Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 01. Juli 2009|Aktualisiert am 06. April 2017

Kurz nach der Blasenentleerung verspürt man(n) schon wieder Harndrang

Frage: In letzter Zeit verspüre ich, kurz nachdem ich auf der Toilette war, schon wieder den Drang Wasser zu lassen. Ich habe das Gefühl, meine Blase nicht mehr vollständig entleeren zu können. Auch in der Nacht muss ich immer häufiger Wasser lassen. Was könnte das sein?

Antwort:
Am häufigsten kommt es bei älteren Männern durch eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (benigne Prostatahyperplasie) zu den genannten Beschwerden. Hierbei wird das Gefühl der unvollständigen Entleerung der Harnblase zum ständigen Begleiter. Der Harnstrahl ist meist abgeschwächt. Ein ständiges Harnträufeln kann sich einstellen. Trotz großer Anstrengung beim Wasserlassen kommt es kaum zu einer spürbaren Erleichterung für den Betroffenen. Der Urologe kann durch die entsprechenden Untersuchungen das Abflusshindernis erkennen und eine gezielte Behandlung einleiten. Harnsteine, wiederkehrende Entzündungen der Harnwege und andere Schwierigkeiten können sonst im Gefolge der Blasenentleerungsstörung auftreten. Durch einen ständigen Rückstau des Harns über die Harnleiter hinauf bis zu den Nieren kann es im schlimmsten Fall zu einem Nierenversagen kommen. Ein völliger Harnverhalt kündigt sich mit starken Schmerzen an und kann mit Schüttelfrost einhergehen. Hierbei handelt es sich um einen urologischen Notfall. Rasche Hilfe ist erforderlich. Der Urologe wird mittels eines Harnblasenkatheters die Entleerung der Harnblase vornehmen, um den Patienten von seinen Schmerzen zu befreien.
Die Blasenentleerungsstörung beim Mann bedarf immer einer gründlichen Untersuchung beim Urologen, um das Abflusshindernis erkennen und eine gezielte Behandlung einleiten zu können.
Weitere Informationen zur gutartigen Vergrößerung der Prostata finden Sie hier.