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Aktuelle Meldungen für Fachbesucher

Hodenhochstand früher behandeln, Langzeitfolgen reduzieren: Urologen starten Aufklärungs-Kampagne im Internet

08.04.2015. Der Hodenhochstand zählt zu den häufigsten urologischen Erkrankungen von Kindern: Bei etwa drei Prozent aller zum Termin geborenen Jungen sind ein oder beide Hoden nicht im Hodensack tastbar. Diese Entwicklungsstörung wird häufig zu spät erkannt und therapiert, warnt die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU). Mit ernsten Folgen: „Wird der Hodenhochstand nicht bis zum Ende des ersten Lebensjahres behandelt, drohen Unfruchtbarkeit und ein bis zu 8-faches Risiko, später an Hodenkrebs zu erkranken“, so Prof. Dr. Raimund Stein, Vorsitzender des DGU-Arbeitskreises Kinder- und Jugendurologie. Eine Kampagne der Fachgesellschaft im Internet soll junge Eltern nun darüber aufklären.

DGU und BDU: Unterstützung der PREFERE Studie

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Urologie und des Berufsverbandes der Deutschen Urologen,

die anhaltende Diskussion um die PREFERE Studie veranlasst uns, auf Folgendes hinzuweisen:

Die Frage der Therapie bzw. angemessenen Vorgehensweise beim Niedrig-Risiko-Prostatakarzinom ist wissenschaftlich nicht geklärt. Ob Männer mit einem begrenzten Gleason 6 oder Gleason 7a Prostatakarzinom radikal operiert oder bestrahlt werden oder besser eine Brachytherapie oder Active Surveillance erhalten sollten, ist aufgrund der Studienlage nicht zu entscheiden. Wir haben dazu meist zwar eine eigene Meinung, aber wir sollten anerkennen, dass dies lediglich eine Meinung ist. Daher kann auch niemand wissen, welche Methode unterlegen ist und was man Männern in dieser Situation ernsthaft raten sollte.

67. Urologen-Kongress in Hamburg demonstriert Vielfalt

19.03.2015. Urologen behandeln nicht nur Prostataerkrankungen – vor allem diese Botschaft will der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) vom 67. Kongress der medizinischen Fachgesellschaft, der vom 23. bis 26. September 2015 im Hamburger Congress Center (CCH) stattfindet, nach außen tragen. Unter dem Motto „Urologie umfasst mehr“ stellt Prof. Dr. Stephan Roth den immanenten urologischen Therapieauftrag der alters- und geschlechterübergreifenden Behandlung von Nieren-, Blasen- und Genitalerkrankungen in den Fokus. Auf dem weltweit drittgrößten Urologen-Kongress werden rund 7000 internationale Fachbesucher und renommierte Wissenschaftler, darunter Nobelpreisträger Prof. Dr. Harald zur Hausen, erwartet.

Urologen appellieren für stärkere Akzeptanz von PREFERE

18.03.2015. Deutschlands Urologen bringen es auf den Punkt: Eine der wichtigsten Studien zur optimalen Behandlung von Prostatakrebs gerät ins Wanken, weil nicht genügend betroffene Männer an ihr teilnehmen. Die von Deutscher Krebshilfe und Krankenkassen finanzierte PREFERE-Studie soll als größte deutsche Therapiestudie zum lokal begrenzten Niedrig-Risiko-Prostatakarzinom wissenschaftlich-klinisch klären, welche der vier gängigen Behandlungsvarianten der bessere Therapieweg ist. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) unterstützt die Studie, für die 7000 Teilnehmer mit der Diagnose „frühes Prostatakarzinom“ vorgesehen sind. Aktuell liegt die Zahl der Studienpatienten, die sich in ihrer Behandlung einer Zufallsauswahl unterwerfen, weit hinter den Erwartungen zurück.

Neuer online-Service für Urologen: Ab dem 27. Februar: News vom Genitourinary Cancers Symposium

23.02.2015. Online und zeitnah liefert ein neuer Nachrichtenservice aktuelle Forschungsergebnisse, die auf dem Genitourinary Cancers Symposium vom 26. bis 28. Februar 2015 in Orlando, Florida präsentiert werden.

DGU-Ehrenmitglied Professor Dr. Rolf Ackermann verstorben

18.02.2015. Die Deutsche Urologie verliert einen international herausragenden Repräsentanten, der in besonderer Weise mit der Deutschen Gesellschaft für Urologie verbunden war. Professor Dr. Rolf Ackermann ist am 11. Februar im Alter von 73 Jahren in Düsseldorf verstorben. Der einstige Generalsekretär der DGU (1988 bis 1994) und DGU-Präsident im Amtsjahr 1995/96 hatte sich als klinisch und wissenschaftlich tätiger Urologe einen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus reichenden Ruf erworben.

Urologen warnen vor falschen Hoffnungen: Ungerechtfertigte Werbung für Außenseitertherapie „IRE“ bei Prostatakrebs

04.02.2015. Unter dem Titel „Die neue Waffe gegen Prostatakrebs“ berichtet das Wochenmagazin „Focus“ in der Print-Ausgabe 5/2015 über eine neue Methode zur Behandlung des Prostatakrebses, bei der angeblich „mit ultrakurzen Stromstößen Tumorzellen zerstört werden können“. Die sogenannte „Irreversible Elektroporation“ (IRE) sei eine „schonende“ Methode, die beim Prostatakrebs Potenz und Schließmuskelfunktion nicht beeinträchtige und bei der „die Harnröhre ebenso erhalten bleibt wie die Erektionsfähigkeit“, heißt es weiter in dem Artikel. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) stellt klar, dass diese Hoffnung machende Werbung für eine „neue Technik im Kampf gegen Prostatakrebs“ ungerechtfertigt und gefährlich ist, da der Wert dieser Behandlung noch völlig ungesichert ist.

Deutsche Kontinenz Gesellschaft mit neuem Vorstand: Prof. Axel Haferkamp folgt Prof. Klaus-Peter Jünemann an der Spitze der Fachgesellschaft

09.02.2015. Wechsel an der Führungsspitze der Deutschen Kontinenz Gesellschaft: Prof. Dr. Axel Haferkamp, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Frankfurt/Main, ist auf dem 26. Kongress der medizinischen Fachgesellschaft in Frankfurt am Main zum Ersten Vorsitzenden gewählt worden.

Mutterschutz hinterfragt: Ärztinnen wollen in der Schwangerschaft operieren

27.01.2015. Ist die Auslegung des Mutterschutzes für Ärztinnen noch zeitgemäß, wenn es um ihren Einsatz im Operationssaal geht? Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) haben in den vergangenen Jahrzehnten große Entwicklungen in der Medizin dazu geführt, dass moderne Ausstattung und Arbeitsbedingungen im OP für schwangere Ärztinnen und für deren ungeborene Kinder kein erhöhtes Gefährdungspotenzial mehr darstellten.

Bericht zur Männergesundheit des Robert Koch-Instituts: Die schwache Gesundheit des starken Geschlechts

26.01.2015. Sie fühlen sich fit und stark und häufig den Frauen in vielen Bereich überlegen – doch was ihre Gesundheit angeht, sind Männer eher die Verlierer: Sie sterben im Mittel früher, haben häufiger Probleme mit Alkohol und legen kaum Wert auf Präventionsangebote. Damit bestätigen die aktuell erhobenen Daten zwar vieles, was bereits bekannt ist. Neu hingegen sind die Bewertungen der Informationen und amtlichen Statistiken zur Männergesundheit und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen, die jetzt in einem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Statistischen Bundesamts zusammengefasst wurden. In acht Kapiteln liefert das Kompendium auf 220 Seiten ein umfassendes Bild des starken Geschlechts, das durchaus Grund zur Sorge bietet.

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Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
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