Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 12. November 2009|Aktualisiert am 06. April 2017

Aktuelles aus der Pressestelle 06/2009

Neue Medien, neue Schlagworte, neue Fallstricke

Ob Marketing oder Journalismus: Wer Botschaften transportieren will, kommuniziert heute über den parallelen, vernetzten Einsatz mehrerer verschiedener Medien. Genutzt werden die Mediengattungen Print, Hörfunk, TV und WWW.  Das in etwa steckt hinter den aktuellen Lieblingsschlagworten der Kommunikationsbranche „Crossmedia“ oder „crossmediale Konzepte“.
Die meisten von Ihnen sind bei der Verbreitung medizinischer Sachverhalte ebenfalls längst crossmedial tätig; treten im Internet, mit eigenen Praxis-Flyern oder in der Lokalzeitung auf. Das erfordert allerdings ein waches Auge, denn wer Crossmedia nutzt, muss auf die Konsistenz der Inhalte achten. Im Journalismus bedeutet das, das Internetportal zur Tageszeitung muss mit der Printausgabe abgestimmt sein und die Homepage des Radiosenders mit den laufenden Sendungen. Für Ihre Praxis oder Klinik gilt im Sinne widerspruchsfreier Glaubwürdigkeit nichts anderes: Ihre Website sollte so aktuell sein, wie Ihr letztes Interview in der Tageszeitung, das jedermann auch im Web nachlesen kann. Fazit: Neue Medien und ihre Mechanismen bescheren uns eben auch neue Fallstricke!

 

Insider Tipps

Auf einen Blick rundum informiert? Das funktioniert: Mit einen Klick auf den neuen Newsletter-Service "Meedia-Zeitungs-Galerie" (http://meedia.de) haben Sie bereits morgens um 9 Uhr die Titelseiten der wichtigsten nationalen und internationalen Tagespresse auf dem Schirm. Ein kostenloser Dienst, der sicher nicht nur für Pressestellen interessant sein kann.

Darüber hinaus möchten wir Sie auch auf einen Service aus dem Medizin-Bereich aufmerksam machen. Wertvolle Tipps für Ihre Praxis, auch aus dem PR-Bereich, finden Sie auf der Websites der "Stiftung Gesundheit" (www.stiftung-gesundheit.de), die dort unter anderem auf die Neufassung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) aufmerksam macht. So ist es zum Beispiel ein großer Unterschied, ob Sie als Arzt sich per Post oder per E-Mail an Ihre Patienten wenden, um etwa auf Vorsorgetermine aufmerksam zu machen. Aktuell zusammengefasst sind die wichtigsten Nachrichten aus diesem Bereich im "Stiftungsbrief", den sie ebenfalls kostenlos online bestellen können.

Journalistenanfragen, Veröffentlichungen, Patientensorgen - was läuft eigentlich in der gemeinsamen Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Urologie und des Berufsverbandes der Deutschen Urologen? An dieser Stelle erhalten Sie kleine Einblicke in das Tagesgeschäft unserer Hamburger Schnittstelle zu den Medien.

Kongress-Premiere in Dresden mit großem Presseaufgebot

Die 61. Jahrestagung der Urologen war eine ganz besondere: Sie fand, 20 Jahre nach dem Mauerfall, zum ersten Mal in den neuen Bundesländern statt und angesichts von stolzen 7036 Teilnehmern und einer außerordentlich gut frequentierten Industrieausstellung können sich Kongress-Präsident Professor Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wirth, sein Team und Veranstalter Interplan über eine gelungene Premiere in Sachsens Landeshauptstadt freuen. Die Messe Dresden hat sich als deutscher Veranstaltungsort empfohlen und die Riege der DGU-Kongressorte ist zweifelsohne größer geworden.
Mit knapp 200 akkreditierten Medienvertretern fällt auch der Rückblick der Pressestelle sehr positiv aus. Das Interesse war groß, denn neben der obligaten Eröffnungs-Pressekonferenz wurde in Dresden die neue S3-Prostatakarzinom-Leitlinie in einer gesonderten Pressekonferenz unter Beteiligung der involvierten Fachgesellschaften und der Patientenvertreter vorgestellt. Die jeweiligen Pressemappen fanden reißenden Absatz und der USB-Stick, den wir zur Leitlinien-Pressekonferenz erstellt hatten und der neben dem Inhalt der Pressemappe in digitaler Form auch die komplette mehr als 600 Seiten starke Fassung der interdisziplinären Behandlungsempfehlung enthält, wurde von den Journalisten dankbar angenommen. Für die Unterstützung bei der mühevollen Herstellung der Sticks möchten wir DGU-Systemadministrator Olaf Kurpick an dieser Stelle herzlich danken.
Darüber hinaus gab es zwei weitere presserelevante Veranstaltungen. So verfolgten zahlreiche Urologen und Medienvertreter die neu ins Kongress-Programm aufgenommene „Aktuelle Stunde“, die wir mit einer Pressemitteilung, einem Mailing und kurzfristig mit einem Flyer vor Ort beworben hatten. DGU-Generalsekretär Professor Michale Stöckle und PSA-Kritiker PD Dr. rer. nat. Hans-Hermann Dubben setzten in der Veranstaltung den zuvor in den Medien ausgetragenen Disput um die PSA-gestützte Früherkennung beim Prostatakarzinom in einem öffentlichen Dialog fort.
Das Kongress-Forum „Der gekaufte/verkaufte Patient“ hatte im Vorfeld der Dresdner Jahrestagung bereits ein sehr starkes Medienecho hervorgerufen, denn mit ihrer Pressemitteilung vom 24. August 2009 hatte die DGU die überfällige öffentliche Diskussion um Zuweiserpauschalen als Folge der politisch gewollten Wettbewerbsverschärfung im Gesundheitswesen initiiert. Entsprechend groß war das Interesse an der Veranstaltung, auf der sich der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGUO), Professor Dr. Klaus-Peter Günther, den DGU-Forderungen nach Aufklärung und Transparenz anschloss. Auf dem folgenden, gut besuchten, Pressegespräch wurde das Thema engagiert und vielschichtig diskutiert.
Unmittelbar nach dem Kongress hat die DGU am 23. September 2009 bereits eine weitere Pressemitteilung zum Thema veröffentlicht, um in einem nächsten Schritt Lösungsansätze auf den Weg zu bringen, die es erlauben, den angestrebten innerärztlichen und gesellschaftlichen Grundkonsens wiederherzustellen. Die, nach anfänglicher Polemik und genereller Diffamierung der in der überwiegenden Mehrheit unbescholtenen Ärzteschaft, nun einsetzende Versachlichung der öffentlichen Debatte wird dies Anliegen befördern.
Die genannten Pressemitteilungen sowie unsere komplette Berichterstattung vor dem Kongress und die Meldungen direkt von der Jahrestagung in Dresden finden Sie zum Nachlesen wie immer auf dem Urologenportal.
Da die medizinischen Themen in der Kongressvorberichterstattung, allen voran unsere Pressemitteilungen zur Gefahr von Harnsteinen bei Kindern, zum Hodenkrebs sowie unsere Veröffentlichung zur DGU-Forschungsoffensive samt neuem Stipendium von den Medien ebenfalls sehr häufig aufgegriffen wurden, und sich auch die Inhalte der Pressekonferenzen gut in der Berichterstattung von Fach- und Laienpresse platzieren konnten, hat der diesjährige Pressespiegel einen noch nie dagewesenen Umfang erreicht. Darin findet sich ein ansehnlicher Teil lokaler und regionaler Berichterstattung, die auf die Arbeit unserer temporären Mitarbeiterin vor Ort, Dagmar Möbius, und ihre guten Kontakte zurückgeht.
Mehr zur 61.DGU-Jahrestagung erfahren Sie in unserer Kongressnachlese, die Sie hier finden.

Aus den Redaktionen

Wie üblich nach dem DGU-Kongress betrafen die meisten Anfragen der letzten Wochen Themen aus dem Umfeld der Jahrestagung. Im Einzelnen ging es natürlich weiter um die Zuweiserpauschalen und die Prostatakarzinom-Leitlinie sowie routinemäßig um zahlreiche Bestellungen von Fotos der Preisverleihungen und um die Zusendung der diesjährigen Pressemappen. Doch auch unter anderem unser Dauerbrenner „Botox in der Urologie“ war gefragt, darunter von der ARD, die im Oktober eine Sendung zum Thema ausgestrahlt hat und die Pressestelle um Mithilfe bat: Wir richteten kurzfristig eine Informationshotline ein.

Patientenanfragen

Patienten auf der Suche nach Informationen oder mit Bestellwünschen für unsere Broschüren sind in der Pressestelle an der Tagesordnung. Die Flut der Nachfragen nach einem nicht existenten Ratgeber über Harnsteinerkrankungen in der Folge einer Visite-Sendung versetzte uns Ende September allerdings doch in Erstaunen und löste eiligen Handlungsbedarf aus. Den bediente Professor Dr. Thomas Knoll, Vorsitzender des Arbeitskreises “Harnsteine” der Akademie der Deutschen Urologen, mit einem ad hoc erstellten Text, so dass wir kurzfristig einen kompetenten Informationsbrief versenden konnten. Unser Dank ist entsprechend groß!

Ausblick

Neue Strategien, zukünftige PR-Projekte von DGU und BDU: Noch im Dezember 2009 wird sich die Kommission Öffentlichkeitsarbeit treffen und über die anstehenden Aufgaben für das kommende Jahr beraten.
Ebenfalls im Dezember werden wir mit der Arbeit für den 62. DGU-Kongress, der vom 22. bis 25. September 2010 in Düsseldorf stattfindet, starten und bei einem Treffen mit DGU-Präsident Professor Weidner die Weichen für die Pressearbeit rund um die Jahrestagung in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt stellen.

Kontakt

Pressestelle
Bettina-Cathrin Wahlers &
Sabine M. Glimm
Grandkuhlenweg 5-7
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Tel.: 040 - 79 14 05 60
Fax: 040 - 79 14 00 27
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