Lexikon - D

Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 24. November 2006|Aktualisiert am 06. April 2017

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Dauerkatheter

Er wird auch als Verweilkatheter bezeichnet. Es handelt sich um einem dünnen Schlauch aus Silikon, Latex oder Polyurethan, der entweder über die Harnröhre in die Blase vorgeschoben wird (transurethraler Dauerkatheter) oder über die Bauchdecke in die Blase gestochen wird (suprapubischer Dauerkatheter), um den Urin abzuleiten. Der Einsatz erfolgt in Situation in denen es Patienten nicht mehr möglich ist ihre Blase selber kontrolliert zu entleeren. Ein etwa wallnussgroßer Ballon an der Spitze des Katheters wird mit einer wässrigen Lösung aufgeblasen und verhindert das Herausrutschen aus der Blase. Katheter müssen aus hygienischen Gründen in regelmäßigen, meist 6-wöchigen Abständen gewechselt werden.

Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie

Gestörtes Zusammenwirken zwischen dem Blasenmuskel und dem Schließmuskel. Dies kann eine Blasenentleerungsstörung zur Folge haben. Zur Diagnose ist eine urodynamische Messung notwendig.

Diabetes mellitus

Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine Erkrankung des Insulin- und Zuckerstoffwechsels. Man unterteilt Diabetes mellitus im wesentlichen in zwei Formen: eine im Jugend- oder jungem Erwachsenenalter beginnende Variante, welche die Gabe von Insulin notwendig macht (Diabetes mellitus Typ 1) und eine im Alter erworbene Form (Diabetes mellitus Typ 2, „Altersdiabetes“). Bei dieser Form des Diabetes ist teilweise noch eine diätische Behandlung oder eine Therapie in Tablettenform möglich. Je nach Schweregrad kann jedoch auch hierbei eine Gabe von Insulin notwendig werden. Die Zahl der an Diabetes erkrankten Menschen nimmt zu.

Bei der jugendlichen Form gibt es eine familiäre Belastung als Hinweis auf eine Autoimmunkrankheit, bei der im Körper Antikörper gegen eigene Zellen entstehen. Sie zerstören die Zellen, welche Insulin bilden.



Beim Diabetes mellitus Typ 2 spielen Veranlagung, ein zu hohes Körpergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel eine große Rolle.

 

Dranginkontinenz

Als Harninkontinenz werden unkontrollierbare, unwillkürliche Urinverluste bezeichnet. Die Belastungsinkontinenz beschreibt Urinverluste, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang- oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Hier sei auf die Kapitel "Überaktive Blase" und "Harninkontinenz" verwiesen.

Drüse

Bezeichnung für Körperorgane die Sekrete bilden. Diese Sekrete können z.B. in die Blutbahn sezerniert werden (z.B. Schilddrüse → Schildrüsenhormone). Drüsen werden in diesem Fall als endokrine Drüsen bezeichnet werden. Sekrete können aber auch von Drüsen nach Außen abgegeben werden (z.B. Speicheldrüse → Speichel). In diesem Fall werden diese als exokrine Drüsen bezeichnet.

Dyspareunie

Sammelbegriff für unangenehme Empfindungen beim sexuellen Verkehr.

Dysurie

Medizinische Bezeichnung für ein erschwertes Wasserlassens, welches mit auch mit Schmerzen einhergehen kann. Häufige Ursache für eine Dysurie beim Mann ist eine Benigne Prostatahyperplasie (BPH).