Fachärzte sind Garanten für eine dynamische Gesundheitswirtschaft

Autor: |Veröffentlicht am 24. Oktober 2018|Aktualisiert am 24. Oktober 2018

24.10.2018 – Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) veröffentlicht den aktualisierten Medizinisch-Ökonomischen Fußabdruck der Fachärzte. Fachärzte erbringen in Klinik und Praxis pro Jahr rund 462 Millionen Stunden Arbeitszeit, allein 202 Millionen Stunden entfallen auf die niedergelassenen Fachärzte. „Das zeigt, wie hoch deren Beitrag für eine hochwertige medizinische Versorgung der Bevölkerung ist“, sagt Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa.

Der niedergelassene Facharzt versorgt, wie die Hausärzte, jedoch nicht nur Menschen bei gesundheitlichen Problemen. Er ist zugleich Unternehmer und Arbeitgeber, investiert eigenes Vermögen in den Aufbau von Versorgungsstrukturen und schafft Arbeitsplätze. In der ambulanten ärztlichen Versorgung sind dies dauerhaft rund 700.000. „Die Honorarzuwächse in den letzten Jahren sind deshalb auch immer in die Sicherung und in die Attraktivität der Arbeitsplätze geflossen“, so Heinrich. Die Investitionen liegen bei rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr – und fließen vor allem in die Neueinrichtung und Umgestaltung von Arztpraxen, aber insbesondere auch in neue medizinische Geräte. Zu Beginn seiner Tätigkeit nimmt jeder Facharzt je nach Fachgruppe eine Anfangsinvestition in Höhe von 150.000 bis zu 1,5 Millionen Euro vor.

Die Gesundheitsversorgung leistet neben ihrem medizinischen Beitrag auch einen erheblichen Anteil zur soliden wirtschaftlichen Lage in Deutschland: Inzwischen zählt die Gesundheitswirtschaft zu den wichtigsten Branchen der Volkswirtschaft. Um ihren Beitrag zur Wirtschaftsleistung Deutschlands zu bemessen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vor einigen Jahren die Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR) entwickeln lassen.

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im BMWi unterstreicht: Die GGR des BMWI macht deutlich, dass die Gesundheitswirtschaft Wachstumstreiber und Jobmotor ist. Sie erwirtschaftete im Jahr 2017 fast 350 Milliarden Euro. Daran hatten Krankenhäuser und Arztpraxen mit ihren Fachärzten einen Anteil von mehr als einem Drittel.

Das sind rund zwölf Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP). Jeder achte Euro Bruttowertschöpfung wird in der Gesundheitswirtschaft geschaffen. Die Gesundheitswirtschaft ist in den letzten 10 Jahren stärker gewachsen als die Volkswirtschaft insgesamt.

In der Gesundheitswirtschaft arbeiten 7,3 Millionen Menschen, also jeder sechste Erwerbstätige. Auch das Erwerbstätigenwachstum in der Gesundheitswirtschaft ist höher als in der deutschen Wirtschaft insgesamt.

Der SpiFa veröffentlicht den Medizinisch-Ökonomischen Fußabdruck der Fachärzte in regelmäßigen Abständen, zuletzt im Jahr 2016. Ziel ist es erneut, den hohen Stellen-wert der fachärztlichen Versorgung für die Bereiche Medizin, Wirtschaft und soziale Sicherung der Gesellschaft in Deutschland und den sich darin ausdrückenden Beitrag der Fachärzte in die politische Debatte einzubringen. Mehr zum Medizinisch-Ökonomischen Fußabdruck der Fachärzte 

Lesen Sie auch:
SpiFa hält an Kritik am TSVG fest – und will Politik stärker beraten

4. SpiFa Fachärztetag in Berlin

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e. V. (SpiFa) ist ein Dachverband fachärztlicher Berufsverbände. Das Ziel des SpiFa ist die Darstellung der übergeordneten Interessen der Fachärzte in Praxis und Klinik sowie deren politische Durchsetzung auf Bundes- und auch auf Landesebene. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) setzt sich für die berufspolitischen Interessen der niedergelassenen und in der Klinik tätigen Fachärzte ein. www.sanakey.de Die Sanakey GmbH ist Trägerin des gesellschafts- und gesundheitspolitischen Think-Tanks des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa).

Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) Herausgeber (V.i.S.d.P.):
Dr. med. Dirk Heinrich, Dr. med. Axel Schroeder, Dr. med. Christian Albring, Dr. med. Hans-Friedrich Spies
SpiFa-Hauptgeschäftsführer: Lars F. Lindemann SpiFa e.V., Postfach 12 11 47, 10605 Berlin
Besucheranschrift: Kantstraße 44/45, 10625 Berlin
SpiFa-Pressekontakt: presse@spifa.de