Lexikon - B

Autor: Dr. Arne Tiemann|Veröffentlicht am 24. November 2006|Aktualisiert am 15. Mai 2017

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Beckenbodengymnastik

Maßnahmen zur Kräftigung der Muskeln des Beckenbodens; wird im Rahmen der Behandlung einer Harn- oder Stuhlinkontinenz eingesetzt.

Belegarzt

Es handelt sich um niedergelassene Urologen, welche im Rahmen ihrer Tätigkeit auch Leistungen im stationären Rahmen an einem Krankenhaus erbringen. Zwischen Krankenhaus und Belegarzt bestehen vertragliche Bindungen (sogenannter Belegarzt-Vertrag) in denen Rechte und Pflichten beider Parteien verankert sind (insbesondere über Anzahl der Belegbetten, Kostenersatz usw.) Der Belegarzt ist kein Angestellter des Krankenhauses und nicht weisungsgebunden. Zum Patienten besteht beim Belegarztsystem in der Regel ein Dienstvertrag, aus dem der Belegarzt persönlich haftet. Durch den Behandlungsvertrag übernimmt der Belegarzt seinen Patienten gegenüber die Verpflichtung zur sachgemäßen wie auch zeitgerechten ärztlichen Betreuung. Der Belegarzt muss wie alle übrigen Ärzte Aufzeichnungen über die durchgeführte stationäre Behandlung anfertigen, das Pflegepersonal unentgeltlich unterrichten und - je nach Vertrag mit dem Krankenhaus - nicht nur die eigenen, sondern alle stationären Patienten seines Fachgebietes behandeln. In der gesetzlichen Krankenversicherung erhält er seine Vergütung über die Kassenärztliche Vereinigung. Berechnungsfähig sind die vom Belegarzt selbst erbrachten Leistungen sowie die Leistungen der von ihm hinzugezogenen Ärzte. Der Belegarzt erstattet die Kosten, die dem Krankenhaus durch Inanspruchnahme von Personal, Räumen und Geräten bei der Behandlung der Patienten entstehen.

Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

Gutartige Prostatavergrößerung. Auch als benignes Prostatasyndrom bezeichnet. Siehe Patienteninformation → Was tun, wenn die Prostata wächst?

Biofeedback-Training bei Inkontinenz

Trainingsverfahren des Beckenbodens. Einsatz bei verschiedenen Inkontinenzformen. Siehe auch Kapitel Harninkontinenz. 

Biopsie

Probeentnahme von Gewebe, z.B. aus der Prostata. Durch die Untersuchung des entnommenen Gewebes kann zwischen gutartigen und bösartigen Geschwülsten unterschieden werden.

Blasenentzündung

Normalerweise sind die ableitenden Harnwege und der Urin keimfrei. Eine bakterielle Infektion der Harnblase wird als Blasenentzündung oder Cystitis bezeichnet. Eine solche Infektion äußert sich oft durch gehäuften Harndrang und brennende Schmerzen im Bereich der Harnröhre v.a. während des Wasserlassens.

Blasenschwäche

Umgangssprachliche Bezeichnung für verschiedene Inkontinenzformen. Siehe Kapitel Harninkontinenz. 

Body-Mass-Index (BMI)

Der BMI dient zur Beurteilung des Körpergewichts in Relation zur Körpergröße bei Erwachsenen. Er berechnet sich nach folgender Formel:
BMI = (Gewicht in Kilogramm) geteilt durch (das Quadrat der Körpergröße in Metern)

Beispiel:
Gewicht 75 Kilogramm, Größe 180 cm = 1,8 m
BMI = 75 (kg) : 1,8 (m) : 1,8 (m) = 23

Einteilung in Gewichtsklassen beim Erwachsenen mittels BMI:
1. Untergewicht: < 18,5 kg/m²
2. Normalgewicht: 18,5 bis 24,9 kg/m²
3. Übergewicht: 25 bis 29,9 kg/m²
4. Adipositas Grad I: 30 bis 34,9 kg/m²
5. Adipositas Grad II: 35 bis 39,9 kg/m²
6. Adipositas Grad III: BMI > 40 kg/m²
Adipositas = Fettleibigkeit

Hier können Sie Ihren BMI bestimmen: weiter

Bougierung

Verfahren zur Ausdehnung und Erweiterung einer verengten Stelle, z.B. in der Harnröhre.