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Organerhaltende endoskopische Nierentumorresektion

1102 01.01.2005 14 Minuten Deutsch

Abstract

Schön G.1

1Missionsärztliche Klinik GmbH, Urologie, Würzburg, Germany

Ziele: Durch moderne bildgebende Verfahren werden immer häufiger kleine Nierentumore entdeckt. Die offene Nierenteilresektion ist die Standardtherapie. Durch Verbesserung der laparoskopischen Technik kann an einigen Zentren dieser Eingriff auch minimal-invasiv durchgeführt werden.In diesem Videofilm wird gezeigt, daß laparoskopisch kurze Ischämiezeiten und optimale Tumorkontrolle wie bei der offenen Technik erzielt werden können, die im wesentlichen Schritt für Schritt kopiert wird.

Material und Methoden: Der Videofilm zeigt die einzelnen Operationsschritte: nach Präparation der Nierengefäße erfolgt die weitere Nierenfreilegung. Dabei wird das Fettgewebe auf dem Nierentumor belassen. Die Mobilisation wird soweit durchgeführt, daß der Tumor endoskopisch gut zugänglich ist. Darstellung des Tumors mit flexiblem, endoskopischen Ultraschall und Markierung der Inzisionslinie. Abklemmen der Nierengefäße mit Satinsky- oder Bulldogklemmen. Die Exzision des Tumors erfolgt mit der Endoschere ohne Koagulation. Dadurch ist eine gute makroskopische Beurteilbarkeit bei 10-facher Vergrößerung möglich.Nach retrograder Indigocarmingabe kann das geöffnete Hohlsystem identifiziert und vernäht werden.Tiefgreifende Nähte an den Enden mit Weckclips armiert, dienen zur Blutstillung. Bei Bedarf kann FloSeal® appliziert werden.

Ergebnisse: Zwischen 2001 und 2004 wurde bei 20 Patienten eine endoskopische Nierenteilresektion durchgeführt. Die mittlere Tumorgröße betrug 2.4 (1.4 bis 4.5) cm, der mittlere Blutverlust betrug 220 (50-1200) ccm.Die warme Ischämiezeit war 21 (12-29) min., die mittlere OP-Zeit 2.5 (1.3 bis 3.5) Std.Einer Patientin mußten postoperativ bei Parenchymblutung 2 Erykonzentrate transfundiert werden , das Umsteigen auf die offene Technik war nicht notwendig. Alle Schnittränder waren negativ, Rezidive oder Portside-Metastasen bei noch relativ kurzer Nachbeobachtungszeit waren bisher nicht nachweisbar.

Schlussfolgerungen: Durch Weiterentwicklung der laparoskopischen Technik ist es derzeit möglich, gleiche Ergebnisse wie bei der offenen Nierenteilresektion zu erzielen. Durch schrittweise Kopie der offenen Technik können auch die hohen Standards der Tumorchirurgie beibehalten werden. Sie ist die Methode der Zukunft, da zur Präparatbergung nur eine kleine Inzision notwendig ist und die Morbidität des Eingriffsdeutlich gesenkt werden kann.

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