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Corporoplastik mittels Small-Inzision und Grafting bei Patienten mit Iduratio penis plastica (IPP) und dorsaler Deviation

467 27.10.2010 10 Minuten Deutsch

Abstract

A. Hauptmann1, T. Diemer1, G. Lüdecke1, W. Weidner1

1Klinik und Poliklinik für Urologie, Kinderurologie und Andrologie UKGM GmbH, Standort Giessen Justus-Liebig-Universität Giessen, Urologie, Gießen, Germany

Einleitung: Die Corporoplastik bei IPP mit peniler Deviation mittels Small-Inzision und Grafting ist ein standardisiertes Verfahren. Ziel ist die vollständige Begradigung des Penisschaftes ohne Beeinträchtigung der erektilen Funktion und Penislänge. In dem Filmbeitrag werden die entscheidenden Operationsschritte demonstriert.

Material und Methoden: Nach Zirkumzision und "Sleeven" wird die Separation des Gefäß-Nerven-Bündels (Lupenbrille) gezeigt. Nach Markierung des Scheitelpunktes der Deviation erfolgt die Inzision im Bereich der dorsale Zirkumferenz mit Distension der Tunica auf ca. 1,5-2cm. Die Deckung der Schwellköper geschieht mit einem Tutopatch®. Fortlaufende, wasserdichte Einnaht des Grafts mit 4/0 PDS®. Überprüfung der Streckung mittels art. Erektion, Replazierung des Gefäß-Nerven-Bündel mit Firbinkleber und Rekonstruktion (Buck´sche Faszie, Penishaut).

Ergebnisse: Unter konsequenter Durchführung dieser Operationsstrategie erfolgt in über 90% der Patienten eine vollständige Penisschaftbegradigung ohne Penislängenverlust und ohne Veränderung der erektilen Funktion. Zum Ausgleich eines Sanduhrphänomens kann eine Aufpolsterung mit Tachosil erfolgen. Rotationsdeviationen sind durch eine weite Inzision auszugleichen.

Zusammenfassung: Eine suffiziente Penisschaftbegradigung mittels Small-Inzision und Grafting bei IPP-Patienten ist ohne Beeinträchtigung der erektilen Funktion und der Penislänge möglich. Schlüsselstellen der Operation sind die Separation des Gefäß-Nerven-Bündels, die Führung der Inzision über die gesamte Zirkumferenz, die Extension dieses Bereiches und die wasserdichte Deckung. In unseren Händen stellt dieses Verfahren, in einer 2-jährigen Nachbeobachtung, bei 77 Patienten in 90% eine erhaltener Penislänge und eine Deviationskorrektur sicher.

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