Lexikon - M

Autor: Dr. Arne Tiemann|Veröffentlicht am 24. November 2006|Aktualisiert am 06. April 2017

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Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)

Bildgebendes Verfahren, das sich elektromagnetischer Schwingungen von Gewebebestandteilen in einem künstlich erzeugten Magnetfeld bedient. Das Verfahren bietet die Möglichkeit einer Schnittbilddiagnostik und der Abbildung von Körperorganen, ohne das eine Strahlenbelastung entsteht. In der Urologie hauptsächlich zur Darstellung des kindlichen Harntraktes (Uro-MRT) genutzt. Vor allem im Rahmen der Harnsteindiagnostik der Computertomographie deutlich unterlegen.

Malignom

Bösartige Geschwulst, Krebs.

Menopause

Zeitpunkt der letzten Menstruation. Eintritt in das Klimakterium.

Metastase

Durch Verteilung von Zellen eines Malignoms an eine anderen Stelle des Körpers entstandene Krebsansiedlung. Die Verteilung kann über die Lymphwege (lymphogen) oder über den Blutweg erfolgen (hämatogen).

Miktion

Natürliche Harnentleerung der Blase.

Miktionsstörungen

Störungen bei der natürlichen Entleerung der Blase z.B. durch Vergrößerung der Prostata.

Miktionszystourethrographie

(röntg.) Kontrastdarstellung der Harnröhre und Harnblase während des Wasserlassens.

Milzbrand, Anthrax

Der Milzbrand ist eine bakterielle Infektionserkrankung, die in erster Linie Huftiere betrifft. Durch engen Kontakt mit erkrankten Tieren oder durch Hantieren mit infizierten Tierprodukten können die Erreger auf den Menschen übertragen werden. Je nach Eintrittspforte kommt es zum Haut-, Lungen- oder Darmmilzbrand. Durch Übertreten der Erreger ins Blut entsteht die rasch zum Tod führende Milzbrandsepsis. Die Diagnose ergibt sich aus dem klinischen Bild, aus der Krankengeschichte und dem Erregernachweis. Die Therapie der Wahl ist die frühzeitige Verabreichung von Penicillin.
Quelle: Medicine WorldWide
www.m-ww.de/krankheiten/infektionskrankheiten/ milzbrand.html

Mittelstrahlurin

Um die Verunreinigung des spontan gelassenen Urins zu vermeiden, wird für die Urinuntersuchung der so genannte Mittelstrahlurin verwendet. Eine gründliche Reinigung der Harnröhrenöffnung und ihrer Umgebung ist vor dem Wasserlassen durchzuführen.

Vorgehensweise bei Männern: Zurückstreifen der Vorhaut über die Eichel. Säubern der Harnröhrenöffnung mit einem Desinfektionsmittel. Ablassen einer kleinen Urinmenge in die Toilette. Harnstrahl stoppen. Urin für die Untersuchung in den Sammelbehälter ablassen. Harnstrahl stoppen. Dann den restlichen Urin in die Toilette entleeren. Den Sammelbehälter zur Untersuchung bringen.



Vorgehensweise bei Frauen: Durch die unmittelbare Nähe der Harnröhrenöffnung zur Scheide und den Schamlippen gestaltet sich die saubere Gewinnung eines Mittelstrahlurins wesentlich schwieriger.

Ausgiebige Reinigung der äußeren Geschlechtsteile. Gründliches Waschen der Hände und Abtrocknen möglichst mit einem Einmalhandtuch. Spreizen der Schamlippen mit der einen Hand und zwar so lange bis die Gewinnung des Mittelstrahlurins abgeschlossen ist. Reinigung der Harnröhrenöffnung von vorne nach hinten. Ablassen des ersten Urins in die Toilette. Harnstrahl stoppen. Auffangen des zweiten Urinstrahls in einem Sammelbehälter. Entleerung des restlichen Urins aus der Harnblase in die Toilette. Den Sammelbehälter zur Untersuchung bringen.

Mutagen

Schädigung des Erbgutes durch Substanzen oder Strahlung.