Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Kleine Organe mit großer Bedeutung: Der Weltnierentag am 13. März steht unter dem Motto „Nierenstark ins Alter“

10.03.2014. Sie sind nur bis zu 12 Zentimeter lang, bis zu 6 Zentimeter breit, 5 Zentimeter dick, und wiegen kaum mehr als eine Tafel Schokolade: die Nieren. So klein sie auch sind – so groß ist ihre Bedeutung für den menschlichen Organismus. Die Nieren scheiden ca. 1,4 Liter Urin pro Tag aus und reinigen den Körper von chemischen Substanzen. Sie entgiften den Körper, regeln den Blutdruck, den Säure- und Basenhaushalt, die Bildung roter Blutkörperchen und den Knochenstoffwechsel. Obwohl ihre Aufgaben lebenswichtig sind, wird den Nieren generell noch zu wenig Beachtung geschenkt. Um das Bewusstsein über die enorme Leistung dieser kleinen Klärwerke des Körpers zu steigern, wurde 2006 zum ersten Mal der Weltnierentag ins Leben gerufen. Seitdem findet der weltweite Aktionstag an jedem 2. Donnerstag im März unter einem besonderen Motto statt. In diesem Jahr steht am 13. März das Thema „Nierenstark ins Alter“ im Fokus.

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Passend zum demografischen Wandel ist der diesjährige Weltnierentag in erster Linie an die Generation 60+ adressiert, da die chronische Nierenerkrankung häufig erst in der zweiten Lebenshälfte auftritt. Eine leichte Abnahme der Organfunktion im Alter gilt als normal. Doch wenn Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Rauchen die Gefäße zusätzlich schädigen, kann die Nierenfunktion rasant abnehmen. Liegt sie unter 15 Prozent, spricht man von chronischem Nierenversagen. Die Folge: Die Betroffenen sind auf eine Transplantation oder auf die Dialyse angewiesen. In Deutschland gibt es rund 70 000 Dialysepatienten, die meisten von ihnen älter als 65 Jahre, die dreimal in der Woche für rund vier Stunden dialysiert werden. Das bedeutet erhebliche Einschränkungen hinsichtlich der Lebensqualität und auch der -prognose. Hinzu kommen ein chronischer Entzündungsstatus und ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Außerdem muss ein Dialysepatient Diätempfehlungen beachten, die den Alltag zusätzlich erschweren. Umso wichtiger ist es gerade für ältere Menschen darauf zu achten, ihre Nieren möglichst lange funktionstüchtig zu erhalten.

Durch einen Blut- und Urintest, der alle zwei Jahre beim Hausarzt durchgeführt werden sollte, kann eine abnehmende Nierenfunktion frühzeitig entdeckt werden und Gegenmaßnahmen können eingeleitet werden. Menschen mit Diabetes mellitus oder Hypertonie wird empfohlen, auf eine gute Blutzuckereinstellung zu achten und die Nierenfunktion jährlich untersuchen zu lassen. Die beste Vorbeugung ist Nichtrauchen, eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und die Vermeidung von Übergewicht.

Über die verschiedenen Erkrankungen der Nieren und über effektive Präventionsmaßnahmen informiert der „Ratgeber zur Prävention urologischer Erkrankungen“ der Deutschen Gesellschaft für Urologie und des Berufsverbands der Deutschen Urologen. In übersichtlicher Form liefert die Broschüre Tipps zur Vorbeugung und klärt über ärztliche Vorsorgemaßnahmen auf, die in Anspruch genommen werden können. Die Broschüre ist erhältlich über die Homepage der Deutschen Urologen unter www.urologenportal.de

 

Weitere Informationen zum Weltnierentag gibt es unter www.weltnierentag.de

Text: DGU/BDU-Pressestelle


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