Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 16. Oktober 2007|Aktualisiert am 06. April 2017

"Nutzen Sie das Potential der Medien!"

Ehrung in Berlin: Dr. Heier (l.) und Kongress-Präsident Prof. Dr. Lothar Hertle

Düsseldorf, 16.10.2007. Der Gewinner des "Medienpreises der Urologen", Dr. Magnus Heier, appellierte auf dem 59. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. in Berlin an die Urologen, offen auf die Medien zuzugehen.

"Warum bekomme ausgerechnet ich diesen Preis?" Freude und eine Portion Verwunderung hat Dr. Magnus Heier im Gepäck, als er zum 59. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) nach Berlin reist, um den "Medienpreis der Urologen" in Empfang zu nehmen. Die Auszeichnung für die beste Veröffentlichung eines urologischen Themas in der Laienpresse wurde in diesem Jahr erstmals von der unabhängigen urologischen Fachzeitschrift "URO NEWS" ausgelobt und ist mit 5.000 Euro dotiert. "Prostatakrebs, Das Dilemma des Mannes", heißt Dr. Heiers preisgekrönter Artikel, der am 3. Juni 2007 in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" erschien und unter www.faz.net nachzulesen ist.

"Dass ein so kritischer Beitrag ausgezeichnet werden würde, habe ich nicht erwartet", erklärt Magnus Heier den Grund seiner Verwunderung im Gespräch mit der Pressestelle der DGU und des Berufsverbands der Deutschen Urologen. Schließlich hinterfragt sein Artikel so sensible Punkte wie den schwierigen Umgang mit dem PSA-Wert oder eine drohende Übertherapie. Um so bemerkenswerter sei seine Auszeichnung, so Dr. Heier. Aus urologischer Sicht ist sie indes lediglich Ausdruck eines souveränen Umgangs mit dem Thema Prostatakarzinom, der auf dem stetigen Bestreben basiert, jedem einzelnen Prostatakrebs-Patienten unter Berücksichtigung ständig aktualisierter Erkenntnisse die individuell beste Behandlungsmöglichkeit zukommen zu lassen. Die Jury aus dem prominenten Laien-Juroren Fechtweltmeister Alexander Pusch, Urologen und Journalisten entschied sich unter den knapp 30 eingesandten Textbeiträgen jedenfalls einstimmig für das "Dilemma des Mannes".

Die Ehrung durch Kongress-Präsident Professor Dr. Hertle und den 5.000-Euro-Scheck aus den Händen von "URO NEWS"-Chefredakteur Dr. Walter Grohmann persönlich entgegenzunehmen, ließ sich Magnus Heier denn auch nicht nehmen - trotz drohender Überbeschäftigung. Der 44Jährige ist in der Tat nicht nur renommierter Medizinjournalist mit Veröffentlichungen in "Stern", "Focus", "Capital" und eben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er ist ebenfalls Arzt, niedergelassener Neurologe in Castrop-Rauxel und arbeitet als solcher "einen Meter über den Urologen", so Dr. Heier im O-Ton bei seinem spontanen Besuch in der DGU-Presselounge im Berliner Internationalen Congress Centrum. Eine der medizinischen Radiostimmen des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) ist der Vielbeschäftigte ganz nebenher auch noch. "Journalistisch zu schreiben ist spannend und vielfältig, Patienten zu behandeln ist herausfordernd und befriedigend. Die Mischung hält einen auf dem Boden". Gesagt getan, verschob Magnus Heier seine Termine und flog nicht in den geplanten Türkei-Urlaub, sondern trat seine Reise zur urologischen Jahrestagung und seinem Medienpreis an. Die Preisverleihung vor gut 600 Urologen auf der Geburtstagsparty zum 100jährigen Kongress-Jubiläum bot dem sympathischen Journalisten und Neurologen Gelegenheit für einen Appell an seine Mediziner-Kollegen: "Nutzen Sie das Potenzial der Medien! Haben Sie keine Angst vor der Presse. Wer etwas transportieren will, fährt am besten, wenn er den Kontakt zu den lokalen Pressevertretern sucht und offen auf sie zugeht". Einer wie er muss es wissen.

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