Lexikon - C

Autor: Dr. Arne Tiemann|Veröffentlicht am 24. November 2006|Aktualisiert am 06. April 2017

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Candidosen

siehe Pilzinfektion

Chemolitholyse

Auflösung von Harnsteinen (auch Gallensteinen) durch Medikamente. Dies gelingt nur bei speziellen Steinzusammensetzung. Häufig ist das Auflösen von Harnsäuresteinen durch Harnalkalisierung erfolgreich.

Chemotherapie

Behandlung mit einem Medikament (Chemotherapeutikum) zur Störung und Verminderung des Wachstums von Krebszellen. Oftmals ist auch die Kombination mehrerer Medikamente erforderlich.

Chlamydieninfektion

Die Chlamydieninfektion ist in Deutschland eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten. Oft macht die Erkrankung nur geringe oder keine Beschwerden. Sollten Beschwerden überhaupt auftreten (ca. 1 bis 6 Wochen nach der Ansteckung), dann äußern sich diese meist durch Brennen beim Wasserlassen und/oder Ausfluß (bei Männern und Frauen); bei Frauen können unter Umständen auch Reizzustände im Unterleib oder Blutungsstörungen auftreten.

Die meisten Menschen sind hingegen ohne Symptome erkrankt. Die Dunkelziffer an betroffenen Patienten ist daher hoch. Auch von solch symptomlosen Trägerinnen und Trägern können die Bakterien durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden.

Als Komplikationen können durch unbehandelte Infektionen z.B. bei Frauen Verklebungen der Eileiter entstehen, die Eileiterschwangerschaften begünstigen oder sogar zu ungewollter Kinderlosigkeit führen können. Das Neugeborene einer infizierten Frau kann zudem bei der Geburt infiziert werden und ernste Lungen- und Augenerkrankungen entwickeln. Bei Männern überwiegend Entzündungen der Blase und der ableitenden Harnwege. Ein Nachweis ist durch spezielle Labormethoden z.B. aus Urin, Ejakulatflüssigkeit und einem Zervixabstrich möglich.

Die Verwendung von Kondome schützen vor einer Ansteckung. Eine effektive Behandlung der Chlamydieninfektion ist mit Antibiotika möglich. Wichtig ist die Partnerbehandlung um erneute wechselseitige Ansteckung zu vermeiden.

Coitus Interruptus

Lange Zeit war der unterbrochene Geschlechtsverkehr (Coitus interruptus) die am weitesten verbreitete Verhütungsmethode. Heute gilt er als mit Abstand unsicherste Methode um eine Schwangerschaft zu vermeiden. Der Pearl Index liegt beim unterbrochenen Geschlechtsverkehr zwischen 10 und 20 (von ein. Bei dieser Methode zieht der Mann kurz vor dem Samenerguss sein Glied aus der Scheide. Durch die Aufmerksamkeit, die auf das rechtzeitige Herausziehen des Gliedes gerichtet werden muss, gestaltet sich der Geschlechtsakt für den Mann oft sehr unbefriedigend. Schädliche Nebenwirkungen liegen jedoch nicht vor.

Computertomographie

Die Computer-Tomografie, auch in Kurzform als CT oder CT-Untersuchung bezeichnet, ist eine Bild gebende Untersuchung, die durch den Radiologie-Facharzt durchgeführt wird. Sie verwendet Röntgenstrahlen um Organe im Körperinneren darzustellen. Dies ähnelt zunächst einer konventionellen Röntgenaufnahme z.B. vom Brustkorb. Beim CT umkreist jedoch die Quelle der Röntgenstrahlung den Körper, sodass dadurch schichtweise Bilder vom Körperinneren hergestellt werden. Zur verbesserten und kontrastreichen Darstellung verwendet der Radiologe gelegentlich auch so genannte Kontrastmittel. Gegen derartige Kontrastmittel können Allergien bestehen. Vorteile der CT-Untersuchung sind die hohe Genauigkeit bei guter Bildauflösung. Allerdings wird der Patient einer deutlich höheren Exposition gegenüber Röntgenstrahlen ausgesetzt, weswegen die Untersuchung nicht in beliebiger Häufigkeit angewendet werden kann.

CPPS

engl. Chronic Pelvic Pain Syndrome (Chronischer Beckenbodenschmerz) mehr dazu

Cystitis Interstitielle

Die Interstitielle Cystitis (IC) ist eine chronische Entzündung der Blasenwand, deren Hintergründe und Ursachen bislang nicht im Detail erforscht sind. Hauptsymptome sind Schmerzen im Unterleib, verbunden mit quälend häufigem Harndrang unter Ausschluss anderer Ursachen (z.B. bakterielle Infektion, Blasenkrebs etc.).

Weitere Informationen unter http://www.ica-ev.de