Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 01. Juli 2009|Aktualisiert am 16. Dezember 2016

Ihr Frauenarzt hat rote Blutkörperchen im Urin entdeckt

Frage: Im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung bei meiner Frauenärztin wurde in einer Urinprobe mit dem Teststäbchen Blut nachgewiesen. Sie empfahl mir, einen Urologen aufzusuchen. Ich habe aber überhaupt keine Beschwerden. Kann ich nicht erst einmal abwarten?

Antwort: Im Urin finden sich höchstens ganz vereinzelt rote Blutkörperchen. Sie sind mit dem bloßen Auge nicht zu sehen. Der Urologe spricht beim Nachweis von roten Blutkörperchen z.B. mit einem Teststreifen von einer Mikrohämaturie. Ist der Urin sichtbar blutig handelt es sich um eine Makrohämaturie. In beiden Fällen ist eine Untersuchung beim Urologen von größter Wichtigkeit. Blutbeimengung im Urin bedarf immer einer gründlichen Untersuchung der ableitenden Harnwege, um Geschwulste, Entzündungen, Verletzungen, Fehlbildungen oder ein Steinleiden aufzudecken. Durch moderne Verfahren (zum Beispiel Ultraschall) ist die Untersuchung beim Urologen in der Regel schmerzfrei und kaum belastend für den Patienten. Blutnachweis im Urin kann ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung der ableitenden Harnwege sein, eine frühzeitige Abklärung beim Urologen ist zu empfehlen.