Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 01. Februar 2007|Aktualisiert am 06. April 2017

Mitgliederbefragung zum "Korbmodell" abgeschlossen

Präsident Dr. Bloch: "Das Ergebnis stärkt unsere Verhandlungsposition"

31.01.2007 - Hamburg. Die Befragung unter den Mitgliedern des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V., ob das so genannte "Korbmodell" als Vorstufe einer kollektiven Zulassungsrückgabe bundesweit über die Landesverbände genutzt werden soll, ist abgeschlossen: Bei einer Beteiligung von 30 Prozent der angeschriebenen Mitglieder stimmten 723 mit JA (84 Prozent), 126 mit NEIN (15 Prozent) - bei acht Enthaltungen (ein Prozent).

Das Präsidium wird dieses Ergebnis jetzt den 19 Landesverbänden übermitteln. Ihnen steht frei, in welcher Weise sie weiter verfahren und ob sie berufspolitische Konsequenzen ziehen wollen.

Dr. Martin Bloch, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e. V.: "Ich freue mich über die Beteiligung von einem Drittel unserer Mitglieder an dieser Befragung. Über die Rückgabe der Zulassung zum Vertragsarzt nachzudenken, wiegt schwer und zeigt die zunehmende Unzufriedenheit mit den regionalen Körperschaften. Das vorliegende Ergebnis stärkt die Verhandlungsposition der Mandatsträger unseres Verbandes."

Der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. vertritt bundesweit 3.000 Urologen aus Klinik und Praxis. Auf der letzten Mitgliederversammlung des Berufsverbandes im September 2006 in Hamburg war das Präsidium mit überwältigender Mehrheit mit einer Mitgliederbefragung zum "Korbmodell" beauftragt worden.

Bei dem "Korbmodell" geben in einer Region die Urologen eine Absichtserklärung zur Rückgabe ihrer Kassenzulassung ab, die zunächst durch einen Notar in einem "Korb" gesammelt wird. Bei einem Votum für das "Korbmodell" wird nochmals in einer Versammlung über die kollektive Rückgabe abgestimmt.

Der Berufsverband der Urologen ist damit die erste Ärztevertretung, die sich bundesweit mit der Möglichkeit des kollektiven Systemausstiegs befasst.

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