Museum der DGU

  • HAT GESCHICHTE
  • VERWAHRT DIE VERGANGENHEIT
  • WIRKT IN DIE GEGENWART
  • GESTALTET ZUKUNFT

"Die Geschichte der Urologie" ist reich an Entwicklungen, die für die gesamte Medizin eine weit reichende Bedeutung hatten.
Beschneidung und Katheterismus, Steinschnitt und Behandlung der Impotenz sowie der "Goldener Stich" bei Wasserbruch gehören zu den ältesten ärztlichen Tätigkeiten.

Das Harnglas, die Matula, war über Jahrhunderte "Attribut der Ärzteschaft" und ziert heute das Emblem der Deutschen Gesellschaft für Urologie und das des Berufsverbandes Deutscher Urologen sowie der American Urological Association.

Erst ab 1961 konnte der erste Archivar, Dr. Johannes Keller (1899-1970), Dresden, eine Sammlung anlegen, die nach seinem Tode in der ehemaligen DDR verloren ging.

1971 begann der zweite Archivar, Dr. Fritz Schultze- Seemann (1916-1987), Berlin, mit dem Aufbau eines Archivs in (West-) Berlin. Bis 1987 gelang es ihm eine nahezu vollständige Sammlung der deutschsprachigen älteren Zeitschriften der Urologie zusammenzutragen. Darüber hinaus legte er eine erste Kollektion urologischer Endoskope an.

Der dritte Archivar, Prof. Peter Rathert, verlegte die verweiste und von einem Wassereinbruch bedrohte Sammlung nach Düren und baute hier das "Archiv und Museum zur Geschichte der Urologie" mit unermüdlicher Tatkraft auf. Ihm gelang es, die Sammlung, die sich in die Bereiche Bibliothek, Museum und Archiv gliedert, wesentlich zu vergrößern, nicht zuletzt dank großzügiger Spenden und Stiftungen aus der Urologenschaft, Industrie und berufständischen Organisationen.    Im Jahre 2000 erfolgte der Umzug nach Düsseldorf in die Geschäftstelle der DGU an der Uerdinger Straße 64. Somit ist die Sammlung nicht als Anhängsel aus früheren romantischen Tagen in einem separaten Gebäude angesiedelt, sondern in die tagesaktuelle Urologie in der Geschäftsstelle fest integriert.

Gegenwärtig beläuft sich der Sammlungsbestand auf etwa 4500 Bücher, 3500 Zeitschriftenbände, ca. 600 Dissertationen, auf umfangreiche Archivalien, auch der Regionalgesellschaften, eine teils digitalisierte Portraitsammlung sowie einem exquisiten Bestand an Original Lithographien. Hinzukommen ca. 1500 Instrumente aus allen Bereichen der Urologie und dokumentiert eindrucksvoll die reiche Geschichte und tagesaktuelle Präsenz des Querschnittsfaches Urologie.

"Museum und Archiv" werden von dem jetzigen Archivar, Herrn Prof. Dr. med. Dirk Schultheiss, sowie dem Curator, Herrn Dr. med. Friedrich H. Moll, M. A. gemeinsam betreut.

Zum Museum und Archiv der Deutschen Gesellschaft für Urologie

Das Museum und Archiv der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Düsseldorf dokumentiert die Geschichte der Urologie und die damit verbundene Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik von der Antike bis zur Gegenwart.

Das Museum befindet sich seit dem Jahre 2000 in den Räumen der Geschäftstelle der Deutschen Gesellschaft für Urologie. Das Gebäude gehörte früher zum benachbarten Baukomplex des Unternehmerverbandes NRW.

Die Dauerausstellung gliedert sich in mehrere Teilbereiche: Die "Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Urologie" ist besonders der schwierigen Gründung und Etablierung dieser Spezialdisziplin der Medizin gewidmet und zeigt beispielhafte Exponate zur Fachgründung. Anschießend erfolgt eine Querschnittspräsentation der für die Urologie wichtigen Endoskope (Zystoskope) zu Diagnostik und Therapie, die besondere Aspekte der technischen Entwicklung im deutschsprachigen Raum berücksichtigt und einen Ausschnitt der umfangreichen wissenschaftlichen Sammlung des Museums präsentiert. Weiterhin werden exemplarisch einige für die Urologie wichtige Erkrankungskomplexe wie das Harnsteinleiden in den Blick genommen.

Der differenzierten Sichtweise auf dieses medizinische Spezialgebiet tragen Exponate zur Einbindung der Urologie in die Gegenwartskultur sowie Memorabilia, die einen Bezug zum Fachgebiet besitzen, besonders Rechnung.Die Sonderausstellung im Foyer des Hauses widmet sich immer einem aktuellen Thema der Urologie und hat ihre Basis in der historischen Ausstellung während des jährlich stattfindenden Urologenkongresses.

Für Besucher besteht die Möglichkeit nach Voranmeldung zur Besichtigung, Fachbesucher können die umfangreiche Bibliothek und die wissenschaftliche Spezialsammlung zur Zystoskopie und TUR- Instrumentarium nutzen.