Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Badesaison – die Hochzeit der Harnwegsinfektionen - Ernährung, Wärme, Hygiene: Tipps, um eine Blasenentzündung zu vermeiden

06.05.2014. Die Badesaison steht vor der Tür und dadurch bedingt treten gehäuft Harnwegsinfekte auf. Egal, ob man sich im Urlaub im Meer abkühlt oder die heimischen Seen und Freibäder nutzt: Kommen Bakterien und Kälte zusammen, ist das Ergebnis oft eine Entzündung der Harnwege. Frauen sind besonders häufig betroffen, da ihre Harnröhre kürzer ist und sich näher am Darmausgang befindet als bei Männern, können Bakterien schneller in die Blase aufsteigen.

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Gerade im Sommer machen Frauen es den Schwimmbadkeimen leicht: Meist wechseln sie nach dem Baden nicht gleich die Badekleidung – selbst wenn es sie schon fröstelt. Die Folge: Der Unterleib kühlt aus, die Blutgefäße verengen sich und die Immunabwehr wird eingeschränkt.

Um einer Harnwegsinfektion vorzubeugen, sollte nach dem Baden der nasse Bikini oder Badeanzug schnell gegen trockene Kleidung gewechselt werden. Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass der Körper nicht zu stark auskühlt – auch an lauen Sommerabenden ist es sinnvoll, stets eine Jacke griffbereit zu haben und die Genitalregion warm zu halten. Darüber hinaus gehört zu einer effektiven Prävention die richtige Hygiene: Der Intimbereich sollte nur mit klarem Wasser statt mit scharfer Seife gewaschen werden; es sollten luftdurchlässige Unterwäsche und Hosen aus Naturfasern getragen werden, da in Wäsche aus Synthetik sich schnell ein feuchtes Milieu bildet, in dem sich Bakterien wohl fühlen.

Zeigen sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erste Anzeichen eines Harnwegsinfektes wie häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und Unterleibsschmerzen, sollten Wasser sowie spezielle Blasen- und Nierentees, beispielsweise mit Brennnessel, Schachtelhalm und Birke, in ausreichender Menge von etwa 2000 ml pro Tag getrunken werden, um die Entzündung zu lindern. Der Körper sollte grundsätzlich warm gehalten werden, unter anderem mit einer Wärmflasche oder einem Kirschkernkissen auf dem Bauch. Auch warme Vollbäder oder Sitzbäder mit Kamille helfen. 

Wenn diese Maßnahmen allein nicht ausreichen, um die Beschwerden zu lindern, behandeln Mediziner immer öfter mit natürlichen Heilmitteln. Sie entfalten pharmakologische Wirkungen wie antiphlogistische, spasmolytische und diuretische bis hin zu antibakteriellen. Besonders für Frauen, die wiederholt an einer Blasenentzündung leiden, sind pflanzliche Mittel eine gute Alternative zu Antibiotika. Dadurch fallen nicht nur unerwünschte Nebenwirkungen weg, sondern auch die Resistenzproblematik wird deutlich geringer. Generell bessern sich die Symptome bei 40 bis 70 Prozent der Betroffenen innerhalb einer Woche.

Doch nicht jede Harnwegsinfektion verläuft unkompliziert. Spätestens wenn Fieber, Schüttelfrost und allgemeine Krankheitsanzeichen auftreten, ist ein Arztbesuch erforderlich. Aber auch plötzlich auftretende Magen-Darm-Beschwerden können Warnsignale sein. Bei diesen Symptomen ist eine Antibiotikatherapie medizinisch notwendig, um einer Nierenbeckenentzündung vorzubeugen.

Weitere Informationen, Tipps zur Vorbeugung und Behandlung von Harnwegsinfektionen bietet der Ratgeber zur Prävention urologischer Erkrankungen „Bleiben Sie gesund“ der Deutschen Gesellschaft der Urologie DGU und dem Berufsverband der Deutschen Urologen BDU.

Text: DGU/BDU-Pressestelle


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