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Die transurethrale En-bloc-Resektion oberflächlicher Harnblasenkarzinome mittels monopolarer J-Elektrode („Japan- Häkchen“).

2006 01.01.2015 11:55 Deutsch

Abstract

N.M. Dreger1, S. Degener1, S. Böttcher1, D. Gödde*2, S. Roth1

1Helios Klinikum Wuppertal, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Wuppertal, Deutschland, 2Helios Klinikum Wuppertal, Institutfür Pathologie und Molekularpathologie, Wuppertal, Deutschland

Einleitung: Die konventionelle TUR-B in „incise-and-scatter“-Technik gilt als Standardtherapie in der Therapie nichtmuskelinvasiverHarnblasenkarzinome. Die mit dieser Technik einhergehende Fragmentierung der Tumoren und damitZellstreuung (spilling) scheint v.a. für die hohe Rezidivquote außerhalb des ehemaligen Resektionsgebietes verantwortlich zusein. Auf dieser Prämisse gründen die verschiedenen Techniken der En-bloc-Resektion. Wir möchten an drei unterschiedlichenklinischen Szenarien die bereits 2000 von Ukai et al. beschriebene Technik mittels monopolarer J-Elektrode vorführen.

Material und Methoden: Wir demonstrierten die Resektion in En-bloc-Technik an drei Patienten: ein Patient mit kleinemBlasentumorrezidiv (ostiumnah), ein Patient mit papillärem Blasentumorerstbefund und ein Patient, welcher sich zur obligatenNachresektion (Z.n. pTa, high grade) vorgestellt hat.

Ergebnisse: Bei keinem der Patienten kam es zu intra- oder postoperativen Komplikationen. Das ostiumnaheBlasentumorrezidiv konnte ohne protektive Harnleiterschienung en-bloc mit tumorfreien Resektionsrändern entfernt werden(rpTa, low grade). Ebenso konnte der Blasentumorerstbefund in toto (pTa, low grade) reseziert werden. Histomorphologischzeigte sich in der obligaten Nachresektion kein Anhalt für Malignität. Bei allen Patienten wurde Detrusormuskulatur miterfasst.

Schlussfolgerung: Die Technik mittels monopolarer J-Elektrode ist eine simple und sichere Methode, Blasentumoren en-bloczu entfernen und stellt eine ubiquitär anwendbare Alternative zu moderneren En-Bloc-Techniken (HybridKnife®, Laserverfahren)dar. Durch Reduzierung thermaler Randeffekte verbessert sich die Einschätzung des Pathologen und eine potenzielleZellstreuung als Ursache für erhöhte Rezidivhäufigkeit wird minimiert.

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