Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Durchschnittliche Penisgröße aus internationalen Studien ermittelt

05.03.2015. Endlich herrscht Klarheit: Forscher vom King's College London haben die durchschnittliche Penisgröße des Mannes errechnet. Dafür werteten sie vorhandene internationale Studien aus, in denen Länge oder Umfang des männlichen Gliedes von mehr als 15.500 Teilnehmern vermessen worden waren. Danach ist der durchschnittliche Penis in erigiertem Zustand 13,12 Zentimeter lang, erschlafft misst er 9,16 Zentimeter im Mittel, wie die Forscher jetzt im Fachjournal „British Journal of Urology International“ schrieben.

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„Wir glauben, dass unsere Daten Ärzten helfen werden, die große Mehrheit der Männer davon zu überzeugen, dass ihre Penislänge im normalen Bereich liegt“, so Dr. David Veale, leitender Autor des Instituts für Psychiatrie, Psychologie und Neurowissenschaften, das diese bisher umfassendste Übersichtsanalyse durchführte.

Zu kurz, zu dick, zu dünn, zu krumm - viele Männer treibt die Sorge um, ihr bestes Stück könne im Vergleich womöglich nicht den Durchschnittsmaßen entsprechen. „Gerade junge Männer werden diesbezüglich besonders durch das Internet desinformiert. Ihnen fehlt ein kompetenter Ansprechpartner“, sagt Dr. Wolfgang Bühmann, Facharzt für Urologie und Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BDU). Als Berater im „Dr. Sommer“-Team der Zeitschrift „Bravo“ weiß er um die Fragen, Nöte und Selbstzweifel, die sogar zu Depressionen führen können.

Für ihre systematische Übersicht hatten die Londoner Forscher 17 Studien berücksichtigt, in denen insgesamt 15.521 Männern verschiedener Nationalitäten und ethnischer Hintergründe im Alter zwischen 17 und 91 Jahren - nicht von den Probanden selbst, sondern von Fachpersonal - vermessen worden waren. Die Penisse deutscher Männer lagen danach mit 8,6 Zentimeter Länge im schlaffen Zustand nur 5,6 Millimeter unter dem internationalen Mittel. Außer der Länge wurde auch der Penisumfang ermittelt: In erigiertem Zustand bringt der internationale Durchschnittspenis es dabei auf 11,66 Zentimeter, sonst 9,31 Zentimeter.

Für Prof. Dr. Sabine Kliesch, Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), sind die Zahlen keine große Überraschung, weil nicht wirklich neu. Ihre Relevanz und Aussagekraft sieht sie hauptsächlich darin, Männern die oft zu negative Einschätzung ihrer Penisgröße nun mit statistischen Argumenten besser ausreden zu können. „Denn die Spanne dessen, was als normal gilt, reicht von 7,5 bis 19 Zentimeter im Ruhezustand - wobei es deutlich mehr 7,5er als 19er gibt“, so Prof. Dr. Sabine Kliesch. Bei normaler Verteilung hat die Hälfte aller Männer zwangsläufig einen kleineren Penis als der Durchschnitt. Auch Werte unter den 9,16 Durchschnittszentimetern seien völlig normal und keinesfalls Anlass zur Sorge. Tatsächlich hätten nur rund zwei Prozent der Männer einen ungewöhnlich kleinen oder großen Penis.

Aufgeräumt haben die Londoner Forscher in ihrer Untersuchung auch mit einer Reihe von Mythen und Gerüchten der Güte „Wie die Nase des Mannes, so sein Johannes“. Zwischen der Penisgröße und anderen anatomischen Merkmalen wie etwa der Größe der Füße wurde kein belastbarer Zusammenhang entdeckt. Das gelte gleichermaßen für das oft zitierte Größenverhältnis von Zeige- zu Ringfinger, die Hodengröße, das Alter oder den Body-Mass-Index.

Englischsprachige Detailinformationen zu der systematischen Übersicht des King’s Colleges London gibt es hier: onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bju.13010/full

 

Text: DGU/BDU-Pressestelle


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