Arbeitskreis Psychosomatische Urologie und Sexualmedizin

Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 21. November 2006|Aktualisiert am 24. Juni 2019

Vorsitzende

  • Dr. med. Ulrike Hohenfellner, Heidelberg

Stellvertretender Vorsitzende/r

  • Prof. Uwe Hartmann, Hannover

Schatzmeister

  • Dr. med. H. Schorn, Göttingen

Schriftführer

  • Dr. med. Désirée-Louise Dräger, Rostock

Mitglieder

  • B. Bergander, Berlin
  • Dr. med. V. Kürbitz, Wiefelstede
  • Dr. med. I.-D. Kress, Berlin
  • Dr. med. M. Leiße-Stankoweit, Münster
  • Dr. med. C. Neuhof, Hannover
  • Dr. med. Daniela Vierheller, Frankfurt
  • PD Dr. med. U. Zimmermann, Greifswald

Ehrenvorsitzender:

  • Dr. med. E.-A. Günthert, München

Zu vermittelnde Inhalte:

Grundlagen der Psychosomatik

Das bio-psycho-soziale Modell / Pathogenese und Salutogenese / Aufbau einer komplementären Arzt-Patienten-Beziehung / Placebo und Nocebo / Angst, Depression, Sucht / Psychosomatische Gesprächsführung / Beziehungskonflikte zwischen Arzt & Patienten / Einführung in die Balintarbeit

Somatoforme Störungen

Neurobiologische Grundlagen für Psychische Gesundheit und Krankwerden / Psychosomatische Miktionsstörungen / Chronische Schmerzstörungen

Sexualmedizin

Trauma, Dissoziation und Somatisierung / Grundlagen der Sexualmedizin / Sexualanamnese & Sexualberatung / Sexuelle Funktionsstörungen des Mannes und der Frau / Psychische Komorbiditäten / Sexueller Missbrauch und psychosomatische Folgeerkrankungen

Psychoonkologie

Grundlagen der Psychoonkologie / Mitteilung einer schlechten Nachricht und Kommunikation mit Tumorpatienten / Psychosoziale Belastung bei urologischen Tumorerkrankungen / Resilienz und Krankheitsbewältigung

Veranstaltungen

Der Arbeitskreis organisiert jedes Jahr Kurse zum Erwerb der Psychosomatischen Grundversorgung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Balintgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin, ebenso den Basiskurs Sexualmedizin in Zusammenarbeit mit dem Sexualmedizinischen Kompetenzzentrum Hannover. Darüber hinaus richtet er das Arbeitskreis-Forum Psychosomatik und Sexualmedizin und 1-2 Arbeitskreis-Expertenkurse beim DGU-Kongress sowie ggf. weitere Foren, Seminare oder Expertenkurse im Rahmen anderer Kongresse aus.
Das aktuelle Kursprogramm können Sie dem Veranstaltungskalender entnehmen.

Über uns

Dem Arbeitskreis für Psychosomatische Urologie und Sexualmedizin gehören Fachärzte für Urologie und Psychotherapie, Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, psychotherapeutische Psychologen und Sexualtherapeuten an.
Alle Mitglieder beschäftigen sich im Rahmen ihrer täglichen Arbeit regelmäßig mit Themen der psychosomatischen Urologie und Sexualmedizin. Dabei werden verschiedenste Kompetenzbereiche abgedeckt: somatoforme Miktionsstörungen bei Kindern, Männern und Frauen, somatoforme Schmerzsyndrome, sexuelle Funktionsstörungen und Psychoonkologie sind nur beispielhafte Schwerpunkte.
Unser Anliegen ist es, unsere ärztlichen Fachkollegen in der Wahrnehmung von durchaus häufig auftretenden Erkrankungen aus diesem Bereich zu sensibilisieren. Ein besonderes Augenmerk liegt daher auf der praxisnahen Fort- und Weiterbildung von Kollegen sowie der Publikation von psychosomatischen und sexualtherapeutischen Beiträgen in Fachjournalen.

Der zweite Schwerpunkt liegt in der Förderung der eigenen Gesunderhaltung für Ärzte. Denn nicht nur unsere Patienten sondern auch immer mehr Ärzte sind betroffen von Unzufriedenheit mit ihrer Arbeit und mit dem Gefühl, dem an sie bzw. an sich selbst gestellten Anspruch nicht (mehr) gerecht werden zu können. Oftmals entwickelt sich daraus die völlige psychische und physische Erschöpfung, bekannt als Burnout oder Depression, nicht selten gefolgt von einer psychosomatischen Erkrankung. Letztlich geht es dabei nicht um äußere Umstände, sondern um den Verlust des Kontakts zum eigenen Inneren, zur eigenen Seele. Deshalb bringt die Burnout-orientierte Prävention und Therapie, die an Abbau von Stress und an den Veränderungen der äußeren Bedingungen ansetzt, leider häufig keine Besserung.
Das Resilienz-Konzept dagegen setzt an dem Erhalt bzw. an der Stärkung der Gesundheit und an der Nutzung unserer Ressourcen und Werte an. Entsprechend sieht der Arbeitskreis hier sein ganz wichtiges zweites Aufgabengebiet: Nämlich diese Bewusstseins-Kompetenz und Fähigkeit zur selbstwirksamen Lebensgestaltung auch unter widrigen Umständen nicht nur für die Patienten-Versorgung zu lehren sondern diese genauso auch den ärztlichen Kollegen zugängig zu machen. Damit sie dauerhaft effizient arbeiten und den Patienten viel von sich geben können, damit sie jeden Tag mit Freude und Motivation in die Klinik und Praxis gehen können.