie in der Technik der en-bloc-Resektion und Gewebefragmentierung durchgeführt. Die mittlere Tumorgröße betrug 5,2 cm, der mittlere Blutverlust 230 ml, das mittlere Gewicht 562 g. Größere intra- und postoperative Komplikationen traten bei 3 %, kleinere bei 15% auf. Durch die Gewebefragmentierung war nur ein pararectaler Schnitt von jeweils 4 cm notwendig. Dies resultierte in einer deutlich reduzierten postoperativen Morbidität und schnellen Rekonvaleszenz.

Schlussfolgerungen: Die laparoskopische radikale Tumornephrektomie gilt als Goldstandard bei der operativen Therapie des Nierenzell-Karzinoms. Voraussetzung ist die Einhaltung der onkologischen Prinzipien der offenen Operation: Primäre Unterbindung der Gefäße, Entfernung der Niere weit außerhalb der Gerota`schen Faszie, Nebennierenentfernung bei großen oder am Oberpol gelegenen Tumoren, Ermöglichung der Bestimmung des pathologischen Tumorstadiums.

357 Die erektionsprotektive radikale perineale Prostatektomie H. Keller et al. 2002 Abstract

Keller H.1, Linder M.2, Lamade F.2

1Klinik für Urologie & Kinderurologie, Klinikum Hof, 2Klinikum Offenburg

Die radikale perineale Prostatovesikuloektomie stellt ein minimal invasives Verfahren zu Behandlung des lokoregionären Prostatakarzinoms dar. Mit dem zu beobachtenden Stadienshift zu früheren Tumorstadien stellt sich immer häufiger die Frage nach einem erektionsprotektiven Vorgehen. Während beim retropubischen Vorgehen die Erhaltung der neurovaskulären Bündel standardisiert ist, wird dies beim perinealen Zugang für schwierig bis nicht möglich erachtet.

Das Video zeigt den Erhalt beider neurovaskulären Bündel, die sich perineal besonders gut darstellen lassen. Die erektionsprotektive RPP ist ein minimal invasives OP-Verfahren, bei dem ein Nerverhalt ebenso wie beim retropubischen Vorgehen möglich ist und das in einer OP-Zeit von weniger als 90 Minuten von 2 Operateuren durchgeführt werden kann.

358 Operative Therapie der urologischen Manifestation des Rhabdomyosarkoms im Kindesalter Ch. P. Gilfrich et al. 2002 Abstract

Gilfrich Ch. P. (1), Stein R. (1), Filipas D. (1), Gutjahr P. (2), Thüroff J. W. (1)

(1) Urologische Klinik und Poliklinik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
(2) Klinderklinik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

In der Behandlung von Kindern mit Rhabdomyosarkomen (RMS) des Urogenitaltraktes warden der Einsatz der Therapieoptinen Chemotherapie, Radikaloperation, organerhaltende Operation und Radiotherapie und deren Kombinationen kontrovers diskutiert. Wir zeigen bei zwei Kindern mit Rhabdomyosarkomen der Prostata den abdomino-perinealen Zugangsweg der radikalen Zystoprostatektomie.
In unserer Klinik wurde bei 13 Kindern mit RMS eine Radikaloperation durchgeführt, bei 2 (Jungen im Alter von 7 und 4 Jahren) wurde der abdomino-perineale Zugangsweg gewählt. Bei retroperitonealen und pelvinen Lymphadenektomie werden multiple Schnellschnitte entnommen. Nach kompletter Mobilisation der Blase und der Prostata wird der Patient in Steinschnittlage umgelagert. Die Prostata und die posterior Urethra werden durch einen perinealen, umgekehrt U-förmigen Schnitt freigelegt. Bei einem Kind mit Tumorinfiltration des linken Corpus cavernosum wurde Blase, Prostata, proximale Urethra und das linke Crus des Corpus cavernosum en bloc mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand reseziert. Als Harnableitung wurde bei beiden Patienten ein Ileocoecalpouch mit Nabelstoma angelegt.
Bei beiden Patienten war eine Tumorresektion en bloc mit freien Absetzungsrändern möglich. Ein Kind entwickelte im weiteren Verlauf Knochenmetastasen und es erfolgte eine Radiatio und eine palliative Chemotherapie. Der andere Patient ist 15 Monate postoperative tumorfrei. Bei Kindern mit ausgedehntem oder organüberschreitendem RMS der Prostata nach Chemotherapie ermöglicht der abdomino-perineale Zugangsweg eine gute Exposition von Prostata und der proximaler Urethra bei der radikalen Cystoprostatektomie mit der Möglichkeit der Erzielung einer R0 Resektion auch bei organüberschreitendem Wachstum. Die Prognose der Erkrankung wird durch das Auftreten von Fernmetastasen bestimmt.

359 Laparoskopische anatomische rakikale Prostatektomie - Technik und Ergebnisse nach über 350 Patienten J. Rassweiler et al. 2002 Abstract

Rassweiler J., Hatzinger M., Seemann O., Schulz M.

Urologische Klinik, SLK Kliniken Heilbronn

Ziele: Basierend auf den Erfahrungen von Guilloneau, Vallancien und Abbou haben wir seit März 1999 die Heilbronner Modifikation der laparo-skopischen radikalen Prostatektomie entwickelt und inzwischen bei über 350 Patienten eingesetzt. Die Technik lehnt sich an die klassische Form der retropubischen anatomischen radikalen Prostatektomie, wie von Walsh beschrieben, an. Inzwischen sind wir in der Lage sämtliche technischen Modifikationen dieser offen-operativen Technik (nerve-sparing, bladder-neck sparing, nur partielle Durchtrennung der puboprostatischen Liga-mente) laparoskopisch umzusetzen. Der Video soll unsere aktuelle Technik demonstrieren.

Methodik: Entscheidend sind, neben der zunehmenden Erfahrung, auch die Entwicklung spezieller Instrumente (120°-Dissektor, 120°-Retraktor), der Einsatz eines sprachgesteuerten Kamera-arms (AESOP) sowie die Umsetzung der lapaoskopischen Geometrie (Winkel zwischen Nadel und Nadelhalter).

Ergebnisse: Von 392 Patienten waren 3 % pT1, 57 % pT2, 36 % pT3 und 4 % pT4. Die Operationszeit lag inklusive der pelvinen Lymphadenektomie im Mittel bei 248 (128-500) Minuten mit einer linear abnehmenden Tendenz, die es heute erlaubt zwei Operatione täglich durchzuführen. Die Konversionsrate lag bei 2,0 %, die Reinterventionsrate bei 2,8 % wegen Nachblutung, Rektumverletzung und Urinextravasation. Die Komplikationsrate betrug 13,6 % mit Beckenhämatom in 6,7 %, Rektumfistel in 1 %, Anastomosenstriktur in 2,8 %. Positive Ränder wurden in 17 % dokumentiert (pT2:4,9; pT3a:13,6: pT3b 40 %). Die Kontinenzrate unserer Patienten liegt nach 18 Monaten bei 96 % mit einer steigenden Tendenz zur Frühkontinenz.

Schlussfolgerungen: Die laparoskopische radikale Prostatektomie ist eine technisch schwierige, aber transferierbare Technik. Sie hat an unserer Klinik Priorität, wobei die Patientenakzeptanz auf Grund der Vorteile der minimal-inavsiven Technik hoch ist.

360 Gamma-Sonden geführte Schildwächter-Lymphknoten-Dissektion beim klinisch lokalisierten Prostatakarzinom F. Wawroschek et al. 2002 Abstract

Wawroschek F.1, * Vogt H.2, Hamm M.1, Weckermann D.1, Harzmann R. 1

1Urologische Klinik, Klinikum Augsburg, 2Klinik für Nuklearmedizin, Klinikum Augsburg

Das klinisch lokalisierte Prostatakarzinom ist in Abhängigkeit vom behandelten Kollektiv zum Zeitpunkt der Therapie in bis zu 30% der Fälle bereits lymphknotenmetastasiert. Die Aufdeckungsrate ist abhängig von der Technik der histopathologischen Aufarbeitung der Lymphknoten und der Ausdehnung der pelvinen Lymphadenektomie. Letztere gilt als Goldstandard zur Bestimmung des Lymphknotenstatus.

Die primären Lymphabflußgebiete (Schildwächter-Lymphknoten, sentinel lymph node = SLN) der Prostata liegen im Bereich der A. iliaca externa, interna und communis, der Fossa obturatoria und im Bereich präsakraler und pararektaler Lymphknoten. Die Anatomie des Lymphabflusses erklärt, daß die alleinige Überprüfung der Fossa obturatoria nur ca. 50% der N+ Patienrten identifiziert.
Durch die intraprostatische Injektion einer radioaktiv markierten lymphgängigen Trägersubstanz gelingt es auch beim Prostatakarzinom, die primären Lymphabflußstationen zu identifizieren und selektiv zu resezieren.

Das Video demonstriert die

  1. Technik der transrektalen intraprostatischen Tracerinjektion
  2. Durchführung der präoperativen Lymphabflußszintigraphie
  3. intraoperative SLN-Identifikation und Resektion
  4. Ergebnisse (Sensitivität des Verfahrens, Lokalisation der SLN).
454 Klitorisplastik beim Intersex mit der Disassembly-Technik S. V. Perovic et al. 2002 Abstract

Perovic S. V., Djordjevic M. Djakovic N.

Kinderchirurgische Universitätsklinik Belgrad, Abt. für Urologie, Belgrad, Jugoslawien


Ziele: Wir präsentieren die Klitorisplastik bei einem 23 Jahre alten männlichen Intersexpatienten. Die Genitalien bestehen aus einer vergrößerten Klitoris, bzw. Penis, Urogenitalismus mit hypospaden Meatus. Der rechte Hoden befindet sich im entsprechenden Hemiskrotum. Der linke Hoden ist nicht tastbar.

Methoden: Die Operation beginnt laparoskopisch. Der linke Hoden wird im Abdomen aufgefunden und entfernt. Die Müller´schen Reste sind nicht vorhanden. Der rechte Hoden wird durch einen skrotalen Zugang entfernt. Es folgt das Degloving vom Penis. Die Urethralplatte wird belassen. Das Lig. fundiforme und die suspensorischen Ligamente werden durchtrennt. Erst nach der Erektion, eingeleitet mit Prostaglandin E1, wird die wahre Penisgröße und die ausgeprägte ventral Peniskurvatur sichtbar. Das penile Disassembly besteht aus der Ablösung der Urethralplatte und der Glans mit dem neurovaskulären Bündel von den Schwellkörpern. Die Urethralplatte mit dem spongiösen Gewebe ist in der Schicht der Buck´schen Faszie abpräpariert. Die Mobilisierung setzt sich fort bis unter die Glanskappe. Um alle Strukturen des neurovaskulären Bündels zu schonen, wird dieses unter der Buck´schen Faszie abgehoben. Dies ermöglicht eine sehr gute Vaskularisierung und Sensitivität der Glanskappe bzw. der Neoklitoris. Die Glanskappe wird von den Spitzen der Schwellkörper abgesetzt. Besonderes Augenmerk muss auf die Erhaltung der Arterien gegeben werden. Diese verlaufen in diesem Bereich lateroventral zur Glans hin. Damit sind die erigierten Schwellkörper komplett befreit. Die Ansätze der Crura an den Knochen werden durchtrennt. Die Crura werden dann hier abgesetzt, das verblieben Schwellkörpergewebe mit dem Kauther zerstört um die Erektion vollkommen zu verhindern. Die Klitoris mit dem neurovaskulären Bündel wird fixiert. Die kleinen Schamlippen werden aus der verbliebenen Penishaut rekonstruiert und an die Klitoris genäht. Die intakt belassene Urethralplatte ist weiterhin in Verbindung mit der Klitoris. Sie verleiht eine bessere Sensitivität und eine bessere Ästhetik der Vulva. Die weibliche Hypospadie des Urogenitalismus ist nicht ausgeprägt, daher ist auch eine Verlängerung der Harnröhre nicht notwendig.

Ergebnisse: Drei Monate postoperative ist ein gutes ästhetisches Ergebnis erreicht. Die Klitoris ist sehr gut durchblutet und hatte hervorragende Sensititvität.

Schlussfolgerungen: Dieser Zugang erhält die komplette Vaskularisierung und Sensitivität der Glanskappe und der Urethralplatte.

455 Tipps und Tricks bei komplizierten Schwellkörperprothesen- implantationen und Revisionen U. Grein et al. 2002 Abstract

Grein U., Meyer W. W. 

Klinik für Urologie u. Kinderurologie en-süd Klinikum Schwelm

Die Implantation hydraulischer Schwellkörperprothesen ist eine effektive, standardisierte Therapie der erektilen Dysfunktion. Problematisch wird diese Behandlung bei zusätzlichen Erkrankungen des Schwellkörpers wie der Fibrose, nach Infektion, Priapismus oder Trauma. Die Platzierung der Prothesenzylinder gelingt teilweise nur durch Schaffung einer "Neotunika", was zu einer deutlich höheren Infektionsrate führt. Wir beschreiben eine Technik, bei der die Zylinderplatzierung durch selektive Resektion der Fibrose mit dem kombinierten Einsatz eines speziellen Cavernotoms gelingt. Allogenes Material zum Tunicaersatz wird damit verzichtbar. Zusätzlich wird an Fallbeispielen das operative Prozedere bei komplizierten Revisionseingriffen geschildert.

190 Nebennierenerhaltende laparoskopische Exzision eines adrenalen Tumors Günnewig Martina et al. 2001 Abstract

Günnewig M., Eschholz G., Krah X.A., Benken N., Weber H.M.

Urologische Abteilung, HELIOS Klinik Blankenhain, Wirthstrasse 5, 99444 Blankenhain

In annähernd 400 Beiträgen zur laparoskopischen Operation an der Nebenniere finden sich lediglich 20 Hinweise auf eine organerhaltende Tumorexzision. Wir berichten über einen 69jährigen Patienten, der sich seit zwei Monaten wegen Oberbauchschmerzen und Inappetenz mit gelegentlichem Erbrechen in ärztlicher Behandlung befand. Im Rahmen der Diagnostik fand sich eine etwa 3 mal 2 cm große und 5 cm lange, glatt berandete Raumforderung ventral der linken Nebenniere. Weitere pathologische Befunde waren nicht zu erheben. Bei unauffälligem Hormonstatus erfolgte auf das Drängen des besorgten Patienten und der betreuenden Hausärztin die laparoskopische Operation. In strenger Rechtsseitenlage konnte der Tumor mittels Anlage dreier 12mm-Trokare pararektal und eines weiteren 5mm-Trokars an der Spitze der elften Rippe ohne Verletzung der Nebenniere enukleiert werden. Die Bergung des Präparates erfolgte über den distalen Trokarkanal. Die intraoperative Schnellschnittuntersuchung sowie die definitive Histologie ergaben den Nachweis eines benignen Ganglioneuroms. Der postoperative Verlauf gestaltete sich komplikationslos, der Patient wurde nach 72 Stunden entlassen. In der CT-Kontrolle nach neun Monaten zeigt sich eine unauffällige linke Nebenniere ohne Anhalt für ein lokales Rezidiv, so daß wir bei gut abgrenzbaren Tumoren oder bei Metastasen die organerhaltende Tumorchirurgie für eine attraktive Ergänzung des bisherigen operativen Vorgehens an der Nebenniere halten.

191 Perkutane Nephrolitholapaxie (PNL) mit einem Kombinationsgerät zur simultanen Lithoklast- und Ultraschall-Lithotripsie: Eine innovative und effektive Technologie Olbert Peter et al. 2001 Abstract

Olbert P., Wille S., Heidenreich A., Hofmann R.

Klinik für Urologie und Kinderurologie der Philipps-Universität Marburg

Einleitung:

Methodik: Standardtherapie von Nierenbecken- und -kelchsteinen bis zu einer Grösse von 2 cm ist die extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie (ESWL). Bei größerer Steinlast oder bei frustraner ESWL kommen die perkutane Nephrolitholapaxie oder offen-chirurgisches Vorgehen als therapeutische Alternativen in Betracht. Das präsentierte Video zeigt unsere Technik der PNL und die Anwendung einer neu entwickelten Technologie der perkutan-endoskopischen Steindesintegration. 

Material und Methoden: Von Januar 1999 bis Dezember 2000 wurden 55 Patienten mit partiellen oder kompletten Nierenbecken- oder Nierenkelchausgußsteinen in unserer Klinik mittels PNL behandelt. Wir brachten eine neu entwickelten Lithotripter zur Anwendung: ein Lithoklast Master (EMS, Nyon, Schweiz) mit 20 Hz Wiederholungsfrequenzen ist in einem handlichen Gerät mit einer neuen, leistungsfähigen Ultraschallsonde (EMS) kombiniert. Eine Kontrolleinheit mit integrierter Spül-Saug-Pumpe wurde ebenfalls neu entwickelt. Die Spitze der Lithoklast-Sonde ist exzentrisch im Lumen der Ultraschallsonde positioniert und ragt etwa 2 mm aus dem Ultraschalltubus hervor. Die kombinierte Energie des Lithotripters kann bei simultaner, maximaler Saugung auf den Stein appliziert werden. Von 1/99 bis 12/2000 wurden 55 konsekutive PNL-Sitzungen bei partiellen oder kompletten Ausgußsteinen durch eionen Operateur durchgeführt (R.H.). Diese Video zeigt detailliert unsere Technik der PNL: Punktion eines Nerenkelches unter radiologischer Kontrolle, Dilatation des Arbeitskanals und Einbringen des Nephroskops. Die Anwendung des neuen Lithotripters wird an 2 verschiedenen Steinen (Ca-Oxalat-Monohydrat und Struvit) in situ demonstriert. Die Entferung der Fragmente erfolgt durch Absaugung oder Zangenextraktion. Abschließend wird die Platzierung der Nephrostomie gezeigt. 

Ergebnisse: Bei allen patienten konnten die Steine aufgefunden und desintegriert werden. Klinisch weist das angewandte Instrument eine hohe Desintegrationseffizienz auf, es werden kleinere Fragmente erreichtund es verbleiben weniger Restkonkremente als mittels Lithoklast-oder Ultraschall-Lithotrypsie alsEinzelanwendung. 

Schlussfolgerungen: Das neuentwickelte Kombinationsgerät aus Lithoklast Master mit inegrierter Ultraschallsonde (EMS, Nyon, Schweiz) gewährleistet hocheffective und schnelle Steindesintagration auch bei hoher Steinlast.

192 Obere Heminephrektomie beim Kind Steffens Jens et al. 2001 Abstract

Steffens J.

Klinik für Urologie und Kinderurologie des St. Antonius-Hospitals, Eschweiler

Ziele: Beschrieben wird eine einfache Technik der oberen Heminephrektomie beim Kind. 

Material und Methoden: Das Hohlsystem des hydronephrotischen oberen Doppelnierensystems wird eröffnet und ein Finger eingeführt. Durch leichten Zug am Finger lassen sich die Resektionsgrenzen besser darstellen. Schrittweise wird der funktionslose obere Doppelnierenanteil reseziert. Dabei wird eine initiale Dissektion des Gefäßstiels des oberen Doppelnierensystems vermieden. Erst nach Resektion des oberen Anteils und sicherer Identifizierung der Oberpolgefäße werden diese ligiert. Bei fehlendem Reflux des Oberpolharnleiters kann auf eine vollständige Ureterektomie verzichtet werden. Der Megaureterenstumpf wird nach Absaugen des Urins offen gelassen, so daß Resturin über eine Drainage abfließen kann. Diese Technik wurde von 1990 - 2000 bei 19 Kindern mit einem Durchschnittsalter von 1,6 Jahren angewandt. Indikation war ein funktionsloser oberer Doppelnierenanteil bei nicht refluxiver Harnleiterektopie. 

Ergebnisse: Die durchschnittliche Operationszeit betrug 91 Minuten. Der Blutverlust war nicht signifikant und die durchschnittliche Hospitalisationszeit betrug 7 Tage. Postoperative Komplikationen traten nicht auf. Eine Verletzung des unteren Doppelnierenanteils oder des Ureters wurden nicht beobachtet. 

Zusammenfassung: Die vorgestellte Technik erlaubt eine sichere Exzision des funktionslosen oberen Doppelnierenanteils mit Erhalt des funktionstüchtigen unteren Doppelnierensystem. Durch die Identifizierung der Resektionsgrenzen kann eine Verletzung des Unterpols verhindert werden. Die Vermeidung einer initialen, möglicherweise deletären Dissektion der Hilusgefäße vermindert das Risiko einer Ischämie des unteren Doppelnierensystems. Die Technik erlaubt eine rasche Vorgehensweise und kurze postoperative Hospitalisation.

263 Risiko der Detrusordenervation bei Antirefluxchirurgie verdeutlicht am neurophysiologischen Modell K. P. Jünemann et al. 2001 Abstract

Jünemann, K.P. (1), Martinez-Portillo F.J. (1), Seif (1), Bran P.M. (1), Leissner J. (2), Hohenfellner R. (3)

(1) Universitätsklinikum Mannheim, (2) Universitätsklinikum Mainz, (3) Universitätsklinikum Magdeburg

Ziele:
Vorangegangene anatomische Untersuchungen (Leissner et al. J Urol 2001) konnten eine enge Verbindung zwischen dem ureterovesikalen Übergang und der Detrusorinnveration zeigen. Dies führte uns zu der Entwicklung eines Tiermodells, an welchem eine partielle bzw. komplette Schädigung dieser neuronalen Verbindung demonstriert werden kann.

Methodik:
Sechs in ITN anästhesierte weibliche Göttinger Minipigs wurden laminektomiert und die Spinalnerven von S2 in jeweils ein separates Elektrodenfach einer modifizierten Brindley-Elektrode eingelegt. Nach Füllung der Harnblase mit 140 ml NaCl wurden eine bilaterale und zwei unilaterale Stimulationen durchgeführt und die intravesikalen Druckwerte urodynamisch erfasst. Daraufhin erfolgte schrittweise (10, 5, 2 cm proximal des ureterovesikalen Übergangs) die zirkuläre Präparation des linken Harnleiters. Nach jedem Präparationsschritt wurden die bilaterale sowie die unilateralen Stimulationsreihen wiederholt. Die Ergebnisse wurden zusätzlich videodokumentiert.

Ergebnisse:
Eine bilaterale Stimulation führte zu einer konzentrischen Detrusorkontraktion mit einem durchschnittlichen max. pdet. von 39 cm H2O. Nach unilateraler Stimulation resultierte eine nach ipsilateral geneigte Blasenverlagerung mit intravesikalen Druckwerten von 14 cm H2O rechts und 13 cm H2O links. Nach der Präparation des linken Harnleiters 10 cm, 5 cm und 2 cm vor dem ureterovesikalen Übergang konnte urodynamisch ein max. pdet. von 13 cm H2O, 6 cm H2O und 2 cm H2O registriert werden. Nach annähernd kompletter linksseitiger Blasenlähmung konnten bei rechtsseitiger Stimulation die initial Blasendruckwerte von 14 cm H2O reproduziert werden.

Schlussfolgerungen: Analog zu den menschlichen Kadaveruntersuchungen von Leissner et al. (2001) konnte neurophysiologisch eine strenge unilaterale Detrusorinnveration, die vom Plexus pelvicus dorso-medial am ureterovesikalen Übergang zur Blase zieht, nachgewiesen werden. Die Präparation dieses ureterovesikalen Übergangs in der Antirefluxchirurgie, blutstillende Umstechungen oder Koagulationen in diesem Gebiet sowie das Anbringen von Ankernähten nach Vest Bergen das Risiko einer uni- bzw. bilateralen Detrusordezentralisation.

264 Modifizierter Indianapouch: Taeniotomie statt Detubularisierung G. Schön et al. 2001 Abstract

Schön G.1, Tawassoli N.2

1Urologische Klinik, Klinikum Hof, 2Missionsärztliche Klinik Würzburg

Ziele: Beim Indianapouch dient das Coecum und ein Teil des Colon ascendens als Reservoir. Der Kontinenzmechanismus beruht auf Einengung der Ileocoecalklappe durch invertierende Nähte. Detubularisierung dient der Kapazitätsvergrößerung und einem niedrigerem Füllungsdruck. Bei der von uns durchgeführten Modifikation wird die Detubularisierung durch Taeniotomie ersetzt. Dieser Videofilm soll eine sehr einfache kontinente Harnableitung zeigen, die leicht erlernbar und schnell durchzuführen ist.

Methodik: Zum Erreichen einer intraoperativen Kapazität von 400 ml sind ca. 20 cm Coecum und ein Teil des Golon ascendens notwendig. Der efferente Ileumschenkel wird mit einem Stapler über einen 12 Charr. Katheter eingeengt. Eine zweite Staplernaht wird tangential zur lleocoecalklappe gesetzt. Nach Prallfüllung wird die Haupttaeniae im Zentimeterabstand inzidiert. Dadurch wird die intraoperative Kapazität erhöht, die Kontraktionsfähigkeit wird eingeschränkt. An der Ileocoecalklappe werden mehrere nicht resorbierbare invertierende Nähte gelegt. Durch diese einengenden Nähte wird der natürliche Kontinenzmechanismus der Klappe verstärkt. Nach Auffüllen des Pouches mit 400 ml ist nach Katheterentfernung komplette Kontinenz zu verzeichnen. Die Harnleiter werden antirefluxiv eingepflanzt. Der vorbereitete efferente lleumschenkel wird durch eine kreuzförmig inzidierte Fascienöffnung gezogen und an den Nabeltrichter genäht.

Ergebnisse: Bei 18 Patienten wurde der Pouch in der Originaltechnik (Gruppe A), bei 23 Patienten in modifizierter Technik (Gruppe B) durchgeführt. Drei Monate postoperativ betrug die durchschnittliche Kapazität in der Gruppe A 590 ml, in der Gruppe B 540 ml. Durchschnittliche OP-Zeit in der Gruppe A war 5,1 Stunden, in der Gruppe B 4,2 Stunden. Vollständige Kontinenz wird in der Gruppe A mit 100%, in der Gruppe B mit 96% erreicht. 

Schlussfolgerungen: Vorteile der modifizierten Technik zeigen sich in kürzerer Operationszeit, schnellerer Erlernbarkeit und einfacherer Technik durch Taeniotomie statt Detubularisierung. Die Komplikationsrate wegen fehlender Darmeröffnung und Pouchnaht ist erniedrigt. Kapazität, Füllungsdruck sowie Kontinenzrate sind vergleichbar.

265 Die urodynamische Wirksamkeit des afferenten ilealen Segmentes der Ersatzblase N. Blick et al. 2001 Abstract

Blick N., Crew J. P., Burkhard F. C., Studer U. E.

Urologische Universitätsklinik, Bern, Schweiz

Einführung: In diesem Video möchten wir die Wirksamkeit und Bedeutung der unidirektionalen Peristaltik des afferenten ilealen Segmentes bei Patienten mit Ersatzblase zeigen.

Methodik: Wir untersuchten Patienten mit Ersatzblase und einem afferenten tubulären Segment urodynamisch. In Videocystogrammen wird der aktive Transport des Urines in Richtung der Ersatzblase veranschaulicht. Dies wurde durch Druckmessungen auf Höhe des Nierenbeckens sowie in der Ersatzblase selbst unterstützt. Bei einem uns zugewiesenen Patienten wurde das Segment mit entgegengesetzt gerichteter Peristaltik implantiert, wobei man deutlich erkennen kann, welchen Einfluss dies auf den Urintransport hat.

Zusammenfassung: Die unidirektionale Peristaltik des afferenten ilealen Segmentes stellt ein urodynamisch, wirksames Druckventil dar. Es schützt den oberen Harntrakt vor Druckschäden durch den aktiven Urintransport in Richtung der Ersatzblase. Ein zusätzlicher Anti-Refluxmechanismus ist nicht notwendig. 

266 Ergebnisse nach Rekonstruktion langstreckiger Harnröhren- strikturen mittels Gewebetransfer H. Keller et al. 2001 Abstract

Keller H., Lindner M., Horsch R

Klinik für Urologie und Kinderurologie, Klinikum Offenburg

Zwischen 3/94 und 12/2000 wurden insgesamt 81 langstreckige Hanröhrenstrikturen mittels vaskularisierten Lappen bzw. freien Mundschleimhauttransplantaten rekonstruiert. 74 dieser Patienten wiesen ein follow up von 32 (7 - 8) Monaten auf und wurden prospektiv kontrolliert bezüglich Rezidivrate und Morbidität des Eingriffs untersucht. Die Nachuntersuchungen erfolgten 3-(1. Jahr) bzw. 6-monatlich mittels Uroflow- und Restharnbestimmung. Bei einem Uroflow <20ml und/oder Restharnbildung >50 ml erfolgte eine Urethrographie bzw. Urethroskopie. Die statistische Auswertung erfolgte mittels Chi-Quadrat-Test. Die Strikturtänge lag bei 7 (3-22) cm. Bei 11 Pat. (Gruppe I) (15%) wurde ein vaskularisierter Lappen und bei 63 (Gruppe II) (85%) ein freies Mundschleimhauttransplantat verwendet. Die Gruppen unterschieden sich bezüglich mittlerer Strikturlänge, Ätiologie sowie Art und Anzahl der Vorbehandlungen nicht. Die Patienten waren im Mittel 49 J. (2-80) alt. In Gruppe I 72 J. (40-80) und in Gruppe II 45 J. (2- 75). Das follow up betrug 65 M. (44 -81) respektive 28 Monate (7-68). Insgesamt wurden bei 11 Pat. (14,9%) Komplikationen beobachtet (Gruppe I 55 vs. 7,9% Gruppe II) p = 0,001. Bei 8 Patienten (12,2%) trat eine oberflächliche Wundheilungsstörung auf (45% Gruppe I vs. 4,8% Gruppe II), 3 (4,1%) entwickelten Fisteln (18,2% vs.1,6%), 3 (4,1%) eine Rhabdomyolyse mit passagerem Nierenversagen (0% vs. 4,8%) und 5 (6,8%) beklagten Nachträufeln (45 vs. 0 %). 3 Pat. (4,1%) gaben störende Narben im Unterlippenbereich (0% vs. 4,8%) an. Insgesamt kam es bei 4 (5,4%) zu einer Rezidivstriktur(27,3% vs. 1,6%) - p = 0,01- wobei alle Strikturen in den ersten 2 Jahren nach OP auftraten. Wenngleich das follow up in den Gruppen unterschiedlich ist folgern wir: Die Verwendung von gestielten Lappen zur Rekonstruktion langstreckiger Harnröhrenstrikturen ist mit einersignifikant größeren Morbidität verbunden und führt zumindest in unseren Händen zu häufigeren Strikturrezidiven als die Verwendung von Mundschleimhaut. Wie aus den unterschiedlichen follow-up-Zeiten bereits ersichtlich, verwenden wir zwischenzeitlich ausschließlich Mundschleimhaut zur Rekonstruktion langstreckiger Strikturen. 

267 Operative Behandlung und bisherige Ergebnisse mit der TVT-Plastik bei weiblicher Belastungsinkontinenz P. May et al. 2001 Abstract

May P., Müller L., Mühlich St.

Klinikum Bamberg - Urologische Klinik

Anhand eines Videofilms wird über die operativen Behandlungsmethoden der weiblichen Belastungsinkontinenz, insbesondere über die Methode der TVT-Plastik und die bisherigen - 5-Jahresergebnisse berichtet.

351 Holmium-Laser-Anwendung in der Urologie R. Eichenauer et al. 2001 Abstract

Eichenauer R., Jocham D.

Universitätsklinikum Lübeck, Urologische Klinik

Ziele: Darstellung der vielfältigen Möglichkeiten des Holmium:YAG Lasers 

Methodik: In der Videopräsentation wird ein Überblick über die aktuellen Möglichkeiten der Anwendung des Holmium:YAG Lasers in der Urologie gegeben. Anhand von Beispielen wird die Methodik und Applikationstechnik des Holmium:YAG Lasers demonstriert bei

  • der Laser-Resektion der Prostata (HOLRP)
  • Laser-Inzisionen im unteren und oberen Harntrakt
  • Laserlithotripsie
  • Tumor-Resektionen
  • Speziellen Indikationen

Schlussfolgerungen: Der Holmium:YAG Laser ist für urologische endoskopische Verfahren universell einsetzbar, Langzeitergebnisse müssen abgewartet werden.

352 Die ultraschallgestützte Biopsie der Prostata M. Rauchenwald et al. 2001 Abstract

Rauchenwald M., Hütter M.

Abeitskreis für Urologische Onkologie der Österreichischen Gesellschaft für Urologie, Urologische Abteilung, A.ö. Krankenhaus St.Pölten, Austria

Der Arbeitskreis für urologische Onkologie hat festgestellt, daß die Technik und Verarbeitung der Prostatabiopsien in Österreich z.T. sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Deshalb sollte ein Video produziert werden, welches eine einfache, auch in der niedergelassenen Praxis leicht durchführbare Biopsietechnik demonstriert, die die letzten Entwicklungen bzw. Erkenntnisse auf diesem Gebiet berücksichtigt und einen Mindeststandard darstellen soll. Die klassische Sextantenbiopsie nach Hodge 1989 zeigte, dass eine systematische ultraschallgezielte Sektorenbiopsie der Prostata eine höhere Entdeckungrate des Prostatakarzinoms ergibt als lediglich eine gezielte Biopsie palpatorisch oder sonographisch suspekter Herde. Durch die Einführung des PSA und dessen breite Awendung haben aber die meisten Männer, bei denen heute ein Prostatakarzinom diagnostiziert wird, keinen tastbaren Tumor. Untersuchungen von Präparaten nach radikaler Prostatektomie zeigten, dass die Mehrheit der Tumore in den lateralen bzw. äußerst lateralen Anteilen der peripheren Zone zu finden sind. Die klassische Sextantenbiopsie verfehlt dabei in etwa 25% ein vorhandenes Karzinom. Aus den vorliegenden Arbeiten kann für die Praxis folgender Schluss gezogen werden: Für die Erstbiopsie scheint eine wie im vorliegenden Video durch Schemata und Realtime-Ultraschallbilder demonstrierte Sechsfachbiopsie mit deutlich lateral geführten Stanzen ausreichend zu sein. im Rahmen von Re-Biopsien sollte auch die Transitionalzone beiderseits biopsiert werden. Dabei ist es neben einem entsprechenden Punktionswinkel wichtig, die Nadel 1- 3 cm in die Prostata einzuführen bevor der Schussmechanismus ausgelöst wird, um tatsächlich die ventralsten Anteile der Prostata zu erfassen. Auch bei den apikalen Biopsien gibt es Hinweise, dass eine steilere Nadelführung zur besseren Erfassung des Vorderhorns der Prostata und somit zu einer höheren Detektionsrate führen kann. Verständlicherweise hat auch die Größe der Prostata eine inverse Relation zur Entdeckungsrate. Bei einem Drüsenvolumen über 50ccm scheint die Sechsfachbiopsie eine nicht mehr ausreichende Entdeckungsrate zu gewährleisten. Hierbei kann die klassische Sextantenbiopsie in Kombination mit zusätzlichen, weiter lateral und eventuell auch in der Medianlinie geführten Biopsien deutlich bessere Ergebnisse zu bringen, wobei mindestens 10 Biopsien entnommen werden sollten. Bei Durchführung der Stanzen sollte je nach Ultraschallgerät abwechselnd oder simultan der Quer- und Längsschnitt der Prostata mit eingeblendeter Punktionslinie dargestellt werden.

353 Operative Techniken zur Reduktion der Inkontinenzrate nach radikaler Prostatektomie N. Blick et al. 2001 Abstract

Blick N., Studer U. E.

Urologische Universitätsklinik, Bern, Schweiz

In diesem Video möchten wir operative Techniken zeigen, die bei der radikalen Prostatektomie notwendig sind, um optimale postoperative Ergebnisse und eine gute Kontinenzrate bei gleichzeitiger Einhaltung onkologischer Grundsätze zu erreichen. Die wichtigsten Schritte, wie die Ligatur des Plexus Santorini, die Präparation des neurovaskulären Bündels, die Exzision der Samenblasen ohne Verletzung der Nerven des Plexus pelvicus sowie die Anlage der Urethraanastomose werden dargestellt.

354 Telechirurgische laparoskopische radikale Prostatektomie (1. Filmpreis 2001) J. Rassweiler et al. 2001 Abstract

Rassweiler J. , Frede T. (1), Seemann O., Stock C., Sentker L.

Urologische Klinik Klinikum Heilbronn und Mannheim (1), Universität Heidelberg

Ziele: Seit 1998 wird das da Vinci System in der Herzchirurgie für telechirurgische Operationen eingesetzt. In der Urologie liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Das Video soll das System vorstellen und unsere ersten Erfahrungen mit der roboter-assistierten laparoskopischen radikalen Prostatektomie aufzeigen. 

Methodik: Das da Vinci system besteht aus zwei Hauptkomponenten: Der Konsole des Chirurgen mit 3-D-Bildschirm und dem Operationsroboter mit dem Kameraarm für das Stereoendoskop und zwei chirurgischen Manipulatorarmen.Das Prinzip des Robotors liegt in der Konstuktion von Master-Slave-Manipulatoren mit einer seriellen Anlage elektronisch gesteuerter Gelenke und Endeffektoren mit Simulation der Funktion von Arm und Hand.Der Chirurg führt den Eingriff sitzend an der Konsole durch, wobei er speziell entwickelte Instrumente mit Fingerschlaufen bedient. Jede Bewegung der Master-Handgriffe wird von Bewegungssensoren registriert und an die beiden Slave-Manipulatoren übertragen An der Spitze der Instrumente befinden sich von vier Metallkabeln angetriebene Gelenke, die alle sechs Freiheitsgrade ermöglichen. Das Videobild wird von zwei parallelen 3-chip-Kameras aufgezeichnet und an der Konsole auf zwei separate Bildschirme für jedes Auge projeziert. Die optische Überlappung gibt dem Operateur die Illusion, als ob er die Instrumente direkt im Körper des Patienten bediene. Für die radikale Prostatektomie benützten wir - wie beim konventionellen laparoskopischen Vorgehen- eine W-förmige Trokaranordnung, wobei allerdings die Roboterarme seitlich über 8 mm Zugänge eingeführt und die mittleren Trokar für die Assistenz eigesetzt werden. 

Ergebnisse: Wir haben sechs Patienten (2 pT2, 4 pT3) mit dem da Vinci-System operiert. The Operationszeit lage bei 315 (242 - 480) Minuten inklusive der pelvinen Lymphadenektomie. Wir haben keine Komplikationen beobachtet. Ein Patient benötigte eine Transfusion. Es zeigten sich keine positiven Ränder, die mediane Katheterliegedauer lag bei 6 Tagen. Alle Patienten waren zwischen 1 und 3 Monaten nach dem Eingriff kontinent. 

Schlussfolgerungen: Die telechirurgische laparoskopische radikale Prostatektomie ist machbar. Der fehlende Tastsinn erfordert ein neuartiges chirurgisches Geschick, welches nur auf dem visuellen Eindruck basiert.

355 Blutungsarme Holmium Laser Resektion der Prostata: Die Pilz-Technik W. W. Hochreiter et al. 2001 Abstract

Hochreiter W.W. *, Studer U.E.

Urologische Universitätsklinik, Bern, Schweiz

Ziele: Die Holmium Laser Resektion der Prostata (HoLRP) ist eine etablierte Therapie zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH). Aufgrund der ausgezeichneten hämostatischen Eigenschaften des Holmium Lasers kann diese Methode auch an oral antikoagulierten Patienten durchgeführt werden. Mit der geeigneten Technik lassen sich ganze Seiten- und Mittellappen enukleieren, wodurch auch grosse Adenome reseziert werden können. Dabei stellt sich aber das Problem, wie diese grossen Gewebefragmente aus der Blase entfernt werden. Eine Möglichkeit ist, ein grosses Fragment mit dem Laser in kleine Stücke zu schneiden, aber diese Methode ist zeitraubend. Ein Morcellator kann zur Zerkleinerung grosser Gewebefragmente eingesetzt werden, ist aber mit dem Risiko der Aspiration und Verletzung der Blasenwand verbunden. Wir zeigen eine einfache und effiziente Technik, wie der Holmium Laser mit der konventionellen Elektroresektion kombiniert werden kann, ohne dabei die blutungsarmen Eigenschaften des Lasers zu kompromittieren. 

Methodik: Die HoLRP beginnt mit einer bilateralen Blasenhalsinzision, die bis auf Höhe des Colliculus seminalis ausgedehnt wird. Anschliessend wird der Mittellappen an der Basis abgetragen. Die Laserresektion wird soweit fortgeführt, bis der Mittellappen wie ein Pilz nur noch an einem schmalen Gewebepedikel hängt. An diesem Punkt ist die Gefässversorgung fast vollständig unterbrochen und der Lappen kann ohne Blutung elektroreseziert und zerkleinert werden. Die Enukleation der Seitenlappen beginnt auf Höhe des Colliculus seminalis und erfolgt entlang einer lateral konvexen Linie retrograd in Richtung Blase. Auch hier wird die Resektion soweit fortgeführt, bis das Gewebe nur noch an einer schmalen Brücke hängt. Der devaskularisierte Lappen wird dann elektroreseziert. 

Schlussfolgerungen: Die Pilztechnik ermöglicht eine zeitsparende und blutungsarme Kombination von Laserresektion und Elektroresektion ohne Zuhilfenahme eines zusätzlichen Instrumentariums.

356 Fehler und Gefahren bei der TUR-Prostata und deren Vermeidung P. Faul et al. 2001 Abstract

Faul P.

Direktor der Urologischen Klinik des Klinikum Memmingens

Der intraoperative Blutverlust, das TUR-Syndrom und die Harnröhrenstriktur, stellen nach wie vor die häufigsten Komplikationen bei der transurethralen Prostataresektion dar. Mit Verbesserung der Resektionstechnik und der Entwicklung neuer Elektroden sowie neuer, computergesteuerter Hochfrequenzgeneratoren, gelingt es heute, die Fehler und damit die Komplikationsrate bei der TUR-P weitgehend zu reduzieren. Daneben spielen die Sterilität, die korrekte Anlage einer Cystostomie, die Vermeidung einer Blasenhalskontraktur sowie die komplette paracolliculäre Resektion eine wichtige Rolle. Die Kapselperforation, welche als Ursache aller Übel anzusehen ist, sollte unbedingt vermieden werden. Der Film demonstriert die häufigsten Fehler bei der TUR-Prostata und ist v.a. als Informtation für den in Ausbildung begriffenen Urologen zu betrachten.

186 Waterjet in der Nierenchirurgie Basting Ralf F. et al. 2000 Inhaltsangabe

186 (2000)      Basting,R.F. et al. / Altöttingen

Waterjet in der Nierenchirurgie

Es wird der Einsatz der Waterjet – Technik in der Nierenchirurgie am Beispiel einer organerhaltenden Tumorexzision demonstriert, die ein parenchymschonendes, blutungsarmes Vorgehen ermöglicht.  (Hey)

187 Laparoskopische transperitoneale Tumornephrektomie Schön Georg et al. 2000 Inhaltsangabe

187 (2000)      Schön, G. et al. / Würzburg

                        Laparoskopische transperitoneale Tumornephrektomie

Das Video vermittelt -step by step- das transperitoneale laparoskopische Vorgehen zur Tumornephrektomie bei 10 Patienten im Alter von 50 - 76 Jahren mit einer durchschnittlichen OP-Dauer von 98 min. und einer stationären Verweildauer von 5,7 Tagen. Schlussfolgernd ergeben sich vergleichbar operative Ergebnisse ohne wesentlich verlängerte Operationszeiten bei günstigerem postoperativen Verlauf und hervorragendem kosmetischen Ergebnis. (Hey)

188 Phäochromozytom: Diagnostik und Therapie Allhoff Ernst Peter et al. 2000 Inhaltsangabe

188 (2000)      Allhoff, E.P. et al. / Magdeburg

                        Phäochromozytom: Diagnostik und Ergebnisse

Die Diagnostik des , wenn auch seltenen Tumors - dem Phäochromozytom- wird eingangs anhand eines Flußschemas aufgezeigt. Neben den Empfehlungen für das präoperative Management  erfolgen Hinweise auf die Minimierung des perioperativen Risikos. Es wird das operative Vorgehen an einem Fallbeispiel demonstriert und die Pathohistologie erläutert. (Hey)

189 Fluoreszenzphotodetektion beim Nierenzellkarzinom mit 5-Aminolävulinsäure (5-ALA) Popken Gralf et al. 2000 Inhaltsangabe

189 (2000)      Popken, G. / Freyburg             

                        Fluorescence photodetection beim Nierenzellkarzinom mit 5-Aminolävulinsäure

Durch den Einsatz der Fluorescence photodetection (5 ALA) wird das Ziel der organerhaltenden Tumorexzision vergleichsweise besser erreicht, nachdem umfangreiche tierexperimentelle Untersuchungen vorangingen. Bei 30 Patienten konnten  mit dieser neuen Methode  kleine Nierentumoren ( durchschnittlich 3,5 cm Durchmesser) organerhaltend entfernt werden mit histologischer nachgewiesener  R0-Resektion (Hey)

262 Tailored Laminectomy - minimal invasive Implantationstechnik für sakrale Neuromodulation mit bilateraler Elektrodenplazierung P. M. Braun et al. 2000 Inhaltsangabe

262 (2000)      Braun, P.M. et al. / Mannheim

Tailored laminectomy: Minimal-invasive Implantationstechnik für sakrale Neuromodulation mit bilateraler Elektrodenplatzierung

Die Neuromodulation der Sakralnerven wird auf minimal-invasivem Weg demonstriert. Nach sakraler Laminektomie erfolgt die bilaterale Elektrodenplatzierung, und es schließt sich die minimalinvasive Laminektomie an. Nach Einbringen der Elektrodenkabel wird in der Flanke der Impulsgeber platziert und intraoperativ eine Testung des Systems durchgeführt. Bei 16 Patienten erfolgte der Eingriff mit guten Resultaten der Detrusorfunktion über ein bislang 12-monatiges follow up und deutlicher Restharnmengen – Senkung. Es ist eine überzeugende Alternative zur 2-Etagenlaminektomie bei Erhaltung der Modulationseffektivität.   (Hey)

348 Die erweiterte radikale perineale Prostatektomie G. Jakse et al. 2000 Inhaltsangabe

348 (2000)      Jakse, G. et al. / Aachen

                        Die erweiterte radikale perineale Prostatektomie

Es wird von einem perinealen Zugang eine radikale Prostatektomie demonstriert unter dem besonderen Aspekt, diesen Eingriff auch bei lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom mit kurativer Zielsetzung durchzuführen, was in den wesentlichen Operationsschritten gezeigt wird. (Hey)

349 Laparoskopische radikale Prostatektomie J. Rassweiler et al. 2000 Inhaltsangabe

349 (2000)      Rassweiler, Jens et al. / Heilbronn

                        Laparoskopische radikale Prostatektomie

In dem Video wird die „Heilbronner-Technik“ des laparoskopischen Vorgehens vorgestellt, die technisch anspruchsvoll ist, aber bei adäquaten onkologischen Kontrollen reproduzierbare Ergebnisse ausweist mit vergleichbaren funktionellen Resultaten und geringer Morbidität sowie kürzerer Rekonvaleszenz.(Hey)

618 Das 'Kopfgetragene visuelle Informationssystem bei der perkutanen Nephrolitholapaxie (PNL) M. Wirth 2000
350 Brachytherapie: Technik der ultraschallgesteuerten Low-Dose-Rate-Seed-Implantation T. Loch et al. 2000 Inhaltsangabe

350 (2000)      Loch, T. et al. / Kiel

Brachytherapie: Technik der ultraschallgesteuerten low - dose Rate Seed-Implantation

Die ultraschallgesteuerte Seed-Implantation wird in wesentlichen Schritten vorgestellt, wobei die exakte Lage der Seeds im Ultraschallbild kontrolliert werden kann, nachdem die Seeds über ein Template perineal eingebracht wurden.(Hey)

702 Die Refluxdiagnostik durch Miktionszystourethrographie M. Wirth 2000
453 Induratio Penis Plastica - Chirurgischer Therapiealgorithmus U. Grein et al. 2000 Inhaltsangabe

453 (2000)      Grei, U. et al. / Schwerin

                        Induratio penis plastica: Chirurgischer Therapiealgorithmus

Ausgehend von einer differenzierten Diagnostik werden prinzipiell 3 verschiedene Therapieoptionen empfohlen, bei:

1. Verkrümmung ohne erektile Dysfunktion

2. Bei starker Verkrümmung und narbiger Schrumpfung: CO2- oder Holmium- Laser + Venenpatch

3. Verkrümmung und ED: Hydraulische Penisprothesen-Implantation und eventuell Corporaplastik oder zweizeitige Implantation einer Dermal-Graft-Penisprothese

Es werden indikationsgerecht detailliert die unterschiedlichen OP-Techniken präsentiert. (Hey)

619 Urosonographie 2000 M. Zacharias et al. 2000 Inhaltsangabe

619 (2000)      Zacharias, M./Heynemann,H. / Halle (Saale)

Urosonographie 2000

Die modernen Möglichkeiten der Sonographie werden für die klinische Anwendung im Fachgebiet Urologie vorgestellt: Sie-Scape-Technik, Sono-CT, 3D-Sonographie, TRUS, Farbkodierte Duplex-Sonographie (FKDS), Tissue Harmonic Imaging bis hin zur Ultraschall-Spektroskopie. So wird der Einsatz der neuen sonographischen Technik an der Niere, Transplantatniere bis in die Skrotalregion indikationsentsprechend demonstriert. (Hey)

707 Spermienentnahmetechniken für ICSI J. Sandmann et al. 2000 Inhaltsangabe

707 (2000)      Sandmann, J. et al. / Lübeck

                        Spermienentnahme-Techniken für ICSI

 Step by step werden die operativen Spermienentnahme-Techniken mit den Schwerpunkten des intraoperativen Befundes der histologischen Beurteilung, der Probe-TESE und der Cryokonservierung vorgestellt. Wichtig ist, dass beidseitig eine Spermatozoen-Extraktion erfolgt. Finden sich entsprechend dem „Lübecker Modell“ keine Spermien, wird die OP beendet, beim Nachweis von Samenzellen folgt die mikrochirurgische Entnahme von Spermien, wonach  die mikroskopische Implantation der Samenzellen in die Eizelle erfolgt. Die Teilung der Eizelle am 7. Tag weist die erfolgreiche Befruchtung aus. (Hey)

819 Modulare Trainingssysteme in der Urologie: Internetbasierte Plattform zur präoperativen Patientenaufklärung T. M. Jaeger et al. 2000 Inhaltsangabe

819 (2000)      Jäger, T.M. et al. / Mannheim

Modulare Trainingssysteme in der Urologie: Internetbasierte Plattform zur präoperativen Patientenaufklärung

Am Beispiel der TUR (P) erfolgt die Patienteninformation zur Anatomie, Symptomen, Therapiemöglichkeiten, Komplikationen und über die Zeit nach der Operation mit entsprechenden Bilddemonstrationen wie auch videotechnischen Animationen, was internetbasiert realisiert werden kann. (Hey)

820 Verfeinerungen in der Rektosigmoidvaginoplastik S. V. Perovic et al. 2000 Inhaltsangabe

820 (2000)      Perovic, S.U. et al. / Belgrad

                        Verfeinerungen in der Rektosigmoid-Vaginoplastik

Es werden in dem Video die wesentlichen Schritte des operativen Vorgehens demonstriert unter besonderer Berücksichtigung der entscheidenden Details.  (Hey)

261 Präpubische Urethrektomie mit Harnröhrenstripping R. Hiebl 2000
347 Die radikale perineale Prostatovesikuloektomie unter Zuhilfenahme eines Haltesystems H. Keller 2000
451 Komplette "Penile Disassembly"-Technik bei der Epispadie-Korrektur: Eine neue Variante S. V. Perovic et al. 1999
452 Neue Vorgehensweisen bei der chirurgischen Behandlung des Morbus Peyronie S. V. Perovic et al. 1999
256 Die Mundschleimhaut: Ideales Material zur Harnröhrenrekonstruktion M. Fisch et al. 1998
447 Extensive Harnröhrenmobilisation zur Umgehung der Urethroplastik bei der penilen Hypospadie S. V. Perovic 1998
257 Die laparoskopische Kolposuspension nach Burch G. Egghart et al. 1998
449 Implantation einer vorkonnektierten AMS 700 Ultrex plus V. Schick 1998
259 Artefizieller Sphinkter am Blasenhals bei Mann und Frau F. Schreiter et al. 1998
450 Die "Penile Disassembly""-Technik in der Korrektur einer schweren Hypospadie" S. V. Perovic 1998
344 Nervenschonende radikale Prostatektomie G. Schön et al. 1998
345 Modifizierte dorsale Anastomosennähte bei der radikalen retropubischen Prostatektomie R. Tscholl et al. 1998
616 Doppel-J-Einlage mit flexiblem Urethro-Zystoskop Th. Sauter 1998
818 Rekonstruktive retroperitoneoskopische Eingriffe in der Urologie T. Frede 1998
447 Extensive Harnröhrenmobilisation zur Umgehung der Urethroplastik bei der penilen Hypospadie S. Perovic et al. 1998
450 Die "Penile Disassembly"-Technik in der Korrektur einer schweren Hypospadie S. V. Perovic et al. 1998
182 Extravesikale ‘detrusor tunneling’ Ureterozystoneostomie bei der chirurgischen Behandlung des Megaureters Perovic Sava V. 1998
184 Operatives Vorgehen nach Heney bei Cavathrombus Stadium III des Nierenzellkarzinoms (NCC) Riedasch Gerd 1998
185 Psoas-Hitch-Ureterozystoneostomie bei gekreuzter Nierendystopie Walz Peter H. 1998
343 Die Nd: YAG-Laserresektion der Prostata R. Muschter 1998
446 Transurethrale Resektion von zystischen und nicht-zystischen Samenwegsverschlüssen G. Popken 1997
341 Die radikale transcoccygeale Prostatektomie T. Enzmann et al. 1997
615 Retroperitoneoskopie - Anatomische Grundlagen, Techniken und Anwendungsspektren J. Rassweiler 1997
816 Vaginoplasty in Male Transsexuals S. V. Perovic 1997
445 Penoskrotaler Operationszugang bei der Implantation von mehrteiligen aufpumpbaren Penisprothesen G. Riedasch et al. 1997
179 Wandintegriertes tubuläres Darmsegment (WITS) - ubiquitäre Technik zur antirefluxiven Harnleiter-Darmimplantation Miller Kurt 1997
180 ESWL - Die Evolution einer Revolution. Historie, Status quo und Perspektiven Ch. Chaussy 1997
252 Neue Aspekte der Urethrozystoskopie zur atraumatischen Diagnostik und Therapie G. Konrad 1997
254 Operative Technik der ‘Huckepack-Methode’ zur Behandlung der akontraktilen Harnblase A. Stenzl 1997
255 Revision des Kontinenzmechanismus: Das verschmälerte Ileumsegment R. Stein 1997
342 Die ultraschallgesteuerte transperineale Kryoablation der Prostata J. Zumbé 1997
250 Die Ileum-Neoblase der Frau - Operationstechnik R. de Petriconi et al. 1996
442 CO2-Laser - Plaque Evaporisation und Dorsalvenenpatch bei Induratio penis plastica U. Grein 1996
251 Endoskopische Detektion des Harnblasenkarzinoms mit 5-Aminolävulinsäure-induzierter Fluoreszenz M. Kriegmair et al. 1996
443 Die mikrochirurgische epididymale Spermien aspiration - MESA J. Zumbé et al. 1996
444 Hypospadiekorrektur - Vorstellung eines operativen Konzeptes M. Fisch et al. 1996
815 Die Anatomie des unteren Harntraktes - ein auf histomorphologischen Befunden entwickeltes dreidimensionales Modell W. Dorschner et al. 1996
178 Laparoskopisch kontrollierte minimal invasive Nierenchirurgie Stackl Walter 1996
338 Die Elektrovaporisation der Prostata R. Muschter 1996
340 Neue instrumentelle Techniken zur transurethralen Therapie der BPH im experimentellen und klinischen Vergleich M. S. Michel 1996
330 Retropubische aszendierende radikale Prostatektomie F. Schreiter et al. 1995
333 Retropubisch-aszendierende radikale Prostatovesikulektomie M. Wirth et al. 1995
813 Schmerztherapie in der Uro-Onkologie M. Wittkowski 1995
814 Supportive Maßnahmen in der Uro-Onkologie M. Wittkowski 1995
817 Krankenpflege im OP M. Barkow et al. 1995
249 Faszienzügelplastik A. Lampel 1995
331 Die transurethrale Nadelablation der Prostata (TUNA TM) J. Zumbé 1995
332 MINT: Minimal invasive non-expensive TUR-P J. Fichtner 1995
334 Die Lasertherapie der benignen Prostatahyperplasie mit einem Applikationssystem mit optischer Rückkopplung R. Muschter 1995
335 Die interstitielle Laserkoagulation der Prostata R. Muschter 1995
336 Interstitielle Strahlentherapie des Prostatakarzinoms P. Effert 1995
441 Intrazytoplasmatische Spermieninjektion K.-G. Bregulla 1994
439 Minimal invasive Vasektomie mittels Fulgurationstechnik W.-H. Weiske et al. 1994
440 Onlay-Insellappen Urethroplastik bei schweren Hypospadien S. Perovic et al. 1994
174 Laparoskopische Heminephroureterektomie links beim Kleinkind Janetschek Günter 1994
245 Sigma-Neoblase - Technik und klinische Ergebnisse O. Seemann 1994
438 Vorhauterhalt: Phimose und Hypospadie Ch. Perssson-Jünemann 1993
812 Intersex Masculinizing Operation S. V. Perovic 1993
706 Das Harnsediment A. Hesse et al. 1993
168 Laserlithotripsie Muschter Rolf 1993
169 Plastisch chirurgische Korrektur des Megaureters Hohenfellner Rudolf 1993
170 Das Syndrom der persistierenden Müllerschen Gänge Walz Peter H. 1993
171 Endoskopische Steintherapie mit dem Lithoclast Weber H. M. 1993
172 Nierentransplantation und kontinente Harnableitung Weingärtner Karl 1993
173 Retroperitoneale laparoskopische Nephrektomie Rassweiler R. 1993
327 Laparoskopische pelvine Lymphadenektomie N. Schmeller 1993
328 TULIP H. Schulze 1993
329 Prostataabszess - Perineale Drainage unter transrektal sonographischer Kontrolle J. Bubeck 1993
163 Operationstechnik bei Karzinom der linken Niere mit retrohepatischem Cavathrombus Tscholl R. et al. 1992
810 Male to Female Surgery S. V. Perovic 1992
811 Die transanale Resektion (TAR) G. Fischer 1992
437 Die antegrade Sklerosierung der Varikozele R. Tauber et al. 1992
810 Male to Female Surgery S. V. Perovic et al. 1992
162 Nephrektomie bei Nierenkarzinomen mit Exstirpation ausgedehnter Tumorthromben der Vena Cava in Hypothermie und Herz-Kreislauf-Stillstand Staehler Georg 1992
164 Perkutane Resektion eines Nierenbeckentumors Walz Peter H. 1992
165 Ureter-Schienung - Eine Technik zur Überwindung von Stenosen und Kinks im Harnleiter Hofmann rainer 1992
166 Laparoskopische Lymphozelenfensterung nach Nierentransplantation Meyer Wolfgang Walter 1992
167 Laparoskopische Nephrektomie - Technik und Indikation Rassweiler R. 1992
325 Retropubische dauerkatheterfreie Adenomektomie der Prostata in modifizierter Technik nach MILLIN H. Baur 1992
326 Goldener Standard TUR –Neue Aspekte Techniken und Tendenzen zur Minimierung der Ivasivität P. Faul 1992
431 Mikrochirurgische penile Revaskularisation bei vaskulärer erektiler Impotenz M. Sohn 1991
432 Die Registrierung der cavernösen elektrischen Aktivität und deren Interpretation (SPACE) C. G. Stief 1991
241 Sigma-Rektum-Pouch (Mainz-Pouch II) M. Fisch et al. 1991
243 Meshgraft-Urethroplastik mit Spalthaut F. Schreiter et al. 1991
158 Endoskopische Behandlung schwieriger Harnleitersteine mit dem Alexandrit-Laser Fischer Norbert 1991
160 Video-kontrollierte perkutane Litholapaxie Brandl Herbert 1991
161 Rekonstruktive Nierenarterienchirurgie Steinbach Frank 1991
242 Afferentes tubuläres ileales Segment - versus Antireflux-Nippel beim ilealen Harnblasenersatz U. E. Studer 1991
323 Die antegrade (deszendierende) radikale, retropubische Prostatektomie G. E. Voges 1991
428 Hydraulische Penisprothese IPP 700 CX - Funktions- und Implantationstechnik F. Schreiter 1990
429 Penisplastik nach HORTON-DEVINE mit nervenschonender Präparation bei IPP F. Boeminghaus 1990
809 Mikrochirurgische Penisaufbauplastik bei Frau-zu-Mann-Transsexuellen M. Sohn 1990
808 Perkutane Cholecystolithotomie (PCL) J. W. Thüroff et al. 1990
157 Appendix Ureter Interposition Basting Ralf F. 1990
240 Die Bulbo-prostatische und Bulbo-bulbäre Anastomose F. Schreiter 1990
319 Druckkonstante TUR-P mit dem suprapubischen Überlaufregler K. Korth 1990
320 Transrektale Sonographie und ultraschallgesteuerte Stanzbiopsien der Prostata P. Hammerer 1990
321 Video-TUR P. Faul 1990
424 Mikrochirurgische Refertilisierung des Mannes - Zweischichtige Vasovasostomie und Vasoepididymostomie W.-H. Weiske 1989
426 Sonographie des Skrotalinhaltes Ch. Kratzik 1989
237 Die Ileum-Neoblase - Entwicklung zur Standardharnableitung - 3 Jahre Erfahrung an 100 Patienten R. Hautmann et al. 1989
705 Asymptomatische Mikrohämaturie: Rationelle Abklärung mit Hilfe einer speziellen Sedimentuntersuchung W. Hübner et al. 1989
152 Pulsed Dye Laser an Ureteral Stones Hilbon J. 1989
153 Transurethrale Ureterotomie Schüller Jörg 1989
239 Der sakrale Vorderwurzelstimulator – operative Behandlung der spastischen Blasenlähmung mit sakraler Deafferentation und Vorderwurzelstimulation D. Sauerwein 1989
318 Die transurethrale Resektion der Prostata - Ein Film zur Weiterbildung R. Hartung 1989
411 Erektionsstörungen - Diagnostik H. Neubauer 1988
415 Die penile Revaskularisation in mikrochirurgischer Technik U. Engelmann 1988
605 Urologische Endoskopie im Kindesalter J. G. Moormann 1988
606 Doppler-Sonographie in der Urologie M. Meyer-Schwickerath 1988
607 Methodik der videourodynamischen Untersuchung beim Kind H. Madersbacher 1988
801 BCG zur Rezidivprophylaxe des Urothelkarzinoms im unteren und oberen Harntrakt A. Böhle 1988
130 Laser-induzierte Schockwellenlithotripsie Hofmann Rainer 1988
131 Operative Versorgung der Doppelniere mit ektoper Ureterozele Riedmiller Hubertus 1988
132 Klinische Nierenprotektion in situ mit der HTK-Lösung nach Bretschneider Knipper Wolfgang 1988
133 Perkutane endoskopische Nierenzystenresektion Meyer Wolfgang Walter 1988
134 Die transureterale Ureterokutaneostomie (TUUC) als definitive, bilaterale Harnableitung Rodeck Gerhard 1988
219 Katheterismus und Katheterdrainage der Harnblase P. Brühl 1988
410 Die nicht-invasive Diagnostik der erektilen Dysfunktion C. G. Stief 1987
416 Mikrochirurgische Penis-Revaskularisation unter Verwendung eines Stanzinstrumentes R. Tscholl 1987
213 Ileumconduit - Modifikation der Ureteroileostomie nach WALLACE I Lymberopoulos 1987
214 Die Ileum-Neoblase D. Frohneberg 1987
215 Der Kock-Pouch K. Jarrar 1987
217 Bulbärer artefizieller Sphinkter F. Schreiter 1987
220 Die flexible Urethrozystoskopie R. Pfab 1987
221 Radikale Zystektomie nach Walsh: Anatomiegerechte Präparationstechnik zur Erhaltung der Sexualfunktion und der Innervation der hinteren Harnröhre L. Hertle 1987
315 Niederdruck-TUR H. J. Reuter 1987
803 Spermiogramm E. Rovan 1986
114 Endoskopische Eingriffe am oberen Harntrakt Hübner Wolf-Dietrich 1986
115 Berührungsfreie Nierensteinzertrümmerung mit dem piezoelektischen Lithotripter Ziegler Manfred 1986
124 Der totale Harnleiterdünndarmersatz Rotauge C. F. 1986
125 Die Harnleitersteinentfernung mit dem Ureterorenoskop Brandl Herbert 1986
126 Der hohe Harnleiterstein – endourologische Therapie, antegrade Ureterorenoskopie Gumpinger Rudolf 1986
135 Perkutane Nierensteinchirurgie – Strategie und Technik Eickenberg Hans-Udo 1986
208 Kontinente Harnableitung über Appendiko-vesiko-kutaneostomie F. Boeminghaus 1986
209 Harnblasen-Ersatzplastik U. E. Studer 1986
210 Die kontinente Ileumblase H. Melchior 1986
310 Radikale perineale Prostatektomie H.-F. Roblick 1986
311 Transurethrale Adenomektomie der Prostata D. Völter 1986
407 Plastischer Penisaufbau bei Blasenekstrophie Ch. Spehr 1985
409 Funktionelle Diagnostik der Varikozele mittels Dopplersonographie W. Aulitzky 1985
418 Silikon-Silber-Penisprothese U. Jonas 1985
111 Perkutane Nierenchirurgie Korth Knut 1985
112 Die perkutane Litholapaxie Brabdl H. 1985
128 Technik und Möglichkeiten der Ureterorenoskopie Schmeller Nikolaus 1985
202 Das kontinente Ileostoma (Kock-Pouch) F. Schreiter 1985
402 Mikrochirurgische zweischichtige Vasovasostomie W.-H. Weiske 1984
101 Die thorakoabdominelle Tumornephrektomie Ludwig Gerd 1984
106 Perkutane Laser-Therapie eines Nierenbeckentumors Hutschenreiter Gert 1984
203 Der Mainz-Pouch zur Blasenaugmentation und kontinenten Harnableitung J. W. Thüroff 1984
420 Die variable Silikon-Silber-Penisprothese U. Jonas 1983
703 Interventionelle Uroradiologie J. W. Thüroff 1983
116 Bilaterale Adrenalektomie bei bilateralem Phäochromozytom Terhorst Bodo 1983
143 Therapie des Jo-Jo-Refluxes Kippel K. F. 1983
205 Implantation eines artefiziellen Sphinkters zur Behandlung der Harninkontinenz F. J. Schreiter 1983
206 Radikale Zystektomie - Indikation und Technik H. Rübben 1983
223 Meshgraft-Urethraplastik F. J. Schreiter 1983
309 Radikale retropubische Prostatektomie R. Ackermann 1983
108 Die perkutane Nephrolithotomie Alken Peter 1982
109 Die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie(ESWL) beim Harnsteinleiden Chaussy Christian 1982
121 Ureteroneozystostomie im Psoas-Hitch-Verfahren Riedmiller Hubertus 1982
140 Ureter retrocavalis Melchior Hansjörg 1982
307 Technik der transrektalen Feinnadel- bzw. Aspirationsbiopsie der Prostata R. Faul 1982
406 Infrapubische Implantation einer AMS-Penis-Prothese F. Schreiter 1981
146 Entfernung eines Nierenbeckenausgussteines in Hypothermie beim Kind Naber Kurt G. 1981
107 Ultraschallgesteuerte perkutane Nierenfistelung unter permanenter Sicht Eickenberg Hans-Udo 1981
145 Fortschritte in der Nierensteinchirurgie: Dopplersonographie und B-Scan Hohenfellner Rudolf 1981
110 Ultraschallgeführte Feinnadelpunktion des Retroperitoneums unter pemanenter Sichtkontrolle Eickenberg Hans-Udo 1981
302 Radikale Prostatektomie W. Vahlensieck 1981
501 Harnwegsinfektionen, Gestern - Heute A. Hofstetter 1980
502 Klinische Bakteriologie – Probengewinnung und deren Verarbeitung F. Daschner 1980
603 Der Neodym-YAG-Laser in der Urologie E. Schmiedt 1980
117 Transversum-Conduit Hohenfellner Rudolf 1980
226 Vesikostomie mit alloplastischem Stomamaterial (BIOCARBON 10) R. Haremann 1980
104 Pyelotomie bei Nierenbeckenstein Kelâmi A. 1979
105 Nierenbecken-Plastik nach Anderson-Hynes Kelâmi A. 1979
137 Der retrokavale Ureter Terhorst Bodo 1979
144 Die Behandlung des vesiko-ureterorenalen Refluxes durch die Techniken von Cohen und Glenn-Anderson Albescu Ion 1979
147 Pyelonephrostomie Kelâmi A. 1979
148 Transperitoneale Nephrektomie links Kelâmi A. 1979
150 Die regionale Nierenkühlung Hohenfellner Rudolf 1979
225 Urethraplastik nach Byars bei Hypospadia penoscrotalis A. Kelami 1979
228 Endourethrale Tefloninjektion bei Harninkontinenz L. Lampante 1979
229 Intraoperative Sphinkterkontrollen bei der TUR B. Eggler 1979
305 How to Teach Transurethral Endoscopic R. Hartung 1979
404 Kongenitale Penisdeviation und plastische Korrektur nach Nesbit A. Kelami 1979
417 Transportazoospermie, bilaterale Exploration und Epididymovasostomie durch intrapubischen Zugang A. Kelami 1979
422 Induratio penis plastica und plastische Korrektur durch Duraplastik A. Kelami 1979
423 Lymphsystem-Ausräumung beim Hodentumor A. Kelami 1979
608 Endoskopisches Instrumentarium in der Urologie A. Kelami 1978
230 Modifizierte Urethraplastik bei Hypospadia glandis A. Kelami 1978
419 Vasotomie, Vasoresektion und Vaso-Vasostomie A. Kelami 1978
421 Small-Carrion-Prothese durch infrapubischen Zugang A. Kelami 1978
601 Katheterismus A. Kelami 1977
609 Körperliche Untersuchungen in der Urologie A. Kelami 1977
103 Nierenzystenabtragung Kelâmi A. 1977
138 Maligne Nephrolithiasis Melchior Hansjörg 1977
233 Zystektomie und Ureterosigmoidostomie W. Vahlensieck 1977
201 Boari-Plastik A. Kelami 1977
222 Urethraplastik nach Denis-Browne bei Hypospadia penoscrotalis A. Kelami 1977
232 Plastische Hypospadiekorrektur W. Vahlensieck 1977
234 Die kombinierte elektro-hydraulische und Stanz-Lithotripsie mit Direktsicht-Aspiration der Konkrementtrümmer H. Bülow 1977
701 Funktionsdiagnostik der unteren Harnwege M. Jonas 1976
119 Antirefluxplastik nach Grègoir P. Strohmenger 1976
231 Hypospadiekorrektur mit freiem Hautlappen in einem Operationsvorgang W. A. De Sy M. D. 1976
227 Blasenwandresektion und Duraplastik bei Blasentumor A. Kelami 1975
204 Blasenkarzinom - Diagnostik und Therapie H. Melchior 1975
149 Transperitoneale Tumornephrektomie mit Lymphadenektomie Vahlensieck Wilfried 1974
151 Die intraoperative Nierensteinsuche mit dem Renodor Leusch G. 1974
304 Transurethrale Resektion der Prostata mit dem Stanz-Resektoskop H. Frohmüller 1974
118 Ureteronephrektomie bei Uretertumor A. Kelami 1973
142 Ureterotomie bei subpelvinem Ureterstein Kelâmi A. 1973
303 Prostataadenom-Enukleation A. Kelami 1973
401 Transperitoneale bilaterale Lymphadenektomie bei teratomatösen Hodengeschwülsten und Mischgeschwülsten mit Seminomanteilen W. Vahlensieck 1973
235 Die transurethrale Resektion von Blasentumoren G. Leusch 1972
1100 Retroperitoneale endoskopische Pyeloplastik Schön G., Markert K., Schiefelbein F. 1970
1101 Robotorassistierte laparoskopische Nierenbeckenplastik Müntener M., Hauri D., John H. 1970
0 Nephrostomieanlage 1970

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Ein Film sagt mehr als 1000 Worte. Empfehlungen der Mediathek der Deutschen Gesellschaft für Urologie zur Erstellung eines wissenschaftlichen Film-Beitrages.