Lexikon - L

Autor: Dr. Arne Tiemann|Veröffentlicht am 24. November 2006|Aktualisiert am 06. April 2017

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latent

stumm, verborgen, schlummernd, unbemerkt

Leistenbruch

Als "Bruch" (Hernie) bezeichnet man das Austreten von Baucheingeweiden, meist Darm, durch eine Bauchwandlücke in das Unterhautfettgewebe. Die Leistenregion ist wegen der vorgebildeten Durchtrittsstellen für den Samenstrang besonders anfällig für Bauchwandbrüche. Männer sind bei Leistenbrüchen wesentlich häufiger betroffen als Frauen. Neben Leistenbrüchen gibt es Nabelbrüche, Narbenbrüche und weitere Stellen der Bauchwand, die von einem Bruch betroffen sein können.

Leukozyturie

Vermehrtes Auftreten von weißen Blutkörperchen im Urin als Hinweis auf einen entzündlichen Vorgang (z. B. Harnblasenentzündung).

LHRH-Analoga

Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) produziert u.a. das Hormon LH, das beim Mann die Bildung des Sexualhormons Testosteron beeinflußt. LHRH-Analoga verhindern reversibel die Ausschüttung von LH an der Hirnanhangsdrüse. Dadurch wird dann kein Testosteron mehr gebildet, und das Wachstum des Testosteron-abhängigen Prostatakarzinoms wird verzögert.

Libido

Sexualtrieb

Litholyse

siehe Chemolitholyse

Lubrikation

Absonderung von Schleim als Gleitsubstanz durch spezielle Zellen der Scheide während der sexuellen Erregung, die das Eindringen des Gliedes erleichtern.

Lues

Siehe Syphilis

Luteinisierendes Hormon (LH)

Ein Hormon, das von der Hirnanhangsdrüse ausgeschieden wird und in den Keimdrüsen (Eierstöcke bzw. Hoden) den Anstoß zur Produktion der Geschlechtshormone gibt.

Lymphknoten

Auch oft falsch als Lymphdrüsen bezeichnet. Lymphknoten besitzen jedoch keine Drüsenfunktion. Lymphknoten filtern das Gewebswasser (Lymphe) einer Körperregion. Sie befinden sich an zahlreichen Stellen des Körpers (z.B. Achselhöhlen, Leistengegend) und bilden so genannte Lymphknotenstationen. Die Lymphknoten sind wichtige Bestandteile des körpereigenen Immunsystems.

Lymphom

Lymphknotenschwellung

Lymphogranuloma venerum

Durch Geschlechtsverkehr übertragene Infektionskrankheit. Verbreitung vor allem in den Tropen. Erreger Chlamydia trachomatis. In Deutschland sehr selten. An der Kontaktstelle bilden sich kleine Knötchen, welche nach ca. 14 Tage abheilen. Im weiteren Verlauf schwellen die Leistenlymphknoten an, schmelzen eitrig ein und neigen zur Fistel- und Abszessbildung. Eine Therapie mit Antibiotika ist möglich. Wirksamen, jedoch nicht 100-prozentigen Schutz vor Infektion bieten nur Kondome.