Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 21. April 2020

Ärztevertreter und Politik appellieren: Arztbesuche trotz Corona wiederaufnehmen

13.05.2020. Die Appelle, in der jetzigen Phase der Corona-Pandemie Arztbesuche nicht länger zu verschieben, sind vielstimmig. Anzeichen für Notfälle sollten ernst genommen und wichtige Vorsorge- und Impftermine wahrgenommen werden.

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf am 11. Mai 2020 vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens in der Corona-Pandemie mit Vertretern der nordrhein-westfälischen Ärzte- und Zahnärzteschaft die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, nicht weiter auf Besuche in Arzt- und Zahnarztpraxen zu verzichten oder diese unnötig zu verschieben. „Viele Menschen haben in den vergangenen Wochen zum Beispiel Routine- oder Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrgenommen. Angesichts einer hohen Dynamik bei der Pandemie war dies für einen begrenzten Zeitraum auch richtig. In der jetzigen Situation müssen wir allerdings auch hier wieder mit der gebotenen Sorgfalt ein Stück weit zurück in die Normalität“, sagte Laumann.

Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung appellierte auf einer Online-Pressekonferenz zum Coronavirus vom 13. Mai 2020 an die Patienten, wieder in die Praxen zu kommen. 

Chronisch Kranke müssten wieder in die Behandlung überführt werden und insbesondere seien auch Vorsorgeuntersuchungen durchaus wichtig, denn Krebserkrankungen frühzeitig zu erkennen, rette auch Leben.

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) appellierte bereits am 30. April 2020: Vorsorgeuntersuchungen/Früherkennungsuntersuchungen und Check-ups sollten daher auch im Jahr 2020 planmäßig durchgeführt werden, sonst drohen unentdeckte Krankheiten mit nur schwer auffangbaren gesundheitlichen Folgen. Das Gleiche gilt für akute Beschwerden.“ Und schon am 29. April 2020 riet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums auf seiner Webseite davon ab,Arzttermine aus Furcht vor dem Coronavirus auf die lange Bank zu schieben. Symptome und Schmerzen sollten ernst genommen und vom Arzt abgeklärt werden.

„Auch für urologische Patientinnen und Patienten ist in der jetzigen Phase der Pandemie die schrittweise Rückkehr in die medizinische Regelversorgung in Praxis und Klinik unter Wahrung der offiziellen Hygiene-Konzepte und Abstandsmaßnahmen natürlich notwendig, um unnötige Gesundheitsrisiken zu vermeiden“, sagt der Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V., Prof. Dr. Christian Wülfing. 

 


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