Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 31. August 2020

Prostatakrebs-Früherkennung: Auch Krebsvorstufen in der Familie erhöhen das Risiko

20.08.2020. Prostatakrebserkrankungen in der Familiengeschichte beeinflussen das Risiko an dieser Krebsart zu erkranken: Bekanntlich haben Männer, deren Väter oder Brüder an einem Prostatakarzinom erkrankt sind ein erhöhtes Risiko, selbst einen Tumor der Prostata zu entwickeln.

Wissenschaftler des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg haben in der, nach eigenen Angaben, weltweit größten Kohortenstudie zu familiärem Prostatakrebs nun die Daten von über sechs Millionen Männern ausgewertet und konnten zeigen, dass das Risiko für Prostatakrebs auch bei Vorstufen erhöht ist. „Wenn bei Verwandten ersten Grades - also bei Vater oder Bruder - eine Vorstufe von Prostatakrebs auftritt, dann ist dies für Männer mit einem 1,7-fachen Risiko verbunden, selbst an einem invasiven Prostatakarzinom zu erkranken - im Vergleich zu Männern ohne Prostatakrebs oder Krebsvorstufen in der Familiengeschichte“, heißt es in der Pressemitteilung des NCT.

 

Für die Beratung über eine individualisierte und risikobasierte Früherkennung von Prostatakrebs beim Urologen sind das wichtige Studienergebnisse. Nicht nur Prostatakrebs, sondern auch Vorstufen davon in der Familiengeschichte sollten in die Beratung familiär belasteter Personen zur Früherkennung und in die Risikoeinschätzung mit einfließen, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.

 

Hier lesen Sie die Pressemitteilung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT).

 

Text: DGU-Pressestelle

 


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