Autor: |Veröffentlicht am 21. Oktober 2019|Aktualisiert am 21. Oktober 2019

Alexander-von-Lichtenberg-Preis 2019: "Männergesundheit" - ein wichtiges Thema, nicht nur für Urologen

Dr. Axel Schroeder, Alida Cardinal, Olaf Theuerkauf, Dr. Thomas Speck (von links).

Hamburg, September 2019. Nach Durchsicht der Bewerbungen um den Alexander-von-Lichtenberg-Preis 2019, hat sich die Fachjury des renommierten Qualitätspreises der niedergelassenen Urologie dazu entschlossen, einen Blick über den Tellerrand zu wagen und bei der Suche nach einem geeigneten Preisträger  einen ganz neuen Weg einzuschlagen. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie, der Berufsverband der Deutschen Urologen und die Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co KG als Initiatoren des Preises waren sich einig, dass es sich lohnt, auch einmal nach anderen Akteuren im Gesundheitssektor Ausschau zu halten, die sich mit ihren Ideen und in ihrer täglichen Arbeit der gesundheitlichen Aufklärung von Menschen verpflichtet fühlen und somit die Urologen in ihrer täglichen Arbeit unterstützen.
  Gesellschaftliche Gruppierungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Wahrnehmung gesundheitlicher Risiken und bereiten so quasi den Boden für eine rechtzeitige medizinische und psychosoziale Behandlung durch verschiedene Fachärztegruppen.

Auf dem diesjährigen DGU-Kongress in Hamburg konnte deshalb die  „Stiftung Männergesundheit, Berlin“ das Preisgeld des Alexander-von-Lichtenberg-Preises in Höhe von 5000 Euro entgegennehmen. Die Entscheidung für die Stiftung ist der vierköpfigen Fachjury auch gar nicht schwergefallen - bündelt die Stiftung Männergesundheit doch seit ihrer Gründung im Jahr 2006 das Wissen und die Erfahrung von Ärzten, Vertretern von Krankenkassen und gestandenen Unternehmern verschiedener Branchen, um ihren Auftrag - Forschen, Aufklären, Impulse setzen - im Bereich Männergesundheit zu erfüllen. Die Fakten sprechen für sich: Männer haben in Deutschland im Durchschnitt eine um 5 Jahre kürzere Lebenserwartung als Frauen, sind wesentlich häufiger von chronischen Krankheiten wie Diabetes und Herzkreislauferkrankungen betroffen, sterben häufiger bei Verkehrsunfällen, sind führend in der Statistik, wenn es um Drogenprobleme geht und haben in allen Altersgruppen eine dreimal höhere Suizidrate. Männer pflegen seltener einen gesunden Lebensstil und achten weniger auf ihre körperliche und psychische Verletzbarkeit als Frauen.    

Olaf Theuerkauf, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Männergesundheit, bringt es auf den Punkt: "Männer haben in der kompletten Kaskade der Erkrankungen ein völlig anderes Erleben, treffen andere Entscheidungen und gehen anders damit um."1 Auf der Grundlage dieser Erkenntnis bemüht sich die Stiftung um die Gesundheit von Jungen und Männern. Die Liste der Aktivitäten ist lang und vielfältig:  Veranstaltungen zu verschiedenen Gesundheitsthemen auf Kongressen, Messen und Gesundheitstagen, öffentliche Aufklärungskampagnen, "Wissensreihe" mit kostenlosen Ratgebern für eine große Anzahl von Erkrankungen nach wissenschaftlichem "state oft the art", Initiierung von Studien, öffentliche Stellungnahmen zu ausgewählten Themen und, und und ...

Nach Meinung der Jury verdient der unermüdliche Einsatz der Stiftung für die aktive und sensible gesundheitliche Aufklärung von Männern und deren Angehörigen  eine angemessene Honorierung - mit der Vergabe des Preisgeldes bleibt der Alexander-von-Lichtenberg-Preis 2019 auch seiner langjährigen Tradition treu - indem er seit jeher für die Auszeichnung kreativer, wissenschaftlich ambitionierter und herausragender Arbeit steht.

Die Jury des Alexander-von-Lichtenberg-Preises bedankt sich bei allen Teilnehmern für die engagierten Bewerbungen und möchte alle niedergelassenen UrologInnen auch weiterhin dazu ermutigen, sich im nächsten Jahr wieder um den Preis zu bewerben.

1 Klassik Radio, "Gesunde Stunde", 12.11.2018