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Zweiseitige Mesh-Graft Urethroplastik zur Behandlung der komplexen rezidivierenden Urethrastenose

29201.01.201109:40Deutsch

Abstract

K. Urban1, M. Reichert*1, M.S. Aragona1, J. Riepenhusen1, F. Schreiter2, R. Olianas1

1Klinikverbund Kempten-Oberallgäu, Klinikum Kempten, Urologische Abteilung, Kempten, Germany, 2Dornier MedTech Laser GmbH, Wessling, Germany

Einleitung: Die zweizeitige Mesh-Graft-Urethroplastik (MGU) eignet sich in der Therapie der komplexen rezidivierenden Urethrastriktur. Sie wird besonders bei posttraumatischen oder iatrogenen narbigen Strikturen eingesetzt.

Methoden: Zur Darmvorbereitung sollte 2 Tage praeoperativ Laktulose verabreicht werden. Nach Messung der Strikturlänge wird ein Graft vom Oberschenkel mit einer Dicke von 0,2 mm entnommen. Anschliessend wird der Graft perforiert und auf die Implantationsstelle gelegt. Zur Immobilisation des Implantates und zur adäquaten Vaskularisierung wird ein Druckverband mit Fettgaze angelegt. In der ersten postoperativen Woche sollten Bettruhe gehalten sowie eine parenterale Ernährung durchgeführt werden. Der Druckverband wird nach sieben Tagen in Lithotomieposition gewechselt. Anschliessend erfolgt alle 2 Tage ein Verbandswechsel. Bei korrekt eingewachsenem Graft wird die Miktion freigegeben. Der 2. Eingriff sollte frühestens 3 Monate nach dem 1. erfolgen. In der präoperativen Diagnostik sollte auf ein gutes Angehen des Grafts, sowie eine mögliche Re-Stenose geachtet werden. Die Urethra wird um ein Röhrchen herum verschlossen. Besteht eine kleinere Re-Stenose kann der Überschuss an implaniertem Graft dazu genutzt werden, mittels eines Lappens die Urethrastenose zu weiten. Zehn Tage postoperativ folgt ein MCU, nach der bei Ausschluss einer Leckage das Röhrchen entfernt und die Miktion freigegeben werden kann.

Ergebnisse: Von September 2006 bis Juli 2010 wurden 26 MGU durchgeführt. Die Länge der Stenosen betrug über 4cm. Das Follow-up war 21,6 Monate. Während des Follow-ups gab es 3 Rezidive.

Schlussfolgerung: Die MGU ist eine suffiziente Technik zur Urethrarekonstruktion und bietet bei proximalen Stenose oft die letzte Alternative zur Harnableitung.

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