Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Gonorrhoe erhöht Blasenkrebsrisiko

18.01.07 - Gefahren der Geschlechtskrankheit werden unterschätzt.

Bei der Gonorrhöe, im Volksmund "Tripper" genannt, handelt es sich um die zweithäufigste sexuell übertragbare Krankheit. Die Erkrankung ist durch Antibiotika leicht zu behandeln. Das relativ häufige Vorkommen weist jedoch darauf hin, dass die Akzeptanz der Kondombenutzung zu wünschen übrig lässt. Ohne Kondom besteht jedoch ein erhebliches Risiko, an der lebensbedrohlichen und oft tödlich verlaufenden HIV-Infektion (AIDS) zu erkranken. Männer, die schon einmal an einer Gonorrhöe erkrankt waren, hatten in einer prospektiven Beobachtungsstudie zudem ein zweifach erhöhtes Risiko auf einen bösartigen Blasentumor. Eine Verbindung zwischen Blasenkrebs, immerhin der sechsthäufigsten Krebserkrankung bei Männern, sei keineswegs abwegig, so die Wissenschaftler von der Harvard School of Public Health in Boston. Spätfolgen bei der akuten Gonorrhöe-Erkrankung wie z.B. Harnverhalt oder Harnröhrenstrikturen könnten den Boden für chronische Infektionen der Blase bereiten, die ein anerkannter Risikofaktor für Blasenkrebs sind. Epidemiologen behalten deswegen die Gonorrhöe-Rate im Auge. (kj)

Studie: British Journal of Cancer (2007; 96: 169-171)


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