Autor: Pressestelle DGU/BDU|Veröffentlicht am 04. Januar 2016|Aktualisiert am 06. April 2017

Namen, Daten und Fakten: 67. Urologen-Kongress endete heute in Hamburg

Hamburg, 26.09.2015 Vier Tage lang stand Hamburg im Zeichen der Urologie: 7200 Fachbesucher und ein vielfältiges Wissenschaftsprogramm demonstrierten nachdrücklich den breiten Versorgungsauftrag der Urologie in Deutschland. Heute endete der 67. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), der vom 23. bis 26. September 2015 im Congress Center Hamburg (CCH) unter dem Motto „Urologie umfasst mehr.“ stattfand.

Fortbildung und Wissenschaftsaustausch standen im Zentrum der mehr als 100 Veranstaltungen der drittgrößten urologischen Tagung der Welt. Thematisch bildete der Kongress unter der Leitung von DGU-Präsident Prof. Dr. Stephan Roth die Urologie in ihrer gesamten Bandbreite ab. Dazu gehören die Tumorerkrankungen von Blase, Nieren, Prostata und Hoden, Harnsteinerkrankungen, benigne funktionelle urologische Erkrankungen der Frau und andrologische Erkrankungen. Eigenständige Foren waren unter anderem der Active Surveillance, der Behandlung der Nykturie, der kontinenten Harnableitung, der Psychoonkologie, der Komplementärmedizin sowie der neu etablierten Jungensprechstunde der Urologen gewidmet.

Aktuelle Schwerpunkte galten der PREFERE-Studie als wichtigstem und größtem deutschen Projekt in der Prostatakrebsforschung, der Kinderurologie, nicht zuletzt mit der Präsentation dreier neuer Ratgeber; die DGU stellte das neue Weiterbildungsmodul „Assistenten für Urologische Kontinenztherapie“ vor, thematisierte Neue Medien in der Urologie, die kommende Richtlinie zur Lebendspende und gab einen Ausblick auf die neuen S3-Leitlininen zum Harnblasen- und Nierenzellkarzinom. Letztere wurde aktuell veröffentlicht. Gemeinsam mit dem Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) diskutierte die Fachgesellschaft Zukunftsperspektiven für Urologen und Urologinnen zwischen Klinik und Praxis.

„Wir blicken auf eine sehr erfolgreiche Jahrestagung mit vielen internationalen Besuchern zurück“, sagt DGU-Generalsekretär Prof. Dr. Oliver Hakenberg und betont die Bedeutung der Urologie nicht nur für die Behandlung der häufigen sowohl gut- als auch bösartigen Krankheitsbilder, sondern auch die Prävention derselben für die ganze Familie.

Auf dem Patientenforum der DGU-PatientenAkademie informierten sich die Besucher über Harnsteinerkrankungen, Blasenschwäche und Prävention von Krebserkrankungen. Der Schüleraktionstag „Werde Urologe/Urologin für einen Tag“ hatte bereits im Vorfeld des Kongresses für einen großen Teilnehmeransturm gesorgt: Im CCH konnten nun rund 100 OberstufenschülerInnen Hamburger Gymnasien die Welt der Medizin kennenlernen.

Auch der diesjährige Pflegekongress für die urologischen Pflege- und Assistenzberufe war mit rund 1100 Teilnehmern gut besucht. Auf der begleitenden Industrieausstellung wurden neueste Produkte aus der Pharmazie und der Medizintechnik vorgestellt.

Eine Reihe von Personalien ist ebenfalls vom 67. DGU-Kongress zu vermelden: Mit der höchsten Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V., der Maximilian Nitze-Medaille für besondere Verdienste für das Fach Urologie, wurde Professor Dr. med. Wolfgang Weidner aus Gießen geehrt. PD Dr. med. Dr. med. univ. Arkadius Miernik aus Freiburg erhielt mit dem Maximilian Nitze-Preis die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der Fachgesellschaft.

Den „Medienpreis Urologie“ vergab die DGU zum zweiten Mal: Preisträger ist der Hamburger Regisseur und Autor Alexander Czogalla. Ausgezeichnet wurde seine NDR TV-Reportage „Impotenz – die Angst der Männer“.

Die DGU-Mitgliederversammlung wählte Prof. Dr. med. Paolo Fornara aus Halle/Saale als 2. Vizepräsidenten in den Vorstand der Fachgesellschaft.

Ebenfalls neu im DGU-Vorstand ist Prof. Dr. med. Christian Wülfing aus Hamburg, der Prof. Dr. med. Sabine Kliesch, Münster, im Amt des Schriftführers und Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit folgt.

Prof. Dr. med. Susanne Krege aus Essen tritt die Nachfolge von Prof. Dr. med. Jürgen Gschwend, München, im Vorstandsressort Leitlinien und Qualitätssicherung an. Außerdem wurde Prof. Dr. med. Axel Haferkamp aus Frankfurt in den DGU-Vorstand gewählt. Er folgt Prof. Dr. med. Maurice-Stephan Michel als Leiter des Ressorts Fort- und Weiterbildung.

Die traditionelle Präsidentschaftsübergabe beendete den 67. DGU-Kongress heute: Prof. Dr. med. Stephan Roth, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Helios Klinikum in Wuppertal übergab das Amt des Präsidenten für die Amtsperiode 2015/2016 turnusgemäß an den bisherigen Vizepräsidenten Prof. Dr. med. Kurt Miller, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik, Charité – Universitätsmedizin Berlin. Damit rückt Prof. Dr. med. Tilman Kälble aus Fulda zum 1. Vizepräsidenten der Fachgesellschaft auf.

Als neuer DGU-Präsident wird Prof. Dr. med. Kurt Miller die 68. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. vom 28. September bis 1. Oktober 2016 in Leipzig leiten.

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