Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 01. Juli 2009|Aktualisiert am 06. April 2017

Ungewollter Harnabgang beim Husten und Niesen - Kann Beckenbodentraining helfen?

Frage: Mein Urologe hat bei mir durch eine gründliche Untersuchung eine Belastungsinkontinenz festgestellt. Er empfahl mir zur Kräftigung der Muskulatur das Beckenbodentraining. Wäre eine Operation nicht sinnvoller?

Antwort: Das aktive Beckenbodentraining kann bei regelmäßiger Durchführung dazu beitragen, die Beckenbodenmuskulatur zu stärken und zu straffen. Der Beckenboden, ein flächiger Muskel, der das Becken nach unten hin abschließt, trägt und stützt die inneren Organe. Bei der Blasenentleerung hat er die Aufgabe, den Ausgang der Harnröhre zu öffnen und wieder fest zu verschließen. Durch entsprechende tägliche Übungen, die mit Hilfe von Physiotherapeuten erlernt werden können, gelingt es in den meisten Fällen, eine spürbare Verbesserung der Belastungsinkontinenz zu erreichen. Führen die eingeleiteten Behandlungsmaßnahmen und die Beckenbodengymnastik nicht zum gewünschten Erfolg, wird Ihr Urologe Sie hinsichtlich eines Erfolg versprechenden operativen Eingriffs beraten.
Das regelmäßige Beckenbodentraining kann bei bestehendem ungewollten Harnabgang zu einer Verringerung der Beschwerden führen. Somit stellt diese Gymnastik eine sinnvolle Unterstützung der Inkontinenzbehandlung dar.
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