Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Beschneidung halbiert HIV-Übertragungsrisiko

18.01.07 - Afrika: Studien bestätigen vorbeugende Wirkung.

Bei heterosexuellen Männern in Afrika (Männer, die den Beischlaf mit Frauen ausüben) konnte durch die Beschneidung (Zirkumzision) die Rate von HIV-Infektionen (AIDS) halbiert werden. Dies ergaben zwei Studien, die vom US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) durchgeführt wurden. Als Beispiel sei Kenia genannt: 2.784 HIV-negative Männer nahmen hier an einer Studie teil und es kam es zu einer Verringerung der HIV-Infektionsrate um 53 Prozent. Bereits 2005 wurde eine ähnliche Studie von der französischen Agence Nationale de Recherches sur le Sida (ANRS) veröffentlicht, die eine Verringerung des Übertragungsrisikos von sogar 60 Prozent angab (PLos Medicine 2005; 2: e298). Die vorbeugende Wirkung der Beschneidung wird mit der hohen Dichte von Langerhans-Zellen in der Vorhaut des männlichen Gliedes in Verbindung gebracht. Diese Zellen gelten als Speicher von HI-Viren. Ein absoluter Schutz gegen Aids wird durch die Beschneidung jedoch nicht erreicht, so dass die Verwendung von Kondomen unerlässlich ist. Ob die Beschneidung bei Männern, die mit Männern schlafen, Vorteile bietet, ist unklar. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) strebt zu dieser Frage eine Studie an. (kj)

Siehe dazu auch:
Beschneidung beim Mann
Häufige Fragen zur Beschneidung beim Mann


Pressestelle

Informationen zu den Meldungen:

Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
Tel: 040 - 79 14 05 60
Fax: 040 - 79 14 00 27
Mobil: 0170 - 48 27 28 7
E-Mail: redaktion@bettina-wahlers.de
redaktion@bettina-wahlers.de
mehr dazu