Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 01. Juli 2009|Aktualisiert am 16. Dezember 2016

Sind Fachtagungen für Urologen eigentlich sinnvoll?

Frage: Mein Urologe war vor kurzem nach Wiesbaden gefahren, um dort an einem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie teilzunehmen. Sind diese aufwändigen Fachtagungen in der heutigen Zeit denn noch nötig, wo es doch ein riesiges Angebot an Fachzeitschriften und auch die Möglichkeit der Internet-Nutzung gibt?

Antwort: Vom 22.09. bis 25.09.2004 fand in Wiesbaden der 56. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. statt. Kongresspräsident war Prof. Joachim W. Thüroff. Gegliedert war der Kongress in drei Hauptbereiche: Wissenschaft, ärztliche Fortbildung und Fortbildung von Assistenz- und Pflegepersonal. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn auch Ihr Urologe neben Tausenden von Urologen an diesem Kongress teilnahm. Dort konnten sich die Fachärzte über die neuesten Forschungsergebnisse auf dem urologischen Fachgebiet informieren und einen regen Erfahrungsaustausch betreiben. Forschungsergebnisse, operative und medikamentöse Behandlungsmaßnahmen sowie Strahlentherapie zum Beispiel bei Prostata- oder Harnblasenkrebs bildeten Mittelpunktthemen. Der Urologe kann seinen Behandlungsspielraum, angelehnt an die neuesten Forschungsergebnisse, erweitern und für seine Patienten in seiner Praxis oder Klinik die bestmögliche Behandlung einleiten. Zunehmend fanden auch Veranstaltungen in englischer Sprache statt, um ausländische Ärzte zu einer Teilnahme am Kongress zu ermuntern. Junge Ärzte interessieren sich in steigendem Maße für die europäische Facharztprüfung. In Arbeitsgruppen konnten die Urologen ihr Wissen zu verschiedenen urologischen Themen auch mit Hilfe praktischer Übungen vertiefen. Auch die Gesundheits- und Berufspolitik spielte auf dem Kongress eine große Rolle. Bekannte Persönlichkeiten wie der KBV-Vorsitzende Dr. Richter-Reichheim und verschiedene Bundestagsabgeordnete traten als Redner auf. Für die Patienten sehr bedrückende Krankheitsbilder wie die Harninkontinenz und das Prostatakarzinom standen bei den Patientenforen auf der Tagesordnung.

Nur gemeinsam ist man stark. Das haben die Urologen, die ein sehr modernes Fachgebiet vertreten, sehr gut in die Tat umgesetzt. Sie als Patient können mit Ihrem Urologen zufrieden sein, denn seine Teilnahme an der Fachtagung bringt auch für Sie nur Vorteile. (kj)