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Um für die Wichtigkeit der Früherkennung von Prostatakrebs zu sensibilisieren, hat sich der Berufsverband entschlossen, die Initiative "Deine Manndeckung" als nationaler Partner zu unterstützen.

Interessierte Ärzte können sich auf der Kampagnen-Webseite über aktuelle Projekte informieren und selbst Teil der Kampagne werden.


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Schlagworte: BDU, Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.
Autor: Geschäftsstelle|Veröffentlicht am 02. August 2016|Aktualisiert am 08. Januar 2018

"Warum eine Bürgerversicherung zu einer echten Zweiklassenmedizin führt?“ – ein Argumentationspapier von Dr. Dirk Heinrich

08.01.2018. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) Bundesvorsitzender des NAV Virchow Bundes, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands hat ein Argumentations- und Informationspapier zur aktuellen Diskussion um die Einführung einer "Bürgerversicherung" verfasst, das Ihnen eine Hilfe bei der Beantwortung von Fragen sein soll.

Lesen Sie das Argumentatinspapier hier in voller Länge

Bürgerversicherung: Schreiben der Vorsitzenden von KBV, BÄK, BZÄK und KZBV an die CDU und CSU

08.01.2017. Ärzte- und Zahnärzteschaft betrachtet die von der Sozialdemokratie geforderte Umstellung unseres Krankenversicherungssystems auf eine Bürgerversicherung mit größter Sorge. Die Ärzte sind der festen Überzeugung, dass ein solcher Systemwechsel keines der Probleme unseres Gesundheitswesens lösen, sondern im Gegenteil viele neue schaffen würde. 

Lesen Sie hier das Schreiben

"Experiment Bürgerversicherung"

30.11.2017. Hier können Sie das Schreiben des PVS Verbandes zum Thema „Experiment Bürgerversicherung – Bedrohung der medizinischen Infrastruktur“ zur Kenntnis nehmen und die veröffentlichte Resolution der Mitgliederversammlung des SpiFa e.V. vom 24. November 2017 zum Thema „Novellierung der GOÄ“ lesen:
Schreiben des PVS Verbandes zum Thema "Experiment Bürgerversicherung"

EXPERIMENT BÜRGERVERSICHERUNG – BEDROHUNG DER MEDIZINISCHEN INFRASTRUKTUR Oder: Was für die ambulant tätigen Ärzte und ihre Patienten auf dem Spiel steht! (Broschüre)

Schrittweise Einführung: Berufsverband bekommt neues Logo

20.11.2017. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in Dresden war es bereits zu sehen, künftig soll es die öffentliche Wahrnehmung des Berufsverbandes konsequent unterstützen: Der Berufsverband der Deutschen Urologen hat sein Logo einer Modernisierung unterzogen, die Einführung soll nun schrittweise erfolgen.

Bereits seit der Gründung des Berufsverbands vor gut 60 Jahren nutzt der Verband sein bisheriges Logo in einem dunklen Grünton. Viele Jahre hat der Schriftzug also bereits auf dem Buckel. Jetzt hat sich das Präsidium eine Überarbeitung seines Markenzeichens vorgenommen. Modern gestaltet, mit klar strukturiertem Erscheinungsbild und neuem Schriftzeichen. Zu den Vorteilen des neuen Verbands-Signets zählen darüber hinaus seine bessere Druckwiedergabemöglichkeit sowie Lesbarkeit in Print- und Online-Darstellungen.

Ergänzend dazu wird zukünftig in der Wort-/Bildmarke die grafische Abkürzung „BvDU“ genutzt werden, was nicht zuletzt den andauernden Wahrnehmungskonflikt mit dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V. lösen wird, der in seinem Außenauftritt ebenfalls unter dem bisher verwendeten Kürzel „BDU“ firmiert.

„BvDU“ - Modern und Teil des Corporate Designs

Dem einen oder anderen Betrachter mag das neue Logo schon in gewisser Weise bekannt vorkommen, z.B. im Zusammenhang mit dem UrologieBeirat oder dem Newsletter UroSpektrum.

Maßgeblich für den Entschluss des Präsidiums des Berufsverbands, künftig eine neue Wort-/Bildmarke zu installieren, ist die Absicht, mit einem umfassenden Corporate Design für einen einheitlichen Außenauftritt der Marke „Berufsverband“ zu sorgen, denn die besteht bekanntlich inzwischen aus weiteren Hausmarken. Das sind insbesondere die SgDU Servicegesellschaft der Deutschen Urologen mbH – die zentrale Wirtschafts- und Serviceplattform des Berufsverbands - sowie die VgURO Versorgungsgesellschaft Urologie mbH - eine Managementgesellschaft, die 2017 ins Leben gerufen wurde, um zukünftig einen kompetenten und zentralen Dienstleister für urologische Versorgungs- und Selektivverträge anbieten zu können.

Alle „Familienmitglieder“ des Berufsverbands präsentieren sich künftig mit einem eigenen Logo aus einer kombinierten Wort-/Bildmarke, das als Teil eines gemeinsamen Designs und Erscheinungsbildes einen gesteigerten Wiedererkennungswert der Marke „Berufsverband“ ermöglicht.

Die moderne Optik kommt mit dem Jahreswechsel 2017/2018 zum Einsatz. Die Umstellung auf das neue Verbands-Signet wird schrittweise und, auch das ist dem Präsidium wichtig, weitgehend kostenneutral erfolgen. Gefragt ist natürlich die Unterstützung aller Mitglieder, damit aus dem BDU im Sprachgebrauch ebenfalls peu à peu der BvDU wird.

Traditions-Logo bleibt erhalten

Mit der Einführung des neuen Logos wird der Berufsverband der Deutschen Urologen aber keineswegs mit seiner langen Tradition brechen: Das historische Logo bleibt auch zukünftig erhalten und wird im Rahmen der Verleihung als Ehrennadel sowie der Urkunde für die Ehrenmitgliedschaft an verdiente Urologen und Urologinnen weiterhin Verwendung finden und die Auszeichnung künftig als besondere Wertschätzung zusätzlich aufwerten. 

SpiFa unterstützt Forderung der KBV nach Entbudgetierung ärztlicher Leistungen

13.11.2017. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) unterstützt die Vorschläge und Forderungen der KBV nach einer Entbudgetierung ärztlicher Leistungen Budgetierung von Vergütung ärztlicher Leistungen ist für den spürbaren Landarztmangel und Arztmangel in sozialen Brennpunkten unserer Städte, den zunehmenden Zeitmangel in Arztpraxen aufgrund notwendigem Abbau von Personal und den Investitionsstau in der ärztlichen Versorgung verantwortlich! Eine sich bildende Bundesregierung muss diesen Entwicklungen mit strukturpolitischen Maßnahmen begegnen.

„Der SpiFa fordert grundsätzlich feste Preise ohne Mengenbegrenzung für alle ärztlichen Leistungen: Als Einstieg sind hierfür in der Grundversorgung der Patienten alle relevanten Betreuungs- und Koordinationsleistungen sowie die Leistungen, die mit der pauschalierten fachärztlichen Grundvergütung belegt sind, aus der Morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) herauszunehmen und in die Extrabudgetäre Gesamtvergütung (EGV) zu überführen. Die ambulante medizinische Grundversorgung zu budgetieren, ist sozial ungerecht.“, bekräftigt Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa.

Der SpiFa und seine Mitgliedsverbände haben Vorschläge zur Erreichung des Ziels der Entbudgetierung ärztlicher Leistungen vorgelegt. Jüngst haben hierauf nochmals einige Mitgliedsverbände des SpiFa wie der NAV Virchow-Bund und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) öffentlich aufmerksam gemacht. Die Grundsatz- und Positionspapiere sowie die Agenda „Facharzt 2020“ stehen unter www.spifa.de/positionen/ zum Download zur Verfügung.
Zur Pressemitteilung

"Budgetierung beenden, um hervorragende ambulante Versorgung zukunftsfest zu gestalten“

Koalitionsverhandlungen: Der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen hat sich für ein Ende der Budgetierung ausgesprochen.

10.11.2017. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen appelliert in einer Erklärung in Berlin an die künftigen Koalitionspartner, in ihren Beratungen die Abschaffung der Budgetierung ärztlicher Leistungen zu berücksichtigen. „Das deutsche Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen. Unsere Gesellschaft wandelt sich. Die Nachfrage nach medizinischen Leistungen wird steigen. Wir können dank der hervorragenden Arbeit der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten versorgen – jetzt und in Zukunft. Aber was heute schon sehr schwierig ist, wird in absehbarer Zeit so nicht mehr gehen: Unbegrenzte Leistungen für begrenztes Geld zu erbringen.“ 
Lesen Sie die KBV Pressemitteilung hier
Hier finden Sie das Grundsatzpapier "Fachärzte in der Grundversorgung" des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. 

Absichtliches Negieren der Versorgungsrealität hilft Niemandem

06.09.2017. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) reagiert mit deutlichen Worten auf Warnungen des Deutschen Hausärzteverbandes und der Fachgesellschaft DEGAM.
Mit seinem Grundsatzpapier „Fachärzte in der Grundversorgung“ hat der SpiFa die derzeit in Deutschland bestehende Versorgungsrealität beschrieben und dafür plädiert, die bestehende und bewährte gemeinsame ambulante Grundversorgung von Patientinnen und Patienten durch Hausärzte und niedergelassenen Facharzt fortzuführen und Leistungen der Haus- wie auch Fachärzten in diesem Bereich extrabudgetär zu vergüten.
Lesen Sie die SpiFa-Pressemitteilung hier

Keine experimentelle Neuordnung des Gesundheitswesens

06.09.2017. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa), lehnt Gesetzesentwurf ab und fordert Nachbesserung im gemeinsamen Dialog! So lautet der Beschluss der Mitgliederversammlung des SpiFa vom 1. September 2017 zum jüngst lancierten Gesetzesvorschlag des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) ein neues weltweit einmaliges heilkundliches Studium der Psychologie aufzulegen. Die Implementierung des so entstehenden völlig neuen psychologischen Heilberufes würde absehbar zu erheblichen strukturellen Systemveränderungen im deutschen Gesundheitssystem führen.
Lesen Sie hier die Pressemitteilung des SpiFa dazu
Außerordentliche Mitgliederversammlung SpiFa e. V. – Beschlussantrag

SpiFa befragt Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 zu Themen der Versorgung durch Fachärzte in Klinik und Praxis

24.08.2017. Die Bundestagswahl steht kurz bevor und wie in jedem Bundestagswahlkampf gilt, dass man mit Gesundheitspolitik keine Wahl gewinnt, wohl aber damit verlieren kann. So wird es dann auch dieses Mal in der Auseinandersetzung der Parteien wieder um gesundheitspolitische Grundsatzfragen gehen, aber man ist dabei gut beraten, auch auf die Details zu achten.
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Antworten relevanter Parteien auf die Wahlprüfsteine des SpiFa

Für Ihr Wartezimmer! Plakat-Kampagne von BDU und SpiFa zur Bundestagswahl 2017

17.08.2017. Die Bundestagswahl 2017 steht vor der Tür und damit auch eine neue Weichenstellung im Gesundheitswesen. Ihre Patienten sind auch Wähler – zeigen Sie Ihnen, was Fachärzte für eine funktionierende ambulante Versorgung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger fordern!
Der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) und der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) haben dafür eine Wartezimmer-Kampagne initiiert, mit der wir Fachärzte unsere Forderungen nach freier Arztwahl, nach fairer Bezahlung aller Leistungen und das „Nein“ zur Bürgerversicherung in unseren Praxen plakatieren können.

Hier lesen Sie mehr über die Kampagne und finden alle Plakatmotive zum Download.

Antworten ausgewählter Parteien auf die Wahlprüfsteine des SpiFa

08.08.2017. Durch welche Maßnahmen will Ihre Partei die in der Grundversorgung tätigen Fachärzte stärken? Dies ist sicher einer der wichtigsten Wahlprüfsteine des Spitzenverbands Fachärzte Deutschlands (SpiFa) zur Bundestagswahl 2017. Auf 23 Seiten hat der SpiFa insgesamt 18 inhaltliche Anfragen an die sogenannten "etablierten" Parteien mit interessanten Antworten veröffentlicht.

Machen Sie sich ein Bild und lesen Sie: 
Die Antworten ausgewählter Parteien auf die Wahlprüfsteine des SpiFa

Unverständliche Personalentscheidungen: KBV meldet sich zu Wort

13.07.2017. Nachdem in der letzten Sitzung dieser Legislaturperiode der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages zwei Personalvorschläge für die Berufung der Unparteiischen Mitglieder des Gemeinsamen Bundesausschusses einstimmig abgelehnt hat, meldet sich nun die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit einem Schreiben an die Mitglieder der KBV zu Wort und spricht von einer "unverständlich und sachlich ungerechtfertigten Entscheidung". 

Lesen Sie hier das Schreiben

Der internationale SIU-Congress findet bereits zum 37. Mal statt. Schwerpunkt des wissenschaftlichen Programms sind die Präsentation neuer Erkenntnisse und neuester Fortschritte zu wichtigen urologischen Themenbereichen. Von nationalen und regionalen Symposien am ersten Tag bis hin zu sechs wichtigen Gesellschaftssitzungen während der der folgenden Kongresstage bietet jeder Tag ein neues und innovatives Programm. Die während des Kongresses, der vom 19. - 22. Oktober 2017 im Centro de Congressos de Lisboa stattfindet, vorgestellten praktischen Tipps und Tricks können direkt in Ihren Praxisalltag Einzug halten.

Programm & Anmeldung

Weitere Informationen hier zum downloaden


SpiFa: Anerkennung der Leistungen von Fachärzten in der Grundversorgung überfällig

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) stellte sein Grundsatzpapier zur fachärztlichen Grundversorgung auf dem 3. Fachärztetag im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit in Berlin vor. 

„Wir freuen uns, dass die Vorschläge aus unserem Grundsatzpapier „Fachärzte in der Grundversorgung“ bei Hausärzten, Verbänden und Politik breit diskutiert wer-den“, so Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa. Versorgungsrealität sei heute bereits, dass die ambulante medizinische Grundversorgung der Bevölkerung durch Hausärzte und die Fachärzte, die viele Patienten in der Grundversorgung betreuen, erbracht werden. Ziel der Fachärzte sei es nicht, anderen Versorgungsbereichen etwas wegzunehmen, sondern die gemeinsame Grundversorgung, die derzeit informell, nicht organisiert und ohne steuernde Elemente stattfinde, anzuerkennen und weiterzuentwickeln. Heinrich: „Der Gesetzgeber hat diesen Ist-Zustand im Grunde genommen bereits verstanden, indem er Gynäkologen und Augenärzte aus Terminservicestellen und damals aus der Praxisgebühr herausgenommen hat. Es gibt aber weit mehr Fachgebiete, die in der Grundversorgung tätig sind.“

Es muss einerseits der Versorgungsbedarf eines mündigen, gut informierten Patienten mit akuten Beschwerden als auch die kontinuierliche Patientenversorgung, ins-besondere bei chronischen Erkrankungen, mit berücksichtigt werden. Die Managementfunktion, die der Hausarzt für multimorbide Patienten mit Multimedikationen ein-nimmt, wird damit nicht in Frage gestellt. Die Politik ist aufgefordert, die wohnortnahe Grundversorgung auch vor dem Hintergrund des zu erwartenden Arztmangels von Hausärzten und Fachärzten, die viele Patienten in der Grundversorgung betreuen, durch vernünftige Steuerung ressourcenschonend sicherzustellen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen auch für diese Fachärzte zu aktualisieren. Heinrich: „Die Budgetierung bietet keinen Anreiz und führt zu Fehlsteuerungen. Mit einer Ausbudgetierung aller relevanten Betreuungs- und Koordinierungsleistungen sowie Leistungen, die mit der pauschalierten fachärztlichen Grundvergütung belegt sind, kann der notwendige Anreiz sowohl für Haus- wie auch für Fachärzte gesetzt werden, sich niederzulassen.“

Lesen Sie das ganze SpiFa Grundsatzpapier zur fachärztlichen Grundversorgung hier

------------------------------------------ www.spifa.de Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e. V. (SpiFa) ist ein Dachverband fachärztlicher Berufsverbände. Das Ziel des SpiFa ist die Darstellung der übergeordneten Interessen der Fachärzte in Praxis und Klinik sowie deren politische Durchsetzung auf Bundes- und auch auf Landesebene.



Qualifikationskurs „Hygienebeauftragter Arzt“ in der urologischen Arztpraxis

Pilotveranstaltung bereits nach kurzer Zeit ausgebucht

Berufsverband schließt Kooperationsvereinbarung für Qualifikationskurs „Hygienebeauftragter Arzt“

Seit 2012 ist durch das Infektionsschutzgesetz den Bundesländern aufgegeben, eine Verordnung zur „Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen“ (HygMedVO) zu erlassen. Dies ist mittlerweile bundesweit - im Detail unterschiedlich - umgesetzt. In allen Bundesländern besteht die Qualifikationsverpflichtung zum „Hygienebeauftragten Arzt“ für ambulant operierende Einrichtungen. Für Praxen mit invasiven Eingriffen besteht diese Verpflichtung nur in einigen KV-Bereichen (z.B. in Nordrhein-Westfalen).

Aus diesem Grund hat sich der Berufsverband entschlossen - vertreten durch die SgDU Servicegesellschaft der Deutschen Urologen mbH - eine Kooperation mit der Uro-GmbH Nordrhein einzugehen, um ein attraktives Qualifikationsangebot für niedergelassene Urologinnen und Urologen anzubieten. Dieser Qualifikationskurs folgt dem Konzept „von der Praxis für die Praxis“ und entspricht den Verordnungen zur Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen der Länder. Im Unterschied zu anderen Kursangeboten ist dieser Qualifikationskurs speziell auf die Belange der urologischen Praxis ausgerichtet. Die Kursinhalte bestehen aus einer Präsenzveranstaltung (Wochenende) sowie einem Selbststudium einschließlich Lernerfolgskontrolle mit Hilfe einer Online-Lernplattform, einer Seminarbroschüre und einer umfassenden Literatur-CD.

Die Konzeption durch niedergelassene Ärzte stellt sicher, dass die Lerninhalte - unter Beachtung der gesetzlichen Verpflichtungen - immer auch aus der Sicht eines Praxisinhabers vermittelt werden. Der industrieunabhängige Kurs ist von der Landesärztekammer Nordrhein anerkannt und CME-zertifiziert.

Der bestehende Bedarf und die hohe Nachfrage nach einem solchen speziellen urologischen Qualifizierungskurs sorgte dafür, dass die Pilotveranstaltung im Juni bereits nach kurzer Zeit ausgebucht war. Sichern Sie sich daher bereits heute Ihren Platz in einer der kommenden Veranstaltungen im Herbst und profitieren Sie von diesem speziellen Angebot für Ihre urologisch-ärztliche Praxis. Weitere Veranstaltungen sind bereits in Planung.

Weitere Informationen zum Qualifikationskurs „Hygienebeauftragter Arzt“ finden Sie hier


Zypries: Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft voranbringen und Hemmnisse abbauen

Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Eckpunkte zur Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft vorgelegt. Bundeswirtschaftsministerin Zypries: „Die Digitalisierung verändert nahezu all unsere Lebens- und Wirtschaftsbereiche. Das betrifft die Industrie und den Mittelstand, aber auch die Gesundheitswirtschaft, die einen der größten deutschen Wirtschaftssektoren darstellt. Gleichzeitig zählt sie aber auch zu den am wenigsten digitalisierten Branchen. Wenn wir es schaffen, Hemmnisse abzubauen und Innovationen Luft zum Atmen zu geben, bietet die Digitalisierung gerade in diesem Bereich viele Chancen. Es ist wichtig, innovativen Start-ups den Zugang zum Gesundheitsmarkt, insbesondere zur Regelversorgung, zu erleichtern. Wir sollten lokale Experimentierräume ermöglichen und digitalisierte, ganzheitliche Lösungen fördern sowie die digitale Infrastruktur verbessern. So können wir die Innovationen zum Wohle der Menschen nutzen.“ Das Eckpunktepapier finden Sie hier. 
 
Hier können Sie weiterlesen und kommen Sie zum Eckpunktepapier


9. Sitzung des Urologiebeirats: ein Plädoyer für Selektivverträge

Berlin, 19. Mai 2017. Zur inzwischen 9. Sitzung des Urologiebeirats hatte der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) am 18. Mai 2017 in die Hauptstadt gebeten, um über „Selektivverträge als Instrument zur Überwindung der Sektorengrenzen Facharzt/Hausarzt und ambulant/stationär“ zu diskutieren. Fast 50 geladene Gäste aus Verbänden, Krankenkassen, Gesundheitswesen, Politik sowie den Mitgliedsunternehmen des Urologiebeirats waren der Einladung in die Berliner Galerie Art Box gefolgt und wurden von BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder herzlich begrüßt. In seiner Auftaktrede betonte er die Bedeutung von Selektivverträgen als innovatives Instrument an den Sektorengrenzen und ihre besondere Relevanz für einzelne Facharztgruppen wie die Urologie.

Den anschließenden Impulsvortrag zum Thema hielt mit Dr. med. Dirk Heinrich, Vorsitzender des Vorstands des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V., Präsident des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. und Bundesvorsitzender des NAV-Virchowbundes ein prominenter Vertreter der ärztlichen Selbstverwaltung. Nach Worten von Dr. Heinrich befindet sich die aktuelle Gesundheitsversorgung zwischen schnelllebiger Digitalisierung einerseits und Problemen einer zügigen Implementierung von Innovationen in Leistungskatalog der GKV andererseits. Er plädierte dafür, Selektivverträge als Innovationsmotor zu nutzen und nach Evaluation der Leistungen einzuschätzen, ob sich eine Ausweitung lohnt. Sie seien das geeignete Verbesserungsinstrument, das noch viel zu wenig genutzt würde. Das vom SpiFa gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden entwickelte Fast-Lane-Modell setze an dieser Stelle an. Auch die Urologen haben zu diesem Zweck, wie verschiedene andere Facharztgruppen, unter dem Dach des SpiFa/Sanakey bereits eine eigene Plattform entwickelt, die das komplette Selektivvertragsmanagement inklusive der Abrechnung ermöglicht (VgURO Versorgungsgesellschaft Urologie mbH). Schon heute verhandele der BDU auf dieser Grundlage mehrere Selektivverträge mit Krankenkassen, wie BDU-Präsident Dr. Schroeder in der abschließenden Diskussionsrunde unterstrich. Letztere gestaltete sich als lebhafte Debatte der Teilnehmer über die Perspektiven und Chancen von Selektivverträgen sowie weitere Innovationsimpulse im Gesundheitswesen.

Der Urologiebeirat ist als Kooperationsgemeinschaft des Berufsverbands der Deutschen Urologen e.V. und Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft 2013 angetreten, um einen vielseitigen und konstruktiven Austausch über urologische Versorgung und Gesundheitspolitik zu führen. Er arbeitet mit dem Selbstverständnis eines Thinktanks und will Impulse und Akzente in der gesundheitspolitischen Entwicklung setzen. Dafür ist bereits jetzt die 10. Sitzung des Urologiebeirats am 19. September 2017 am Vortag des Urologen-Kongresses in Dresden anberaumt.

Text: BDU-Pressestelle


SpiFa nimmt Stellung zur Verschiebung der EBM Reform

Berlin, 05. April 2017. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) fordert bessere Honorierung der fachärztlichen Grundversorgung. "Die Verschiebung der EBM-Reform ist nicht nur zu begrüßen, sie muss jetzt vielmehr deutlich mit der Forderung nach mehr Geld verbunden werden," so Axel Schroeder, Vorstandsmitglied des SpiFa und Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die grundversorgenden Fachärzte bis zu 30 Prozent ihrer Leistungen, die sie heute erbringen, nicht bezahlt bekommen, verbietet sich eine Debatte um weitere interne Umverteilungen, die nur neue Versorgungslücken reißen.

Der SpiFa fordert die KBV-VV, die am 4./5. April 2017 tagt, auf, sich hier eindeutig zu verhalten und die Fortsetzung der Gespräche mit den Krankenkassen entschieden von der Forderung nach mehr Geld abhängig zu machen. Ebenso sollte die KBV-VV sich damit befassen, dass in den derzeit kursierenden Papieren der politischen Parteien zur Bundestagswahl die fachärztliche Grundversorgung ganz offensichtlich schlicht keine Erwähnung findet. Hier bedarf es einer konzertierten Aktion.

„Der SpiFa fordert von der Politik, dass neue Mittel im System zuerst dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden und zwar in der fachärztlichen Grundversorgung“, so Schroeder weiter.


Neue Darmkrebs-Früherkennung: Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. sieht Fokussierung auf quantitative Stuhltests kritisch

Berlin, 13.03.2017. Quantitative immunologische Stuhltests (iFOBT) zur Früherkennung von Darmkrebs sind ab 1. April 2017 für Versicherte ab 50 Jahren Kassenleistung: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich aktuell im Bewertungsausschuss über Vergütung und Procedere der neuen Leistung geeinigt und damit einen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom Oktober 2016 umgesetzt. Zu den Arztgruppen, die quantitative iFOBT abrechnen dürfen, gehören auch die Urologen. Deren Berufsverband begrüßt die Einführung der immunologischen Stuhltest-Verfahren grundsätzlich. Dennoch sieht der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) durch die Fokussierung auf quantitative immunologische Stuhltests den qualitätsgesicherten Ablauf der Früherkennung weiterhin kritisch und die hohe Akzeptanz des Screenings in der Bevölkerung gefährdet.

„Wir bedauern, dass der G-BA zu diesem Zeitpunkt ausschließlich auf den laborbasierten quantitativen Stuhltest in der gesetzlichen Darmkrebs-Früherkennung setzt“, sagt BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder. Nach aktuellem Beschluss des Bewertungsausschusses werden Ausgabe und Rücknahme des neuen Stuhltests und die dazugehörige Beratung auch nach positivem Ergebnis ab April 2017 nach GOP 01737 im EBM mit 57 Punkten, entsprechend 6 Euro, extrabudgetär honoriert. Die Leistung kann durch Hausärzte, Gynäkologen, Urologen, Hautärzte, Facharztinternisten und Chirurgen erbracht werden. Qualitative Guajak-basierte Tests auf okkultes Blut im Stuhl (gFOBT), die direkt in der Arztpraxis ausgewertet werden, fallen zeitgleich aus der Regelversorgung. Die Auswertung der neuen quantitativen immunologischen Stuhltests erfolgt ausschließlich im Speziallabor und wird nach GOP 01738 im EBM mit 7,90 Euro (75 Punkte) vergütet.

Hier setzt die Kritik des BDU an: „Während qualitative immunologische Stuhltests traditionell von den Versorgerärzten mit großer Akzeptanz bei den Patienten vor allem durch Hausärzte, Gynäkologen und Urologen wohnortnah und flächendeckend in der Arztpraxis angeboten und dort ohne Qualitätsverlust durch lange Transportwege sofort ausgewertet und mit dem Patienten besprochen werden können, fürchten wir nun um die Früherkennung“, so Dr. Schroeder. Es sei derzeit nicht erkennbar, inwieweit mögliche Vorteile quantitativer Tests die technischen und logistischen Probleme der neuen Regelung aufwiegen würden. Studien haben keinen Unterschied in der Effizienz und Validität zwischen qualitativen und quantitativen iFOBT gezeigt. „So können Zeitverzögerungen auf dem Transport in die Zentrallabore oder heiße Temperaturen im Sommer zu falsch negativen Befunden führen. Ringversuche der beteiligten Labore zur externen Qualitätssicherung stehen auf längere Zeit aus, denn ein von unabhängiger Stelle definierter Referenzwert für quantitative iFOBT existiert bisher nicht. Diesen legt jeder Hersteller selber fest“, kritisiert Schroeder. „Deshalb hätten wir uns gewünscht, dass beide Tests für eine Übergangszeit parallel Bestand gehabt hätten, um die Qualität und die Akzeptanz des neuen Testverfahrens zu evaluieren.“

Qualitative immunologische Stuhltests (Point-of-Care-Tests), mit einem festgelegten Grenzwert für die Konzentration des Hämoglobins, die in der Arztpraxis ausgewertet werden, hatte der G-BA bei der Neuregelung der Früherkennung nicht berücksichtigt. „Damit wird eine verlängerte Versorgungskette zwischen Patient und Facharzt, dem Speziallabor und wiederum Facharzt und Patient initiiert, die eine schnelle Kommunikation eines positiven Testergebnisses verhindert und unnötige Hürden aufbaut, die eine notwendige Abklärung mittels einer Darmspiegelung zumindest verzögert“, bedauert der BDU-Präsident.