Dora Teleky-Preis

Der Dora Teleky-Preis wird von der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. jährlich an besonders qualifizierte und wissenschaftlich renommierte Urologinnen verliehen.

Der Preis erinnert an die jüdische Wiener Urologin Dora Brücke-Teleky, die 1911 als erste Frau Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Urologie wurde und sich besonders mit urogynäkologischen Fragen beschäftigte. Sie führte eine urologische Praxis in Wien, war als erste Schulärztin für gewerbliche Mädchen-Fortbildungsschulen tätig und ab 1919 Leiterin der Schwangerenfürsorgestelle. Dora Brücke-Teleky (1885 -1963) gründete 1919 die Organisation „Ärztinnen Wiens“ und engagierte sich als korrespondierende Sekretärin des „Internationalen Ärztinnenverbandes“. Im August 1938 folgte sie ihrem Mann Ernst von Brücke in die Emigration nach Amerika.

Zur Bewerbung sind Fachärztinnen für Urologie mit herausragender Forschungsleistung aus Klinik oder Praxis aufgefordert. Gewürdigt wird die bisherige Leistung, gleichzeitig soll die Auszeichnung die weitere wissenschaftlich-klinische Entwicklung der Preisträgerin fördern. Bewerben können sich sowohl Urologinnen, die bereits habilitiert sind als auch solche, die ihre Habilitation unmittelbar anstreben.

Der Dora Teleky-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld ist eine Spende zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Firma Eisai GmbH. Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Die Bewerbungsfrist endet am 01. Juni. Bewerbungen bitte per E-Mail an: preise(at)dgu.de