Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 15. Dezember 2006|Aktualisiert am 06. April 2017

Blickpunkt Prävention

Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. Pressemitteilung

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. lädt Patienten und Selbsthilfegruppen zum Kongress-Forum nach Düsseldorf


Düsseldorf, 19. Juli 2005.
„Letztlich dient unsere Arbeit immer nur dem Wohle des Patienten“, sagt Professor Detlef Frohneberg. Aus diesem Grund widmet der renommierte Karlsruher Urologe und amtierende Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) auf dem 57. Kongress seiner Fachgesellschaft vom 21. bis 24. September 2005 in Düsseldorf den Patienten selbstverständlich ein eigenes Forum.

Wie im Vorjahr werden zu diesem Laienabend mehrere Hundert Besucher erwartet, darunter viele Selbsthilfegruppen. „Normalerweise werden Informationen nur für den einzelnen Patienten transportiert. Patientenforen haben aufgrund ihrer breiten Informationsstreuung deshalb eine essentielle Bedeutung“, so Professor Frohneberg.

„Urologische Tumorerkrankungen – Was kann der Patient tun?“ lautet der Titel des diesjährigen Laienabends, der von Kongress-Präsident Frohneberg, dem Präventions-Spezialisten Professor Bernd Schmitz-Dräger aus Fürth, Professor Reinhold Horsch aus Offenburg und dem bekannten Hamburger Medizin-Journalisten Bernd Seguin moderiert wird. „Inhaltlich geht es um die Bedeutung von Ernährung, Sport und Psyche zur Verhinderung und Behandlung urologischer Tumoren“, erläutert Frohneberg.

Daraus resultieren brennende Fragen: Was etwa kann der Gesunde präventiv zur Verhinderung von Erkrankungen leisten? Und was kann der betroffene Patient selbst zur Behandlung seiner urologischen Tumorerkrankung beitragen? Referent und Moderator Professor Schmitz-Dräger: „Wir haben in den letzten Jahren mehr und mehr gelernt, dass die Ernährung ein wichtiger Stellknopf auch bei urologischen Erkrankungen ist. Eine Ernährungsumstellung kann Risiken abbauen. Ich persönlich betrachte eine gesunde Ernährung aber nicht aus einem bestimmten Krankheitswinkel, sondern aus einer Gesamtsicht für die Männergesundheit.“ Auch das aktuelle Thema der Chemoprävention von Prostatakrebs für Risiko-Patienten steht zur Diskussion.„Für bestimmte Patientengruppen kann die präventive Einnahme der Substanz Finasterid sinnvoll sein.“ Darüber hinaus betont Schmitz-Dräger die wichtige Rolle eines informierten und aktiven Patienten. „Ein Patient, der Sport treibt und damit sein Immunsystem stärkt, wird beispielsweise eine Chemotherapie besser vertragen.“ Aber auch alternative Behandlungsformen als komplementäre Therapie sind Gegenstand der Vorträge des Patientenforums mit anschließender Fragestunde und Diskussion.

„Unser Patientenforum dient sowohl einer Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient im Sinne einer erfolgreichen Behandlung als auch der breiten Information über wichtige neue Aspekte der Männergesundheit entsprechend dem aktuellen Stand der Wissenschaft“, resümiert DGU-Kongress-Präsident Professor Frohneberg.

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