Autor: |Veröffentlicht am 01. Oktober 2016|Aktualisiert am 06. April 2017

Urologen beenden heute 68. Jahrestagung in Leipzig

Leipzig, 01.10.2016. Starke Präsenz zeigte die Urologie in dieser Woche in Leipzig: Mehr als 6300 internationale Teilnehmer besuchten den 68. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) vom 28. September bis zum 1. Oktober 2016. Deutschlands wichtigste und die weltweit drittgrößte urologische Wissenschafts- und Fortbildungs-Plattform unter der Leitung von DGU-Präsident Prof. Dr. med. Kurt Miller stand unter dem Motto „Ökonomie – Medizin – Qualität“ und schließt heute ihre Pforten im Congress Center Leipzig (CCL).

Der Versorgungsauftrag der Urologen ist groß: Sie behandeln Frauen, Männer und Kinder; sie versorgen rund ein Viertel aller Krebserkrankungen in Deutschland und Volksleiden wie Inkontinenz und Harnsteinerkrankungen. Entsprechend umfangreich war die Bandbreite der mehr als 160 Sitzungen des wissenschaftlichen Programms. In den aktuellen Fokus rückten in Leipzig die Immuntherapie beim Nieren- und Blasenkrebs sowie die Bildgebung beim Prostatakarzinom. Präsentiert wurden die erste ärztliche S3-Leitlinie „Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Harnblasenkarzinoms“ sowie die Patientenleitlinie zur 2015 veröffentlichten ärztlichen S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms“. Zahlreiche Kongress-Foren galten dem Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Qualität in der Medizin. „Qualität und damit Kompetenz etwa im Rahmen von UroEvidenz, des Zweitmeinungsprojektes Hodentumor oder der Versorgungsforschung zu evaluieren und zu demonstrieren, ist ein Weg aus dem Dilemma und Aufgabe unserer Fachgesellschaft“, resümiert Prof. Dr. med. Miller.

„Mit Blick auf unsere onkologischen Patienten freuen wir uns, dass wir hier in Leipzig mit dem neuen interaktiven Beratungsportal ‚Entscheidungshilfe Prostatakrebs’ und der Patientenleitlinie zum Nierenzellkarzinom zwei wichtige neue Projekte einer breiten Öffentlichkeit haben vorstellen können“, sagt der vor Ort neu gewählte DGU-Generalsekretär Prof. Dr. med. Maurice Stephan Michel zum Abschluss des DGU-Kongresses.

Die Besucher des Patientenforums der PatientenAkademie der Deutschen Urologen informierten sich im CCL über aktuelle Behandlungsmethoden bei Blasenschwäche, die „Entscheidungshilfe Prostatakrebs“ sowie über Prävention und Früherkennung urologischer Erkrankungen. Die Aktion „Werde Urologe/Urologin für einen Tag“ nutzten rund 100 Leipziger Oberstufenschüler und -schülerinnen zur Berufsorientierung.

Den angeschlossenen Pflegekongress für die urologischen Pflege- und Assistenzberufe besuchten mehr als 800 Teilnehmer. Auf der begleitenden Industrieausstellung konnten die Kongressteilnehmer neueste Produkte aus der Pharmazie und der Medizintechnik kennenlernen.

Personalien vom 68. DGU-Kongress: Mit der höchsten Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V., der Maximilian Nitze-Medaille für besondere Verdienste für das Fach Urologie, wurde Prof. Dr. med. Dr. h.c. Stefan C. Müller aus Bonn geehrt. Dr. med. Tilmann Todenhöfer aus Tübingen erhielt mit dem Maximilian Nitze-Preis die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der Fachgesellschaft.

Mit dem Medienpreis Urologie 2016 zeichnete die DGU die Wissenschaftsjournalistin Franziska Lehnert aus Boppard für ihren Artikel „Observieren oder operieren“ im FOCUS Magazin aus.
  
Bei den turnusgemäßen Neuwahlen auf der Mitgliederversammlung hat sich der DGU-Vorstand in Leipzig neu aufgestellt: Als 2. Vizepräsident wurde Prof. Dr. med. Oliver Hakenberg, Rostock, gewählt. Seine Nachfolge im Amt des DGU-Generalsekretärs tritt Prof. Dr. med. Maurice Stephan Michel, Mannheim, an. Schatzmeister PD Dr. med. Jan Lehmann, Kiel, wurde ebenso im Amt bestätigt wie Prof. Dr. med. Jan Roigas, Berlin, im Vorstandsressort Wissenschaft und Praxis. Die Nachfolge von Prof. Dr. med. Axel Haferkamp, Mainz, im Vorstandsressort Fort- und Weiterbildung tritt Prof. Dr. med. Marc-Oliver Grimm, Jena, an. Zudem wurde der DGU-Vorstand um ein Mitglied aus dem Kreis der niedergelassenen Urologen erweitert und Dr. med. Thomas Speck, Berlin, neu in das Gremium gewählt.

Der 68. DGU-Kongress endete mit der traditionellen Präsidentschaftsübergabe: Prof. Dr. med. Kurt Miller, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik Charité, Universitätsmedizin Berlin, übergab das Amt des Präsidenten für die Amtsperiode 2016/2017 turnusgemäß an den bisherigen Vizepräsidenten, Prof. Dr. med. Tilman Kälble, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie, Klinikum Fulda. Damit rückt Prof. Dr. med. Paolo Fornara, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsklinikum Halle (Saale) zum 1. DGU-Vizepräsidenten auf.

In seiner Funktion als neuer DGU-Präsident wird Prof. Dr. med. Tilman Kälble die 69. Jahrestagung der Fachgesellschaft vom 20. bis 23. September 2017 in Dresden leiten.

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