Ernst-Fürstenheim-Förderung ambulanter Forschungsprojekte

In Erinnerung an Ernst Fürstenheim – einem bedeutenden deutschen Urologen und Gründer der ersten Urologischen Praxis in Berlin – wird die Förderung für besondere wissenschaftliche Vorhaben auf dem Gebiet der ambulanten Patientenversorgung im Fachbereich der Urologie gewährt

Die Ausschreibung richtet sich vorrangig an niedergelassene Urologinnen und Urologen sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ziel der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. ist es, zukunftsweisende Modellvorhaben, Forschungsprojekte und wissenschaftliche Untersuchungen mit Schwerpunkt auf ambulante Behandlungs- und Versorgungsformen im Fachbereich Urologie in Deutschland zu fördern. Im Ergebnis sollen die Effizienz und Qualität der ambulanten Versorgung gestärkt und die Einführung von Innovationen unterstützt werden.

Die Förderung wird im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie bekannt gegeben. Sie ist für die Förderung einzelner oder einer Gruppe von Urologinnen und Urologen gedacht, die Mitglieder der DGU sind und sich mit einem wissenschaftlichen Projekt bewerben, das als Präsentation auf der aktuellen, spätestens nächsten Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie vorgestellt wird.

Kriterien sind insbesondere die wissenschaftliche Originalität der Fragestellung, eine sehr gute methodische Qualität sowie eine hohe Relevanz für die Umsetzung in die ambulante Patientenversorgung.

Es sollte für das Forschungsvorhaben, sofern erforderlich, bereits ein positives Ethikvotum vorliegen.

Bitte geben Sie in Ihrer Bewerbung 

- die Projektlaufzeit an,

- bei bereits laufenden Projekten, seit wann das Vorhaben bearbeitet wird.

Stellen Sie das Ziel des Vorhabens prägnant mit direktem Bezug dar und geben Sie bitte eine detaillierte Beschreibung des geplanten Vorgehens während des Förderzeitraumes an. In einem Projektplan stellen Sie bitte die detaillierten Arbeitsschritte dar und weisen zur Messung des Projektfortschritts überprüfbare Meilensteine aus.

Ernst Fürstenheim (1836-1904) gründete im Jahre 1863 in Berlin die erste Praxis für die Behandlung von Krankheiten der Harnwege. Er erhielt seine medizinische Ausbildung in Berlin, Würzburg und Paris, wobei er gerade in Paris wichtige Impulse für seine spätere urologische Tätigkeit erhielt. So lernte er bei Jean Civiale (1792-1867) dessen Methode zur Steinzertrümmerung und bei Antonin Jean Désormeaux (1815-1894) die Endoskopie kennen, die er daraufhin in Berlin einführte. Indem er am 28. Dezember 1870 das von ihm weiterentwickeltes Désormeauxsche Endoskop vor der Berliner Medizinischen Gesellschaft an einem Patienten demonstrierte, etablierte er eine wichtige diagnostische Methode in Berlin und gab einen ersten Impuls zu einer Selbständigkeit des Fachgebietes.

Die Kandidatur für die Förderung kann ausschließlich durch Eigenbewerbung erfolgen. 

Die Förderung ist mit insgesamt bis zu 20.000 € dotiert. 

Die Auslösung der Fördergelder erfolgt individuell auf Grund des vorliegenden Projektplanes und nachgewiesener Umsetzung der Projektschritte.

Die Bewerbungsunterlagen beinhalten ein Anschreiben, die Projektbeschreibung, einen tabellarischen Lebenslauf des Bewerbers/ der Bewerberin bzw. die Lebensläufe der Bewerbenden, sowie ein für jeden Bewerbenden ausgefülltes Formblatt „Interessenkonflikte“. 

Die Bewerbungsunterlagen sind in einer Datei zusammengefasst als Anlage einer E-Mail an die Geschäftsstelle der DGU unter preise(at)dgu.de zu richten. Bewirbt sich eine Gruppe, muss das Einverständnis aller Beteiligten vorliegen.

Über die Förderungsvergabe entscheidet eine Jury. 

Beachten Sie bitte folgende Hinweise: 

  • Projektbeschreibung maximal 8 Seiten

  • Stichtag für Einreichung der Unterlagen ist der 1. Juni des Jahres vor dem DGU-Kongress

  • Antrag einschließlich Anlage(n) müssen in einer PDF-Datei übermittelt werden

  • Es werden nur vollständige und fristgerecht eingereichte Bewerbungen im Auswahlverfahren berücksichtigt

  • Laufzeit der Projektförderung darf 36 Monate nicht überschreiten

  • Projektfortschritt wird ggf. durch Zwischen- und Endbericht abgefragt

zurück