Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 06. Mai 2008|Aktualisiert am 06. April 2017

Aktuelles aus der Pressestelle 04/2008

Journalistenanfragen, Veröffentlichungen, Patientensorgen - was läuft eigentlich in der gemeinsamen Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Urologie und des Berufsverbandes der Deutschen Urologen? An dieser Stelle erhalten Sie kleine Einblicke in das Tagesgeschäft unserer Hamburger Schnittstelle zu den Medien.

Neue Broschüre: „Urologen brechen Tabus - ich helfe mit“

Wir haben es gewagt und nun liegt die neue Patientenbroschüre druckfrisch vor! Ermutigt vom Erfolg unserer ersten Prominenten-Aktion zum Thema Prostatakrebs sind wir ein weiteres Tabuthema angegangen und es ist uns trotz viel geäußerter Skepsis gelungen, zehn Prominente für ein Statement in einem Inkontinenz-Ratgeber zu gewinnen. Im diesem neuen Aufklärungsprojekt engagieren sich unter anderem Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulf und Familienministerin Ursula von der Leyen, ZDF-Kommissarin Bella Block alias Hannelore Hoger und Schauspielerin Nina Petri. In unterschiedlichen Textbeiträgen und einem medizinischen Informationsteil wird unter dem Titel „Urologen brechen Tabus – ich helfe mit“ auf 24 Seiten Vierfarbdruck im bewährten DIN-A6 Format rund um das Thema Inkontinenz aufgeklärt.

Herausgeber, der auf Initiative der Kommission Öffentlichkeitsarbeit entstandenen zweiten Broschüre, sind auch diesmal die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V..

Der Ratgeber kann wieder kostenlos über die Pressestelle oder über ein Onlineformular im Urologenportal angefordert werden. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei der Astellas Pharma GmbH für die Unterstützung bedanken.

Aus den Redaktionen

Blasenentzündung aus dem Badesee? Unsere Harnblasen-Experten waren in den vergangenen Wochen besonders gefordert: Mit Blick auf die diesjährige Badesaison häuften sich in der Pressestelle verständlicher Weise die Medienanfragen in Sachen Blasenerkrankungen. Warum allerdings Umfang und Größe des „besten Stücks des Mannes“ im vergangenen Monat auffallend oft Gegenstand des journalistischen Interesses war, können wir uns nicht erklären.

DGU weltweit im Einsatz

Dank Internet und entsprechend weltweiter Vernetzung der Pressestelle richten wir nun unseren Blick auch einmal auf die DGU-Mitglieder im fernen Ausland. Die Idee dazu entstand in Neuseeland, wo Journalistin Carmen Radtke vor Ort nachfragte, wie es den dort ansässigen deutschen Urologen ergeht. Deren Arbeit, der Kontakt zur Heimat - all das steht im Mittelpunkt der Interviews, die die ehemalige Hamburger Tageszeitungs-Redakteurin online mit DGU-Mitgliedern im Ausland führt. Sollten Sie als Mitglied der Fachgesellschaft in Lybien, Rußland, Chile, USA, Kanada, Dubai, Ungarn, Neuseeland, Finnland, Arabische Emirate, in Australien oder in anderer Ferne praktizieren und sich an unserer Auslandreportage beteiligen wollen, würden wir uns über eine kurze Mail an pressestelle(at)wahlers-pr.de freuen.

Im Focus: Fehlerhafte Arzt-Homepages

Die Darstellung von Arztpraxen im Internet hat ihre Tücken und weist häufig Mängel rechtlicher Natur auf. Darauf wird zunehmend in den Medien aufmerksam gemacht. Auch in der Pressestelle tauchen diesbezüglich Anfragen von verunsicherten Medizinern auf, denn bei Fehlern kann es zu Abmahnungen kommen und teure Bußgelder zur Folge haben. Neben den Bestimmungen der Berufsordnung der Ärztekammer sind vor allem das Heilmittelwerbegesetz (HWG) und das Telemediengesetz (TMG) relevant. Im TMG, seit 01.03.2007 in Kraft, sind die Pflichtangaben für das Impressum Ihrer Website festgeschrieben. Sie sollten unbedingt beachtet werden, bei Verstoß kann ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro verhängt werden. Auch eine Datenschutzerklärung sollte auf Ihrer Internetpräsenz nicht fehlen.

Zwar ist nach wie vor umstritten, ob Ärzte überhaupt verpflichtet sind, ein Impressum auf ihrer Internetpräsenz aufzuweisen. Entschieden wurde aber immerhin in einer Grundlagenentscheidung des BGH, dass es grundsätzlich ausreicht, wenn die Kennzeichnung des Anbieters über zwei Links erreichbar ist: über “Kontakt” und “Impressum”. Die Pflichtangaben laut Telemediengesetz (TMG) stellt Ihnen die Pressestelle gern auf Anfrage zur Verfügung und ist im Internet unter www.gesetze-im-internet.de zu finden.

Was das HWG angeht, gibt es eine Trendwende: Eine Wettbewerbsöffnung zeichnet sich ab, die auch für Ihre Internetpräsenz relevant sein kann. Das Verbot für Ärzte, sich außerhalb der Praxis Laien gegenüber in ihrer Berufskleidung zu zeigen, ist zwar noch in §11 Absatz 4 HWG festgeschrieben. Der BGH hat jedoch endlich bestätigt (Urteil vom 01.03.2007 - I ZR 51/ 04), dass Ärzte sich im weißen Arztkittel grundsätzlich auf Fotos, beispielsweise auf ihrer Internetseite, abbilden lassen dürfen, ohne dadurch den Wettbewerb zu gefährden. Der BGH hält das Gesetz nur dann für wirksam, wenn die Werbung geeignet ist, den Patienten unsachlich zu beeinflussen und dadurch mittelbar seine Gesundheit zu gefährden.

Weiterhin darf jedoch nicht mit Vorher-Nachher-Bildern geworben werden, ebensowenig wie mit Gutachten, Zeugnissen, wissenschaftlichen oder fachlichen Veröffentlichungen (§11 HWG). Der Wortlaut des Heilmittelwerbegesetzes kann ebenfalls unter der oben genannten Internetadresse eingesehen werden.

Interessierte können außerdem eine Checkliste für eine rechtssichere Praxis-Homepage für zwei Euro beim NAV-Virchowbund bestellen. Die E-Mail-Adresse: info(at)nav-virchowbund.de.

Zu guter Letzt

Kuriose Schlagzeilen machten urologische Instrumente kürzlich bei der Verleihung des "Plagiarius" in Frankfurt, einem Negativpreis für Produktpiraterie. Dort wurden nämlich nicht nur Gemüsehobel, Eierköpfer und Spielzeugautos ausgezeichnet, sondern auch Nachbauten eines Urologen-Bestecks. Selbst vor dem Instrumentarium der Urologen machen die Ideen-Diebe nicht halt: Das Resektoskop einer großen süddeutschen Firma wurde sogar in derselben Stadt kopiert. Unter www.produktpiraterie.org können Sie sich über die aktuellen Fälle informieren.

Kontakt

Pressestelle
Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
Grandkuhlenweg 5-7
22549 Hamburg
Tel.: 040 - 79 14 05 60
Mobil: 0170 - 4 82 72 87
Fax: 040 - 79 14 00 27
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