Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 30. Juli 2013|Aktualisiert am 06. April 2017

Alexander-von-Lichtenberg-Preis 2013 - Urologische Netzwerke als zukunftsweisende Versorgungsmodelle

Foto v.l.n.r.: Dr. Thomas Dann, Dorothea Wulfmeier von der Lühe, Dr. Peter Renner, Prof. Michael Stöckle, Prof. Harry Derouet, Dr. Christoph Pönicke, Alida Cardinal

Dresden. Im 13. Jahr der Ausschreibung des Alexander-von-Lichtenberg-Preises hatten sich die Initiatoren – die Deutsche Gesellschaft für Urologie, der Berufsverband der Deutschen Urologen und die Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG. – zahlreiche, aber vor allem besonders engagierte, aus dem „üblichen Rahmen herausfallende“ Bewerbungen gewünscht. So kam es, dass es die vierköpfigen Fachjury auch dieses Jahr nicht leicht hatte, aus den eingereichten Arbeiten die beste auszuwählen. Auf dem diesjährigen DGU-Kongress in Dresden konnten deshalb auch wieder zwei Preisträger den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Alexander-von-Lichtenberg-Preis entgegennehmen: Das „Urologische Zentrum Lübeck“ – repräsentiert durch die Kollegin Dorothea Wulfmeier-von der Lühe sowie die Kollegen Dr. Thomas Dann, Dr. Christoph Durek, Dr. Martin Frambach, Dr. Peter Renner und Dr. Stephan Thomas – sowie Prof. Dr. Harry Derouet, Dr. Frank Becker und Dr. Christoph Pönicke – urologische Gemeinschaftspraxis, ambulantes OP-Zentrum und Belegarztabteilung, Zentrum am Boxberg, Neunkirchen. 

„Die beiden prämierten Arbeiten stehen exemplarisch für die praktische Umsetzung eines Zukunftsmodells zur optimierten Patientenversorgung, indem sie den Anforderungen an eine sektorenübergreifende, regionale fachmedizinische Versorgung in vorbildlicher Weise gerecht werden“,  begründete Prof. Dr. Haas, Mitglied der Fachjury, die Preisvergabe. So, wie es auch aus gesundheitspolitischer Sicht gewünscht sei, trügen die Zielsetzungen der prämierten Netzwerke dazu bei, Lösungen zur Ressourcenfreisetzung zu finden. Damit könne dem Ärztemangel sowohl im ambulanten als auch stationären Bereich langfristig entgegengewirkt und gleichzeitig die historisch gewachsenen Konkurrenzstrukturen zwischen den Sektoren überwunden werden, führte Haas weiter aus. Die prämierten Praxis-Projekte
Aus dem Zusammenschluss zweier Gemeinschaftspraxen, und einer urologischen Einzelpraxis gründete sich im  Jahr 2011 das Urologische Zentrum Lübeck in dem neu errichteten Facharztzentrum Lübeck Süd. Parallel dazu wandelten die sechs Vertragsärzte die urologische Belegabteilung der SANA-Kliniken Lübeck in eine urologische Hauptabteilung um, die unter  ihrer Leitung sehr erfolgreich mit ca. 1200 stationären Eingriffen im Jahr arbeitet.

Hauptziele des urologischen Netzwerkes sind – neben der sektorenübergreifenden Versorgung der Patienten durch die vertrauten Urologen – die wirtschaftliche Planbarkeit und Sicherheit der freiberuflich tätigen Ärzte innerhalb dieses Zusammenschlusses sowie die Förderung und qualifizierte Weiterbildung junger Kollegen  aus dem Bereich Urologie.  
Ähnliche Ambitionen hatten die drei weiteren Preisträger Prof. Dr. Harry Derouet, Dr. Frank Becker und Dr. Christoph Pönicke, als sie im Jahr 2012 ein sektorenübergreifendes Kooperationsmodell ambulant und stationär tätiger Urologen als zukunftsweisendes Pilotprojekt im Saarland gründeten.

Mit einem neuartigen Kollegialsystem – urologische Gemeinschaftspraxis, ambulantes OP-Zentrum mit Belegabteilung (Derouet/Pönicke/Becker) im städtischen Krankenhaus Neunkirchen sowie einem Chefarztkollegium (Lang/Derouet/Pönicke/Becker) im Knappschaftskrankenhaus Sulzbach – haben die Preisträger in ihrer Region eine enge Verzahnung zwischen ambulantem und stationärem Sektor etabliert. Diese Kooperation bietet den Patienten standortnah das gesamte Spektrum der ambulanten, operativen und onkologischen Urologie – mit Behandlungskontinuität, ohne Informationsverlust und mit Wahlmöglichkeit bei einem stationären Aufenthalt.   

Die Organisatoren des Alexander-von-Lichtenberg-Preises gratulieren den Preisträgern, bedanken sich bei allen Teilnehmern für die engagierten Bewerbungen und wünschen allen niedergelassenen Kollegen weiterhin viel Erfolg und Freude an ihrer Arbeit.

Text: Marlies Potempa

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