Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Zehn Jahre Selbsthilfe-Bund Blasenkrebs e.V.

03.04.2014. Krebs ist immer eine Diagnose, die Angst auslöst und von Gefühlen wie Verzweiflung, Trauer und Hilflosigkeit begleitet wird. Nach Krebserkrankungen von Prostata, Darm und Lunge ist Harnblasenkrebs der vierthäufigste bösartige Tumor des Mannes. Im Jahr 2010 erkrankten in der Bundesrepublik Deutschland rund 28.500 Menschen an Blasenkrebs, davon über 21.000 Männer, wobei das mittlere Erkrankungsalter für Männer bei 72, für Frauen bei 74 Jahren liegt („Krebs in Deutschland 2009/2010“, 9. Ausgabe 2013, Robert Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland).

Am Krebs erkrankt nicht nur der Körper, auch die Seele gerät aus dem Gleichgewicht. Viele Betroffene ziehen sich zurück, verheimlichen ihre Krankheit aus Scham und haben oftmals Hemmungen, mit Angehörigen offen über ihre Ängste und Sorgen zu sprechen. So schwer die Diagnose zu ertragen ist, so hilfreich können Gespräche über die eigenen Gefühle und Informationen über die Krankheit und die Therapie sein.

Kompetenter Ansprechpartner bei einem Tumor der Harnblase zusätzlich zu Ihrer Urologin oder Ihrem Urologen der Selbsthilfe-Bund Blasenkrebs e.V., eine bundesweit tätige Vereinigung von an Harnblasenkrebs erkrankten Menschen und deren Angehörigen. Der gemeinnützige Verein steht seit nunmehr zehn Jahren Betroffenen und deren Familien mit Rat und Tat zur Seite und ist gleichzeitig die Dachorganisation von lokalen Selbsthilfegruppen, in denen Patientinnen und Patienten ihre Erfahrungen austauschen können und aktuelle Informationen aus der Blasenkrebsforschung und -therapie erhalten. Aktuell vertritt der Verein die Patientenbelange bei der Erarbeitung der neuen S3-Leitlinie „Harnblasenkarzinom“.

Der Selbsthilfe-Bund Blasenkrebs e.V. hat zurzeit bundesweit mehr als 800 Mitglieder, die sich in 41 Gruppen treffen. Doch nicht in jeder Region Deutschlands gibt es die Möglichkeit, sich einer solchen Gruppe anzuschließen. Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens will der Verein in diesem Jahr verstärkt am Aufbau eines flächendeckenden Netzes arbeiten und benötigt dafür die Unterstützung Betroffener, die Interesse an der Gründung und Moderation einer Gruppe vor Ort haben. Der Selbsthilfe-Bund ist beim Start behilflich, wie der Vorsitzende, Joachim Weier, erklärt.

Gefördert wird der Verein von der Deutschen Krebshilfe und den gesetzlichen Krankenkassen. Betroffene und Angehörige können beitragsfrei Mitglied werden. Neben den Gruppen gibt es die Möglichkeit einer persönlichen Kontaktaufnahme und Selbsthilfeberatung per Telefon-Hotline unter 0208-62196041 oder per E-Mail an info@blasenkrebs-shb.de

Weitere Informationen gibt es unter www.blasenkrebs-shb.de

Text: DGU/BDU-Pressestelle


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