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Operative Korrektur einer ektopen Klitoris

466 27.10.2010 8 Minuten Deutsch

Abstract

N. Djakovic1, R.J.F. Stredele1, F. Kühhas*1, A. Öztürk*1, B. Hadaschik1, J. Nyarangi- Dix1, A. Haferkamp1, J. Pfitzenmaier2, S. Pahernik1, N. Wagener1, M. Hohenfellner1

1Urologische Uniklinik Heidelberg, Heidelberg, Germany, 2Evangelisches Krankenhaus Bielefeld Johannesstift, Klinik für Urologie, Bielefeld, Germany

Einleitung: Die ektope Klitoris ist eine sehr seltene Fehlbildung die häufig mit weiteren Fehlbildungen des Urogenitaltraktes assoziiert ist. In der Literatur finden sich nur wenige Fallberichte über die operative Korrektur einer ektopen Klitoris.

Methoden: Wir stellen den Fall eines 11 Jahre alten Mädchens mit ektoper Klitoris vor, bei dem im Neugeborenenalter eine operative Korrektur der Analatresie durchgeführt wurde. Die Vorstellung der Patientin erfolgte zur weiteren Evaluation bei ungewöhnlichem Erscheinungsbild des äußeren Genitales. In der körperlichen Untersuchung zeigte sich eine Fehlposition der kleinen Labien. Auf der Innenseite des linken Oberschenkels fiel eine Struktur auf, die als Klitoris identifiziert werden konnte. In der Bildgebung zeigte sich eine Diastase der Symphyse. Die ektope Klitoris wurde vollständig mobilisiert, das neurovaskuläre Bündel und ein einzelner Corpus cavernosum wurden identifiziert. Weiter wurden die Glans und das neurovaskuläre
Bündel vom Schwellkörper abpräpariert und letzterer in Höhe des linken Ramus pubis durchtrennt. Durch Verwendung eines subcutanen Tunnels wurde die Klitoris spannungsfrei an die anatomisch korrekte Position verlagert. Die Vertiefung des Mons pubis wurde mittels zweier überlappender subcutaner Lappen korrigiert.

Ergebnisse: In der Nachuntersuchung 6 Monate postoperativ zeigt sich sowohl kosmetisch wie auch funktionell ein sehr gutes Ergebnis.

Schlussfolgerung: Wir zeigen den Fall einer erfolgreichen operativen Korrektur einer sehr seltenen genitalen Anomalie. Bei der Durchsicht der aktuellen Literatur findet sich kein vergleichbarer Fall, der das operative Vorgehen in solch seltenen Fällen beschreibt.

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