Lexikon - F

Autor: Dr. Arne Tiemann|Veröffentlicht am 24. November 2006|Aktualisiert am 06. April 2017

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Feigwarzen (Condylomata accuminata)

Feigwarzen werden durch sog. Papillomaviren verursacht. Sie machen sich zunächst als kleinere, schmerzlose Warzen (in fortgeschrittenen Fällen auch in Form blumenkohlähnlicher Gebilde) am Penis (Eichel, Schaft, Penisbasis, Schamhügel), an oder in der Scheide, am Anus oder im Darmausgang bemerkbar. Es gibt viele verschiedene Arten solcher Papillomaviren, von denen nicht alle sexuell übertragen werden oder Warzen verursachen. Einige Arten infizieren die Schleimhäute im Genitalbereich und können, ohne sich zuvor durch eine Warzenbildung bemerkbar gemacht zu haben, nach länger dauernder Infektion Krebs auslösen. Der Gebärmutterhalskrebs bei der Frau, sowie vermutlich auch ein erheblicher Teil der Scheiden-, Penis- und Analkarzinome sind Folgen solcher Infektionen. Etwa jede 5. Frau im sexuell aktiven Alter ist mit genitalen Papillomaviren infiziert, etwa jede 15. mit Papillomavirustypen, die Krebs verursachen können. Die Zahl der männlichen Virusträger ist nicht bekannt. Besondere Probleme stellen die Warzen bei unkontrolliertem Wachstum dar; zum Beispiel, wenn die Körperabwehr durch eine andere Erkrankung geschwächt ist. Große Warzen im Geburtskanal können den Geburtsverlauf beeinträchtigen. Im Enddarm können sie Schmerzen beim Stuhlgang verursachen. Einige Virustypen können nach längerdauernder Infektion Gebärmutterhals-krebs bei Frauen verursachen. Hauptsächlich durch ungeschützten Sexualverkehr steckt man sich an. Kondome schützen, wenn sie den Kontakt mit krankheitsbedingten Hautveränderungen oder erregerhaltigen Körperflüssigkeiten verhindern. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht. Außer örtlicher chemischer Behandlung kommt die operative Entfernung in Frage. Es treten häufig Rückfälle auf, daher sind Kontrollen über längere Zeit notwendig.

Fertilität

Fruchtbarkeit. Die Fähigkeit des Mannes und der Frau ein Kind zu zeugen. Beim Mann besteht die Zeugungsfähigkeit von der Zeit der Geschlechtsreife (Pubertät) bis in das hohe Alter. Bei der Frau setzt die Fruchtbarkeit zum Zeitpunkt der ersten Monatsblutung (Menarche) ein und endet mit der letzten Regelblutung (Menopause). Zur näheren Erläuterung der andrologischen Aspekte von Fertilität und Infertilität sei auf den Patientenratgeber Infertilität verwiesen.

Fieber

Bei Fieber handelt es sich um eine Erhöhung der Körperkerntemperatur über 38° Celsius. Es ist ein häufiges Symptom in Verbindung mit entzündlichen Erkrankungen, das oft ihre Ursache in der Auseinandersetzung des Körpers mit Bakterien und Viren hat. Mit der Erhöhung seiner Körpertemperatur versucht der Körper, die eingedrungenen Krankheitserreger abzuwehren.

Frenulum

Syn. für Vorhautbändchen. Ein zu kurzes Vorhautbändchen kann zu Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs führen. Auch kann es bei Geschlechtsverkehr reißen. Zur Blutstillung ist dann oft eine Naht notwendig. Sollte ein zu kurzes Vorhautbändchen Beschwerden machen, kann der Urologe mit einer operativen Durchtrennung helfen (sog. Frenuloplatik).